Zelten am Gardasee

Camping am Gardasee: Mit diesen Tipps kann nichts schief gehen

Während Camping früher eher eine einfache Urlaubsform mit wenig Komfort war, hat sich diese Art der Erholung inzwischen bis in den Bereich der Luxusferien etabliert. Gerade der Gardasee ist bei Campern sehr beliebt: Es gibt eine Vielzahl an Campingplätzen direkt am See, es gibt viel zu unternehmen und man ist schnell dort. Wir verraten euch die wichtigsten Reisetipp für euren Urlaub am Gardasee. 

 
Alleine schon die Kulisse von Bergen mit ihren gezuckerten Gipfeln und dem tiefblauen See wird euch auf Urlaub einstimmen. Als größter See Italiens hat der Lago di Garda seinen Ursprung bereits in der Eiszeit. An seinen östlichen und südlichen Ufern sind unzählige Campingplätze mit direktem Seezugang, großzügigen Freibadanlagen inklusive Wasserrutschen, Einkaufsmöglichkeiten, sowie Restaurants mit landestypischen Spezialitäten. Die Sportbegeisterten unter euch finden eine Vielzahl von Wassersportmöglichkeiten, Klettertouren und Mountenbikerouten. Eher beschaulicher sind die umliegenden Städte mit ihren verwinkelten Gassen, den Burgen, Kirchen und Museen.


Inhaltsverzeichnis


Wann ist die beste Reisezeit für Camping am Gardasee

Angenehme Temperaturen am Gardasee
Das milde Klima am größten See Italiens lässt nicht nur Zitronen wachsen, es lockt auch eine Vielzahl von Urlauber in diese schöne Gegend. Die beliebte Reisezeit ist vom Frühling bis weit in den Herbst. Surfer profitieren im Norden von einem stetigen Wind, der auch für etwas mildere Temperaturen in dieser Region sorgt. Badegäste und Camper bevorzugen den windstilleren Süden vom Lago di Garda. In den Sommermonaten sind Tagestemperaturen von ca. 30 Grad üblich. In der Nacht sind es nur knapp 20 Grad, was das Camping angenehm macht.
 
Campingsaison
Während die behaglichen Temperaturen den Aufenthalt an der frischen Luft bis zum Winterbeginn ermöglichen, ist die Reisezeit für den Camper durch die Betriebszeiten der Campingplätze eingeschränkt. In der Regel sind die Plätze von Mitte März bis Anfang Oktober geöffnet. In einzelnen Fällen auch noch bis Anfang November, dann endet die Campingsaison für diese Region.
 
Unabhängig von der Saison gilt in Italien ein Verbot für Wildzelten und freies Stehen von Wohnmobilen oder Wohnwagen
 

Anfahrt mit dem Auto/ Zug: Was ist zu beachten

Wegen seiner zentralen Lage ist der Gardasee gut mit dem eigenen Fahrzeug von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus erreichbar. Die bevorzugte Reiseroute von Deutschland und Österreich ist die Autobahn Innsbruck – Brenner – Bozen – Trento.

Karte mit Sehenswürdigkeiten rund um den Gardasee

Vignetten-Pflicht und Maut 

Für die Fahrt durch Österreich (ebenfalls die Schweiz) ist eine Autobahnvignette erforderlich. Diese könnt ihr vor Reisebeginn online bestellt oder unterwegs vor dem Grenzübertritt an Tankstellen kaufen. Eine zusätzliche Maut ist für die Brennerautobahn fällig.

