10 Gründe, warum der nächste Urlaub in den Oman gehen sollte

Ihr seid euch noch nicht sicher, wohin eure nächste Urlaubsreise gehen soll? Dann wird es Zeit, dass ihr mehr über den Oman erfahrt. Kaum jemand weiß, was dieses wenig bekannte Urlaubsland alles zu bieten hat. Lasst euch überraschen:

Urlaub im Oman

 

Optimales Wetter für einen Badeurlaub im Winter

Schon das Klima im Oman steckt voller Überraschungen. Auch im tiefsten Winter ist es hier bei Tagestemperaturen von etwa 25º Grad warm genug, um sich ausgiebig zu sonnen und im Meer zu schwimmen. Das Meerwasser wird nie kälter als 24º Grad, obwohl es auf den Bergen manchmal schneit.
Im Sommer wird der Nordoman zu einem Glutofen mit Temperaturen von bis zu 39º Grad. Der Südoman verwandelt sich hingegen durch den Sprühregen des Monsuns in ein tropisch-grünes Paradies, in dem Bananen, Kokosnüsse und Mangos wachsen. Wenn ihr bei angenehmen Temperaturen den Oman erkunden oder einfach nur Strandurlaub machen wollt, solltet ihr euren Urlaub zwischen Anfang Oktober und Anfang Mai planen. Im Südoman sind die Temperaturen auch im Sommer erträglich. Im Juli oder August könnt ihr dort aber wegen der hohen Wellen nicht im Meer schwimmen.

 

Karibik im Südoman: Salalah

Im Südwesten des Oman liegt ein tropisch anmutendes Badeparadies: feine Sandstrände, palmengesäumte Ufer und kristallklares Meerwasser mit über 100 Fischarten. Die schönsten Strände an der 3.165 km langen Küstenlinie des Omans liegen in der Weihrauchregion Dhofar bei Salalah. Obwohl sich der Tourismus erst langsam entwickelt, gibt es in Salalah schon sehr gute Infrastrukturen. Ihr findet hier viele verschiedene Wassersportangebote und Taucher erwartet eine einzigartige Unterwasserwelt. Korallenriffe locken exotische Meeresbewohner an und mit etwas Glück seht ihr sogar Delfine. Die Halbinsel Musandam mit ihren Fjorden im Nordoman ist ebenfalls ein heißer Tipp für Taucher. Dort ragen skurille Felsformationen aus dem Meer und unter Wasser liegen geheimnisvolle Grotten. Falls jemand Lust hat, „Robinson“ zu spielen: In der Küstenregion um die Landeshauptstadt Maskat gibt es zahlreiche einsame Sandstrände, die einen optimalen Spielplatz für kleine und große Abenteurer abgeben.

-Salalah Highligts-

 

Abseits vom Massentourismus: Relaxen im Oman

Wenn ihr auf eurer Sonnenliege am Strand von Salalah liegt, werdet ihr kaum glauben, dass der Oman bis 1970 eines der rückständigsten Länder der Welt war. Es gab damals im ganzen Land nur zwei Krankenhäuser und etwa 10 km Asphaltstraße. Dann übernahm Sultan Qaboos die Regierung. Er hatte in England studiert und lebte eine Zeit lang in Deutschland. Nachdem er überall Schulen, Krankenhäuser und Straßen gebaut hatte, öffnete er 1990 das Land für den Tourismus. Heute gibt es in vielen Gegenden gepflegte Hotels mit internationalen Standards. Überlaufene oder verbaute Strände werdet ihr hier nicht finden. Wenn ihr abseits vom Mainstream Erholung sucht, seid ihr im Oman genau richtig.

Crowne Plaza Resort Salalah – Juweirah Boutique Hotel
Al Baleed Resort Salalah by Anantara – Mirbat Marriott Resort
Salalah Rotana Resort – Fanar Hotel & Residences

