Polen

Ein neues Trendreiseziel: Urlaub in Polen

Polen wird als Reiseland immer beliebter. Zeit wird’s, denn unser Nachbarland hat urlaubstechnisch sehr viel zu bieten. Da lockt zum einen die 500 Kilometer lange Ostseeküste mit feinem weißem Sandstrand, das beschauliche Masuren mit seiner wilden Natur und aufstrebende Städte wie Warschau oder Breslau mit einem lebendigen Kultur- und Lifestylemix.

Allgemeine Informationen

Lage: Polen hat sieben Nachbarländer: Deutschland, Litauen, Russland, Slowakei, Tschechien, Ukraine und Belarus.

Anreise: Es gibt Flugverbindungen zu den größeren Städten wie Warschau, Krakau oder Danzig. Zudem gibt es zum Beispiel von Rostock aus Fährverbindungen. Auch die Anreise mit dem Auto oder der Bahn ist natürlich möglich.

Einreise: Ihr könnt mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass einreisen.

Beste Reisezeit: Das Klima in Polen ist mit dem in Deutschland vergleichbar. Daher ist es zwischen Mai und Oktober am wärmsten.

Sprache: Die Amtssprache ist Polnisch.

Währung: Zloty (Ein Euro entspricht circa 4,4 Zloty)

Städte entdecken: Danzig, Marienburg und Torún

Polen: Stadt Danzig

Polen: Marienburg und Torun

Polen hat eine schön lange Küste. Besonders beliebt ist die Region um Danzig, die Danziger Bucht. Hier gibt es eine Menge Wassersportmöglichkeiten. Man kann unter anderem  Segeln, Surfen oder Kajak fahren. Für einen Badeurlaub ist besonders die Halbinsel Hela beliebt. Manche sagen, die Landschaft erinnere an Gegenden in Holland mit ihren Dünen und dem feinen, weißen Sand. Die nächstgrößere Stadt von hier ist die alte Hansestadt Danzig. Die Altstadt ist fein herausgeputzt mit ihren alten Handels- und Patrizierhäusern in bunten Farben. Wer auf Bernsteinschmuck steht, ist hier richtig. Es gibt Bernsteingeschäfte in großer Auswahl. Gut zum Bummeln eignet sich die Frauengasse mit Kopfsteinpflaster und wunderschönen Kaufmannshäusern. Sie führt vom Frauentor zur Marienkirche. Die riesige Backsteinkirche birgt etwas Besonderes: Eine astronomische Uhr aus dem Jahre 1470. Gleich neben Danzig befindet sich der noble Kurort Sopot. Ein beliebter Badeort mit vielen Unterhaltungsmöglichkeiten, Wellness und Europas längster hölzerner Mole. Etwa 60 Kilometer südöstlich von Danzig liegt Marienburg (Malbork). Die Außenanlage dieser mittelalterlichen Kreuzritterfestung ist mit einer stolzen Länge von 800 Metern Länge gigantisch groß. Die Burg am Ufer des Flusses Nogat gehörte ehemals den Rittern des Deutschen Ordens und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Genau wie die Altstadt der Hansestadt Torún, die sich mit gotischen Bauwerken schmückt. Sie zählt zu den ältesten und schönsten Städten Polens. Bekanntester Sohn der Stadt ist der Astronom Nikolaus Kopernikus, dessen Geburtshaus man besichtigen kann. Prächtige Bürgerhäuser und viele Speicher zeigen auch heute noch den damaligen Reichtum der Stadt. Torún ist mit einer großen Universität und entsprechend vielen Studenten aber auch eine junge Stadt, in der richtig was los ist.

Die Masuren: Lunge Europas

Polen: Die Masuren

Ab in die Natur. Die Masuren sind für ihre unzähligen Seen bekannt. Mehr als 2000 soll es hier geben, die ein perfektes Revier zum Segeln und Kanufahren abgeben. Viele Seen der Masurischen Seenplatte sind durch Flüsse verbunden, so dass man mit dem Hausboot hier schöne Touren unternehmen kann. Sehenswert ist die Kleinstadt Olsztyn: Eine Studentenstadt mitten im Grünen mit vielen Kirchen, einem Franziskanerkloster und einer hübschen Altstadt. Tief in den Masurischen Wäldern liegt ein Stück dunkler deutscher Vergangenheit – das ehemalige Führerhauptquartier Wolfsschanze. Die Ruinen der ehemaligen Bunker können auf einem Spaziergang durch den Wald besichtigt werden. In den Masuren befindet sich mit dem Oberland Kanal auch eine technische Besonderheit, denn hier überwinden die Schiffe zwischen Elblag und Ostroda mit Hilfe eines ausgeklügelten Systems einen Höhenunterschied von 100 Metern. Und zwar werden sie auf Schienen über Land gezogen. Ein spektakulärer Anblick. Genau wie die Wisente im größten Urwald Europas. Die einzigen freilebenden Bisons fühlen sich hier im Białowieża-Nationalpark ausgesprochen wohl. Platz genug ist da und ihre Ruhe haben sie hier auch.

