London Big Ben

Städtereise London – Tipps für einen gelungenen Aufenthalt


London ist eine moderne Metropole, die man einmal gesehen haben muss. Tief in Traditionen verwurzelt und dennoch immer offen für Neues präsentiert sich die Stadt als perfektes Ziel für eine spannende Städtereise. Wir liefern euch in diesem Beitrag einen Überblick und geben euch interessante Tipps für euren Aufenthalt.

Die Hauptstadt Englands bietet euch eine Fülle an Sehenswürdigkeiten. Historische Gebäude stehen inmitten von Wolkenkratzern und während ihr euch am Nachmittag beim traditionellen Tee von den Shoppingstrapazen erholt, tanzt ihr nachts in den angesagtesten Clubs der Partyszene.

Wichtiger Hinweis: Da Großbritannien inzwischen kein EU-Mitglied mehr ist, benötigt ihr bei der Einreise nun einen gültigen Reisepass. Der Personalausweis genügt nicht mehr.

Londons Sehenswürdigkeiten – royales Erbe und moderne Architektur

Ein Aufenthalt in London wird nicht reichen, um alles zu sehen. Neben den königlichen Palästen entdeckt ihr wunderschöne Parks oder geht in den hippsten Läden Europas einkaufen.

Buckingham Palace – zu Besuch bei der Queen

Der Wohnsitz der britischen Monarchen ist zweifelsohne eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Londons. Es ist schon beeindruckend, wenn ihr über The Mall am St. James Park entlang auf den Palast zulauft. Allerdings seht ihr in der Regel nur das geschlossene Tor und den Palast dahinter.

Buckingham Palace
Die offizielle Residenz des britischen Monarchen in London

Da die Queen ihre Gemächer in dem Schloss hat, gibt es nur wenige Möglichkeiten etwas mehr zu sehen. Es gibt aber Ausnahmen. So findet im Juni und Juli täglich, ansonsten montags, mittwochs, freitags und sonntags das Changing of the Guards, also die Wachablösung statt. Um Punkt 11 Uhr vormittags startet die neue Wache am St. James Palace und marschiert über The Mall zum Palast, um dort die alte Wache abzulösen. Die meisten Zuschauer stehen direkt am Bauwerk, aber an dieser Stelle gibt es relativ wenig zu sehen. Wir empfehlen euch die Zeremonie an der Mall anzuschauen.

Wenn ihr euch den Palast von innen anschauen wollt, müsst ihr zwischen Juli und September nach London kommen. Dann weilt die Queen nicht in der Stadt, sondern auf einem ihrer Sommersitze. Die Tickets für die Besuche gibt es nur online und ihr müsst eine feste Zeit buchen, zu der ihr dann in die heiligen Hallen dürft. Es erwartet euch eine geführte Tour durch die State Rooms und im Anschluss könnt ihr euch noch den Garten anschauen und dort im Café stilecht den High Tea genießen.

Öffnungszeiten State Rooms & Gardens Tour:
Juli – Mitte September täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene ca. 70,00 Euro
Studenten/Senioren 60+ ca. 63,00 Euro
Kinder von 5 bis 16 Jahren ca. 39,00 Euro
Familien (2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder) ca. 179,00 Euro

Houses of Parliament – der Palast mit dem berühmtesten Glockenturm

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit von London ist der Westminster Palace oder die Houses of Parliament. Der Palast direkt am Themseufer und vor allem der weithin sichtbare Glockenturm Elizabeth Tower mit der 13,5 Tonnen schweren Glocke Big Ben ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Die weltberühmte Melodie des Glockenspiels stammt übrigens von einem Deutschen, nämlich aus dem „Messiah“ von Georg Friedrich Händel.

Das Parlamentsgebäude gehört zusammen mit der Westminster Abbey und der St. Margeret’s Church zum UNESCO-Weltkulturerbe. Drei Türme ragen über den Palast hinaus. Der höchste ist der 98 Meter hohe Victoria Tower, der als Archiv für das Parlament genutzt wird. In der Mitte steht der Central Tower und am nordwestlichen Ende schließlich der Elizabeth Tower mit Big Ben.

Westminster Palace
Auch bei Nacht ist der Westminster Palace absolut sehenswert

Zu bestimmten Zeiten könnt ihr euch auch diese Sehenswürdigkeit von innen anschauen. Allerdings ist das Zeitfenster begrenzt und ihr müsst eure Tickets vorab online reservieren. Die geführte Tour bringt euch dann unter anderem zum House of Lords und House of Commons, also Ober- und Unterhaus des Parlaments.

Öffnungszeiten:
Samstag und während Parlamentspausen zu unterschiedlichen Zeiten

Eintritt:
Erwachsene ca. 33,00 Euro
Jugendliche von 16 bis 18 Jahre und Senioren 60+ ca. 27,50 Euro
Kinder von 5 bis 15 Jahre ca. 14,00 Euro

London Eye – das höchste Riesenrad Europas

Noch so eine Top-Sehenswürdigkeit, von der jeder schon mal gehört hat. Ursprünglich war vorgesehen es zum Millennium zu eröffnen und nach fünf Jahren wieder abzubauen. Eröffnung war dann am 09. März 2000 und abgebaut soll es nun auch nicht mehr werden, weil es sich schnell zu einem Wahrzeichen der Stadt entwickelt hat.

London Eye
Atemberaubender Blick auf London

Mit seinen 135 Metern Höhe ist es das größte Riesenrad Europas und bietet euch an klaren Tagen eine Aussicht, die 40 Kilometer weit reicht. Also ganz London von oben. Das hat schon was. Die 32 voll verglasten Kabinen bewegen sich mit einem Kilometer pro Stunde um die Achse. Die Fahrt dauert insgesamt 30 Minuten.

