typische Ornamente und Muster Marokko

Marrakesch: zu Besuch in einer typisch orientalischen Stadt

Ein Urlaub in der marokkanischen Stadt Marrakesch ist wie eine Reise in eine andere Welt. Dort schlendert ihr durch die mittelalterlichen Gassen der Medina, feilscht mit den Händlern auf den Basaren und lasst euch auf dem Platz im Zentrum von Schwertschluckern und Schlangenbeschwörern unterhalten. Marrakesch besitzt außerdem viele Sehenswürdigkeiten wie die kunstvoll gestalteten Moscheen mit ihren großen Minaretten, prunkvoll ausgestattete Paläste und die alte Koranschule. Diese Stadt ist daher auf jeden Fall eine Reise wert.
 

Alle wichtigen Infos für euren Marrakesch Urlaub auf einen Blick

Marrakesch wird euch wahrscheinlich sehr schnell in seinen Bann ziehen. Die quirlige, bunte Stadt hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Dank der kurzen Flugzeit lohnt sich auch ein Kurztrip in die Königsstadt. Wenn ihr länger bleiben wollt und Lust auf Badeurlaub bekommt, könnt ihr auch ein paar Tage in Agadir am Meer verbringen. Die Verständigung ist in Marokko übrigens kein Problem. In den Touristenregionen kommt ihr mit Englisch gut zurecht. In den Hotels wird teilweise auch deutsch gesprochen. Am besten seid ihr allerdings mit Französisch aufgestellt, da es auch die zweite Amtssprache ist. Die wichtigsten Infos bezüglich der besten Reisezeit, den Einreisebestimmungen und der Anreise haben wir euch kurz und übersichtlich zusammengefasst. 

Die beste Zeit für einen Urlaub in Marrakesch

Ihr möchtet euch all diese interessanten Sehenswürdigkeiten einmal anschauen, durch orientalische Gassen schlendern und euch in einem traditionellen Hammam verwöhnen lassen? Dann beginnt am besten gleich mit der Planung eures Urlaubs in Marrakesch! Die besten Reisezeiten sind der Frühling und der Herbst, wenn es nicht ganz so heiß ist. Machen euch Temperaturen weit über 30 °C nichts aus, könnt ihr Marrakesch aber auch im Hochsommer besuchen. Dieser Zeitraum ist außerdem ideal, wenn ihr Ausflüge in den Hohen Atlas plant, denn auf den höchsten Gipfeln dieses Gebirges liegt bis in den Frühling Schnee. Ansonsten fällt in dieser Region nur wenig Niederschlag und im Hochsommer so gut wie nie. Stattdessen bekommt ihr reichlich Sonnenschein.

Anreise: Flüge nach Marrakesch

Die Stadt Marrakesch ist über ihren internationalen Flughafen gut zu erreichen. Die Flugdauer beträgt bei einem Direktflug nur drei bis vier Stunden, sodass ihr schon mittags über die Souks schlendern könnt, wenn ihr am Morgen startet. Selbst für ein verlängertes Wochenende ist Marrakesch daher ein attraktives Ziel.
 
Non-Stop Flüge nach Marokko

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Die Einreise: für Deutsche ohne Visum möglich

Als deutsche Staatsangehörige benötigt ihr für die Einreise nach Marokko einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Ersatzweise reicht ein vorläufiger Reisepass, den ihr bei eurer Gemeinde meist innerhalb weniger Tage bekommt. Ein Visum ist dagegen nicht erforderlich. Ob ihr einen Adapter benötigt, ist abhängig vom Hotel, das ihr gebucht habt. In den meisten Gebäuden sind die gleichen Steckdosen wie bei uns verbaut. Wenn ihr absolut sicher sein wollt, dass ihr eure Smartphones wieder aufladen und andere Geräte benutzen könnt, nehmt ihr jedoch am besten einen Reisestecker mit. Genauere Informationen findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes. 
 