Quirlige Landeshauptstadt Warschau

Warschau

Warschau hat sowohl eine sehenswerte Altstadt als auch eine interessante Neustadt. Es gibt hier viele verschiedene Baustile zu sehen. Wer durch die Altstadt bummelt, kommt am Königsschloss mit seinen prächtigen Sälen nicht vorbei. Geschichtsinteressierte sollten unbedingt mit einer Führung die prächtigen Säle im Inneren des Schlosses erkunden. Auch einige Museen erzählen von früheren Zeiten. Lohnenswert ist zum Beispiel ein Besuch des Museum des Warschauer Aufstands oder des Nationalmuseum Warschau. Letzteres ist das größte Museum der Stadt. Ein Must See ist auch der Kulturpalast, Warschaus Wahrzeichen im stalinistischen Zuckerbäckerstil und ein, bei den Bewohner nicht sonderlich beliebtes, Wahrzeichen der sowjetischen Geschichte. Wer mit den Aufzug in die 30. Etage fährt, hat einen tollen Blick auf die ganze Stadt. Ein Highlight für Musikliebhaber ist das Frédéric Chopin Museum. Denn obwohl der Name des berühmten Komponisten so französisch klingt, war er gebürtiger Pole. Die Füße ausruhen kann man im Lazienki Park in der Innenstadt. Oder im Zoo, der mit über 4000 Tieren eine Menge zu bieten hat. Lust auf ein typisch polnisches Essen? Das bekommt man in den Milchbars. Die Überbleibsel vergangener Zeiten sind eine tolle Alternative zu den Touristenrestaurants. Mit nostalgischem Charme und bodenständiger polnischer Hausmannskost. Probiert das Nationalgericht Bigos, einen Schmortopf mit Fleisch, Kohl und Sauerkraut. Oder die Piroggen – unterschiedlich gefüllte Teigtaschen. In der traditionellen polnischen Küche wird viel Suppe gekocht. Teilweise auch in für uns gewagt klingenden Varianten wie zum Beispiel mit Sauerampfer oder Salzgurken.

Im Süden: Krakau, Breslau und die Hohe Tatra

Polen: Krakau und Breslau

Polen: Die hohe Tatra

Man nennt Krakau auch das „polnische Florenz“, so viel gibt es hier zu sehen und zu erleben. Da wäre zum Beispiel das im Stil eines italienischen Palazzo erbaute Königsschloss auf dem Schlossberg Wawel. Oder die Altstadt mit ihren Gebäuden im Gotik-, Renaissance- und Barockstil. Bestaunt hier den mittelalterlichen Marktplatz, die Tuchhallen und die Marienkirche. Die Altstadt von Krakau zählt seit 1978 zum UNESCO Weltkulturerbe. Tipp für Nacheulen: Erlebt den Trubel in den Studentenkellern. Bei einem Ausflug zur nahegelegenen Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau sieht man ein Stück düsterer deutscher Geschichte. Passend zum Thema, kann man sich am Nachmittag die ehemalige Emaille Fabrik von Oskar Schindler ansehen. Ausflugstipp: Zehn Kilometer von Krakau entfernt befindet sich das Salzbergwerk in Wieliczka. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und beeindruckt durch die vielen in Salz gemeißelten Skulpturen.

Breslau ist die aktuelle europäische Kulturhauptstadt 2016. Wegen seiner vielen Oder-Arme wird es auch das schlesische Venedig genannt. Sehenswert sind unter anderem der Dom, die Aula Leopoldina der Breslauer Universität und die Jahrhunderthalle vom deutschen Architekten Max Berg.

Ganz in der Nähe liegt auch die Hohe Tatra – der am besten erschlossene Teil der Karpaten. Sie gehört zu zwei Dritteln zur Slowakei und zu einem Drittel zu Polen. Ein tolles Gebiet zum Skifahren und zum Wandern.

Westpommern: Ein Erfrischender Badeurlaub

Westpommern ist ein beliebtes Urlaubsziel. Schon alleine deswegen, weil es nicht weit weg ist. Stettin zum Beispiel, liegt nur 140 Kilometer von Berlin entfernt. Ideal für einen Wochenendtrip! Hier fühlen sich Kulturliebhaber wohl, denn die Stadt an der Oder punktet unter anderem mit einem neu erbauten Konzerthaus, das nachts farbig beleuchtet ist. Dass die Stadt im Krieg stark zerstört wurde, sieht man ihr heute nicht mehr an, so schön wurde sie wieder aufgebaut. Westpommern ist aber vor allem wegen der schönen Strände ein beliebtes Urlaubsziel. Baden kann man zum Beispiel sehr gut auf den Inseln Usedom und Wollin. Besucht das Seebad Swinemünde, das kurioserweise sowohl im Osten von Usedom als auch im Westen der Insel Wollin liegt. Hier steckte schon Kaiser Wilhelm II. seine Füße in den weichen Sand und erfreute sich an den breiten Stränden. Da es hier sehr flach ins Wasser geht, eignet sich die Gegend sehr gut für einen Urlaub mit kleinen Kindern. Wassersportler finden an diesem Teil der Ostseeküste ein ideales Revier zum Surfen, Segeln und Kiten. Auch die Hafenstadt Kolberg ist bei Badeurlaubern beliebt. In dem Kurbad dreht sich alles um das Thema Wellness. Kajakfahrer zieht es eher zur Pommerschen Seenplatte. Übrigens auch ein Traumrevier für Angler und alle, die sich in ihrem Urlaub entspannt zurückziehen und ihre Ruhe genießen möchten.

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2 Kommentare

  1. Robert

    Ein toller Beitrag über Polen.Danke!
    Es ist schon lange lohnenswert in Richtung Osten zu fahren und sich das Nachbarland genauer anzuschauen. Opole, hat z.B. eine lange Geschichte und auch eine schöne gemütliche Altstadt die zum stöbern und relaxen einlädt. Kommen Sie auf ein Besuch vorbei 🙂

  2. Ralf Dissert

    Das macht Lust auf Polen! Warum weit reisen, wenn man schöne Orte in der Nähe hat. Das obere Bild vom Hafen erinnert mich an Nyhavn in Kopenhagen. Einer meiner Leiblingsorte in Skandinavien.

    Danke für die Inspiration,
    Ralf

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