Blick auf Paris

Paris für Einsteiger – die besten Tipps für euren Städtetrip

Wer träumt nicht davon, einmal auf dem Eiffelturm zu stehen und die Stadt der Liebe von oben zu betrachten? Paris ist zweifelsohne eine der schönsten Städte der Welt und immer einen Besuch wert. Unzählige Museen, prachtvolle Bürgerhäuser und luxuriöse Boutiquen bestimmen das Bild. Es gibt aber auch sehr romantische Ecken. Wir verraten euch hier, was ihr vor eurem Besuch wissen solltet.

So ein Paris-Besuch kann euer Reisebudget ganz schön strapazieren. Dennoch sollte man die Stadt an der Seine einmal in seinem Leben besucht haben. Wenn man sich ein bisschen auskennt, lassen sich die Kosten verringern. Wir geben euch Tipps und beantworten Fragen, die sich jeder stellt, der zum ersten Mal nach Paris fährt.

  1. Wie komme ich nach Paris?
  2. Was kostet eine Reise nach Paris?
  3. Was muss man gesehen haben?
  4. Wie viele Tage sollte man einplanen?
  5. Wie bewegt man sich innerhalb von Paris?
  6. Wann ist die beste Zeit für eine Reise nach Paris?

1. Wie komme ich am besten nach Paris?

Die schnellste Möglichkeit, nach Paris zu kommen, ist zu fliegen. Ein Flug von Berlin nach Paris dauert knapp zwei Stunden. Von allen anderen Flughäfen in Deutschland geht es etwas schneller. Die meisten Flüge landen in Charles-de-Gaulle. Von dort braucht ihr dann mit dem RER (S-Bahn) noch etwa eine halbe Stunde in die Stadt. Es gibt auch Flüge nach Orly. Von diesem Flughafen dauert die Bahnfahrt in die Stadt etwa 40 Minuten.

Blick aus dem Flugzeug auf den Eiffelturm in Paris
Der Eiffelturm heißt euch schon beim Landeanflug in Paris willkommen

Wenn ihr etwas näher an der französischen Grenze wohnt, überlegt ihr euch vielleicht, mit dem Auto anzureisen. Dabei solltet ihr aber bedenken, dass Auto fahren in Paris kein Spaß ist und ihr für die Autobahn in Frankreich Maut zahlt. Die Strecke Saarbrücken – Paris kostet derzeit etwa 31,00 Euro pro Weg.

In Paris einen kostenlosen Parkplatz zu finden, ist in etwa so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto. Spart euch also das Geld und wählt eine andere Art, nach Paris zu gelangen.

Eine sehr komfortable Alternative ist der Zug. Ab München, Stuttgart oder Frankfurt fahrt ihr mit dem TGV, dem französischen Gegenstück zum ICE, oftmals zu supergünstigen Preisen mitten in die Stadt. Eine Fahrt von München nach Paris dauert etwas über sechs Stunden. Wenn ihr im Westen Deutschlands wohnt, nutzt ihr den Thalys ab Köln. Der fährt in etwa 3,5 Stunden über Brüssel zum Gare du Nord ins Zentrum von Paris.

2. Was kostet mich eine Parisreise?

Ein paar Tage in Paris können schnell ins Geld gehen. Vor allem Essen in einem Restaurant kann viel kosten. Ein Menü (Vorspeise, Hauptgang, Dessert) ohne Getränke kostet je nach Viertel und Restaurant-Typ zwischen 20,00 und 30,00 Euro. Nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt. Eine günstige Alternative bieten die meisten Bäckereien. Dort gibt es eine sogenannte Formule für etwa 7,50 Euro an. Die besteht aus einem lecker belegten frischen Baguette, einem süßen Teilchen eurer Wahl und einem Softdrink.

Knuspriges Baguette in einer französischen Bäckerei
Der perfekte Ort für einen Snack zwischendurch, eine typische Boulangerie

Oder ihr sucht euch ein Bistro zum Mittagessen, in dem so eine Formule aus Vorspeise, Hauptgang und Dessert besteht und oft schon ab 15,00 Euro zu haben ist. Sehr teuer sind die Getränke in Bars und Restaurants. Viele bieten aber Happy Hours an, während der zumindest die Cocktails etwas günstiger sind.

