Montenegro – Die Perle der Adria

Tiefe Schluchten, blaues Meer, Olivenhaine und Berge soweit das Auge reicht. Um atemberaubende Natur und kulinarische Vielfalt  zu erleben muss man weder in den hohen Norden noch in weite Ferne reisen: Montenegro lautet die Lösung! Der kleine Balkanstaat ist ein Traum für Aktivurlauber und Ruhesuchende, fernab vom Massentourismus. Und das Beste: Schon wenige Urlaubstage reichen aus um das Land intensiv zu erkunden.

Allgemeine Informationen

Lage: Montenegro ist das kleinste Land der ehemaligen Jugoslawischen Republik und liegt an der Adriaküste am Mittelmeer. Mit etwa 630.000 Einwohnern, zählt das Land zu den kleinsten Staaten Europas.
Anreise:  Montenegro ist ca. 2 bis 2,5 Flugstunden von Deutschland entfernt. Die beiden internationalen Flughäfen des Landes sind Tivat und Podgorica. Die meisten Airlines bieten Direktflüge in die kroatische Nachbarstadt Dubrovnik, von der aus man Montenegro binnen 1 Stunde erreicht.
Einreise: Ihr benötigt einen gültigen Reisepass oder Personalausweis.
Sprache und Währung: Die Amtssprache in Montenegro ist Montenegrinisch. Dabei handelt es sich um eine Südslawische Sprache. In den Touristenregionen wird meist auch Englisch, häufig sogar Deutsch gesprochen. Montenegro hat keine eigene Währung und nutzt deshalb den Euro auch für sich als Währung.
Beste Reisezeit: An der Küstenregion Montenegros herrscht typisches Mittelmeerklima mit warmen Sommern und milden Wintern. Im Landesinneren und im der Gebirgsregion ist das Klima gemäßigter. Im Winter können Wintersportler dort auch wunderbar Skifahren.

Europas südlichstes „Fjord“ – Die Bucht von Kotor

Montenegro für Kulturfans

Man kann sich kaum satt sehen an dem Blick über die Bucht von Kotor. Das südlichste Fjord Europas ist als UNESCO Weltkulturerbe gelistet und hat es nicht ohne Grund immer weiter nach oben im Ranking verschiedenster „Traveller“ Listen geschafft. Der anstrengende Fußmarsch auf die Festung von Kotor entschädigt mit Weitsicht und spektakulärer Landschaft.

Unten schmiegt sich die Altstadt von Kotor an die umliegenden Berge, umgeben von einer schützenden Stadtmauer. Die verwinkelten, engen Gassen des Städtchens laden zum Schlendern ein und kleine versteckte Kirchen und Paläste inmitten der Steinhäuser lassen Entdeckerherzen höher schlagen.
Hin und wieder legen Kreuzfahrtschiffe am Hafen in der Bucht an, dann kann es schon mal voll werden, wenn Tagesbesucher die Stadt belagern. Ansonsten geht es aber ruhig zu in Kotor.

Mit kleinen Shuttlebussen gelangt man entlang der fjordähnlichen Bucht  auch in das kleine Städtchen Perast und weiter nach Herceg Novi unweit der kroatischen Grenze. Vor allem in Perast sind noch heute Spuren aus dem  Mittelalter und der venezianischen Seefahrer – Epoche zu finden. Darüber hinaus  ist die orthodoxe Wallfahrtskirche „Maria vom Felsen“ auf einer vorgelagerten Insel, eine der Hauptsehenswürdigkeiten.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Montenegros ist auch das ehemalige Fischerdorf Sveti Stefan, das zur Hotelinsel umgebaut in der Nähe von Budva liegt. Das Dorf hat sich trotzdem seinen ursprünglichen Charakter bewahrt und bereits prominente Gäste wie Claudia Schiffer, Sylvester Stallone und Sophia Loren beherbergt.

Das Städtchen Perast

 

Montenegro für Landschaftsliebhaber und Aktive

Mit dem Mietwagen geht die Reise weiter landeinwärts in dem kleinen Balkanland. An den beiden Flughäfen des Landes sind einige Autovermietungen vertreten und ein gutes Angebot zu finden ist meist ohne große Mühen möglich.

Durch eine wunderschöne Berglandschaft führt die Straße in den Durmitor Nationalpark. Die Gegend eignet sich sehr gut zum Wandern und ein Spaziergang am Ufer des Schwarzen Sees „Crno Jezero“ ist ein Muss!

Eine weitere Augenweide auf der Fahrt durch das schroffe, nahezu unwirtliche Durmitor Gebirge ist die Tara-Schlucht, die auch Grand Canyon Montenegros genannt wird. Schon die Überquerung der Tara-Brücke und der Blick nach unten in die tiefste Schlucht Europas, lässt den Adrenalin Spiegel des Betrachters gehörig ansteigen. Wer besonders mutig ist wagt sich für eine Floß- oder Raftingtour direkt auf den wilden Tara-Fluss.

