Afrika Urlaub Senegal

Teranga: Willkommen im Senegal

Glamping im Schatten von Mahagonibäumen, Tierbeobachtung in freier Wildbahn, tolle Hotels am Meer, so gut wie keine Zeitverschiebung und nur sechs Stunden Flugzeit. Es gibt vieles, was für einen Urlaub im Senegal spricht. Natürlich auch die traumhafte, teilweise noch sehr ursprüngliche Landschaft. Ein spannendes Reiseland, das sich aufgrund der guten Flugverbindungen auch schon für eine Woche Urlaub  lohnt.

Allgemeine Informationen

Lage: Der Senegal liegt im Westen Afrikas und grenzt an Mauretanien, Mali, Guinea und Guinea-Bissau. Im Westen stößt die Republik an den Atlantischen Ozean. Eine geographische Besonderheit: Der Senegal umschließt das kleine Land Gambia bis auf einen kurzen Küstenabschnitt vollständig.
Anreise: Wer in den Senegal fliegt, landet in der Hauptstadt Dakar. Von Deutschland aus beträgt die Flugzeit circa 6 Stunden, mit einem Zwischenstopp. Die Zeitverschiebung ist mit einer bzw. zwei Stunden minimal.
Einreise:
Ihr benötigt einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. EU Bürger brauchen zur Einreise kein Visum. Genauere Infos findet ihr beim Auswärtigen Amt
Beste Reisezeit:
Die beste Reisezeit für den Norden Senegals liegt zwischen November und Mai. Die beste Reisezeit um den Süden des Landes zu erkunden, sind die trockenen und kühleren Monate zwischen Dezember und März.
Sprache:
Die Amtssprache ist Französisch. In den Hotels wird meist auch Englisch gesprochen.
Währung:
Im Senegal bezahlt man mit dem CFA-Franc. Achtung Kopfrechnen: Für einen Euro bekommt man etwa 656 CFA-Francs.
Impfungen:
Es werden die Standardimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A empfohlen.
Stromspannung: Die Netzspannung in Senegal beträgt zwischen 220 und 240 Volt Wechselstrom bei einer Frequenz von 50 Hertz

Großstadtleben in Saint-Louis und Dakar

Die Kolonialstadt Saint-Louis liegt an der nordwestlichen Küste Senegals. In den Straßen und Gassen der ältesten französischen Stadt Schwarzafrikas geht es bunt und multikulturell zu. Besonders schön ist Saint-Louis im Abendlicht, von den Senegalesen „Takussan“ genannt. Dann sind die Farben und Kontraste noch prächtiger und eindrucksvoller. Herzstück der Stadt ist die Insel Ile St. Louis, die wegen ihrer Kanäle auch das Venedig Afrikas genannt wird. Eine prächtige Stahlbrücke führt über den Fluss Senegal dorthin. Saint-Louis ist zudem ein idealer Startpunkt für Ausflüge ins Tal des Senegalflusses und in die nahen Nationalparks wie zum Beispiel in den Nationalpark Djoudji oder das Dünenfeld von Lompoul. Ein Wüstengebiet, das auf halber Strecke zwischen Saint-Louis und Dakar liegt. Für Jazzfans gibt es im Mai übrigens ein Highlight: Das internationale Jazzfestival mit Stars aus aller Welt.