Von Trento aus kann die Weiterfahrt zum westlichen und südlichen Teil des Sees über die schmale, mit Tunneln versehene Bundesstraße von Riva bis Desenzano erfolgen. Da hier die Straße direkt am See entlang gebaut wurde, gibt es an dieser Uferregion sehr wenige Campingmöglichkeiten. Auch gilt hier eine Höhenbeschränkung von 3,50m, was nicht jedem Wohnmobil eine Durchfahrt ermöglicht. Mehrere Felsvorsprünge verengen die schmalen Spuren zusätzlich und erhöhen das Unfallrisiko. Für größere Fahrzeuge und Gespanne ist die Anreise über die Autobahn zu empfehlen. Auf der Strecke von Arco über den östlichen Teil des Lago di Garda bis in den Süden nach Bardolino oder Lazise finden sich viele Campingeinrichtungen, welche über die kleine Uferstraße ab Torbole gut zu erreichen sind. Über die mautpflichtige Autobahn ist die Fahrt zum südlichen Seebereich schnell und unbeschwert. Die Reise von der Schweiz aus erfordert die Schweizer Vignette und Autobahngebühren auf italienischer Seite. Wenn ihr mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs seid, könnt ihr euer gesamtes Gepäck problemlos verstauen und die Region nach euren Wünschen bereisen. 

Besonderheiten im Straßenverkehr



  • In Italien muss außerhalb geschlossener Ortschaften immer das Abblendlicht eingeschaltet sein

  • Es muss mindestens eine gelbe Warnweste im Auto mitgeführt werden

  • Innerorts gilt das Tempolimit 50km/h, außerorts 90 km/h und auf der Autobahn max. 130 km/h

    (Alle Angaben ohne Gewähr)

  • Es gibt nur 2 Ampelphasen: rot und grün

Die Anreise mit der Bahn
Egal von wo ihr startet, bei einer Bahnreise ist euer primäres Ziel München. Dort fährt fünf Mal täglich ein Zug nach Rovereto und anschließend nach Verona. Für die weitere Mobilität sorgt das gut ausgebaute Busnetz. Mit einem Fernbus könnt ihr direkt an den Gardasee fahren. Wer es noch schneller mag, setzt sich in den Flieger und steuert den Flughafen Valerio Catullo bei Verona an. Liegt euer Campingplatz allerdings im Norden, solltet ihr eine längere Busfahrt vom Flughafen zu eurem Ziel einplanen. Wollt ihr mit der Bahn, dem Bus oder dem Flugzeug an den Gardasee reisen, muss euer Gepäck für den Campingurlaub, aufgrund der Gewichtsbeschränkungen und den vorgeschriebenen Gepäckmaßen, deutlich spartanischer sein, als bei einer Autofahrt.

Notwendige Reiseutensilien: Was gehört ins Gepäck

Campingzubehör

Ein gewisses Minimum an Ausrüstung ist für einen sorglosen Campingurlaub nötig. Von der allgemeinen Grundausstattung und euren persönlichen Sachen abgesehen, sind es oft die Kleinigkeiten, die einem das Leben leichter machen.

  • Eine Reiseapotheke ist sinnvoll. Wenn ihr krank seid, wollt ihr lieber in eurem Bett bzw. auf eurer Isomatte liegen bleiben und keine Apotheke suchen.
  • Ein kleines Wörterbuch in Italienisch hilft bei der Verständigung. Nicht überall wird Englisch verstanden oder gesprochen.
  • Neben Bargeld sind die EC-Karte und die Kreditkarte akzeptierte Zahlungsmittel.
  • Wenn ihr mit eurem Fahrzeug unterwegs seid, denkt an die vorgeschriebenen Warnwesten. 

Packliste Camping – Das solltet ihr nicht vergessen

Sehenswürdigkeiten rund um den Gardasee: Das sollte ihr nicht verpassen

Blick auf den Gardasee

Sirmone im Süden des Gardasees
Eure Speicherkarte wird auf der Halbinsel Sirmione praktisch von ganz alleine gefüllt. Die engen, mittelalterlichen Gassen, die Burg, die Kirchen, die Ruine der Thermalanlage und der tolle Blick über den Gardasee wird euch zu unzähligen Fotos inspirieren. 

