Tunesien

Tunesien: Strände, Wüste und viel Kultur

Das kleinste Land Nordafrikas hat eine Menge zu bieten: Lange Sandstrände an der 1.300 Kilometer Küste, eine 3000 Jahre alte Geschichte und die unendlich weite Wüste. Hier gibt es so viel Spannendes zu entdecken: Höhlenwohnungen, riesige Salzseen und Souks in den Medinas erwarten euch!  

Allgemeine Informationen

Lage: Tunesien ist das nördlichste Land Afrikas, circa 140 Kilometer von Sizilien entfernt. Es grenzt an Algerien sowie Libyen.
Anreise: Der Flug von Deutschland aus dauert circa 2,5 Stunden. Dann seid ihr in Tunis, Monastir oder auf der Insel Djerba gelandet.
Einreise: Ihr benötigt einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Bei einer Pauschalreise reicht auch ein Personalausweis.
Beste Reisezeit:
Ideal für einen Badeurlaub sind die Monate Mai bis Oktober. Wer im Inland auf Sightseeing Tour unterwegs ist, sollte die heißen Hochsommermonate Juli und August lieber meiden.
Sprache: Die Amtssprache ist Arabisch, aber es wird auch Französisch und in den Touristenorten häufig Englisch gesprochen.
Währung: In Tunesien zahlt mit dem Tunesischen Dinar (TND). Ein Euro entspricht etwa 2,7 TND.

Hauptstadt Tunis und schöne Küstenort

Tunis ist die Hauptstadt Tunesiens. Eine moderne Großstadt mit einer mittelalterlichen Altstadt, der Medina, die im 9. Jahrhundert entstand und seit 1979 zum UNESO Weltkulturerbe zählt. Beeindruckend ist die Ez-Zitouna-Moschee, die größte Moschee Tunesiens. Der prachtvolle Bau liegt im Zentrum der Medina und ist  nicht zu verfehlen. Wem Mosaike gefallen, sollte das Bardo Nationalmuseum besuchen. Hier findet ihr die größte Sammlung römischer Mosaike Nordafrikas. Tunis gilt übrigens als sehr sichere Stadt, in der man unbeschwert herumlaufen kann – Wertsachen aber bitte trotzdem im Auge behalten!

Etwa 20 Kilometer nordöstlich von Tunis liegt der Künstlerort Sidi Bou Said. Hier sieht man viele Häuser im maurischen Stil mit den typischen blauen Fenster- und Türrahmen. Eine besondere Atmosphäre, die schon den Maler August Macke zu einem seiner berühmtesten Werke inspiriert hat:  Er verewigte ein besonders schönes Haus, das Café de Nattes, auf Leinwand. Man kann hier heute noch einen Mokka schlürfen oder die Shisha ausprobieren. Gut gestärkt, geht es dann durch verwinkelte Gassen den Berg hinauf. Auf dem Weg könnt ihr prachtvolle Paläste mit schönen Innenhöfen bestaunen. Oben angekommen, wartet dann eine wundervolle Aussicht. 

Das Cap Bon, das „schöne Cap“, bildet die nördlichste Spitze des Landes. Hier liegt der beliebte Badeort Hammamet. Feinster Sandstrand, klares Wasser und ein großes Angebot an Wassersportarten warten auf euch. Die Hotels sind häufig im maurischen Stil erbaut und passen sich so der Landschaft an. Ein Plus für Familien: Die Strände am Golf von Hammamet sind flach abfallend, so dass man auch Kleinkinder unbesorgt spielen lassen kann. Weitere beliebte Urlaubsorte an der Küste sind Sousse, Monastir, Port El Cantaoui und Mahdia. Hier kann man nicht nur am Strand Sonne tanken, sondern auch sportlich aktiv sein und zum Beispiel Wasserski fahren oder tauchen.

Tunis

Berberdörfer, Wüste und eine Oase: Der Süden des Landes

Wer vom Norden in den Süden des Landes unterwegs ist, dem werden die zahlreichen Olivenbäume und -plantagen auffallen. Neben den Datteln, ist Olivenöl Tunesiens wichtigstes Exportgut. Leckere Oliven bekommt man deshalb hier an jeder Ecke frisch und in vielen Varianten serviert. 