Dakar

Da die Hauptstadt Dakar auf einer Halbinsel liegt, herrscht hier ein mildes, angenehmes Seeklima. Ideal um die Stadt zu erkunden, in der richtig viel los ist. Kunst, Kultur, Musik, Theater – Dakar ist kosmopolitisch und vielfältig. Und die Menschen sind auffallend gut gekleidet, schließlich gilt Dakar als die Modehauptstadt Afrikas. Sehenswert sind unter anderem das Zentrum um den Place de  L`indépendance, das angrenzende Plateau-Viertel als ältester Stadtteil Dakars, der bunte Kermel Markt in einer Jugendstil Halle und die große Moschee. 2010 ist noch ein Wahrzeichen hinzugekommen: Eine 49 Meter hohe Bronzestatue, die an die Unabhängigkeit des Landes erinnert. Nachtschwärmer können sich im Viertel Median vergnügen. Lust auf einen Ausflug? Das perfekte Tagesziel ist nach einer 20-minütigen Bootsfahrt erreicht: die ehemalige Sklaveninsel Gorée. Hier findet man vor allem ein gemütliches Leben vor – Kinder planschen im Hafenbecken und Autos sind grundsätzlich verboten. Dass die Insel schon düstere Zeiten erlebt hat, ist heute nur noch schwer vorstellbar. Hier wachsen Palmen und Baobab-Bäume zwischen den bunten Häusern aus der Kolonialzeit, wegen denen Gorée auch zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Sehenswert ist beispielsweise das rosa getünchte Haus „Maison des Esclaves“ (Haus der Sklaven) mit seonem weltberühmten Treppenaufgang und der „Tür der Wiederkehr“.Sklaveninsel Goree

Highlights rund um Senegals Riviera

Wer gerne am Strand liegt, ist an Senegals Riviera, der Petite Côte genau richtig. Vor allem rund um den Ort Saly gibt es traumhafte Strände. Und keine Spur von Bettenburgen, denn die Hotels, Villen und Bungalows fügen sich dezent in die Landschaft ein. Da die Brandung schwach ist, eignet sich die Gegend gut für einen Strandurlaub mit Kindern. Beste Zeit für einen Badeurlaub sind die Monate Februar, März und April. Dann ist das Wasser klar und ideal für Wassersport. Die Senegalesen machen es euch vor. Sie lieben Sport. Es wird gejoggt, geturnt und Fußball gespielt. Überall am Straßenrand unter Sonnenschirmen stehen Fernseher, die Sportprogramm zeigen. Von Saly und dem benachbarten La Somone aus kann man viele schöne Ausflüge machen. Wunderschön anzusehen ist zum Beispiel der circa 40 Kilometer entfernte See Lac Rose. Er enthält rotes Eisenoxid und schimmert dadurch in den schönsten Rottönen. Auch das Fischerdorf Kayar ist ein tolles Ausflugsziel. Zu sehen mit welcher Geschicklichkeit die Fischer ihre schmalen Einbaum Boote, die Pirogen, aufs Meer hinaus steuern ist beeindruckend.

Strand Senegal

Auf zu Giraffe, Nashorn, Affe und Co.! Tiere beobachten kann man im Bandida Naturschutzgebiet. Da es nur circa 15 Kilometer von Saly entfernt liegt, kann man den Ausflug auch gut mit der Familie unternehmen. Wer lieber angelt, ist im Sine-Saloum-Delta südlich der Petite Côte goldrichtig. Hier münden etliche Flüsse in einem Delta in den Atlantik. Ein Angel-Paradies! Fährt man in den Süden des Deltas, sieht man die Trockensavanne langsam in dichte, immergrüne Vegetation übergehen. Der Nationalpark Sine-Saloum zählt seit 2011 zum UNESCO Weltnaturerbe. Wer schon immer mal wissen wollte, wo sich die Zugvögel im Winter so tummeln: Hier sind sie. Zusammen mit Flamingos, Pelikanen und vielen anderen Vogelarten. Hobby-Ornithologen sollten unbedingt das Fernglas einpacken.

Ursprüngliches Afrika, Tierbeobachtung und das Inland

Wer abseits von touristischen Pfaden wandeln möchte, ist in der Region Casamance zwischen Gambia und Guinea-Bisseau gut aufgehoben. Die Gegend ist noch ursprünglich, grün bewaldet und abenteuerlich. Afrika wie aus dem Bilderbuch. Wenn ihr auf eigene Faust hier her fahrt, solltet ihr euch allerdings vorher nach der Sicherheitslage erkunden.