Ein friedliches Land

Kurz nach 1970 befriedete der Sultan die verfeindeten Stämme seines Landes. Die omanische Religion war ihm dabei eine große Hilfe. Der Ibadismus ist ein friedfertiger Ableger des Islam. Pazifismus und Toleranz haben darin einen hohen Stellenwert. Im Oman gibt es christliche Kirchen und heilige Stätten anderer Glaubensrichtungen. Frauen müssen keinen Schleier tragen, dürfen tanzen und musizieren, haben das Wahlrecht und können Ministerposten bekleiden. Hinzu kommen noch 5.000 Jahre Erfahrung im Seehandel – da liegt Aufgeschlossenheit gegenüber fremden Kulturen schon in den Genen. Die Omani verehren ihren Sultan, weil er ihre Lebensqualität so drastisch verbessert hat. Sie sind zufrieden – eine optimale Voraussetzung für innere Sicherheit. 2017 wurde der Oman vom World Economic Forum auf den weltweit vierten Platz im Länder-Ranking für Reisesicherheit eingestuft. Trotz aller Aufgeschlossenheit und Toleranz seid ihr im Oman aber in einem arabischen Land und solltet euch – wie überall anders auch – an die Gepflogenheiten eurer Gastgeber anpassen. Die Standard-Vorgaben kennt ihr bestimmt: Schultern und Knie bedeckt halten, keine Zärtlichkeiten und schon gar kein Alkohol in der Öffentlichkeit.
 

Kurze Anreise: Mal schnell in den Oman 

Obwohl der Oman noch hinter Saudi Arabien liegt, ist er schnell zu erreichen. Die Zeitverschiebung ist erstaunlich gering. Im Sommer beträgt sie nur zwei Stunden. Im Winter sind es drei, weil es dort keine Umstellung von Sommer- auf Winterzeit gibt. Noch bis vor kurzem musstet ihr, um nach Salalah zu kommen, in Maskat den Flieger wechseln. Neuerdings bietet FTI aber Direktflüge an, die euch nonstop in sieben Stunden an die „Karibikstrände“ in Dhofar befördern. Ihr steigt bei winterlichem Schmuddelwetter in euer Flugzeug und im Handumdrehen seid ihr in einer völlig anderen Welt. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel, Menschen in traditionellen Gewändern, die Farben und Düfte des Orients: Der Oman ist im Winter am schönsten.
 
 
Tipp zur Anreise
Gemeinsam mit Eurowings fliegt FTI nonstop von Köln-Bonn nach Salalah. Die Flüge gehen jeweils samstags und mittwochs. Ab Dresden, Hamburg Berlin und München gibt es Anschlussflüge über Köln. Bei der Buchung einer Pauschalreise bekommt ihr ein Rail& Fly Ticket inklusive, so dass ihr problemlos zu einem geeigneten Flughafen fahren könnt.  Alternativ gibt es auch Linienflüge mit Oman Air und Qatar Airways. 
 

Authentischer Orient

Moschee im Oman Wüste im Oman

Wart ihr schon mal in Dubai? Der Oman ist völlig anders. Hier erlebt ihr den alten Orient, wie ihr ihn aus Märchen und Legenden kennt. Es gibt kaum Shopping-Miles, dafür aber richtige Souks und kleine Geschäfte. Glamour und Prunk sucht ihr vergebens. Der Ibadismus verbietet es, Reichtum öffentlich zur Schau zu stellen. Männer tragen wie schon seit Jahrhunderten ihre bodenlangen bunten „Dishdashars“. Oft genug hängt sogar der traditionelle „Khandjar“ (ein Krummdolch) an ihrer Seite. Sie gehen niemals ohne Kopfbedeckung aus dem Haus: zur traditionellen Tracht gehört eine gewebte Kappe oder ein Tuch aus Kaschmir. Frauen tragen eine weite lange Hose, die ihr aber nicht sehen könnt, weil ein bodenlanges Hemd darüber hängt. Den Kopf bedecken sie mit einem Tuch. Das Gesicht bleibt dabei meistens frei. Auch in vielen anderen Bereichen – besonders bei Musik und Tanz – werden im Oman die alten Traditionen bewusst erhalten.
 

