Familienurlaub obere Adria

Familienurlaub an der oberen Adria: Unsere Exertentipps

Wenn man Urlaub mit kleinen Kindern macht, wird auf einmal alles ganz anders. Schön, nur eben erstmal ungewohnt. Statt kleinem Gepäck türmen sich Roller, Reisebett, diverse Schwimmutensilien, Schaufeln und Sandeimer im Kofferraum. Genau wie die Menge des Gepäcks, ändern sich auch die Prioritäten, wenn man als Familie unterwegs ist. Die obere Adria ist da ein ideales Familien-Einsteiger-Reiseziel. Hier könnt ihr lesen, warum.

Allgemeine Informationen und Hinweise

Die Anreise: Mama, wann sind wir daaaaa? Kennt jeder, der mit Kindern in den Urlaub startet. Die obere Adria ist von Deutschland aus relativ schnell erreicht. Von München nach Bibione zum Beispiel braucht man ungefähr 5-6 Stunden. Ein Tipp: Wenn ihr eine Vignette kauft, nehmt gleich Videomaut, das geht am Schnellsten.
Klima: An der oberen Adria ist es im Sommer angenehm warm, aber meistens nicht so knallig heiß. Für einen Badeurlaub sind die Sommermonate Juni bis Mitte September ideal. Dann liegen die Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad, die Wassertemperatur beträgt um die 24 Grad.
Die Strände: Von Grado über Bibione bis nach Venedig – hier weht fast überall  die Bandiera Blu an den Stränden. Die Blaue Flagge steht für ausgezeichnete Wasserqualität. Einige Strände dürfen sogar zusätzlich noch die Grüne Flagge hissen. Ein Zeichen für die besondere Kinderfreundlichkeit des Strandes. Hier findet man dann breite, flach abfallenden Strände, Rettungsschwimmer, Spielplätze, Miniclubs und Babypflegeräume. Auch ganz kleine Kinder können an der oberen Adria richtig schön am Strand spielen. Und sie finden sicher immer genügend Mitstreiter, denn die Strände sind in den Ferienzeiten gut gefüllt. Ein Plus mit Kindern: Es gibt viele Toiletten, immer irgendwo in der Nähe eine Bar mit Pommes, Eis und Getränken sowie einen Eiswagen, der regelmäßig am Liegestuhl vorbeigerollt kommt. Ein kleiner Nachteil für Erwachsene: Richtig gut schwimmen kann man hier im Meer meist nicht, da es so flach ist.
Ein großes Plus: Italien ist ein super-kinderfreundliches Land. Die Italiener lieben die Bambini und bleiben entspannt, wenn der Lärmpegel im Restaurant steigt.

Familienurlaub obere Adria

Kinderfreundliche Orte an der oberen Adria

Eine gute Infrastruktur am Urlaubsort ist beruhigend, wenn man mit Kindern reist. Man weiß, da sind Ärzte, die Murmeln aus Kindernasen holen können und Geschäfte, in denen man Schwimmdelfine erstehen kann. Ein schöner Ort für einen entspannten Familienurlaub ist zum Beispiel Bibione. Wer in erster Reihe zum Meer wohnt, dem bietet sich jeden Morgen ein skurriles Bild. Hunderte zusammengeklappte Sonnenschirme am Strand, ein paar Jogger die ihre Runden ziehen, und sonst niemand. Schön friedlich, diese morgendliche Ruhe. Die genießt man auch in den Straßen, wenn man sich auf den Weg macht, um Frühstück zu holen. Glücklicherweise gibt es in jedem Ort Bäcker, die richtig leckere Panini und andere Köstlichkeiten backen. Nach dem Frühstück geht es dann an den acht Kilometer langen Strand, der allen Sonnenhungrigen genügend Platz bietet. Hier kann man den Tag im Liegestuhl vertrödeln, ab und zu Kaffee trinken, ein Buch lesen oder am Wasser entlangwandern. Und schneller als man denkt, ist es Abend. Zeit, den Ort zu erkunden. Bibione ist zwar ein moderner Ort, aber trotzdem nicht ungemütlich. Mit einer Hauptstraße, die ideal ist, um am Abend zu flanieren und durch die Geschäfte zu stöbern. Hier gibt es alles: Schuhgeschäfte, Modeboutiquen, Lederwaren und zwischendrin die typisch italienischen Spielhallen mit Bling-Bling und Getöse. Viele Italiener mögen das. Und Kinder sowieso. Genau wie den Lunapark – ein Vergnügungszentrum am Rande der Stadt. Auch Essen gehen kann man hier gut. Die Auswahl an Restaurants ist riesig und  – perfekt – keiner regt sich auf, wenn die Kinder durch die Gänge flitzen. Zum Abschluss gibt es noch ein Eis am Strand und einen Bummel über die Uferpromenade zurück ins Hotel, wo die Kleinen erschöpft ins Bett sinken. Urlaubstage dieser Art sind herrlich unkompliziert. Man kann in Bibione auch schöne Ausflüge unternehmen. Zum Beispiel mit dem Fahrrad zum Leuchtturm fahren. Nur einen Kilometer vom Zentrum entfernt, wird es auf einmal richtig leer und der Strand ist sogar naturbelassen.