Südtunesien ist voller geheimnisvoller Orte – wie zum Beispiel die Berberdörfer. Um die Bewohner vor Hitze zu schützen, wurden die Häuser hier entweder in den Boden oder in die Felsen gebaut. Viele sind inzwischen verlassen, einige aber noch immer bewohnt. Im Berberdorf Matmata leben die Menschen in Wohnhöhlen, von denen man einige besichtigen kann. Sehenswerte Nomaden-Behausungen sind auch die Wüstenschlösser in der Umgebung von Tataouine. Diese sogenannten Ksars sehen wie riesige Bienenwaben aus, da sie sich aus mehreren übereinander angeordneten Nischen zusammensetzen. Die „Burgen der Wüste“ dienten als Speicherkammern und Wohnorte für Großfamilien.  

Im Gegensatz zur kargen Berglandschaft ist es in der Oase Tozeur so richtig schön grün. Hier befindet ihr euch in der größten Palmenplantage Tunesiens mit Datteln, soweit das Auge reicht. Zum Schutz vor Hitze werden die Häuser mit Lehmziegeln gebaut – eine spezielle Architektur, die sich perfekt in die Landschaft einfügt. Diese Häuser und eine Vielzahl weiterer Sehenswürdigkeiten findet man in der Hauptstadt, die, wie die Oase selber, auch Touzeur heißt und ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung ist. Zum Beispiel zum Salzsee Chott El Jerid. Je nach Jahreszeit schillert der mit 7.500 Quadratkilometern größte Salzsee der Sahara  in den unterschiedlichsten Farben. Irgendwo in dieser beeindruckenden Weite wurden Szenen der Star Wars Filme gedreht. Und wer weiß, vielleicht seht ihr sogar eine Fata Morgana? Eventuell, wenn ihr auf dem Weg nach Douz seid, dem Tor zur Wüste. Hier beginnt die Sahara.  Douz ist eine kleine Stadt mit hübschen Cafés und Restaurants. Ein klassisches Ziel für einen Tagesausflug oder wenn man auf der Durchreise ist. Wer die Möglichkeit hat, sollte an einem Donnerstag hierher kommen. Der an diesem Tag stattfindende  Wochenmarkt ist der größte seiner Art in Südtunesien. Und den Einheimischen beim Handeln und Feilschen zuzusehen, ist ein Erlebnis. Eine Sache sollte man hier unbedingt erledigen:  Einen Ausritt auf einem Kamel durch die Wüste machen. Dafür gibt es einfach keinen besseren Ort als die Sahara.

Kamelreiten-Tunesien

Baden auf der Insel Djerba

Die Insel an der Ostküste Tunesiens lockt mit traumhaften Stränden. Mit zu den Schönsten zählen
Sidi Mahres
im Nordosten und Seguia im Osten. Hier liegen auch die meisten Hotels. Die feinen, weißen Strände fallen flach in das Meer ab, was für Familien mit kleinen Kindern ideal ist. Genau wie die hervorragende Infrastruktur und die  Wassersportmöglichkeiten. Aber man kann auf Djerba nicht nur baden, sondern auch jede Menge unternehmen. Zum Beispiel durch die Hauptstadt Houmk Souk bummeln und auf dem Basar ein paar Mitbringsel erstehen. Oder die kleine Ölmühle in Djerbas zweitgrößter Stadt Midoun besuchen. Für den Adrenalinkick: Auf einer Krokodilfarm in der Nähe der Stadt, kann man die gefährlichen Tiere aus nächster Nähe bestaunen. Ein Projekt ganz besonderer Art findet man im dem Dorf Erriadh. Hier haben sich Künstler mit ihren Bildern an den Mauern verewigt, so dass der ganze Ort praktisch eine große Street-Art Ausstellung ist. Für einen bunten und faszinierenden Tunesien-Spaziergang

Djerba

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