Was ihr nach Marrakesch sonst noch mitnehmen solltet 

Denkt beim Packen eurer Koffer außerdem daran, dass Marokko ein islamisch geprägtes Land ist. Knappe Shorts, Tops mit Spaghettiträgern und ähnliche Kleidungsstücke sind daher nicht überall gern gesehen und vor allem in der Nähe religiöser Stätten unpassend. Idealerweise sind eure Schultern und Knie immer bedeckt. Wenn ihr eure Reise für den Frühling und den Herbst plant, solltet ihr außerdem an etwas wärmere Kleidung denken. Ist die Sonne untergegangen, kann es in Marrakesch durchaus ein wenig frisch werden. Eine Jacke oder einige Pullis mitzunehmen, ist daher auf jeden Fall zu empfehlen.
 

Unsere Top 10: Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

Damit ihr kein Highlight verpasst, stellen wir euch unsere 10 Lieblinge genauer vor. Wenn euch die Organisation zu stressig ist, gibt es auch eine große Auswahl an Ausflügen, die ihr in den meisten Hotels buchen könnt. Wenn ihr schon Mal reinschauen wollt, findet ihr hier eine paar Ausflugsideen und Angebote.

Der Djemaa el Fna – ein Platz voller Schlangenbeschwörer, Wunderheiler und Geschichtenerzähler

Gauklermarkt Marrakesch

Marrakesch ist eine der vier Königsstädte Marokkos und gilt als die schönste. Diese Stadt wird deshalb auch Perle des Südens und aufgrund der vielen roten Gebäude Rote Stadt und Ockerstadt genannt. Marrakesch war im 11. Jahrhundert die Hauptstadt des Landes und der Sitz des Königs. Diese Stadt besitzt daher ein sehr altes historisches Zentrum, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Der Mittelpunkt ihrer Altstadt, die im arabischen Raum Medina heißt, ist der Platz Djemaa el Fna. Er wurde in früheren Zeiten auch als Hinrichtungsplatz genutzt. Die genaue Übersetzung des Namens lautet daher „Versammlung der Toten“. Heutzutage ist der Djemaa el Fna ein Ort, an dem ihr die kuriosesten Gestalten von Schlangenbeschwörern über Schwertschlucker und Wunderheiler bis hin zu Geschichtenerzählern sehen werdet. Sie sind umringt von Musikern, Händlern und Garküchen, an denen ihr eine der leckeren marokkanischen Spezialitäten probieren solltet. Den Djemaa el Fna könnt ihr zu jeder Tageszeit besuchen, besonders viel Trubel herrscht jedoch in den Abendstunden.
 

Besonders prachtvoll: der Bahia-Palast in der Altstadt

Bahia Palast in Marrakesch

Einen tollen Einblick in das Leben der Herrscher bietet der Bahia-Palast, der aus 160 Räumen besteht. Sie haben eine Gesamtfläche von rund 8000 Quadratmetern und sind mit kunstvollen Mosaiken, Kassettendecken, bemalten Holzdecken und Schnitzereien aus Zedernholz verziert. Darüber hinaus sind viele durch schön gestaltete Patios mit einer üppigen Bepflanzung verbunden. Zum Komplex gehören außerdem eine Moschee, ein Hammam und ein Garten. Wenn ihr alte Filme liebt, ist euch der Bahia-Palast vielleicht schon bekannt, denn er diente beim Film „Lawrence von Arabien“ als Kulisse. Ihn schaut ihr euch am besten auf einer geführten Tour an, damit ihr keines der Highlights verpasst und euch in den unzähligen Räumen nicht verlauft.
 