Da es sein kann, dass ihr zu den Stoßzeiten bis zu zwei Stunden auf eure Tour wartet, empfiehlt es sich entweder ein Fast Track Ticket zu kaufen, oder ihr fahrt früh am Morgen oder am späten Abend kurz vor Schließung.

Öffnungszeiten London Eye:
Montag – Freitag von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Samstag – Sonntag von 10:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Von April – August, sowie zu Halloween und in der zweiten Dezemberhälfte täglich bis 20:30 Uhr

Eintritt:
Standard Ticket pro Person ca. 36,00 Euro online ab ca. 29,00 Euro
Fast Track Ticket (spart die Wartezeit am Eingang) Erwachsene ca. 48,00 Euro online ab ca. 40,00 Euro
Es lohnt sich also auch hier vorab zu reservieren.

Westminster Abbey – die königliche Kirche

Diese Kirche, die offiziell Collegiate Church of St. Peter, Westminster heißt, habt ihr alle schon mal im Fernsehen gesehen. Hier werden die König*innen gekrönt (ok, die von Elisabeth II 1953 haben wohl nur wenige gesehen) und auch beerdigt. Wobei die Monarchen inzwischen aus Platzgründen in Windsor ihre letzte Ruhe finden. Ihr seht bei eurem Rundgang aber die Gräber von Heinrich III, Elizabeth I und Maria Stuart. Auch die Gräber zahlreicher Berühmtheiten wie Shakespeare, Dickens, Newton und Händel könnt ihr hier sehen.

Westminster Abbey Church
Westminster Abbey Church

Ursprünglich gab es an dieser Stelle ein Benediktinerkloster, daher der Name Abbey. Die heutige Kirche wurde ab 1245 im Stil der englischen Gotik gebaut. Seit Wilhelm dem Eroberer finden hier alle Krönungen statt, und zwar auf einem 700 Jahre alten Holzstuhl. In diesen war der Stone of Scone, das schottische Nationalsymbol, eingearbeitet. Der wurde aber gestohlen, wieder gefunden und ist nun im Schloss in Edinburgh zu bewundern.

Das letzte Mal ganz groß in Szene gesetzt wurde die Kirche bei der Hochzeit von Prinz William und seiner Kate im Jahr 2011. Neben der Kirche gibt es noch ein kleines Museum, in dem Kleider und historische Gegenstände sowie Nachbildungen der Kronjuwelen bestaunen könnt.

Öffnungszeiten Westminster Abbey:
Montag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene ca. 21,00 Euro
Kinder von 6 bis 17 Jahre ca. 8,00 Euro
Familien (1 Erwachsener + 1 Kind) ca. 21,00 Euro

Hinweis: Die Öffnungszeiten können stark variieren, daher solltet ihr diese vor eurem Besuch überprüfen und am besten auch gleich die Tickets kaufen.

Trafalgar Square – das Wohnzimmer der Londoner

Der Trafalgar Square ist einer der größten Plätze in London. In der Mitte ragt das Denkmal für Lord Nelson 55 Meter über den Platz. Der war maßgeblich am Sieg über die Franzosen in der Schlacht von Trafalgar (1805) beteiligt, verlor aber in dieser Schlacht auch sein Leben. Dieser Platz ist bereits seit dem Mittelalter der Treffpunkt in London.

Trafalgar Square
Trafalgar Square

Für euch als Besucher ist interessant, dass hier viele der berühmten roten Doppeldeckerbusse zu Rundfahrten abfahren. Ansonsten ist der Platz zu fast jeder Zeit stark frequentiert, nicht nur von Menschen, sondern auch von unzähligen Tauben. Immer wieder finden auf diesem Platz auch Großveranstaltungen statt. Zum Beispiel im Dezember das Weihnachtssingen.

Rund um den Platz befinden sich einige weitere Sehenswürdigkeiten. So könnt ihr in der National Gallery europäische Gemälde vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert bestaunen oder die Kirche St. Martin-in-the-fields besuchen. Dort gibt es ein ungewöhnliches Café in der Krypta.

Tower Bridge & Tower – zwei Wahrzeichen Londons

Diese beiden Sehenswürdigkeiten liegen in der City of London, also dem ältesten Viertel der Stadt. Die Burg, die den eigentlichen Tower umgibt, wurde 1086 als Königspalast gebaut. Er war aber schon damals nicht nur Palast und Festung, sondern zugleich Gefängnis und Hinrichtungsstätte. Das gesamte Gelände umfasst eine Größe von fast 5 Hektar und wenn ihr alles sehen wollt, empfehlen wir euch fast einen Tag einzuplanen.

Unbedingt anschauen solltet ihr euch aber die echten Kronjuwelen, die hier ausgestellt sind. Der geschätzte Wert dieses Schmucks beträgt 20 Billionen Pfund und ist somit der wertvollste Schatz der Welt. Kein Wunder, dass die Königin ihn hinter 4,60 Meter dicken Wänden aufbewahrt. Bewacht wird die Burg von den Beefeaters mit ihren bunten Uniformen. Einer Legende nach ist England dem Untergang geweiht, wenn sechs Raben die Festung verlassen. Schon klar, dass darauf geachtet wird, dass immer mindestens sechs dieser Vögel anwesend sind.

