Maltas schönste Strände

Karibik-Feeling pur: 7 Top-Strände auf Malta

Malta lockt mit einzigartigem Flair, einer rauen Landschaft, prächtigen Städten und historischen Sehenswürdigkeiten. Doch auch an wunderbaren Stränden mangelt es keineswegs. Von flachen Sandabschnitten bis hin zu einsamen Buchten ist hier alles vertreten. Glasklares Wasser verspricht wahre Badefreuden. Welchen Stränden ihr dabei auf Malta einen Besuch abstatten solltet und wie ihr dorthin kommt, verrate ich euch hier.

Besonders reizvoll an Malta ist, dass die Insel so klein ist. So kommt man mit dem Bus oder Mietwagen bequem überall hin. Das eröffnet euch die Möglichkeit, in nur einem Urlaub viele verschiedene Strände auszuprobieren und auch mal zwischen Klippen und Sandstrand abzuwechseln. Das haben meine Kollegen und ich während unseres Aufenthalts natürlich auch gemacht und dabei unglaublich schöne Buchten entdeckt. Diese sieben Strände zählen dabei eindeutig zu meinen persönlichen Favoriten – und die möchte ich euch nicht vorenthalten. Zur besseren Orientierung habe ich euch alle Bade-Hotspots in dieser Karte markiert:

1. Mellieha Bay

Was in der Hitliste zu Maltas schönsten Stränden auf keinen Fall fehlen darf, ist der längste Sandstrand der Insel. Den findet ihr in der Mellieha Bay im Nordosten, direkt an der Straße Richtung Marfa gelegen. Mit dem Bus erreicht ihr den Strand über die Linien 41, 42, 49, 101, 221 sowie 222, Haltestelle Mellieha Bay Beach.

Der Badespot eignet sich hervorragend für Familien mit kleinen Kindern, da der Strand flach ins Meer abfällt. Während die Kleinen ihre Sandburgen bauen, können sich die Eltern auf einer der unzähligen Liegen unter einem Sonnenschirm entspannen. Ich hatte den Eindruck, dass es fast unmöglich sein dürfte, hier keine Liege mehr zu ergattern, weil es einfach so viele davon gibt. Zum Mittagssnack geht es dann in eines der umliegenden Restaurants. Auch für reichlich Action ist gesorgt – von Bananaboot fahren bis Kiten ist hier alles geboten.

Mellieha Bay, Malta

Ein langer Sandstrand hat auch viel Platz für Sonnenliegen.

2. Golden Bay

Golden Bay trägt nicht umsonst ihren glänzenden Namen: Die Bucht ist ein idealer Badestopp mit Sonnenuntergangs-Wow-Faktor. Verschwindet die Sonne langsam hinter dem Horizont, wirkt die Umgebung fast magisch. Der Sand und die umliegenden Klippen werden in warmes Gelb-Rot getaucht. Eine tolle Gelegenheit für herrliche Erinnerungsfotos. Das wollte sich auch meine Kollegin Victoria nicht nehmen lassen, wie ihr links unten im Bild sehen könnt.

Golden Bay, Malta

Vor allem abends ein echter Hotspot: die Golden Bay.

Eines steht fest: Hier könnte ich wunderbar einen ganzen Tag voller Badespaß verbringen. Am nördlichen Ende der Bucht findet ihr nämlich zahlreiche Bars und Restaurants, ein Beach-Volleyball-Feld sorgt für Unterhaltung – sei es, weil man selbst spielt oder anderen nur dabei zusieht.

Besonders gut gefallen hat mir das ausgewogene Verhältnis von Infrastruktur und Natur. Wem der Trubel von Schwimmern, Restaurants und Wassersportlern zu viel wird, zieht sich einfach an die Klippen am südlichen Ende der Bucht zurück – was übrigens auch noch der beste Beobachtungspunkt für den phänomenalen Sonnenuntergang ist.

