Wintersport ABC

Das Wintersport ABC

Was ist ein Akia und was ist Telemarken? Was passiert beim Skicross und was bedeutet Shapen? Kennen Sie sich mit den Begriffen des Wintersports aus? Man muss nicht alle kennen. Und doch beeindruckt man Freunde und Bekannte mit der Kenntnis mancher Fachwörter. Wir helfen mit einem kleinen ABC.

Abfahrt

Die Abfahrt gilt als Königsdisziplin des alpinen Winterskisports. Sie ist der längste alpine Skiwettbewerb und gilt als der riskanteste, der von den Fahrern neben Kraft, Ausdauer und Technik vor allem auch Mut fordert. Die Sportler erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde. Die Streckenanforderungen reichen von vereist, kurvig und steil bis hin zu flach, wo besonderes  Geschick in der Technik des Gleitens nötig ist. Ein sehr bekannter Abfahrts-Wettbewerb ist z.B. das Hahnenkammrennen von Kitzbühel.

Wintersport ABC

Der Klassiker: Die Abfahrt

Akia

Schlitten im Einsatz für die Bergrettung im Winter. Seine wannenartige Form ermöglicht den Transport von Verletzten oder auch Material in winterlichen Gebieten. Der Akia kann von einer oder zwei Personen gesteuert werden.

Apres Ski

Für einige das Beste am Skifahren: Apres Ski. Nach getaner Arbeit auf der Piste erfolgt der letzte, noch einmal stark den Schnee aufwirbelnde, Schwung vor der Apres Ski-Hütte. Zu Schlager-Musik trinkt man wärmenden Grog oder Glühwein und stößt schon mal auf den nächsten Skitag an.

Backflip

Ein Backflip ist ein Rückwärtssalto auf Skiern oder auf dem Snowboard – dieses waghalsige Pistenmanöver muss man zwar nicht unbedingt drauf haben, man erstaunt seine „Mitfahrer“ unter Umständen bereits schon, wenn man sich im Wintersportfachjargon kundig zeigt und auf der Piste sagt: Schau mal, dort drüben, der Typ macht gerade einen Backflip.
Einen Backflip gibt es auch in anderen Sportarten, z.B. beim Mountainbiking.

Backside Turn

Ein Backside Turn ist der Snowboard Schwung über die Fersenkante. Dabei steht man mit dem Rücken zum Berg. Die Backside allgemein ist die Seite, der der Snowboarder den Rücken zuwendet.

Bagjump

Ein Bagjump bezeichnet einen Übungssprung. Dass ein Wintersportler einen Bagjump macht, erkennt man meist daran, dass hinter der Absprungschanze ein großes Luftkissen liegt, so dass Verletzungen vermieden werden.

Biathlon

Biathlon ist ein Kombinationssport aus den Disziplinen Langlauf und Schießen – die Verbindung von Ausdauer- und Präzisionssport. Biathlon ist eine Olympische Winterdisziplin.

Buckelpiste, Wintersport ABC

Die Buckelpiste

Buckelpiste

Eine Buckelpiste ist eine künstlich angelegte oder natürlich entstandene Skipiste, die von vielen kleineren Hügeln bedeckt wird. Die Buckel können bis zu einem Meter hoch sein. Buckelpisten sind meist schwarz gekennzeichnet (schwarze Pisten bedeuten hohen Schwierigkeitsgrad) und erfordern besonderes Können.

Carving-Ski

Den Carving Ski gibt es seit Anfang der 90iger Jahre. Er revolutionierte den Alpinski-Sport, den man bist dato mit parallelkantigen Skiern ausführte. Dazu war es notwendig, die Skier auf ihrer ganzen Fläche zu fahren. Der Carving Ski erleichtert durch seine taillierte Form das Fahren erheblich, da die Kurven über die Skier-Kanten genommen werden. Außerdem erreicht man mit Carving Skiern höhere Geschwindigkeiten als auf klassischen Skiern. Carving bezeichnet die Technik des Kanten-Fahrens.