Wenn ihr die Burg angeschaut habt, lauft ihr zum Themseufer und seht das nächste Wahrzeichen der Stadt, die Tower Bridge. Sie ist um einiges jünger als die Burg, aber dennoch eine historische Meisterleistung. Die Klappbrücke wird noch heute für durchfahrende Schiffe geöffnet, die Vorfahrt vor den Autos haben. Komplett geöffnet, also bis 86 Grad, wird die Brücke aber nur zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel dem 60. Thronjubiläum der Queen in 2012. Besonders spektakulär ist die Überquerung der Brücke in 43 Metern Höhe auf den oberen Querverbindungen. Eine davon ist aus Glas und bietet schwindelfreien Menschen einen einmaligen Blick auf den Fluss.

Tower Bridge
Die Tower Bridge verbindet den Stadtbezirk Tower Hamlets mit dem Stadtteil Southwark im Stadtbezirk London Borough of Southwark.

Öffnungszeiten Tower of London:
Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Eintritt:
Erwachsene ca. 35,00 Euro
Kinder von 5 – 15 Jahre ca. 17,50 Euro
Senioren 65+ und Studenten ca. 28,00 Euro

Die Öffnungszeiten des Tower of London können variieren. Ihr solltet die vor eurem Besuch überprüfen. Außerdem empfehlen wir euch eure Tickets vorab online mit einer festen Zeit zu buchen.

Öffnungszeiten Tower Bridge Aufzug und obere Querung:
täglich von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene ca. 12,50 Euro
Kinder ca. 6,00 Euro

City Hall – Darth Vaders Helm

Die Londoner geben vor allem den modernen Hochhäusern in der Stadt gerne Spitznamen. So wird die ovale Form des Rathauses wahlweise als Motorrad- oder eben Darth Vader-Helm bezeichnet. Sir Norman Foster war der Architekt dieses futuristischen Baus, in dem seit 2002 die Stadtverwaltung sitzt. Die Form ist aber nicht nur ein architektonisches Gimmick, sondern steht auch für eine hohe Energieeffizienz, da es weniger Fläche und Widerstand bietet.

City Hall & Tower Bridge
City Hall & Tower Bridge

Ihr könnt euch damit begnügen das Haus bei einem Spaziergang an der Themse von außen zu bestaunen, oder ihr betretet das Innere und schaut euch eine Ausstellung über die Stadt an, bestaunt die 500 Meter lange Wendeltreppe oder nehmt auf der Zuschauertribüne Platz und verfolgt die tröge Stadtratssitzung. Ein Café gibt es im Erdgeschoss.

Die größte Attraktion in der City Hall ist leider nicht immer geöffnet. Im obersten Stockwerk gibt es einen Ausstellungs- und Veranstaltungsraum. Dieser nennt sich London’s Living Room, aber wie früher die gute Stube bei Oma ist er nicht immer zugänglich. Eigentlich nur an einem Wochenende im Jahr, wenn das London Open House Festival stattfindet. Auch wenn der Ausblick dort oben genial sein muss, es gibt noch genügend andere in der Stadt.

Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag von 08:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Eintritt frei

The Shard – Londons höchste Scherbe

Mit seinen 305 Metern ist dieser Wolkenkratzer von Renzo Piano das höchste Gebäude in London. Den Namen erhielt er wegen der spitz zulaufenden Spitze, die eben wie eine Scherbe ausschaut. Der ursprüngliche Entwurf sollte noch mal 100 Meter höher sein, aber dagegen regte sich Widerstand. Zum einen wegen der Höhe und zum anderen, weil dieser Turm auf dem linken Themseufer steht, also abseits der bereits stehenden Türme in der City auf der anderen Flussseite.

City Hall London
The Shard mit seinen 310 Metern Höhe

Auch wenn der eigentliche Besitzer des Turms die Firma Shard Funding Limited ist, gehört das Gebäude dem Mehrteilseigner, also dem Scheich von Katar. Der Eröffnungstermin 05. Juli 2012 wurde ganz bewusst gewählt, weil das der Tag des Diamantenen Kronjubiläums der Queen war. In den unteren Etagen sind Büros untergebracht, darüber drei Stockwerke mit sehr edlen Restaurants und als Sahnehäubchen obendrauf das Shangri-La Hotel. Die oberen Etagen sind Luxuswohnungen.

Für euch interessant ist der 68. – 72. Stock, denn dort befindet sich The View mit einem atemberaubenden 360 Grad Ausblick. Um den richtig stilvoll zu genießen befindet sich dort auch eine Bar. Im 68. Stock könnt ihr shoppen, im 69. ist der eigentliche Aussichtspunkt. Wer sich traut kann im 72. Stock die Aussicht von einer Open Air Plattform genießen.

Öffnungszeiten The Viewing Gallery:
Mittwoch – Sonntag 13:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Eintritt:
Midweek Saver (Mittwoch – Donnerstag, nur online buchbar) pro Person ca. 30,00 Euro
Essential pro Person ca. 46,00 Euro
Deluxe pro Person ca. 57,50 Euro

Bei Essential ist ein Cocktail inklusive, bei Deluxe zusätzlich noch der Fast Track um Warteschlangen zu umgehen.
Auch bei The Shard gibt es unterschiedliche Öffnungszeiten. Bitte schaut nach den aktuellen, bevor ihr euch dort hin begebt.

Camden Market – das ultimative Shoppingerlebnis

Das Viertel Camden Town im Norden Londons war und ist nicht das Beste, was London zu bieten hat. Es ist ein Viertel der einfachen Leute und echt Multi-Kulti. Aber genau das macht den Charme des Viertels aus. Krasser könnte der Gegensatz zum schicken Mayfair nicht sein.