In den Bistros könnt ihr auch guten Gewissens den Vin de Table, also den Hauswein, bestellen. Ein guter Bistrochef sieht diesen als seine Visitenkarte und wird euch keinen billigen Fusel vorsetzen.

Auch wenn ihr nicht direkt an den Orten Essen geht, an dem sich die Touristen stapeln, könnt ihr Geld sparen. Fragt die Einheimischen, wo sie hingehen, die haben immer einen guten Tipp.

ein typische Straßencafé in Paris mit speisekarte auf einer tafel
In solchen Straßencafés gibt es Mittags ein günstiges Essen

Auch bei der Unterkunft gibt es Möglichkeiten, zu sparen. Zum einen bei der Wahl eurer Reisezeit, doch dazu später mehr. Am meisten spart ihr, wenn ihr euch ein Hotel sucht, das nicht mitten im Zentrum liegt. Entlang des Phériphérique, einer Ringautobahn, die das Zentrum umschließt, gibt es viele gute Hotels, die günstige Tarife haben.

Meist haben diese die Metro direkt vor der Tür und da die Züge bis spät abends im 5-Minuten-Takt fahren, seid ihr schnell wieder auf eurem Zimmer. Es muss ja auch nicht unbedingt ein Luxushotel sein, ihr seid ja eh nur zum Schlafen auf dem Zimmer.

Unsere Hoteltipps für Paris:

Unser Tipp: Paris bietet euch interessante Besucherpässe an, mit denen ihr auch den ein oder anderen Euro sparen könnt. Den Paris Passlib‘ gibt es für 1, 2, 3 oder 5 Tage und kostet zwischen 45,00 Euro (1 Tag) und 165,00 Euro (5 Tage) pro Person. Damit könnt ihr die öffentlichen Verkehrsmittel (ab dem 2 Tage Ticket; Zone 1-3 = Innenstadtbereich), eine einstündige Bootsfahrt auf der Seine und zwei Stunden mit dem Bus der Open Tours nutzen. Außerdem beinhaltet er den Zugang zu den städtischen Museen. Ein Ticket für den Eiffelturm ohne Anstehen, kostet 20,00 Euro Aufpreis. Ab 2 Tagen ist der Paris Museum Pass inkludiert, der den Erwachsenen Zugang zu über 50 Museen in Paris und dem Umland gewährt, darunter auch zum Louvre, für den ihr aber eine feste Zeit vorab buchen müsst.

3. Welche Sehenswürdigkeiten muss man gesehen haben?

Spektakuläre Sehenswürdigkeiten gibt es in Paris wie Sand am Meer. Da fällt es schwer, sich zu entscheiden, was man denn nun anschauen soll. Wir empfehlen euch schon vor eurer Reise nach Paris eine Liste zu erstellen, auf der ihr die Punkte vermerkt, die euch interessieren. Als kleine Starthilfe stellen wir euch die wichtigsten hier vor.

Der Eiffelturm

Die „Eiserne Dame“ wurde zur Weltausstellung von 1889 erbaut und sollte 20 Jahre später eigentlich wieder abgebaut werden. Paris ohne Eiffelturm? Heute unvorstellbar. Stolze 324 Meter ragt das Wahrzeichen der Stadt in den Himmel und war bis 1930 das höchste Bauwerk der Welt.

Den Eiffelturm kann man von fast überall in Paris sehen
Das Wahrzeichen von Paris ist von fast überall in der Stadt zu sehen

Von den drei Etagen habt ihr einen spektakulären Blick über die Stadt. Auf der ersten Etage in etwa 58 Metern Höhe befinden sich Restaurants und ein Souvenirshop. Die zweite Etage liegt auf 116 Metern und hier befindet sich mit dem „Jules Verne“ eines der spektakulärsten, aber auch teuersten Restaurants der Stadt.

Bis zur zweiten Etage habt ihr die Wahl zwischen Aufzug oder 704 Treppenstufen. Die dritte und höchste Etage befindet sich auf 276 Metern. Von dort könnt ihr an klaren Tagen bis zu 80 Kilometer weit sehen.

