Eine Badebucht in Thassos.

Diese griechischen Inseln kennt ihr garantiert noch nicht

Auf beliebten Ferieninseln wie Kreta oder Rhodos wart ihr vielleicht schon. Griechenland hat jedoch noch viele weitere Inseln, die eine Reise wert sind. Viele von ihnen sind bei Urlaubern noch nicht so bekannt und bieten euch neben tollen Stränden daher auch die Möglichkeit, das Leben der Einheimischen und deren Sitten und Gebräuche kennenzulernen.

Korfu – die grüne Insel an der Westküste

Die Insel Korfu unterscheidet sich schon allein durch ihre Lage im Ionischen Meer, also vor der westlichen Küste Griechenlands, von anderen griechischen Inseln. Sie ist besonders grün und auf ihr wachsen ganze Wälder voller Olivenbäume. Diese knorrigen alten Bäume und viele andere Pflanzen sorgen selbst im Hochsommer für ein angenehmes Klima. Korfu, auf Griechisch „Kerkyra“, ist deshalb innerhalb Griechenlands auch als „die grüne Insel“ bekannt.

Korfu ist mit einer Länge von rund 60 Kilometern außerdem recht groß, sodass ihr längere Ausflüge machen könnt. Ein schönes Ziel ist zum Beispiel das Gebirge, dessen höchster Berg der 906 Meter hohe Pantokrator ist. Auf solch einer Tour habt ihr von vielen Stellen einen herrlichen Blick auf die Insel und das Meer. Selbst Albanien könnt ihr von den Bergen aus sehen. Wenn ihr die Aussicht bei leckeren griechischen Spezialitäten genießen wollt, legt ihr am besten in der Taverne nur wenige Kilometer unterhalb des Gipfels eine Pause ein.

Korfu besitzt aber auch viele Sehenswürdigkeiten wie den Palast, der für die berühmte österreichische Kaiserin Sisi gebaut wurde, oder die Klosterinsel Vlacherna. Ebenso interessant ist die Hauptstadt der Insel, Korfu-Stadt, deren Zentrum von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Eine Bucht in Korfu.

Nicht zuletzt findet ihr auf Korfu aber auch traumhafte Strände. Ein besonders schöner, langer und sanft abfallender Strand, der sich auch für den Familienurlaub eignet, liegt in der Bucht von Roda im kleinen Ort Acharavi. Er hat eine Länge von etwa sieben Kilometern und bietet neben perfekten Badebedingungen beste Voraussetzungen für den Wassersport. Ebenso attraktiv ist das Nachtleben, denn in Acharavi befinden sich zahlreiche Tavernen, Diskotheken und andere Lokale.

Thassos – Urlaub auf dem „Grünen Smaragd“

Die Insel Thassos im Norden Griechenlands zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie bei Weitem nicht so überlaufen ist wie andere griechische Inseln. Dort habt ihr die Möglichkeit, das traditionelle Leben der Insulaner kennenzulernen. Besucht die kleinen Bergdörfer an Markttagen oder fahrt mit einem Mietwagen um die Insel. Die gut ausgebaute Küstenstraße verläuft rund um Thassos und hat eine Gesamtlänge von etwa 100 Kilometern.

Thassos ist wie Korfu sehr grün und besitzt große dichte Wälder, die an vielen Stellen erst kurz vor dem Meer enden. Die Griechen nennen sie deshalb auch „Grüner Smaragd“. Die Landschaft zeichnet sich außerdem durch sehr schöne Gebirgsregionen aus. Ein beliebtes Ziel von Wanderern ist die Gegend rund um den 1.204 Meter hohen Berg Ipsarion. Wenn ihr dort wandern möchtet, fahrt ihr am besten nach Potamia, wo ein Wanderweg beginnt. Der Ort selbst ist jedoch auch einen Ausflug wert. Er liegt auf einer Höhe von 130 Metern unterhalb schroffer Felswände und besitzt mit der Agios Demetrios eine der interessantesten Kirchen der Insel.

Ein weiteres typisches Merkmal der Insel Thassos sind die besonders feinen Sandstrände, die zum Meer hin flach abfallen. An ihnen werden auch kleine Kinder viel Spaß haben. Auf Thassos findet ihr sowohl belebte Strände mit vielen Angeboten, als auch Strände, an denen ihr ganz in Ruhe das gute Wetter genießt. Wenn ihr euch gern ins Getümmel stürzt, ist zum Beispiel der Golden Beach eine gute Wahl. Er zieht sich von Chrisi Ammoudia bis nach Chrisi Akti und wird als einer der schönsten Strände von Thassos angesehen. Eher ruhig ist dagegen der Strand von Aliki, wo ihr es euch in Buchten gemütlich macht. An einigen Abschnitten dürft ihr sogar nackt baden.

Der Golden Beach in Thassos.

Samos – Weinberge und viele Sehenswürdigkeiten

Eine weitere besonders grüne Insel Griechenlands ist Samos. Sie liegt nicht einmal zwei Kilometer von der türkischen Küste entfernt und erinnert daher landschaftlich an Kleinasien. Die Insel Samos ist außerdem für ihre schönen Weinberge, Orangen- und Olivenhaine bekannt. In dieser idyllischen Natur liegen malerische Orte wie das Dörfchen Myli, in dem ihr auf eurer Tour eine kleine Pause einlegen könnt, um euch in einer Taverne eine leckere griechische Mahlzeit zu gönnen. Gehört ihr zu den Weinliebhabern, solltet ihr aber auch den Hafen von Karlovassi besuchen. Dort habt ihr die Möglichkeit, die guten Weine der Insel zu probieren und gleich einen Vorrat für zu Hause mitzunehmen. Interessant für Weintrinker ist außerdem das Weinmuseum nahe der Inselhauptstadt, die ebenfalls Samos heißt.