Camden Market
Camden Market

Irgendwann kam jemand auf die Idee Lederjacken und günstige Modeartikel am Ufer des Regent’s Canal zu verkaufen. Heute strömen bis zu 100.000 Londoner und Besucher gleichermaßen am Wochenende auf die sechs Märkte, auf denen es von Vintage über Möbel, Musik bis hin zu Lebensmitteln so ziemlich alles gibt.

Alle Märkte liegen rund um die Camden High Street. Auf dem Camden Lock Market, dem Original am Kanal, findet ihr flippige Klamotten bis hin zu Gothic und Foodtrucks. Im Camden Stables Markt gibt es 500 Geschäfte mit einem ähnlichen Programm. Vor dem Eingang steht ein Denkmal für Amy Winehouse. Dann gibt es noch den Camden Canal Market für ausgefallene Klamotten, im Electric Ballroom (nachts ein angesagter Club) alles rund um Musik, den Inverness Street Markt für Lebensmittel und den Buck Street Markt für „normale“ Kleidung.

Nach eurem Besuch braucht ihr dann vermutlich eine Riksha, um all eure Taschen ins Hotel zu bringen.

Öffnungszeiten:
täglich von 10:00 Uhr – open end

Hinweis: Unter der Woche haben viele Stände geschlossen, dafür ist es dann nicht so voll. Und denkt dran, hier gilt noch cash only, no credit cards.

Londons Viertel – mal schick, mal bunt

Notting Hill – hipp und schön

Nicht erst seit dem Film „Notting Hill“, in dem sich Julia Roberts zu Hugh Grant verirrt, ist dieses eines der angesagtesten Viertel der Stadt. Hier zu leben ist nicht ganz billig und entsprechend sauber ist es hier. Die Straßen sind gesäumt von schicken Altbauten und die hektische City ist ziemlich weit weg, obwohl nur 20 Minuten mit der Tube entfernt.

portobello road Notting Hill
Notting Hill ist ein lebhaftes, trendiges Viertel in der Portobello Road

Wenn ihr auf der Suche nach antiken Deko-Artikeln oder Möbeln seid, solltet ihr am Samstag auf den Portobello Market in der gleichnamigen Straße gehen. Wer etwas stöbert kann dort richtige Schätze finden. In der Pembridge Road und Westbourne Grove findet ihr dann schicke Designerboutiquen, aber auch Antiquitätenläden.

Notting Hill ist außerdem bekannt dafür, dass es hier eine Vielzahl an sehr guten Restaurants gibt, wo ihr euch einmal um die Welt schlemmen könnt. So gar nicht zum schicken Äußeren passt der Notting Hill Carnival in der letzten Augustwoche. Dann ziehen Steelbands und bunte Folkloregruppen aus den ehemaligen Kolonien durch die Straßen. Ein richtig buntes Fest mit viel guter Laune.

Perfekt für: Shopper, Gourmets
Must-See: Kensington Palace – Geburtsort von Queen Victoria und Wohnung von Lady Di
Bester Spot fürs Feiern: Trailer Happiness – beschreibt sich selbst als Cosmopolitan-Kitsch-Tiki Bar im Stil der 1960-er Jahre
Wenn man mal ausruhen will: Kensington Gardens – grenzt direkt an den Hyde Park
Bestes Restaurant: Luna Rossa – sehr guter Italiener in der Kensington Park Road
Bestes Café: Unico Gelato und Caffé – Super italienisches Eis und leckeres Gebäck
Hoteltipp: Das moderne und komfortable Thistle Kensington Gardens Hotel liegt sehr zentral und dennoch ruhig. Gegenüber liegt der Hyde Park und die U-Bahn ist nur ein paar Schritte entfernt.

Covent Garden – Kultur und Charme in Londons West End

Dieses Viertel war ursprünglich Teil des Konvents von Westminster. Dass hier mal Obst und Gemüse angebaut wurden, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Allein die große Markthalle erinnert noch daran. Heute findet ihr dort aber nicht nur Lebensmittel, sondern auch Cafés, diverse Antiquitätenhändler und Kunsthandwerk.

Nicht nur in den Straßen erlebt ihr hier außergewöhnliche Kunst. Das Herzstück des Viertels ist das Royal Opera House, das zu den besten Opernhäusern der Welt zählt. Sehenswert ist auch das London Film Museum, das immer wieder Ausstellungen zu bestimmten Filmthemen zeigt. Natürlich sind hier auch einige Bond Requisiten zu sehen. Oder ihr besucht das London Transport Museum und erfahrt interessante Dinge über die Doppeldeckerbusse und die Tube.

Covent Garden London
Covent Garden ist das wichtigste Theater- und Unterhaltungsviertel von London

Wenn Ihr lieber shoppen wollt, solltet ihr einen Bummel über Londons neueste Einkaufsmeile an St. Martins Courtyard einplanen. Oder ihr besucht eine der schönsten Ecken von Covent Garden und lasst die Kreditkarte rund um den Neal’s Yard glühen.

Perfekt für: Kulturinteressierte
Must-See: Royal Opera House
Bester Spot fürs Feiern: Radio Rooftop – coole Rooftop Bar mit genialem Ausblick über die Stadt
Wenn man mal ausruhen will: kleiner Park vor der St. Pauls Kirche – kleine Auszeit beim Shoppen
Bestes Restaurant: 28°- 50° Wine Bar & Kitchen – schickes Restaurant mit Terrasse im Sommer
Bestes Café: Fabrique – schwedische Kaffeehauskette mit den besten Zimtschnecken
Hoteltipp: Wenn ihr das schicke London stilvoll genießen wollt, bietet es sich an im The Savoy zu wohnen. Diese Hotellegende liegt direkt am Fluss und serviert den besten High Tea der Stadt

Kensington – das “adelige” Viertel

Das Viertel, das sich westlich und südlich an den Hyde Park anschließt, ist eines der begehrtesten Wohnviertel Londons. Sofern man es sich leisten kann. Die Straßen sind geprägt von „Townhouses“ im viktorianischen Stil und hier ist London noch so richtig britisch. Offiziell heißt das Viertel „Royal Borough of Kensington und Chelsea“.