Der Nationalpark Niokolo Koba ist ideal für Tierbeobachtungen. Er zählt zu den größten Naturreservaten Westafrikas und grenzt an das Bassari-Land, Heimat einer der ursprünglichsten Ethnien Westafrikas. Auch diese Gegend ist touristisch noch nicht sehr erschlossen.
Die Wildnis Westafrikas erlebt man auch im Fathala Wildlife Reservat, das an Gambia grenzt. Hier könnt ihr Giraffen, Büffel, Nashörner, Zebras und Affen in freier Wildbahn erleben. Fathala heißt übrigens in der Landessprache „nicht berühren“. Das Gebiet ist circa 6.000 Hektar groß und bietet eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit: Ein Luxus-Zelt-Camp mit Restaurants. Wer die FTI-Kurzsafari bucht, schläft in einem der 20 Zelte unter alten Mahagoni-Bäumen. Das wird sicher unvergesslich.

(>> Mehr Infos: Kurzsafari-Senegal-FTI)

Nashorn-Nationalpark-Senegal-Urlaub-Afrika

Nashorn

Touba im Landesinneren wird auch Senegals Mekka genannt. In der Hochburg der islamischen Bruderschaft der Mouriden gelten zwar strenge islamische Gesetze, Nicht-Moslems sind aber herzlich willkommen. Die Menschen im Senegal sind Gästen gegenüber wohlgesonnen und freundlich. Das weiß auch Afrika Expertin  Ulrike. Auf die Frage, was sie am Senegal besonders beeindruckt sagt sie:

Mal abgesehen von der Landschaft und dem leckeren Essen hat mich vor allem die Freundlichkeit, Offenheit und Gastfreundschaft der Menschen vor Ort fasziniert. Man wird als Besucher respektiert und kann total entspannt durch das Land reisen. Auch auf Märkten wird man nicht ständig von Händlern angesprochen. Die senegalesischen Frauen sind sehr stolz und verdienen ihr eigenes Geld durch den Verkauf von Obst, Gemüse und Fisch. Dadurch haben sie auch großes Mitentscheidungsrecht – das finde ich toll. Als Frau kann man sich im Senegal sehr frei bewegen, ich habe mich immer sicher gefühlt. Verschleierte Frauen habe ich so gut wie keine gesehen. Im islamisch-geprägten Senegal wird Religionsfreiheit gelebt. Unser senegalesischer Reiseleiter hat uns erzählt, dass seine 17-jährige Tochter zum Christentum konvertiert ist – das sei überhaupt kein Problem, dass nun Mitglieder einer Familie einen anderen Glauben folgen. “  

Eine weitere beeindruckende Stadt ist  Kaolack, circa 200 Kilometer südöstlich von Dakar. Hier ist die Erdnussindustrie Zuhause. Die Atmosphäre in der Stadt ist lebendig und inspirierend. Das erlebt man zum Beispiel auf dem überdachten orientalischen Markt mit Gemüse, Gewürzen und allem was man so braucht. Kunterbunt und quirlig geht es in der zweitgrößten Markthalle Afrikas (nach Marrakesch) zu. Hier findet ihr sicher ein paar schöne Mitbringsel. Der Senegal ist schließlich bekannt für seine Holzschnitzereien, Keramikwaren und Schmuck. Nehmt sie mit!  Zuhause werdet ihr euch freuen und sicher immer gerne an diesen Urlaub zurückdenken.

Interview mit Ulrike: FTI Afrikaexpertin

Was fasziniert dich an Afrika allgemein?

Afrika bietet so viele unterschiedliche Kulturen, Landschaften, eine große Tierwelt, leckeres Essen, alleine 2.500 verschiedene Sprachen… Die Vielfalt auf dem Kontinent ist einfach unglaublich! Aber vor allem die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen macht für mich Afrika so besonders. Viele vergessen, dass Afrika ein Kontinent mit 54 verschiedenen Ländern und Kulturen ist.

Welche afrikanischen Länder hast du schon bereist?