Firn

Firn bezeichnet den Schnee in Hochgebirgs- und Gletscherlagen. Er entsteht durch vielfaches Schmelzen und erneutes Gefrieren. Firn ist mindestens ein Jahr alt und körnig.

FIS

FIS ist die Abkürzung für den Internationalen Skiverband (Fédération Internationale de Ski). Der Internationale Skiverband wurde 1924 gegründet. Er gibt unter anderem die Pistenregeln heraus, an die sich jeder Skifahrer halten muss.

Freeriden

Freeriden ist das Fahren im freien Gelände auf unberührtem Schnee, abseits markierter und präparierter Pisten. Dabei ist das Freeriden nicht ganz ungefährlich.
Voraussetzung ist die umfassende Kenntnis des Tiefschneefahrens und der Lawinenkunde. Freeriden ist weder eine Sportart noch ein Fahrtstil. Der Begriff benennt lediglich den Trend, sich absichtlich entfernt gesicherter Pisten zu bewegen. Die Entwicklung von Snowboards und speziellen Skier befeuern diesen Trend.

Freestyle

Der Begriff Freestyle bedeutet: freie Improvisation. Er existiert sowohl beim Snowboarden als auch beim Skifahren. Beim Snowboarden ist Freestyle eine professionelle Disziplin, die trotz ihrer Begrifflichkeit „freier Stil“ relativ strengen Bewertungskriterien unterliegt. Die zu absolvierenden Snowboard-Disziplinen heißen u.a. Straight Jump, Halfpipe, Quarterpipe und Slopestyle.
Auch beim Alpinskifahren umfasst der Begriff „Freestyle“ Geschicklichkeitsdisziplinen ähnlich wie beim Snowboarden z.B. über Buckelpisten fahren (Moguls), Figuren springen (Halfpipe und Big Air), einen Parcours überwinden (Slopestyle). Der Ausdruck der Kreativität steht bei allen Disziplinen im Vordergrund.

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Rolle vorwärts oder rückwärts?

Frontflip

Vorwärtssalto auf Skiern oder dem Snowboard.

Frontside Turn

Ähnlich wie der Backside Turn stammt der Begriff aus der Snowboard-Schule und bezeichnet einen Schwung über die Zehenkante, die Frontside gefahren wird – das heißt: mit dem Rücken zum Tal.

Funpark

Teil eines Skigebiets, der Snowboardern und anderen Trendsportlern reserviert ist. Hier stehen Halfpipes, Kicker, Rails und Boxen zur Verfügung, um Spaß zu haben und dem Können auf die Sprünge zu helfen.

Halfpipe

Halfpipe heißt wörtlich übersetzt: Halbröhre. Die zu waghalsigen Performances anstiftenden Halbröhren entstanden mit der Skateboard-Kultur. Im Wintersport bestehen Halfpipes aus Schnee bzw. Eis und sind wesentlich länger als die Skateboard-Halfpipes. Sie werden außerdem abschüssig installiert. Bei den Olympischen Winterspielen kämpfen Snowboarder in der Disziplin „Snowboard-Halfpipe“ um den Titel.

Heliskiing

Beim Heliskiing werden Alpinskifahrer oder Snowboarder per Helikopter auf einen Berg geflogen und dort herausgelassen. Erfahrene und geprüfte Heliguides führen die Gruppen sicher durch das Tiefschneegebiet – ein besonderes Vergnügen.

Langlauf

Langlauf zählt zu den nordischen Wintersportarten. Seit den ersten Olympischen Winterspielen im Jahr 1924 ist die Disziplin olympisch. Anders als beim Skialpinsport, beim dem es ausnahmslos bergab geht, durchkreuzt der Langläufer auf speziellen Langlaufskiern das Gelände über längere Strecken. Dabei ist das Gelände mal flach, mal ansteigend und dann wieder abschüssig. Präparierte Loipen ermöglichen einfaches Fahren in der klassischen oder in der freien Technik, dem Skaten.