Es gibt unzählige Möglichkeiten die Landschaft Montenegros zu genießen. Da die Distanzen recht überschaubar sind, lohnt es sich mehrere „Roadtrips“ zu machen. Ein empfehlenswertes Highlights ist die markierte Panoramaroute „Runde über Korita“, die durch authentische Dörfer vorbei bis zur Cijevna-Schlucht an der albanischen Grenze führt. Beim Blick über die Albanischen Alpen glaubt man unendlich weit von der Zivilisation entfernt zu sein.

Im Flusstal Rijeka scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

 

Montenegro für Genießer

Apropos Zivilisation, in Montenegros quirligen Städten Podgorica, Bar und Budva gibt es zahlreiche Restaurants, Pubs und Bars, die mit Gaumenfreuden und entspannter Atmosphäre locken.

In Budva, dem touristischen Zentrum Montenegros an der Adriaküste gibt es eine Vielfalt guter Restaurants, die sämtliche Mediterrane Leckereien und fangfrischen Fisch anbieten. Die Hauptstadt Podgorica und das Umland dagegen, wartet mit deftigen Fleisch Gerichten auf und Zutaten, die von der umliegenden Landwirtschaft kommen. Überhaupt ist die Montenegrinische Küche sehr vielfältig und sowohl von mediterranen, als auch slawischen Einflüssen geprägt.

An der Südküste, rund um die Stadt Bar, spielt die Olivenproduktion eine wichtige Rolle und das leckere Olivenöl sollte man auf jeden Fall probiert haben. Zusammen mit einer dicken Scheibe Brot, dem schmackhaften Njeguski Schinken und Käse aus dem gleichnamigen Dorf ist die Gaumenfreude perfekt.

Zum Essen wird Wein aus dem Anbaugebiet der Region getrunken. Mit großem Stolz präsentieren die Montenegriner im Restaurant ihre einheimischen Sorten Vranac (trockener Rotwein) und Krstac (trockener Weißwein). Auch die Rebsorten Cabernet Sauvignon und Chardonnay werden in Montenegro angebaut.

Zur Verdauung der deftigen Speisen, darf es dann auch mal ein kleiner Schnaps sein. Der montenegrinische Traubenschnaps „Loza“ oder der Pflaumenschnaps „Sljivovica“ wird meist hausgebrannt und oft nach dem Essen zum Espresso getrunken.

Njeguski ist berühmt für seinen schmackhaften Schinken.

Montenegro für Wasserratten und Sonnenanbeter

Rund 200 Kilometer Küstenabschnitt mit glasklarem Wasser hat Montenegro zu bieten. Hier gibt es nahezu ungeahnte Möglichkeiten zum Baden, Tauchen, Segeln und Kiten. Fährt man die traumhafte Küste entlang nach Süden kann das schon mal ungewollte Schnappatmung hervorrufen, denn mit so viel landschaftlicher Schönheit rechnen viele nicht. Bis nach Ulcinj, nahe der Albanischen Grenze führt die Küstenstraße. Der kleine Ort, hat sich in den letzten Jahren als Kitesurfing Hotspot entwickelt und inzwischen ist dort eine richtige Szene beheimatet. Wer selbst einmal auf ein vom Drachen gezogenes Surfbrett steigen möchte findet in Ulcinj auch als Anfänger ideale Bedingungen vor.

Von Anfang Mai bis spät in den September, ist das Meer an der Montenegrinischen Adriaküste zum Baden geeignet. Viele der Sand- und Kiesstrände abseits der Städte sind vom Massentourismus noch verschont geblieben. Hier kann man sich bestens zurückziehen und mit einem Buch die Sonne genießen, ohne Angst um den ergatterten Liegeplatz haben zu müssen.

Wer es hingegen etwas geselliger und trubelig mag, schlendert in Budva an der Strandpromenade entlang. Mit einem leckeren Eis in der Hand kann man hier den Ausblick über das stechend Blaue Wasser der Adria genießen. Bei Sonnenuntergang locken schließlich die zahlreichen Restaurants und Cafés, in welchen man den Abend gemütlich ausklingen lassen kann und über das schöne Urlaubsland sinniert.

Montenegros Strände eignen sich wunderbar zum Kitesurfen.

Montenegro lohnt einen Besuch

Für einige Menschen hat der Osten noch immer einen negativen Beigeschmack und abgesehen von der jüngsten Generation sind bei vielen die Erinnerungen an den Balkankrieg noch nicht ganz erloschen. Dabei lohnt es sich wirklich Montenegro offen zu begegnen und dem Land vor allem als Urlaubsdestination eine Chance zu geben.

Montenegro hat beeindruckende Nationalparks, die Aktivurlauber erkunden können, Kulturfans können sich am geschichtlichen Reichtum des Landes erfreuen, und Erholungssuchenden bietet die 200 km lange Küste Montenegros einsame Sand- und Kiesstrände bei rund 250 Sonnentagen im Jahr.

Noch gilt Montenegro als Geheimtipp unter Reisenden. Es ist bezahlbar und vor allem von Deutschland aus in kurzer Zeit zu erreichen und auch Massentourismus findet man dort nicht vor. Kurzum, in Montenegro kommt fast jeder Reise-Typ voll auf seine Kosten.

Hier geht’s zu den Montenegro Angeboten.

 

 

 

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