Samos war aufgrund der Nähe zur Küste schon früh besiedelt und spielte in der Antike eine wichtige Rolle. Dementsprechend werdet ihr auf dieser Insel viele historische Bauwerke wie die alte Stadtmauer oder die Tempelanlage sehen, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Weitere attraktive Ausflugsziele sind die Pythagorashöhle, in der sich der antike Philosoph Pythagoras zeitweise versteckte, und das Höhlenkloster Moni spilianis.

Restaurant in Samos.

Auch für einen Aktivurlaub ist Samos bestens geeignet. Auf dieser Insel wurden viele Rad- und Wanderwege angelegt, über die ihr zum Beispiel die Potami Wasserfälle erreicht. Sie liegen in einem Naturschutzgebiet bei Karlovassi und werden aus einer kalten Quelle gespeist. Ihr Wasser ist daher an heißen Sommertagen eine willkommene Abkühlung. Mit dem Rad erreicht ihr außerdem leicht eine der vielen Buchten, in denen ihr ganz entspannt badet. Auf Samos finden sich vor allem Kieselstrände mit besonders klarem und intensiv blauem Wasser.

Karpathos – Die „ursprüngliche“ Insel im Süden Griechenlands

Auf Rhodos wart ihr vielleicht schon mal. Relativ unbekannt ist dagegen die Nachbarinsel Karpathos. Sie bietet ein ebenso gutes Klima, ist aber sehr viel ursprünglicher. Auf dieser griechischen Insel befinden sich kaum große Hotels, deshalb übernachtet ihr in einem kleinen familiengeführten Hotel oder einer Pension. Schon bei der Ankunft lernt ihr daher die griechische Gastfreundschaft kennen. Eure Gastgeber werden euch außerdem sicherlich gern etwas über die Sitten und Gebräuche auf der Insel erzählen. Weit entfernt vom Massentourismus sind sie in Orten wie Olympos unberührt und lebendig geblieben. In diesem Städtchen oberhalb einer Steilküste solltet ihr deshalb unbedingt einen Spaziergang durch die kleinen Gassen machen. Ebenso interessant sind die urigen Bergdörfer.

Die Insel Karpathos ist fast überall gebirgig und dadurch ein echtes Wander-Eldorado. Ihr höchster Gipfel ist der 1.215 Meter hohe Kali Limni im Zentrum der Insel. Ebenso beliebt bei Bergfreunden ist aber auch der nördliche Teil von Karpathos, der weitestgehend naturbelassen ist. Dort wandert ihr durch große Wälder, in denen vor allem Kiefern und Pinien wachsen. Der Süden ist dagegen flacher und besitzt besonders schöne Strände. In Orten wie Arkassa, Finiki und Amopi könnt ihr daher herrlich baden. Ebenso attraktiv für einen Badeurlaub ist das Fischerdorf Lefkos, wo ihr die Wahl zwischen drei herrlichen Badebuchten habt. Wenn ihr dagegen surfen wollt, bucht ihr am besten eine Unterkunft in oder in der Nähe von Afiartis. An seinem Strand herrschen fast immer gute Windverhältnisse, deshalb werdet ihr an der Küste dieses Ortes viele Surfer und Windsurfer treffen.

Eine Bucht in Karpathos.

Zakynthos – Eine Insel mit vielen schönen Ausflugszielen

Unser letzter Tipp für einen Urlaub auf einer der weniger bekannten griechischen Inseln ist Zakynthos. Diese Insel liegt wie Korfu im Ionischen Meer, ist mit einer Länge von 40 Kilometern und einer Breite von bis zu 20 Kilometern aber etwas kleiner. Dennoch besitzt sie zahlreiche attraktive Ausflugsziele wie die Blauen Grotten, in denen das Wasser eine leuchtend blaue Farbe hat. Hinein kommt ihr mit einem Ausflugsboot ab Agios Nikolaos. Vom Hafen aus fahren außerdem Boote in die Navagio-Bucht, in der ein Schiffswrack liegt. Sie ist auch unter dem Namen Schmugglerbucht bekannt und von hohen Felswänden umgeben.

Die Schmugglerbucht in Zakynthos.

Auf Zakynthos habt ihr übrigens die Möglichkeit, „unechte Karettschildkröten“ in freier Wildbahn zu beobachten. Zum Schutz der Tiere wurden an den Stränden Käfige aufgestellt, die als Brutstätten dienen. Besonders viele sind in der Bucht von Lagana und am Strand Gerakas zu sehen. Letzterer gilt gleichzeitig als einer der schönsten Strände von Zakynthos. Ein weiteres lohnenswertes Ausflugsziel ist das Dorf Keri mit seiner Kirche Panagia Keriótissa. Von ihrem Glockenturm habt ihr eine herrliche Aussicht auf die Küste. Besucht außerdem Zakynthos-Stadt und das Dorf Kampi, wo ihr senkrechte, fast 200 Meter hohe Felsen sehen werdet.

Weitere schöne Strände wie den Porto Limnionas Beach, an dem ihr nicht nur baden, sondern auch sehr gut schnorcheln könnt, findet ihr in allen Teilen der Insel. Am Xigia-Strand schwimmt ihr sogar in schwefelhaltigem Wasser, denn in der Nähe dieses Strandes befindet sich eine Höhle mit einer Schwefelquelle. Dieser Strandabschnitt ist deshalb auch als Schwefelbucht bekannt.

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