Langlauf, Wintersport ABC

Langlauf: Durch den Winter gleiten

Loipe

Der Begriff Loipe benennt den parallel gespurten Bereich im Langlaufsport. Loipen werden maschinell gespurt.

Monoski

Der Monoski ist ein breiter Ski, auf dem die Bindung so konstruiert ist, dass die Füße nebeneinander stehen (beim Snowboard stehen sie hintereinander). Der Monoski-Fahrer fährt vorwärts den Berg hinab, unterstützt von Skistöcken. Die Technik und die daraus resultierende Fahrweise sind beeindruckend.

Nordische Kombination

Die Nordische Kombination setzt sich aus den Disziplinen Skilanglauf und Skispringen zusammen. Sie gilt als „Königsdisziplin“ der nordischen Sportarten. Die einzelnen Disziplinen der Nordischen Kombination sind: Einzelrennen, Sprint, Massenstart, Staffel, Teamsprint, Normalschanze und Großschanze. Seit 1924 ist die Nordische Kombination eine olympische Disziplin.

Off Piste

Eine Off Piste ist eine unpräparierte Piste – häufig von pulverigem Schnee, der vor allem Freerider anzieht. Aufgrund der Pistenbeschaffenheit ist hier die Lawinengefahr besonders groß.

Pistenbully

Pistenfahrzeug, das die Piste präpariert oder Loipen spurt. Es fährt auf Ketten und schiebt eine Schaufel vor sich her. Die vom Pistenbully bearbeiteten Schneeflächen werden flach gedrückt, geglättet und damit für Wintersportler befahrbar gemacht.

Pistenkilometer

Die erschlossenen bzw. präparierten Kilometer eines Schneegebietes. Je mehr Pistenkilometer ein Skigebiet vorweist, desto attraktiver ist es.

Protektor

Protektoren sind als funktionale Schutzbekleidung Teil der Sportausrüstung. Vor allem bei riskanten Wintersportarten wie dem Alpinskifahren oder Snowboarden kommen sie immer häufiger zum Einsatz. Protektoren helfen, Verletzungen zu vermeiden und verhindern in vielen Fällen das Schlimmste. Schalenartig polstern sie beispielsweise Rücken, Knie oder Handgelenke.

Rail

Rail ist der Begriff für ein schienen- bzw. geländerartiges Hindernis – eine Art Metallrohr, das durch Biegen verschiedenartig verformt werden kann. Solche Hindernisse kommen beim Snowboarden, Freeski oder Skateboarden zum Einsatz. Rails findet man häufig in Snowparks (Funparks).

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Snow-Rider

Rider

Alternative Bezeichnung für eine Person, die mit dem Snowboard oder auf Alpinskiern die Piste hinab fährt.

Schneeschuhwandern

Beim Schneeschuhwandern wandert man durch Tiefschnee. Eine schöne Alternative zu den rasanten Wintersportarten. Um das Einsinken im Tiefschnee zu verhindern, ist das Tragen spezieller Schneeschuhe nötig. Je nach Beschaffenheit und Steigung der Hänge, bieten Schneeschuhhersteller unterschiedliche Modelle.

Shapen

Shapen bezeichnet im Wintersport das Formen bzw. Gestalten von Sprungschanzen oder Halfpipes, häufig zu finden in Funparks. Die Pfleger der kreativ hergestellten Sportgeräte nennt man auch Shaper.

Ski-Alpin

Ski-Alpin ist eine olympische Wintersport-Disziplin. Skirennläufer fahren eine Piste hinab und passieren dabei mehrere Tore. Es kommt darauf an, schnell zu sein und alle Tore einwandfrei zu durchfahren. Innerhalb der Disziplin Ski-Alpin unterscheidet man folgende Wettbewerbe: Abfahrt, Slalom, Riesenslalom, Super-G, Kombinations-, Mannschafts- und Nationenwettkämpfe sowie Parallel- und K.O.-Rennen.