In Westafrika war ich bereits in Senegal und Gambia. Sonst habe ich noch Kenia, Sansibar, Namibia, Südafrika, Simbabwe und Swasiland besucht.

Reise nach Senegal

Warum hast du für deinen letzten Urlaub Senegal als Reiseziel gewählt? Was hat dich daran besonders gereizt?

Da gibt es sehr viele Gründe. Mich hat die Vielfalt der senegalesischen Landschaft mit viel Wüste, Sumpfgebiet und einer tollen Küste gereizt. Großtiere gibt es dort zwar nicht so viele, aber dafür bekommt man wahnsinnig viele Vögel zu sehen. Es ist ein wahres Paradies für Ornithologen und Hobby-Vogelliebhaber. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut, die Hotellerie und Gastronomie ist auf einem Top-Niveau. Außerdem ist Senegal politisch extrem stabil. Die französische Kolonialzeit hat in der Architektur und Kultur viele interessante Spuren hinterlassen. Was ich besonders gut finde ist die relativ entspannte Anreise mit einer kurzen Flugzeit von ca. 6 Stunden und es gibt keine nennenswerte Zeitverschiebung. Ich bin auf einem anderen Kontinent und der Urlaub startet ohne Jetlag. Dadurch ist der Senegal auch für eine 1-wöchige Reise ein perfektes Urlaubsziel.

Was hat dich besonders im Senegal beeindruckt?

Mal abgesehen von der Landschaft und dem leckeren Essen hat mich vor allem die Freundlichkeit, Offenheit und Gastfreundschaft der Menschen vor Ort fasziniert. Man wird als Besucher respektiert und kann total entspannt durch das Land reisen. Auch auf Märkten wird man nicht ständig von Händlern angesprochen. Die senegalesischen Frauen sind sehr stolz und verdienen ihr eigenes Geld durch den Verkauf von Obst, Gemüse und Fisch. Dadurch haben sie auch großes Mitentscheidungsrecht – das finde ich toll. Als Frau kann man sich im Senegal sehr frei bewegen, ich habe mich immer sicher gefühlt. Verschleierte Frauen habe ich so gut wie keine gesehen. Im islamisch-geprägten Senegal wird Religionsfreiheit gelebt. Unser senegalesischer Reiseleiter hat uns erzählt, dass seine 17-jährige Tochter zum Christentum konvertiert ist – das sei überhaupt kein Problem, dass nun Mitglieder einer Familie einen anderen Glauben folgen.

Wie lange warst du im Senegal und wie hast du deinen Urlaub verbracht?

Ich war zwei Wochen im Senegal. In der ersten Woche habe ich die FTI Rundreise „Willkommen in Westafrika“ ab Dakar gemacht und alles vom Senegal gesehen. Ich habe so viel erlebt: Am Morgen mit dem Kanu im Nationalpark Djoudj im Norden unterwegs und die Nacht verbringt man in einem Luxus-Zelt in den Dünen. Eine tolle Abwechslung! Zum Abschluss habe ich noch eine Woche im 5-Sterne Hotel Lamantin Beach Hotel & Spa in Saly verbracht. Das Hotel hat wirklich einen internationalen Top-Standard zu bieten. Auch das Essen und der Service waren spitze!

Welchen Zielgruppen kannst du den Senegal empfehlen?

Der Senegal hat für jeden etwas zu bieten. Man kann reinen Strandurlaub oder Cluburlaub – auch mit Kindern machen. Im Januar und Februar ist die Temperatur sehr angenehm und in der Region Dakar recht mild. Für Kulturfans hält das Land einiges bereit, wie zum Beispiel die geschichtsträchtige Insel Gorée und das allgegenwärtige Erbe der französischen Kolonialzeit. Vogelfans und Naturliebhaber gefällt es im Senegal bestimmt auch sehr gut. Und natürlich grundsätzlich Afrika-liebhabern.

Bildergalerie Senegal

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