Eiffelturm in Paris im Winter
Auch im Winter ist Paris ein tolles Reiseziel

Öffnungszeiten Eiffelturm: Täglich von 09:30 Uhr bis 23:45 Uhr, am 14.Juli nur bis 14:00 Uhr

Liftkarte 2.Stock: Erwachsene 16,60 Euro, Jugendliche von 12 – 24 Jahre 8,30 Euro, Kinder von 4 – 11 Jahre und Menschen mit eingeschränkter Mobilität 4,10 Euro

Liftkarte 3. Stock:  Erwachsene 25,90 Euro, Jugendliche von 12 – 24 Jahre 13,00 Euro, Kinder von 4 – 11 Jahre und Menschen mit eingeschränkter Mobilität 6,50 Euro

Ticket für den 2. Stock über die Treppe: Erwachsene 10,40 Euro, Jugendliche von 12 – 24 Jahre 5,20 Euro, Kinder von 4 – 11 Jahre 2,60 Euro

Ticket für den 3.Stock Treppe bis 2.Stock und Lift zum 3.: Erwachsene 19,70 Euro, Jugendliche von 12 – 24 Jahre 9,80 Euro, Kinder von 4 – 11 Jahre 5,00 Euro

Unser Lesetipp: Noch mehr Wissenswertes zum Eiffelturm findet ihr in diesem Beitrag

Die Basilika Sacré Coeur

Eine sehr gute Aussicht über die Stadt habt ihr auch vom Vorplatz dieser architektonisch besonders reizvollen Kathedrale. Um dort hinzugelangen, könnt ihr durch das besonders schöne Montmartre-Viertel bummeln oder aber mit einer historischen Standseilbahn hinauf fahren.

Bemerkenswert an der Kirche ist vor allem der Stein, aus dem sie gebaut wurde. Der reinigt sich nämlich selbst und so strahlt sie immer in leuchtendem Weiß weithin sichtbar über die Stadt.

Eines der Wahrzeichen von Paris ist die Basilika Sacré-Coeur
Majestätisch thront die weiße Kirche auf einem Hügel über der Stadt

Auf der breiten Treppe vor der Kirche tobt in lauen Sommernächten bis in den späten Abend das Leben. Viele Straßenkünstler beleben dann das Bild. Eine der bekanntesten Künstlerinnen, die früher hier sang, ist Zaz.

Wenn ihr die Kirche besichtigt habt, solltet ihr unbedingt noch einen Abstecher zum Place du Tertre machen. Der ist bekannt für seine Straßenkünstler, die euch in wenigen Minuten eine Karikatur eures Gesichts erstellen.

Dieses Viertel zeigt euch ein eher dörfliches Paris und hat sehr viel Charme. Ein Kuriosum gibt es hier auch zu sehen: Einen von zwei Weinbergen mitten in der Stadt.

Öffnungszeiten Sacré Coeur: täglich von 06.00 Uhr bis 22:30 Uhr

Öffnungszeiten Kuppel: Juni – September von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr, März – April von 09:30 Uhr bis 19:00 Uhr, November bis Februar von 10:00 bis  17:30 Uhr

Eintritt: Der Eintritt zur Kirche ist frei, für Kuppel und Krypta zahlen Erwachsene 6,00 Euro, Kinder von 4 bis 16 Jahren 4,00 Euro.

Der Louvre

Auch wenn ihr keine Fans von langweiligen Museen seid, den Louvre muss man gesehen haben. Bis zur Fertigstellung von Versailles war er der Wohnort der französischen Könige. Heute findet ihr hier eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. 10 Millionen Menschen pro Jahr kommen, um einmal der Mona Lisa zu huldigen.

Ihr könnt auf den über 60.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche aber auch antike ägyptische, griechische und römische Kunstwerke bestaunen. Eine eigene Abteilung hat die islamische Kunst.

Louvre in Paris
Erst verspottet, dann gelobt: Die Glaspyramide am Eingang des Louvre

Wenn ihr alles sehen wollt, solltet ihr für den Besuch mindestens einen ganzen Tag einplanen. Der Haupteingang mit seiner modernen Glaspyramide war lange Zeit sehr umstritten unter den Parisern. Heute gilt er als eine der Hauptattraktionen des Museums.