Skicross

Beim Skicross treten vier Ski-Alpinfahrer gleichzeitig gegeneinander an. Die Extremsport-Disziplin ist seit 2010 olympisch. In schnellster Zeit muss ein u.a. mit Schanzen, Kurven und Wellen ausgestatteter Kurs absolviert werden. Die beiden Erstplatzierten qualifizieren sich für die nächste Runde.

Skiflugschanze Holmenkollen

Nichts für Angsthasen: Skiflugschanze Holmenkollen

Skifliegen

Skispringen von Flugschanzen. Flugschanzen sind Sprungschanzen, die eine größere Hillsize als 185 Meter vorweisen (Hillsize ist die Strecke von der Kante des Schanzentischs bis zum dem Punkt am Aufsprunghang, an dem das Gefälle 32 Grad aufweist) und einen Konstruktionspunkt (K-Punkt) von 145 bis 185 Metern. Der Konstruktionspunkt ist der Punkt der Schanze an dem das Gefälle des Aufsprunghangs flacher wird. Weltweit gibt es aktuell 5 „aktive“ Skiflugschanzen – eine davon steht in Oberstdorf.

Skipisten

Skipisten nennt man die künstlich für den Wintersport präparierten Teile eines Berges. Die Betreiber von Skipisten sorgen außerdem für die Überwachung der Pisten durch den Bergrettungsdienst. Je nach Gefälle und Beschaffenheit unterscheidet man bei Skipisten drei Schwierigkeitsgrade:

  • Blau – einfache Piste (Gefälle bis zu 25 Grad)
  • Rot – mittelschwere Piste (Gefälle bis 40 Grad)
  • Schwarz – schwere Piste

Auf den Pisten gelten die Regeln des Internationalen Skiverbandes (FIS). An den meisten Skipisten fahren Schlepp- oder Sessellifte.

Skitourengehen

Ähnlich wie beim Schneeschuhwandern steigt man beim Skitourengehen mit speziellen Tourenskiern einen Berg hinauf. Mit dem Unterschied, dass man den Berg auch auf Skiern wieder hinunter fährt – und zwar auf einer Off-Piste (unpräparierte Piste). Tourenski sind kürzer, breiter und leichter als Alpinski. Zum Aufstieg befestigen die Skitourengeher Felle an der Skiunterseite, um so mühseliges Wegrutschen zu verhindern. Die Tourenski-Bindung ist flexibel, so dass die Ferse beim Anstieg bewegt werden kann. Zur Abfahrt wird die Ferse an der Bindung fixiert.

Snowtubing

Snowtubing heißt das Rutschvergnügen auf einem großen Gummireifen. Dabei entstehen Geschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde. Für die Snowtuber gibt es eigene Tubingstrecken mit Schanzen, Steilwandkurven und Schneewellen. Die kanalartigen Strecken halten die Reifen in der Spur.

Super-G

Der Super G ist eine Disziplin im Ski-Alpin-Sport. Super G ist die Abkürzung für „Super Giant Slalom“. Super G ist nach der Abfahrt der zweitschnellste Wettbewerb im alpinen Skisport. Dabei gilt es, Tore zum umfahren und schnell zu sein. Im Unterschied zur Abfahrt gibt es mehr Tore, die dementsprechend enger gesteckt sind und die Strecke ist kürzer. Im Vergleich zum Slalom oder Riesenslalom gibt es nur einen Durchgang.

Telemark Ski

Telemarken ist eine Skitechnik. Die speziellen Bindungen der Telemark Ski ermöglichen das Abfahren mit längs versetzten Beinen. Die Ferse ist nicht am Ski fixiert. Die Ferse des hinteren Fußes wird angehoben und somit das bergseitige Knie gebeugt. Der Talski ist vorn. Das Telemarken stammt aus Norwegen.

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