Familienurlaub Bibione

Tolle Sandstrände mit blauer Flagge und flach abfallendem Meer gibt es auch in Grado. Ein hübscher Ort an der oberen Adria mit mittelalterlicher Altstadt. Eine Besonderheit: Die Strände zeigen hier nach Süden, so dass man den ganzen Tag die Sonne genießen kann. Außerdem hat Grado eine Lagune mit vielen kleinen Inselchen, die man teilweise auch betreten darf. Wie zum Beispiel die Insel Barbana mit ihrer Wallfahrtskirche. Kinder lieben aber viel profanere Dinge, die hauptsächlich Spaß machen sollen. Also auf nach Lignano. Hier gibt es einen Zoo und gleich mehrere Freizeitparks. Das Aquasplash sorgt für Badespaß, der Freizeitpark mit dem fantasievollen Namen Gulliverlandia garantiert Spielspaß und Nervenkitzel. In Caorle dagegen setzt man auf die langen Sandstrände und typisch italienischen Charme. Im Gegensatz zu Bibione und Lignano, ist das ehemalige Fischerdorf ein richtig alter Ort mit einer sehenswerten Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert. Ein Foto wert ist auch die kleine Kirche Madonna dell Angelo an der Mole.

Strand in Lignano

Jesolo eignet sich als Urlaubsort, wenn man Trubel mag. Hier ist immer was los. Vom Sandburgenwettbewerb über Flugschauen bis hin zu diversen Beachpartys. Ein Highlight für Kinder ist der Besuch im Wasserpark Aqualandia. Er zählt zu den besten seiner Art in ganz Italien und ist mit sieben Themenbereichen riesengroß. Plant ruhig einen ganzen Tag für den Besuch ein. Fährt man von Jesolo weiter Richtung Süden, wird es gemütlicher. In der Gegend von Cavallino gibt es sehr viele Campingplätze, die in schönen Pinienwäldern liegen. Cavallino ist eine Halbinsel, die zwischen Jesolo und Venedig liegt. Die Strände hier sind traumhaft und nicht überlaufen.

Ein Ausflug nach Venedig und zu den Glasbläsern

Urlaub in Venedig

Wer an der oberen Adria Urlaub macht, sollte die Chance nutzen und einen Ausflug nach Venedig unternehmen. Am besten mit dem Schiff. Das macht der ganzen Familie Spaß, ist schön entspannt und man kann das Ufer vom Wasser aus genießen. Der Fähranleger befindet sich in Punta Sabbioni. Von hier aus dauert die Fahrt nach Venedig ungefähr 40 Minuten und kostet einfach ca. 7,50 Euro (Stand 2016). Ihr landet mitten im Geschehen, unweit des Markusplatzes. Wenn ihr auf einmal eure Kinder nicht mehr seht, sind die sicher auf Taubenjagd. Ein großer Spaß, wenn die Vögel in Schwärmen auffliegen. Und dann geht treppauf und treppab, über Brücken und durch enge Gassen. Während die Erwachsenen sich am dekadenten Charme der Palazzi und den vielen Kirchen erfreuen, bleiben die Kleinen staunend an jedem Stand mit Masken, Schneegestöber-Kugeln und bunten Glasfiguren stehen. Um sie von dort loszubekommen, hilft nur Bestechung. Vielleicht mit einer Gondelfahrt? Eine teure Angelegenheit, aber sehr schön! In so einem schwarzen langen Boot vom Gondoliere herumgeschippert zu werden, ist etwas ganz Besonderes. Vom Wasser aus wirkt die Stadt mit ihren vielen Kanälen noch einzigartiger.

Wer schon in Venedig war, könnte einen Ausflug nach Murano unternehmen. Hier werden in den Glasbläsereien Kostbarkeiten hergestellt. Murano Glas ist etwas ganz Besonderes, und die Vasen, Gläser, Briefbeschwerer etc. sind richtige Kunstwerke. Nutzt die Gelegenheit bei der Herstellung zuzusehen und ein schönes Souvenir zu erstehen. Ein kleines Tierchen aus Glas als Erinnerungsstück im Kinderzimmer – darauf werden die kleinen Urlauber noch lange stolz sein.

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