Wenn ihr dann schon mal hier seid, besucht noch das benachbarte Musée de l’Orangerie. Das Gebäude wurde so umgebaut, dass Monets Seerosen in perfektem Licht präsentiert werden.

Öffnungszeiten Louvre: Mittwoch bis Montag von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Nocturnes: Mittwoch, Freitag und Samstag bis 21:45 Uhr

Eintritt: Online-Ticket mit fester Uhrzeit: Erwachsene 17,00 Euro, an der Kasse: Erwachsene 15,00 Euro

Besonderheiten: Auch wenn ihr im Besitz des Museumspasses seid und kostenlosen Zutritt genießt, wird dringend empfohlen, ein bestimmtes Zeitfenster zu buchen. Kostenlosen Zutritt gibt es am ersten Samstag im Monat von 18:00 Uhr bis 21:45 Uhr und am 14. Juli für alle. Kinder unter 18 Jahren zahlen keinen Eintritt. Auch EU-Bürger von 18 Jahren bis 25 Jahren haben kostenlosen Zutritt. Zur Nocturne am Freitagabend ist der Eintritt für alle unter 26 frei.

Das Musée d’Orsay

Fast gegenüber des Louvre auf dem linken Seineufer befindet sich noch ein Museum, das ihr euch anschauen solltet. Das Gebäude wurde für die Weltausstellung von 1900 als Bahnhof gebaut und ist an sich schon sehr sehenswert. Seit 1986 wird es aber als Museum des Impressionismus genutzt. Hier seht ihr eine bedeutende Sammlung der Werke von Renoir, Degas, Cézanne, Monet und Manet. Deren Kunststil passt perfekt zur Architektur des Gebäudes.

Direkt am Seineufer liegt der prachtvolle bau des Musee d'orsay
Das Museé d’Orsay ist schon von außen ein Hingucker

Nicht nur die berühmten Gemälde bekommt ihr zu sehen. Auch deren Skulpturen und dekorative Kunst sowie die frühe Geschichte der Fotografie werden hier gezeigt.

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag von 09:30 bis 18:00, Nocturne: Donnerstag von 18:00 Uhr  – 21:45 Uhr

Eintritt: Erwachsene: 16,00 Euro, kostenlos: für Kinder bis 18 Jahre, EU-Bürger unter 26 Jahre, für alle ab 16:30 Uhr (außer Donnerstag und Samstag) sowie am Donnerstag ab 18 Uhr und am ersten Sonntag des Monats.

Das Centre Pompidou

Mitten im ältesten Viertel von Paris, dem Marais, ließ der der damalige Präsident Pompidou ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst bauen. Für viele Pariser ist das Gebäude noch heute ein unfertiger, hässlicher Schandfleck in ihrer wunderschönen Stadt. Dabei waren die berühmten Architekten Renzo Piano und Richard Rogers verantwortlich für den Bau.

Das avantgardistische Gebäude des Centre Pompidou ragt weit über  Paris hinaus
Die Architektur des Centre Pompidou ist umstritten, die Aussicht vom Dach phänomenal

In seinem Inneren seht ihr unter anderem Werke von Matisse, Picasso und Dubuffet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schaffen von Andy Warhol, Niki de Saint Phalle und Anish Kapoor. Abgerundet wird die Ausstellung mit einer Bibliothek, Sonderausstellungen im obersten Stockwerk und dem Restaurant Georges, das tolle Ausblicke über die Dächer der Stadt bietet.

Vor dem Museum befindet sich der Strawinski-Brunnen, der mit Figuren von Niki de Saint-Phalle dekoriert wurde.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag von 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 14,00 Euro, kostenlos für EU-Bürger unter 26 Jahre und für alle am ersten Sonntag im Monat.

Einkaufen

Jetzt habt ihr genug Museen gesehen und euch eine ausgiebige Shoppingtour verdient. Schließlich ist Paris ja die Stadt der Mode. Beginnt eure Tour mit einem Schaufensterbummel in der Rue du Faubourg de Saint Honoré. Dort befinden sich die ganzen Luxusboutiquen der bekannten Designer und Juweliere. Vielleicht solltet ihr aber vorher noch bei Louis Vitton an den Champs-Elysées vorbei schauen und eine Tasche für eure Einkäufe besorgen.