Zu sehen gibt es hier genug. Angefangen mit dem Kensington Palace, in dem William und Kate wohnen, der aber teilweise auch besichtigt werden kann. So bestaunt ihr hier die modischen Highlights diverser Königinnen und Könige. Gleich um die Ecke ist die Royal Albert Hall, das Konzerthaus in London für Rock, Pop und Symphonieorchester. Hier finden jedes Jahr im Sommer die „Proms“ statt, eine Konzertreihe, die vor allem für das etwas andere Konzert der Last Night of the Proms berühmt ist.

Kensington Palace
Der Palast liegt an den Kensington Gardens im Royal Borough of Kensington and Chelsea.

Die Gegend um die Royal Albert Hall nennt man auch Albertopolis nach dem Prinzen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, dem Mann von Queen Victoria. Hier findet ihr dann das Albert Memorial und das Victoria und Albert Museum. Weitere Highlights in Kensington sind das Design Museum und das Natural History Museum. Und all die Shopper unter euch müssen natürlich unbedingt bei Harrods vorbeischauen, auch wenn dieses Kaufhaus strenggenommen nicht mehr in Kensington liegt.

Perfekt für: Kulturfans, Traditionalisten, Naturliebhaber
Must-See: Royal Albert Hall
Bester Spot fürs Feiern: Ricco Lounge – stylische Bar mit Live-DJs
Wenn man mal ausruhen will: Holland Park – gepflegter Park mit viel Wald
Bestes Restaurant: Launceston Place – Prinzessin Dianas Lieblingsrestaurant
Bestes Café: Café Tarte – Kuchen, die eher an Kunstwerke erinnern
Hoteltipp: Stylisch und dennoch very british ist das Queens Gate Hotel. Wenn ihr also auf der Suche nach einem royalen Erlebnis seid, solltet ihr hier wohnen.

Mayfair – exklusives Shoppen und elitäres Wohnviertel

Mayfair ist ein weiteres dieser super exklusiven Wohnviertel. Lange bevor es zu einem der teuersten Viertel wurde, spielten sich hier ein paar unheimliche Geschichten ab. So soll sich im Haus 50 Berkeley Square im frühen 18. Jahrhundert eine Frau aus dem Dachfenster gestürzt haben, die heute noch durch den Dachstuhl geistert. Die Briten lieben solche Spukgeschichten.

Den Namen erhielt das Viertel von der May Fair, einem zweiwöchigen Markt im Mai, der am Shepherd Market stattfand. Dann kamen aber die Familien Rothschild und Grosvenor und beschwerten sich über das Spektakel. Also musste der Markt weichen. Der Familie Grosvenor, bis heute eine der reichsten Familien des Landes, gehört noch immer ein Großteil des Viertels.

Mayfair London Winter
Auch zur Weihnachtszeit ein absolutes Highlight.

Bei einem Bummel durch dieses Viertel seht ihr viele schöne viktorianische Backsteinhäuser und nirgendwo in London findet ihr so eine Dichte an wirklich exklusiven Boutiquen. Die Herren der Schöpfung lassen sich in der Savile Row Anzüge und Hemden auf den Leib schneidern und in der Bond Street die passenden Schuhe dazu anfertigen, vorausgesetzt, ihr verfügt über das nötige Kleingeld. Eine Mischung aus Designerläden und „normalen“ Boutiquen findet ihr an der Oxford und an der Regent Street.

Perfekt für: Luxusliebhaber, Shopper
Must-See: Händel & Hendrix Museum – Klassik meets Rock
Bester Spot fürs Feiern: Kwãnt – eingerichtet wie ein Filmset zu Casablanca, fehlen nur Humphrey Bogart, Ingrid Bergman und Louis Amstrong…as time goes by…
Wenn man mal ausruhen will: Grosvenor Square – das Herzstück des Viertels
Bestes Restaurant: Park Chinois – die Einrichtung ist sehr opulent, die Gäste berühmt und das Essen ausgefallen und gut
Hoteltipp: Das Flemings Mayfair Hotel ist Teil der Small Luxury Hotels of the World Vereinigung. Es verteilt sich auf 13 georgianische Townhouses aus dem Jahr 1731. Sehr britisch, sehr elegant und dennoch modern.

Southwark – das ehemalige Glasscherbenviertel

Bis zum Mittelalter bestand das Viertel aus mehreren Inseln in der Themse. Diese verlandeten jedoch und so entstand südlich des Flusses Platz für ein neues Viertel. Ähnlich wie in Köln war das aber die schäl Sick, in dem sich allerlei Gesindel niederließ und bis vor wenigen Jahren wurde das Viertel auch von den meisten Londonern gemieden.

Das hat sich aber spätestens damit geändert, dass hier die neue City Hall und The Shard gebaut wurden. Zu den historischen Sehenswürdigkeiten gehören die anglikanische Southwark Cathedral und die katholische St. George’s Cathedral. Interessant anzuschauen ist auch die Dulwitch Picture Gallery. Zwei Kunsthändler aus London erhielten vom polnischen König Stanislaus II 1790 den Auftrag eine königliche Gemäldesammlung aufzubauen. Leider hat der König kurz darauf abgedankt und so gelangten die Bilder eben in dieses Museum.