 

Auf den Souks mit den Händlern um die Wette feilschen

Die Altstadt von Marrakesch ist außerdem für ihre vielen Märkte bekannt, die in arabischen Ländern Souks heißen. Auf diesen Basaren bekommt ihr schöne Souvenirs aller Art von Schmuck und Lederwaren über Keramik bis hin zu Teppichen. Ebenso attraktiv sind die Märkte, wenn ihr orientalische Gewürze kaufen möchtet. In diesem Fall folgt ihr einfach eurer Nase, die euch zu den Ständen mit großen Säcken voller Gewürze leitet. Denkt beim Einkauf aber unbedingt daran, zu feilschen, denn der erste Preis, den euch ein Händler nennt, ist grundsätzlich viel zu hoch. Die interessantesten Souks von Marrakesch liegen nördlich des Platzes Djeema el Fna. Dort könnt ihr nicht nur shoppen, sondern auch verschiedenen Handwerkern bei der Arbeit zuschauen. Die Souks sind außerdem eine gute Möglichkeit, günstig zu essen. Dort bekommt ihr zum Beispiel Gegrilltes, leckere Gemüsegerichte oder den traditionellen Eintopf, genannt Tajine. Wenn ihr euch ein wenig Marokko mit nach Hause nehmen wollt, lohnt sich auch ein Kochkurs. Lasst euch in die Welt von Safran, Rosenwasser und Datteln mitnehmen. 
 

Beim Besuch der Gräbern der Saadier auch das Tor Bab Agnaou anschauen

Etwas außerhalb der Medina befinden sich die Gräber der Saadier. Dort sind einige Sultane und viele weitere Mitglieder der Herrscherfamilien begraben. Besonders prachtvoll ausgestattet ist der Saal der zwölf Säulen im Großen Mausoleum. Er besitzt neben den zwölf großen Säulen aus Marmor eine Kuppel aus Zedernholz, die vergoldet ist. Die Wände dieses Saals sind außerdem mit besonders schönen Mosaiken verziert. Wenn ihr die Gräber der Saadier besucht, könnt ihr euch im Anschluss das in der Nähe gelegene Stadttor Bab Agnaou anschauen. Es ist eines der 19 Tore der Mauer, mit der die Altstadt vom Regierungsviertel getrennt wurde. Geht ihr durch das Bab Agnaou, gelangt ihr daher von der Kasbah in die Altstadt. Direkt bei den Gräbern befindet sich außerdem die Moschee al-Mansur, die auch Kasbah-Moschee genannt wird. Ihr Turm besitzt ein Rautenmuster, das beim Bau anderer Minarette als Vorlage diente.
 

Die Koranschule und im Anschluss das Fotografiemuseum besuchen

Ebenso kunstvoll gestaltet ist die ehemalige Koranschule Medersa Ben Youssef in der Nähe der gleichnamigen Moschee. Sie besitzt einen Innenhof mit Brunnen, der mit Marmorplatten ausgelegt ist, und viele beeindruckende Räume, die mit Stuckarbeiten, Holzschnitzereien und Mosaiken verziert sind. Der schönste ist der Gebetssaal. Von der Koranschule ist es nicht weit bis zum Maison de la Photographie. In diesem Museum sind tausende Fotografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert zu sehen. Dort könnt ihr euch anschauen, wie es in Marrakesch und anderen Städten Marokkos früher aussah. Das Maison de la Photographie besitzt außerdem eine Dachterrasse, wo ihr bei einem Kaffee oder dem in Marokko äußerst beliebten Pfefferminztee den tollen Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge genießt.
 

Das Wahrzeichen der Stadt besichtigen: die Koutoubia-Moschee

Eine der sehenswertesten Moscheen von Marrakesch ist die Koutoubia-Moschee, die ihr vielleicht schon kennt, denn ihr 77 Meter hohes Minarett ist das Wahrzeichen der Stadt. Diese Moschee wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut und ist damit eine der ältesten Moscheen des Landes. Die Koutoubia-Moschee ist von schönen Palmengärten umgeben, in denen ihr euch nach der Besichtigung ein wenig ausruhen oder einen Spaziergang machen könnt. Der Besuch der Innenräume ist allerdings nur Moslems gestattet. Diese Vorschrift gilt für sämtliche Moscheen in Marokko.
Koutoubia Moschee in Marrakesch
 
 