Auch die Luxusläden haben immer mal wieder einen Sale, sodass man sich mit etwas Glück doch das ein oder andere Teil leisten kann. Günstiger wird es auf der Haupteinkaufsstraße, der Rue de Rivoli. Dort befindet sich auch eines der großen Kaufhäuser, das BHV. Das hat ein tolles Café auf dem Dach – und ratet mal, was es dort unter anderem gibt? Richtig. Eine tolle Aussicht über die Stadt.

Direkt neben dem historischen Rathaus von Paris liegt das Kaufhaus BHV
Das historische Rathaus liegt direkt gegen über des BHV an der Rue de Rivoli

In der Nähe der Grands Boulevards befinden sich die historischen Kaufhäuser Galeries Lafayette und Printemps. In den Galeries Lafayette  shoppt ihr unter einer riesigen, mit bunten Gläsern gestalteten Kuppel und die Lebensmittelabteilung ist mehr als beeindruckend. Von der Packungssuppe bis zu frischen Austern und Kaviar gibt es dort nichts, was es nicht gibt.

Öffnungszeiten Galeries Lafayette: Montag – Samstag von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr, Sonntag von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Ein Abend im Cabaret

In einem zwielichtigen Ballhaus im berüchtigten Viertel Pigalle begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Geschichte der berühmten Cabarets von Paris. Beim Cancan lüpften die Tänzerinnen – welch Skandal – ihre Röcke! Die Tradition der Cabarets lebt bis heute und Paris ist die Hauptstadt dieser Theaterform.

Der Besuch einer dieser Shows sollte unbedingt auf eure To-Do Liste. Jede Show bietet euch eine Mischung aus Musik, Tanz, Akrobatik, Erotik und einer Prise Humor. Wenn ihr die besten Plätze haben wollt, müsst ihr Diner & Show buchen. Wenn ihr euch nur Tickets für die Show plus 1 Getränk bucht, sitzt ihr weiter hinten und habt unter Umständen eine Säule im Blickfeld.

Das berühmte Varietétheater Moulin Rouge

Die Shows unterscheiden sich teilweise sehr. Das berühmte Moulin Rouge bietet eine recht traditionelle Show, bei der noch heute der Cancan eines der Highlights bildet. Glamourös geht es im Lido auf den Champs-Elysées zu. Die aktuelle Show „Paris Merveilles“ stammt vom Regisseur des Cirque du Soleil, die Kostüme wurden schon von Jean-Paul Gaultier entworfen.

Ganz in der Nähe des Lido liegt das Crazy Horse, das dafür bekannt ist, dass die Tänzerinnen und Tänzer mit ihren Kostümen mehr Körper zeigen als verdecken. Im Paradis Latin auf dem linken Seineufer hingegen erwartet euch die Show mit dem größten Bezug zu Paris. Für einen Besuch im Cabaret solltet ihr euch aber ein bisschen „aufhübschen“. Das Lido erlaubt nicht mal Jeans und Sneakers.

Preise für die Show im Lido:

Dinner 19:00 Uhr und Show 21:00 Uhr ab 145,00 Euro pro Person

Nur Show um 21:00 Uhr oder 23:00 Uhr ab 75,00 Euro pro Person

Mittagessen 13:00 Uhr, ½ Flasche Wein und Show um 15:00 Uhr ab 150,00 Euro pro Person

Nur Show um 15:00 Uhr: ab 55,00 Euro

Unser Tipp: Kostenlose Live-Musik gibt es täglich in diversen Metrostationen. Das Verkehrsunternehmen RATP hat ein eigenes Musiklabel gegründet und veranstaltet zwei Mal im Jahr eine Castingshow, in der sich Musiker für eine Lizenz zum Auftritt im Untergrund bewerben können. Aber passt auf eure Sachen auf. Im Gewühl in der Metro ist schnell mal was „verschwunden“.

4. Wie viele Tage sollte man für einen Paris-Besuch planen?

Wenn ihr das erste Mal nach Paris reist, solltet ihr schon fünf Tage Aufenthalt planen. Das reicht, um erst Mal das Wichtigste zu sehen ohne in allzu großen Stress auszuarten. Allein im Louvre könnt ihr schon einen ganzen Tag verbringen.