Noch ein weiteres bekanntes Museum befindet sich hier. In der Tate Modern, einem ehemaligen Heizkraftwerk, seht ihr eine der bedeutendsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Klassisch wird es dann wieder im Globe Theatre, wo heute noch die Werke Shakespeares aufgeführt werden. Wenn es dann ein bisschen gruselig sein darf, besucht die London Dungeons und lasst euch von einer pestkranken Frau „anniesen“.

TATE Modern
Kunstliebhaber kommen im TATE Modern auf ihre Kosten.

Perfekt für: Entdecker
Must-See: Tate Modern – eines der bedeutendsten Museen für moderne Kunst
Bester Spot fürs Feiern: SAMA Bankside – bottomless Brunch (Prosecco oder Cosmo Punch) am Wochenende plus Live-DJ
Wenn man mal ausruhen will: Kleiner Park bei der City Hall am Themseufer
Bestes Restaurant: Silka – super leckere indische Küche
Bestes Café: Monmouth Coffee – hier stehen sogar die Londoner gerne in der Schlange
Hoteltipp: Urbanen Schick und ein echt cooles Ambiente findet ihr im Ibis Styles London Southwark Rose. Manche der Zimmer bieten sogar einen Blick auf The Shard.

City of London – historische Gebäude zwischen Wolkenkratzern

An dieser Stelle befand sich das römische Londinium und somit ist dieses Viertel die Keimzelle der Metropole. Allerdings sieht man nicht mehr viel aus der römischen Zeit. Nur ein kleines Stück einer Stadtmauer ist in der Nähe des Towers übrig geblieben. In keinem anderen Viertel Londons wurde Altes so oft durch Neues ersetzt wie in der City.

Genau das macht aber den Reiz dieses Viertels aus. Historische Bauten wie die St. Pauls Kathedrale oder der Tower stehen hier zwischen den modernen Wolkenkratzern mit ihren glitzernden Glasfassaden. Unter der Woche ist es schon mal etwas hektisch, wenn die Banker zur Arbeit oder nach Hause gehen. Schließlich ist die City das wirtschaftliche Zentrum der Stadt und hier werden täglich Millionen von Pfund hin und her geschoben.

St.Pauls Cathedral London
Geschichte trifft auf Moderne – St. Pauls Kathedrale

Das Highlight ist neben dem Tower die St. Pauls Kathedrale. Sie ist die bedeutendste Kirche Londons und dem Schutzpatron der Stadt gewidmet. Wenn euch nach etwas sportlicher Betätigung ist, solltet ihr die 528 Stufen zum Dach der Kuppel emporsteigen und den Ausblick genießen.

Etwas gemütlicher ist ein Bummel über den Leadenhall Market. Dort findet ihr Boutiquen, Restaurants und Bars in einem historischen Ambiente. Danach geht es dann wieder durch die Straßen mit Blick nach oben zu den Spitzen der Wolkenkratzer.

Perfekt für: Architekturfans
Must-See: St. Pauls Kathedrale
Bester Spot fürs Feiern: Sky Garden – im höchsten Garten Londons genießt Ihr Cocktails. Leckeres Essen und am Wochenende wilde Partys
Wenn man mal ausruhen will: The Conservatory at Barbican – tropischer Garten in Londons größtem Kulturzentrum
Bestes Restaurant: Humble Grape Fleet Street – Weinbar und Restaurant in der Krypta unter der St. Bride’s Kirche
Bestes Café: Devine Restaurant Coffee Bar – bekannt für sein leckeres Frühstück
Hoteltipp: Ein modernes und stylisches Hotel ist das Leonardo Royal London Tower Bridge. Von hier aus ist die City bequem zu Fuß zu erreichen und wenn ihr mal Entspannung braucht, könnt ihr euch im Spa verwöhnen lassen.

Nachtleben – von gemütlich bis schrill

Der Abend in London beginnt traditionell mit dem Besuch eines Pubs. Dort trifft man sich mit Freunden nach der Arbeit und überlegt bei einem oder mehreren Pints, wo man denn die nächtliche Party steigen lassen kann. Einer der besten Pubs ist das Argyll Arms in der Nähe der Oxford Street. Pubs gibt es aber an jeder Straßenecke und ihr werdet bestimmt euren Lieblingspub finden.

Pub London Beer
Zu einem Besuch in einem Pub gehört auch immer ein frisch gezapftes Bier.

Nach dem Aufwärmen geht es dann in die Clubs zum Tanzen. Die besten Viertel für eine Partynacht sind Soho, wo es besonders hipp ist, Islington mit seinem Industriecharme, Camden Town mit einem eher alternativen Angebot oder Brixton, wo ihr euch schon mal in der Karibik wähnt. Ihr seid auf der Suche nach einer coolen Bar? Dann solltet ihr euch Frank’s Café in Peckham merken. Auf dem Dach eines ehemaligen Parkhauses genießt ihr eine geniale Aussicht über die Stadt.

Bei den Clubs kommt es darauf an, welchen Musikstil ihr bevorzugt. Einer der größten Clubs der Welt ist Ministry of Sound in Elephant and Castle. Da sorgt Calvin Harris immer wieder mal für Stimmung. Oder ihr tanzt im Koko in Camden in einem ehemaligen Theater. Bekannt für seine exzellente Soundanlage ist der Phonox Club in Brixton.
London gilt als eine der Hochburgen für wilde Partynächte. Wir sind uns sicher, dass ihr hier voll auf eure Kosten kommt.

