Berlin bei Nacht: Brandenburger Tor

Reisebericht Berlin: 72 Stunden in der Hauptstadt

Anfang Januar waren wir in Berlin. Großstadtluft schnuppern. Nicht gerade die perfekte Jahreszeit für einen Städtetrip, aber egal. Man kann trotzdem viel sehen und erleben in dieser riesigen Stadt. Drei Tage waren wir unterwegs. Hier ist mein Reisebericht Berlin.

Städtereise nach Berlin

Städtereise nach Berlin

Berlins szeniger Osten und die Spätis

Schöne Hotels gibt es in der Hauptstadt viele. Vom edlen Adlon bis hin zu preisgünstigen Angeboten. Wir haben uns in Berlin-Mitte einquartiert. An der Grenze zum Prenzlauer Berg. Der erste Tag beginnt mit einer Erkundungstour der näheren Umgebung. Hier reihen sich viele trendige Boutiquen und gemütliche Cafés aneinander. Neben top-sanierten Häusern stehen auch noch viele alte, mit Graffiti verzierte, Gebäude. Eine Neuheit für unsere siebenjährige Tochter. Der Prenzlauer Berg ist hip. Auch bei jungen Familien. Wir sehen teure Kinderwagen, viele Spielplätze und Bioläden. Zum Mittagessen gibt eine Currywurst bei Konnopke an der Schönhauser Allee, unter der Hochbahn. Ein Klassiker und absolutes Muss bei einer Städtereise nach Berlin.

Am Nachmittag besuchen wir den Mauerpark an der Grenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding. Wo früher der sogenannte Todesstreifen verlief, befindet sich heute eine Grünanlage. Mauerreste erinnern an vergangene Zeiten. Schwer vorstellbar, wie es hier früher aussah. Sonntags lohnt ein Besuch des Flohmarkts.

Wir sind durstig. Gut, dass es hier an jeder Ecke einen Späti gibt. In den kleinen Spätverkauf –Läden bekommt man rund um die Uhr fast alles.

Mama, wo arbeitet die Frau Merkel?

Am nächsten Tag geht’s auf Sightseeing-Tour. Man kommt in Berlin prima ohne Auto aus. Am besten kauft ihr euch die Berlin Welcome Card. Mit der kann man herumfahren so viel man möchte und bekommt Ermäßigungen in vielen Museen und anderen Sehenswürdigkeiten. Wir beginnen mit einer Stadtrundfahrt. Die Hop-on Hop-off Busse halten an vielen Stationen. Wir steigen am Alexanderplatz zu. Dank eines Audioguides, bekommt man auf der knapp zweistündigen Rundfahrt einen guten Überblick über die Stadt. Ein Highlight für unsere Tochter: Im Doppeldecker ganz vorne sitzen. Wir unterbrechen die Fahrt am Brandenburger Tor.

Das Brandenburger Tor - das Wahrzeichen Berlins

Das Brandenburger Tor – das Wahrzeichen Berlins

Beeindruckend, aber im Fernsehen wirkt es größer. Gleich nebenan steht das Holocaust Mahnmal mit seine 2.711 Stelen. Ein riesiges Monument, durch das man zu jeder Tages- und Nachtzeit hindurchlaufen kann. Nächstes Ziel: Der Reichstag. Hier wollen wir in die gläserne Kuppel. Doch die Schlange am Kassenhäuschen verspricht ewige Wartezeiten. Und dafür ist das Winterwetter absolut nicht geeignet. Nächstes Mal wissen wir: Tickets unbedingt vorher online reservieren. Das Regierungsviertel haben wir trotzdem erkundet und Frau Merkel eben von draußen zugewunken.

Es folgt ein Touristenklassiker: Das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds. Meine anfängliche Skepsis weicht purer Begeisterung. Die Figuren sehen so echt aus! Nach einer Weile geraten wir in einen Fotoflash. Jede Figur wird abgelichtet: Anne Frank, Barack Obama, Mesut Özil und viele andere. Meine Tochter schmiegt sich in die Arme von Robbie Williams.

Shoppen: KaDeWe, Mall of Berlin und Co.

Nach so viel Geschichte und Kultur ist am dritten Tag Shoppen angesagt. Wir beginnen mit den Hackeschen Höfen, die sich in Mitte befinden und daher auf dem Weg liegen. In den wunderschön renovierten Hinterhöfen gibt es viele hübsche Läden, Galerien und Werkstätten. Es lohnt sich, hindurch zu schlendern, die Jugendstil-Fassaden anzuschauen und die Atmosphäre zu genießen. Weiter geht’s, tief in den Westen. Unser Ziel: Der Kurfürstendamm, kurz Ku´damm genannt. Auf der berühmten Einkaufsstraße tummeln sich zahlreiche Filialen der überall bekannten Bekleidungsketten, so dass unser Besuch hier kurz ausfällt. Ein paar Meter weiter, an der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche vorbei, kommt etwas Spannenderes: Das Bikini Haus. Das langgestreckte Gebäude birgt eine wohltuend unaufgeregte Shopping Mall mit vielen Pop-up Stores, temporären Geschäften, die nach einer Weile anderen Läden Platz machen. Während ich hier herumbummle, trinkt der Rest der Familie Kakao und beobachtet dabei durch ein großes Fenster die Affen im benachbarten Zoo. Eine schöne Alternative, denn für einen ausgiebigen Zoobesuch ist es zu kalt. Ein paar hundert Meter weiter: Das Aquarium. Während Mann und Kind hier Quallen bestaunen und Goldfische streicheln (das geht wirklich) setze ich meine Shoppingrunde fort. Es geht ins KaDeWe, Berlins Edelkaufhaus. Hier zieht es mich in die Feinschmecker-Etage. Hübsch angerichtet, strahlen den Besucher die feinsten Leckereien aus aller Herren Länder an.

Wieder vereint geht es dann zu Berlins neuestem Shopping Tempel – der Mall of Berlin am Leipziger Platz. Eine schicke Einkaufspassage mit 270 Läden. Das Besondere: Der Blick auf den Bundesrat. Unser Städtetrip neigt sich dem Ende zu. Wir brauchen noch Mitbringsel! In den Ampelmännchen Läden findet man schöne Souvenirs. Meine Tochter entscheidet sich für einen Berliner Bären als Schlüsselanhänger. Zufrieden trödeln wir mit der Straßenbahn die Friedrichstraße entlang wieder in unsere Wahlheimat Mitte. Das waren 72 Stunden Berlin. Fazit: Kalt war´s, aber schön war´s!

Ich hoffe, in meinem Reisebericht Berlin waren ein paar Tipps für euch. Wenn ihr noch Ergänzungen habt, schreibt uns!

►► Mehr zum Urlaub in Deutschland gibt’s hier.

►► Wer die Hauptstadt selbst entdecken will, hier geht’s zu den Angeboten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte die Buchstaben des captcha Bildes im Eingabefeld eintippen

Bitte gib die drei Buchstaben in die Box ein