Freizeitpark bei Peschiera
Der Freizeitpark Gardaland, oberhalb von Peschiera, ist ein Paradies für alle Adrenalin Junkies. Bei einer Fahrt mit dem Raptor, einer Achterbahn mit seitlichen Sitzen, solltet ihr auf Fotos verzichten und den Rausch der Fahrt genießen. Deutlich ruhiger ist es bei eurem Besuch im gigantischen Aquarium. Weitere Angebote für große und kleine Besucher machen diesen Ausflug unvergesslich.

Die Insel Isola del Garda
Die Privatinsel Isola del Garda kann zwischen April und Oktober mit der Fähre besucht werden. Tolle Gärten im englischen und landestypischem Stil sind ebenso fotogen, wie die neugotisch-venizianische Villa.


Auch interessant:


Gardona Riviera an der Westküste des Sees
Nicht nur bei Regentagen lohnt sich ein Besuch des Museumskomplexes von Gabriele D’Annunzio in Gardone Rivera. Der bekannte Schriftsteller bebaute das weitläufige Anwesen mit seiner Villa, einem Amphitheater und einem Mausoleum. Seine Sammlung ergänzte er mit dem Kriegsschiff Puglia und dem Torpedoboot MAS. Das erst im Jahre 2000 eröffnet Kriegsmuseum zeigt Gegenstände aus dem Ersten Weltkrieg.

Gardone Riviera

Malcesine im Norden 
Für einen unglaublichen Blick über den Gardasee startet ihr von Malcesine mit der Seilbahn auf den 1760m hohen Berg Tratto Spino. Während der Fahrt dreht sich die Gondel um 360 Grad und ermöglicht so einen gigantischen Panoramablick. Von eurer Gondel aus seht ihr auch die Festung Castello Scaligero. Direkt am Seeufer, auf einem Felsvorsprung, wurde das heutige Wahrzeichen von Malcesine zum Schutz vor Eindringlingen erbaut. Die Altstadt mit ihren kleinen Gassen, den Straßencafés und Geschäften laden zu einem gemütlichen Spaziergang ein. 

Bardolino und der Wein 
Die Stadt Bardolino ist nicht nur durch ihren Wein bekannt. Das Olivenölmuseum gewährt einen Einblick in die Herstellung dieses außergewöhnlichen Produktes. Im Verkaufsbereich findet ihr eine üppige Auswahl an verschiedenen Olivenölen. Im Laufe der Zeit erlebte Bardolino den Wandel vom einfachen Fischerdorf zu einem interessanten Urlaubsort mit ansprechender Uferpromenade, eleganten Geschäften und Restaurants der gehobenen Küche. 

Desenzano 
Das frühere Handelszentrum Desenzano ist die größte Stadt am Gardasee. Das durch den Warenhandel erwirtschafteter Vermögen wurde in die prächtigen Gebäude investiert. Der Yachthafen ist umgeben von Häusern mit bogenartigen Laubengängen. Die innenliegenden Cafés und Restaurants profitieren von dem kühlen Mauerwerk und verwöhnen euch nicht nur mit einer tollen Aussicht über den See, sondern auch mit einheimischen Spezialitäten. Verschiedene Pubs und Clubs sorgen für ein abwechslungsreiches Nachtleben.

Limone, die damalige Grenze zu Österreich 
Einen besonderen Anblick bietet das Örtchen Limone. Dem geringen Bauplatz, entlang dem Westufer, geschuldet wurden hier die Häuser terrassenförmig in die Felswand gebaut. Zwar werden in der Region Zitronen angebaut, jedoch hat der Ortsname einen geographischen Hintergrund. Der lateinische Ursprung von Limone ist Limes, was übersetzt Grenze bedeutet und hier wurde damals Italien von Österreich getrennt.

Limone am Gardasee

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte die Buchstaben des captcha Bildes im Eingabefeld eintippen

Bitte gib die fünf Buchstaben in die Box ein