Noch mehr Highlights rund um London

Die Metropole hat ja eigentlich genug zu bieten, um euch für einige Tage in ihren Bann zu ziehen. Aber vielleicht wart ihr ja schon mal da, oder wollt einfach für einen Tag der hektischen Großstadt entfliehen. Wir hätten da ein paar Tipps für euch.

Richmond – das Promiviertel im Grünen

Westlich von London, eine halbstündige Zugfahrt von Westminster entfernt, taucht ihr in eine völlig andere Welt ein. Hier leben viele Promis und wenn Mick Jagger hier joggen geht, dreht sich keiner nach ihm um. Die kleine Stadt an der Themse ist wirklich schön anzuschauen und bietet euch auch gute Einkaufsmöglichkeiten.

Ein weiterer Grund für einen Besuch in Richmond sind die Royal Botanic Gardens in Kew und der riesige Richmond Park. Im Letzteren bekommt ihr frei lebende Hirsche zu sehen. Wenn ihr euch noch ein Schlösschen anschauen wollt, habt ihr beim Ham House and Gardens die Möglichkeit. Für eine Stärkung solltet ihr dann zu Petersham Nurseries gehen, einem Restaurant in einem Gartencenter.

Hirsche Richmond
Freilaufende Hirsche im Richmond Park

Harry Potter Warner Bros. Studio – die Welt des Zauberers

Ihr habt die Harry Potter Bücher schon dreimal gelesen und schaut euch die Filme immer wieder an? Dann solltet ihr diese Attraktion nicht verpassen. In der Warner Bros. Studio Tour könnt ihr selbst das Zaubern lernen.

Harry Potter London
Ein Traum für alle Harry Potter Fans

Außerdem seht ihr bei eurem Rundgang die Kulissen, in denen die Filme gedreht wurden, die Kostüme und vieles mehr zum Thema „The Making of“. Das Gelände ist in Leavesden und ihr erreicht den Park in 20 Minuten mit dem Zug ab London Euston.

Windsor Castle – das Wochenendhäuschen der Queen

Windsor Castle ist das älteste noch bewohnte Schloss der Welt. Wilhelm der Eroberer legte den Grundstein für das Schloss im 11. Jahrhundert und seither haben 39 Monarchen hier zumindest zeitweise gelebt. Queen Elizabeth II nutzt ihren Landsitz für offizielle Anlässe und als Wochenendhaus. Während der Pandemie hat sie ihren Wohnsitz komplett hierher verlegt.

Windsor Castle
Schloss Windsor ist das größte durchgängig bewohnte Schloss der Welt

Sofern nicht gerade ein offizieller Termin ansteht, könnt ihr euch im Schloss die St. George’s Chapel anschauen. Sie ist eng verknüpft mit der königlichen Familie, zum Beispiel als Trauungskirche für alle Familienmitglieder, die nicht in der direkten Thronfolge stehen. Bei Eurem Rundgang seht ihr auch die Staatsgemächer, die mit kostbaren Gemälden und Möbeln dekoriert sind.

Windsor bietet sich an für euch, wenn ihr von London aus einen Tagesausflug machen und dabei auf den Spuren der Royals wandeln wollt. Beim Schloss gibt es ein Café und im Park finden sich Bänke für ein königliches Picknick.

Cambridge – Ort der Eliten

Etwa eine Stunde Zugfahrt trennt euch von dieser kleinen Stadt, die wohl eine der berühmtesten Universitäten der Welt beheimatet. In ihrer über 900-jährigen Geschichte hat sie sich vor langer Zeit schon zu einer der besten entwickelt. Keine Universität der Welt hat so viele Nobelpreisträger hervorgebracht.

Cambridge
Die University of Cambridge wurde im Jahr 1209 gegründet

Aber nicht nur wegen der wunderschönen Universitätsgebäude lohnt sich ein Ausflug nach Cambridge. Die Stadt blickt auf eine 2000-jährige Geschichte zurück und so gibt es noch viele andere historische Gebäude zu bestaunen. Zum Beispiel ein paar wirklich sehenswerte Kirchen. Wenn ihr dann eine Pause braucht, lasst euch einfach auf dem Marktplatz nieder und beobachtet das Treiben bei einer Tasse Tee.

Oder ihr gönnt euch eine Tour in einem der Stechkähne. Die sind zwar nicht so kunstvoll gestaltet wie die Gondeln Venedigs, funktionieren aber nach dem gleichen Prinzip.

Isle of Wight – wo schon Victoria und Albert Urlaub machten

Wenn ihr genug von der hektischen Großstadt habt und Lust auf einen romantischen Ausflug in eine der schönsten Ecken Englands, empfehlen wir euch die drei Stunden Fahrt von London über Portsmouth auf die Isle of Wight zu unternehmen. Über die Hälfte der Insel wurde ganz offiziell zum Gebiet von außerordentlicher Schönheit erklärt.

Isle of Wight
Natur und Ruhe pur

Kein Wunder, dass Königin Victoria für sich und ihren Prinz Albert hier ein Ferienhaus errichten ließ. Das Osborne Haus in Cowes könnt ihr besichtigen und einen Einblick in das Privatleben der Royals bekommen. Das Schloss verfügt auch über einen wunderschönen Garten, in dem man ein Picknick machen kann.

Ansonsten findet ihr auf der Insel malerische kleine Dörfer und Cowes bietet euch auch sehr viele angesagte Restaurants. Das Örtchen Ventnor gilt als einer der Orte Englands mit den meisten Sonnenstunden und lebendiger Kunstszene. In Freshwater erwartet euch eine wunderschöne Bucht, die von hohen Klippen umgeben ist.
Die Insel bietet euch also eigentlich genug zu sehen, um hier sogar ein paar Tage zu verbringen.