Bootsfahrt auf der Seine
Lasst euch eine romantische Bootsfahrt auf der Seine nicht entgehen

Einen ersten Überblick verschafft ihr euch dann mit den Bussen von Open Tour, die nach dem Hop on/Hop off Prinzip fahren. Wir sind uns sicher, dass ihr danach von der Stadt so begeistert sein werdet, dass ihr immer wieder kommen wollt.

Unser Lesetipp: Das sind die schönsten Städte für einen Städtetrip nach Frankreich

5. Wie bewegt man sich innerhalb von Paris?

Das Zentrum von Paris ist erstaunlicherweise sehr kompakt und theoretisch könnt ihr alles zu Fuß sehen. Das ist eigentlich der beste Weg, um die Stadt richtig kennenzulernen. Jedes Arrondissement hat sein eigenes Flair, das man eben am besten erlebt, wenn man durch die Stadt wandert.

Bevor ihr euch aber Blasen an die Füße lauft, könnt ihr euch auch ein Fahrrad leihen. Die Stadtverwaltung schafft ständig neue Radwege und drängt den Autoverkehr verstärkt aus der Stadt. 2007 war Paris eine der ersten Städte, die mit ihren Velib‘ Stationen das Fahrrad als öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung stellte.

Roter Touristenbus in Paris
Mit diesen roten Bussen gelangt ihr zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt

An 1400 Stationen, die in der ganzen Stadt verteilt sind, könnt ihr zwischen den grünen Rädern zum selbst strampeln oder blauen E-Bikes wählen. Die grünen Räder könnt ihr 30 Minuten lang kostenlos nutzen, danach kostet jede halbe Stunde einen Euro. die blauen E-Bikes kosten für die ersten 30 Minuten einen Euro, danach zwei Euro je 30 Minuten.

Es gibt aber auch Pauschalen. So könnt ihr beim V-Découverte für 5,00 Euro bis zu fünf Räder für 24 Stunden leihen. Beim V-Séjour Pass für 15,00 Euro gilt das dann für 7 Tage.

Das beliebteste Verkehrsmittel ist aber die Metro. 16 Linien halten an insgesamt 300 Stationen. Die Linien wurden so geplant, dass ihr innerhalb des Zentrums nie weiter als 500 Meter zur nächsten Station laufen müsst. Jede Linie hat eine eigene Farbe, sodass der Plan zwar bunt, aber übersichtlich ist.

Die Züge fahren unter der Woche von ca. 6:00 Uhr bis 00:45, Freitag und Samstag bis 01:45. Die lila Linie 14, die die Station Olympiades im Süden mit der Marie de St.Ouen im Norden verbindet, ist die erste Linie, die komplett ohne Fahrer auskommt.

In den Stoßzeiten verkehren die Züge im Zwei-Minuten-Takt, selbst spät abends noch immer alle fünf Minuten. Einen Nachteil hat die Metro allerdings. Beim Umsteigen müsst ihr über viele Treppen steigen. Menschen mit eingeschränkter Mobilität können Sie also nur bedingt nutzen.

historisches Schild an einem Metro-Eingang in Paris
Die Eingänge zur Metro sind oft mit historischen Schildern gekennzeichnet

Was bei uns die S-Bahn ist, nennt sich in Paris RER. Mit diesen Zügen kommt ihr in die Vororte und zu Sehenswürdigkeiten in der Region. Anders als bei der Metro bieten die meisten der Stationen dann auch Aufzüge, sodass ihr diese auch nutzen könnt, wenn ihr nicht mehr zu hundert Prozent mobil seid.

Wenn ihr vom Rand von Paris zu einem anderen Ort an der Périphérique wollt, müsstet ihr mit der Metro einmal ins Zentrum und wieder raus fahren. Deshalb gibt es eine Tram, die im Kreis um das Zentrum fährt.

Zusätzlich verkehren auch Linienbusse in der Stadt. Die fahren quer durch die ganze Stadt. Normalerweise gibt es bestimmte Bushaltestellen. Wenn es der Verkehr zulässt, halten die Fahrer aber auch schon mal mitten in der Straße, wenn ihr euch an den Rand stellt und winkt. Für die Nachtschwärmer unter euch gibt es die 47 Linien des Noctilien (Nachtbus), die die ganze Nacht hindurch fahren.