UNESCO Weltkulturerbe: der Menara-Garten aus dem 12. Jahrhundert

Ein weiteres attraktives Ziel für einen Spaziergang oder ein Picknick an der frischen Luft ist der Menara-Garten. Auch dieser Park, der Mitte des 12. Jahrhunderts angelegt wurde, steht auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO. Im Menara-Garten mit seinen vielen Olivenbäumen verbringen auch die Einheimischen gern ihre Freizeit und ihre Wochenenden. Er liegt einige Kilometer außerhalb der Stadt und bietet einen tollen Blick auf das nahegelegene Atlas-Gebirge. Ein sehenswertes Gebäude innerhalb des Parks ist der Pavillon, in dem Sultan Abd ar-Rahman die Sommermonate verbrachte. Das Atlas-Gebirge ist übrigens ein schönes Ziel für einen Tagesausflug, falls ihr den Trubel in der Stadt für eine Weile hinter euch lassen möchtet. Dort könnt ihr herrlich wandern, euch beeindruckende Wasserfälle anschauen oder eines der vielen Berberdörfer besuchen.
Menara Garten in Marrakesch

 

Ebenso schön: die Agdal-Gärten mit dem Dar al-Hana-Palast

Auch die Agdal-Gärten wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Sie entstanden schon im 12. Jahrhundert und sind vor allem mit Oliven-, Granatäpfel- und Orangenbäumen bepflanzt. Diese Bäume werden mit dem Wasser aus mehreren Staubecken versorgt. Es stammt aus dem Atlas-Gebirge und wird über Kanäle in den Park geleitet. Am größten dieser Becken steht der Dar al-Hana-Palast. Von seiner Aussichtsterrasse habt ihr einen tollen Blick auf die Berge des Hohen Atlas.
 
Wusstet ihr, dass man in Marokko auch gut Skifahren kann?

Nur 65 km von Marrakesch entfernt, könnt ihr euren Abwärtsschwung trainieren. Das bekanntestes Skigebiet ist „Oukaimeden“ im Atlas Gebirge. Euch stehen insgesamt 13 Pistenkilometer zur Verfügung. Die perfekte Kombination aus Kultur in Marrakesch und Pistengaudi.  Mehr über Skifahren in Marrakesch und weitere unbekannte Skiorte auf der Welt 
 

Wie eine Oase: der Park Jardin Majorelle

Für eine kleine Pause zwischen den Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten bietet sich außerdem der Jardin Majorelle an. Er wurde vom Maler Jacques Majorelle angelegt und gehörte eine Zeit lang dem Modeschöpfer Yves Saint Laurent. In diesem Park werdet ihr vor allem Bougainvilleas, Palmen und eine Vielzahl verschiedener Kakteen sehen. Dazwischen liegen schöne Teiche, die den Park sehr idyllisch wirken lassen. Mitten im Jardin Majorelle steht außerdem die kobaltblaue Villa des Malers. Sie wird heutzutage als Museum genutzt.
Majorelle-Garden in Marrakesch

 

Nach den Besichtigungen in einem traditionellen Hammam entspannen

Ein Besuch eines Hammam sollte bei einem Urlaub in Marrakesch ebenfalls nicht fehlen. In solch einem traditionellen Badehaus schwitzt ihr in einem heißen Dampfbad und entspannt im Anschluss in einem großen Ruheraum. Wenn ihr möchtet, könnt ihr euch auch von den Bademeistern massieren und mit duftenden Pflegemitteln einreiben lassen. Auch spezielle Peelings, bei denen eure Haut kräftig abgerubbelt wird, sowie zahlreiche Schönheitsbehandlungen könnt ihr euch in einem Hammam gönnen. Hammams findet ihr in vielen Hotels oder ihr besucht eines der öffentlichen Bäder wie den Hammam Rosa Bonheur nahe des Bahia-Palastes in der Altstadt von Marrakesch. Sie sind meist bis in die späten Abendstunden geöffnet und daher eine schöne Möglichkeit, einen aufregenden Tag ganz entspannt zu beenden.
 
Wie gut kennt ihr euch in anderen Städten der Welt aus?
Testet euer Wissen in unserem Quiz – Wie viele Wahrzeichen erkennt ihr?

 
 

 

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