Essen gehen in London – eine kulinarische Weltreise

Zugegeben, die englische Küche ist jetzt nicht so bekannt für ihre Raffinesse und es gibt ein paar Spezialitäten, die durchaus gewöhnungsbedürftig sind. Wie zum Beispiel ein Kipper Hering zum Frühstück. Das ist ein geräucherter Hering, der in der Pfanne erhitzt wurde.

Aber es gibt auch Leckeres in England zu kosten. So solltet ihr mindestens einmal Fish and Chips probiert haben. Der wird inzwischen auch nicht mehr in Zeitungspapier gewickelt, ist aber ein echtes Muss bei einem London Besuch.
Ansonsten kann England sich glücklich schätzen, dass es so viele Kolonien hatte, von denen so richtig gutes Essen kam. Die Kolonien gibt es nicht mehr, aber die vielen Restaurants aus fernen Ländern sind geblieben. So könnt ihr in London eine kulinarische Weltreise machen, wenn ihr auf Restaurantsuche seid.

Fish and Chips
Fish and Chips gehören bei einem Aufenthalt einfach dazu

Wenn es günstig sein soll, findet sich an fast jeder Straßenecke ein indisches Restaurant, aber auch sehr schmackhaftes Essen aus der Karibik. Ein weiteres kulinarisches Highlight sind die inzwischen weit verbreiteten Foodmärkte mit Trucks, die euch saftige Burger, gesunde Sandwiches und allerlei anderes Essen auf die Hand verkaufen.

London hat sich zu einem echten Mekka für Foodliebhaber entwickelt und bietet auch ein paar sehr ausgefallene Restaurants an. So bietet die B Bakery am Chandos Place eine Stadtrundfahrt im alten Doppeldecker Bus mit klassischer Tea Time an. Britischer geht es nicht.

In der Boiler House Food Hall in Shoreditch findet ihr eine große Auswahl an Ständen, wo ihr oftmals das Essen erst probieren könnt , bevor ihr eine ganze Portion bestellt.

Herumkommen in London – vielfältige Möglichkeiten die Stadt zu erkunden

Die schnellste Möglichkeit in London von einem Ort zum anderen zu kommen ist die U-Bahn, von den meisten einfach Tube genannt. Auf zwölf Linien könnt ihr von Montag – Samstag von 05:30 Uhr bis 00:30 Uhr und sonntags von 07:30 Uhr bis 23:30 Uhr London von unten anschauen. Freitag und Samstag gibt es auf fünf Linien die Night Tube, damit die Nachtschwärmer auch sicher nach Hause kommen.

London Underground
London Underground

Wenn ihr lieber oberirdisch unterwegs seid, könnt ihr in den roten Doppeldecker Bussen fahren. Die sind ja ein Wahrzeichen der Stadt und mindestens eine Busfahrt ist Pflicht bei eurem London Besuch. Ein anderes Fortbewegungsmittel, das zum Wahrzeichen wurde, sind die typischen London Cabs, also die Taxen. Die Black Cabs könnt ihr an der Straße heranwinken, die anderen stehen an Taxiständen.

Doppeldecker London Big Ben
Die typischen Doppeldeckerbusse sind aus dem Straßenbild kaum wegzudenken

Wie in jeder großen Stadt gibt es auch in London inzwischen Leihfahrräder, die ihr an einer Leihstation abholt und dann irgendwo wieder abstellen könnt. Das funktioniert ganz gut und der Londoner Verkehr ist inzwischen sehr fahrradfreundlich geworden.

Um die Verkehrsmittel zu nutzen, bieten sich euch zwei Möglichkeiten. Zum einen gibt es die Travelcard, ein Papierticket, das für beliebig viele Fahrten in den Zonen und dem Zeitraum, den ihr gewählt habt, gültig ist. Bei der Oyster Card, ladet ihr ein Guthaben auf eine Chipkarte und nutzt diese dann unabhängig von Tarifzonen so lange, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Die Oyster Card lässt sich immer wieder aufladen und ihr könnt sie bei jedem London Besuch wieder nutzen.

Wenn ihr plant euch viele der Sehenswürdigkeiten anzuschauen empfehlen wir euch zusätzlich den The London Pass. Den gibt es mit einer Dauer zwischen einem und zehn Tagen und damit könnt ihr dann über 80 Attraktionen besuchen. An den Sehenswürdigkeiten, an denen großer Andrang herrscht, könnt ihr mit diesem Pass oft auch die Warteschlangen umgehen. Der Preis pro Erwachsenem liegt zwischen ca. 72,00 Euro für einen Tag und ca. 177,00 Euro für 10 Tage. Da die Eintritte in London recht teuer sind, hat sich der Pass schnell amortisiert.

Bucket List London

  • Fish and Chips essen – schmeckt auch ohne Zeitungspapier
  • London Eye fahren – fast die beste Aussicht über die Stadt
  • Change of Guard anschauen– hier gibt es die Jungs mit den roten Jacken und schwarzen Fellmützen zu sehen
  • Über die Carnaby Street bummeln – hier wurden schon immer Trends geboren
  • Picknick im Hyde Park – am besten zur Last Night of the Proms
  • Tea Time Bustour der B Bakery – London sehen und dabei einen Tee schlürfen
  • Plattform 9 ¾ in Kings Cross besuchen – nicht nur für Harry Potter Fans
  • Am Speakers Corner im Hyde Park eine Rede halten
  • Mit der Emirates Cable Car über die Themse schweben
  • In der Downing Street Number 10 beim Premierminister klopfen
  • An einer der roten Telefonzellen ein Selfie machen

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