Notre Dame von Paris
Paris hat auch bei Nacht so einiges zu bieten, wie beispielsweise die schön angeleuchtete Notre Dame de Paris

Eine einfache Fahrt kostet 1,90 Euro und gilt für fast die ganze Innenstadt. Es gibt also durchaus auch Dinge, die günstig sind in Paris. Wir empfehlen euch aber die Paris Visite Karte, mit der ihr die öffentlichen Verkehrsmittel je nach gewählten Zonen im Zeitraum der Dauer unbegrenzt nutzen könnt. Diese Karte kostet zwischen 11,65 Euro für einen Tag bis 63,90 Euro für fünf Tage. Kinder zahlen die Hälfte. Wenn ihr den Parislib‘ Pass für zwei oder mehr Tage kauft, ist sie inklusive.

6. Wann ist die beste Zeit für meine Reise?

Paris ist eine Stadt, die ihr das ganze Jahr über besuchen könnt. Selbst die Winter sind in der Regel recht mild und Schnee ist sehr selten. Im Winter gibt es mehrere spektakuläre Eislaufbahnen. Eine direkt vor dem Rathaus, eine im Grand Palais, eine auf dem Dach der Galeries Lafayette und sogar auf dem Dach des Triumphbogens.

Auch interessant: Wir haben euch hier die schönsten Städte für einen winterlichen Städtetrip zusammengefasst

Im Frühling blüht es überall in den kleinen, versteckten Parks der Stadt. Das ist die romantischste Zeit in Paris.

Die Seine und ihre Ufer sind beliebt für Ausflüge
Die Seine-Ufer in Paris sind beliebt für einen Spaziergang oder ein Picknick

Im Sommer kann es sehr warm werden in Paris, dafür gibt es aber auch heiße Festivals. Am 21. Juni wird die ganze Stadt beim Fête de la Musique zu einer riesigen Open-Air Bühne. An jeder Ecke gibt es dann Live-Musik.

Ende Juni treffen sich dann bis zu 700.000 Menschen zur Gay Pride Parade. Am 13. und 14. Juli feiert die Stadt den Nationalfeiertag. Am 13. bei den Bals des Pompiers (Feuerwehr) in den Feuerwachen der Stadt und am 14. mit einem Picknick tagsüber und einem gigantischen Feuerwerk am Eiffelturm. Vor der großen Show gibt es unter dem Eiffelturm noch ein Konzert.

In den letzten zwei Juliwochen verwandelt sich das rechte Seineufer dann in die Mutter aller Stadtstrände. Lecker Cocktails schlürfen, schmackhafte Snacks genießen oder sportlich aktiv sein, ist dann angesagt. Weitere Orte des Festivals sind das Bassin de la Villette und vor dem Rathaus gibt es Volleyballplätze. Ferien in der Großstadt sozusagen – echt genial.

Die Schnellstraße an der Seine in Paris verwandelt sich im Sommer in einen Strand
Die Mutter aller Stadtstrände, Paris Plages am Seine-Ufer

Und im September tobt ihr bei der Techno-Parade zu wilden Beats durch die Stadt. Der Herbst ist Messe- und Kongresszeit. Dann schießen die Hotelpreise in die Höhe. Macht euch also schlau, bevor ihr eure Reise bucht und sucht euch ein Datum aus, an dem keine große Messe stattfindet. Die günstigste Nacht ist übrigens die von Sonntag auf Montag.

Paris ist immer eine Reise wert. Niemand beschreibt die Stadt schöner als Edith Piaf in ihrem Chanson „Sous le ciel de Paris“, eine Ode an die vielleicht schönste Stadt der Welt. Lasst euch anstecken von der Liebe zu der Stadt, die sinnbildlich für die Liebe steht.

Ihr seht, unser Autor Wolfgang hat sich schwer in Paris verliebt und kommt aus dem Schwärmen kaum noch heraus! Wenn ihr es ihm gleich tun wollt: Auf fti.de findet ihr zahlreiche Angebote für eure Städtereise nach Paris.

Öffnungszeiten und Preise: Stand Februar 2021

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