Legendäre Gastfreundschaft im Oman

Die überschwängliche Gastfreundschaft der Araber ist tief in Tradition und Religion verankert. Es kann durchaus vorkommen, dass ihr als Urlauber in das Haus eines Omanis eingeladen werdet. Das bedeutet eine große Ehre und es ist gut, wenn ihr bei eurem Besuch ein paar Verhaltensregeln kennt. Als erstes: Niemand kommt hier mit leeren Händen in ein fremdes Haus. Blumen sind als Gastgeschenk nicht üblich, die obligatorische Flasche Wein fällt auch flach – womit könnt ihr euren exotischen Gastgebern eine Freude machen? Araber sind Naschkatzen: Bringt eurer Gastfamilie einfach viele verschiedene Leckereien aus einer Konditorei mit. Die Einladung solltet ihr übrigens erst beim dritten Mal annehmen, damit ihr sicher sein könnt, dass sie nicht aus Pflichtgefühl ausgesprochen wird. Frauen werden zurückhaltend ohne jeden Körperkontakt begrüßt. Am Eingang ist es üblich, die Schuhe auszuziehen. Außerdem dürft ihr euch niemals so hinsetzen, dass eure Fußsohlen auf jemanden zeigen. Das gilt als beleidigende Geste. Noch dazu wird die linke Hand als unrein angesehen – also berührt niemanden damit. Und um Missverständnissen vorzubeugen: das „OK“-Zeichen mit Daumen und Zeigefinger wird im Orient als Obszönität interpretiert. Dafür sind aber Tränenausbrüche beim Feilschen in den Souks absolut gesellschaftsfähig.
 

Alle Schätze des Orients – die Souks im Oman

Das farbenfrohe Gewimmel in den omanischen Souks ist ein einzigartiges Schauspiel. Noch spannender wird es, wenn ihr selbst versucht zu handeln. Probiert es ruhig aus, es macht richtig Spaß. Hier findet ihr noch traditionelles Kunsthandwerk. Fein ziselierte Silberarbeiten, die zum Kilopreis verkauft werden, detailverliebte Schnitzereien, kostbarer omanischer Weihrauch oder kunstvoll gewebte Stoffe: die Souks sind wahre Schatzkisten. Ihr müsst nur ein bisschen stöbern. In Salalah gibt es außer dem Fisch- und Gemüsemarkt noch einen Weihrauch- und einen Gold-Souk. Die größte Vielfalt an Angeboten auf der gesamten Arabischen Halbinsel findet ihr auf dem Souk in Maskat, an der Uferpromenade Corniche von Matrah. In Nizwa könnt ihr jeden Freitag einen urigen Bauernmarkt besuchen. Von Sonnenaufgang bis um 9:00 Uhr morgens werden dort auch Kamele und Pferde verkauft. Wenn ihr früh genug aufsteht, könnt ihr den Beduinen beim Feilschen zusehen.

Aktivurlaub im Oman

Wenn ihr Lust auf Sport, Natur, Kultur oder Abenteuer habt, seid ihr im Oman an der richtigen Adresse. Von Salalah aus könnt ihr an spannenden Exkursionen in die Wüste teilnehmen. Hier gibt es neben Dromedaren, Wüstenfüchsen und Oryx-Antilopen auch eine „versunkene Stadt“. Das „Atlantis der Wüste“ wurde 1922 entdeckt und bis heute sind viele seiner Rätsel ungelöst. Danach eine Nacht in der totalen Stille eines Wüstencamps, die Sterne zum Greifen nahe – das werdet ihr nie mehr vergessen.
 
Auch die „Geysire“ von Al Mughsayl sind beeindruckend. Es sind runde Löcher im Ufergestein, durch die das Meer riesige Wasserfontänen in die Luft schleudert. Bei Bootsausflügen begleiten euch Delfine und manchmal wird eine Pause gemacht, in der ihr mit ihnen schwimmen könnt. Whale Watching wird auch angeboten. In den ausgetrockneten Wadis könnt ihr in natürlichen Felsenpools planschen und im Hadjar-Gebirge gibt es über 30 Wanderwege und 160 Kletterspots. Langweilig wird es euch hier garantiert nicht.
 

Ein Land der Kontraste

Schattenspiele auf den Dünen der Wüste, unendliche Weite – und dann plötzlich eine grüne Oase mit luftigen Hütten aus Palmwedeln. Auch heute noch leben Menschen inmitten des „großen Nirgendwo“. Über 70 % des Oman besteht aus Wüste. In den fruchtbaren Landstrichen einige Weihrauch-, Bananen-, Rosen- und Dattelplantagen. An der Küste dann wieder Sand, nur diesmal von Wellen umspült. Ihr werdet vom minimalistischen Zauber des Oman begeistert sein. Fast überall kann der Blick unbehindert bis zum Horizont schweifen. Hier fangt ihr an zu verstehen, was Entschleunigung bedeutet.
 
Strand in Salalah
 
 
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