Kiten in El Gouna

Kiten in El Gouna: Insidertipps und Eindrücke

Gute Windverhältnisse, angenehme Temperaturen, viel Platz und große Flachwassergebiete. All das gibt es in El Gouna, wodurch es zu einem idealen Spot für Kiter wird. Wir haben uns mit der Betreiberin der Kiteschule Osmosis Kiteboarding getroffen und mehr über die Region und vor allem spannende Einblicke in den Kitesport bekommen.

Das müsst ihr wissen: Die wichtigsten Infos rund ums Kiten am Roten Meer

El Gouna ist ein Eldorado für Kiter. Es herrschen das ganze Jahr gute Windverhältnisse und selbst die Temperaturen spielen mit. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 21 und 30 Grad. Es muss also auch im Winter niemand frieren. Tagsüber steigt das Thermometer im Sommer auf 25 bis 34 Grad, im Winter bleibt es bei angenehmen 17 bis 27 Grad. 

Nele betreibt gemeinsam mit Sylvain die Kiteschule Osmosis Kiteboarding. Sie selbst steht seit ca. 15 Jahren auf dem Brett und kennt sich daher bestens mit dem Sport aus. Sie hat sich Zeit genommen, um ein paar grundsätzliche Themen und Fragen mit uns zu besprechen. 

– Die wichtigsten Fragen & Antworten im Interview –

Die beste Jahreszeit zum Kiten ist März / April bis Oktober / November. Aber auch im Winter ist der Wassersport gut möglich – der Wind ist stark genug, nur etwas unsicherer.

El Gouna ist sowohl für Anfänger als auch für Profis ein geeigneter Ort. In der Kiteschule von Nele gibt es beispielsweise zwei verschiedene Spots zur Auswahl. Einer davon ist besonders für Anfänger zu empfehlen. Ihr fahrt wenige Minuten mit einem kleinen Boot raus und seid dann auf einer 5 qm² großen Sandbank. Der Vorteil ist, dass euch das Wasser maximal bis zur Hüfte oder Brust geht. Das heißt, ihr könnt jederzeit stehen. Das Rote Meer ist zudem so klar, sodass ihr auch immer den Grund erkennt. 

Leistungssportler müsst ihr übrigens nicht sein, um mit dem Kiten anzufangen. Es reicht, wenn ihr eine gute Grundfitness habt und euch zwei bis drei Stunden am Stück auspowern möchtet. Die ältesten Kursteilnehmer sind bereits über 70 und die jüngsten erst acht. 🙂

Das Schöne am Kitesport ist, dass ihr direkt starten könnt. Ihr beginnt allerdings nicht gleich auf dem Brett. Die ersten drei Stunden benötigt man in der Regel, um ein gutes Gefühl für den Kite zu bekommen. Sobald ihr die volle Kontrolle habt, kommt das Brett an die Füße. Das geschieht normalerweise nach sechs bis neun Stunden. Aber keine Angst, wenn jemand am Anfang ein wenig mehr Zeit für das Erlernen benötigt, bedeutet das nicht, dass er allgemein schlechter fährt. 

Wenn ihr Gefallen an dem Sport gefunden habt, könnt ihr ein Zertifikat ablegen, mit dem ihr weltweit Ausrüstung ausleihen könnt. Nele empfiehlt das Zertifikat auch aus anderen Gründen: Die Theorie wird noch einmal deutlich vertieft und beispielsweise Themen wie Vorfahrtsregeln genauer besprochen. Es werden auch Unterlagen zum Lernen ausgegeben. Am Ende steht ein Test.

Preislich unterscheiden sich Kiteschulen in Ägypten nicht stark. Bevor ihr euch entscheidet, solltet ihr euch auf jeden Fall über die Qualität der Kurse informieren. Bei der Kiteschule Osmosis beispielsweise, kommen auf einen Lehrer maximal vier Schüler und auch die Fläche ist große genug, damit sich die Kiter nicht in die Quere kommen. 

 


Osmosis Kiteschule in El Gouna



Die Kiteschule Osmosis Kiteboarding ist direkt in das Hotel Labranda Club Paradisio eingegliedert. Ihr braucht also nur wenige Minuten von eurem Zimmer in das Wassersport-Center. Aber auch die Anreise von anderen Hotels ist kein Problem. In El Gouna verkehren Taxen und auch Tuk-Tuks, die euch für einen Euro zur Kiteschule bringen. Geleitet wird sie von Sylvain aus der Schweiz und Nele aus Deutschland. Beide sind dem Kiten bereits seit vielen Jahren verbunden. Euch stehen insgesamt zwei Spots und ein ideales Schulungsrevier zur Verfügung. Anfänger starten auf einer vorgelagerten Sandbank, sodass ihr sicher stehen könnt. Die Kurse könnt ihr auch vorab über FTI buchen.

Solltet der Wind in El Gouna einmal nicht mitspielen, müsst ihr übrigens nicht ganz auf den Wassersport verzichten. Seit 2014 gibt es eine eigene Wakeboard-Anlage. Wir haben sie uns angesehen und auch mit der Weltmeisterin Julia Rick über die Anlage gesprochen: Wakeboarden in El Gouna: Ein Hotspot für Profi-Rider und Anfänger. 

 

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