Mein Tipp: Packt danach nicht gleich eure Badesachen ein und fahrt weg. Denn auch am späten Abend ist der Strand noch belebt. Hier finden regelmäßig Partys und Grillabende statt. Eine schöne Gelegenheit, um den Strandtag unterhaltsam ausklingen zu lassen.

Am besten erreicht ihr die Golden Bay mit den Buslinien 44, 101, 223 und 225, die Haltestelle ist das Ghajn Tuffieha Bus Terminal. Mit dem Auto haltet ihr euch einfach immer Richtung Manikata.

3. Ghajn Tuffieha

Unweit der berühmten und deshalb auch beliebten Golden Bay liegt ein wahrer Schatz an Sandstrand in einer Bucht versteckt. Ghajn Tuffieha findet ihr sprichtwörtlich nur eine Bucht weiter Richtung Süden. Um zum Strand zu gelangen, müsst ihr einige (viele) Stufen nehmen. Zugegeben: Das sorgt bei dem ein oder anderen für Widerwillen, da man eben diese Stufen nach dem Badespaß ja wieder hochsteigen muss. Nach leckeren Snacks und reichlich Sonne gestaltet sich dies ja mitunter schwierig. 

Doch wir haben uns nicht abschrecken lassen, denn die Bucht hat uns wahrlich verzaubert. Das Wasser ist trotz rot-goldenem Sand klar, der Strand fällt flach ab. Es gibt sogar einen ausgewiesenen Platz zum Schnorcheln – also Ausrüstung nicht vergessen! Liegen und Schirme können vor Ort geliehen werden. Auch fürs leibliche Wohl ist dank einer Strandbar gesorgt (wo es mitunter sogar vegetarisches und veganes Essen gibt). 

Strand von Ghajn Tuffieha auf Malta

Am Strand von Ghajn Tuffieha kann man gut einen ganzen Tag verbringen.

Aufgrund der Lage eignet sich neben Golden Bay auch der Strand von Ghajn Tuffieha wunderbar dazu, um Maltas herrlichen Sonnenuntergang genießen zu können. Und wer jetzt schon an die Stufen hinauf denken muss: Am Fußende steht ein kurzer motivierender Spruch: „Du musst nicht gleich die ganze Treppe nehmen, sondern immer nur eine Stufe.“ Da fällt einem die kleine Sporteinheit doch gleich viel leichter oder?

4. Paradise Bay

„Paradise Bay“ – dieser Name verspricht viel. Und hält es auch! Zum Strand führt (wieder einmal) ein langer Weg hinab. Doch diese Bucht entschädigt definitiv für jegliche Anstrengung, die der Aufstieg mit sich bringen wird: Das Wasser ist hellblau, fast schon türkis, der Sand fließt butterweich zwischen meinen Zehen. Ganz klar, dass man hier nicht nur im Meer planschen, sondern auch unbedingt schnorcheln muss. 

Die Paradise Bay zählt zu den schönsten Stränden auf Malta

Glasklares Wasser und weicher Sand – den gibt es auf Malta nicht allzu häufig.

Darüber hinaus ist die Infrastruktur am Paradise Bay hervorragend: Ihr findet hier etwas oberhalb des Strandes nicht nur viele Liegen, Bars und Restaurants – auch kleinere Shops für eventuell mangelnde Schnorchelausrüstung sind vorhanden. Es gibt sogar nicht nur eine Dusche und Toiletten mit Wickelraum, sondern auch ein kleines Becken, in dem ihr eure Füße vom Sand befreien könnt. Und wer die Bucht von einer anderen Perspektive erforschen möchte, leiht sich einfach ein Kajak. Einen ganzen Tag hier verbringen? Für mich definitiv kein Problem!

In der Paradise Bay könnt ihr euch Kajaks mieten, um damit die Bucht zu erkunden

Vom Wasser aus die Paradise Bay erkunden? Kein Problem, am Strand warten Kajaks nur darauf, von euch gemietet zu werden.

Paradise Bay liegt ganz im Norden Maltas an der West-Küste. Mit den Buslinien 41, 42, 221 oder 222 müsst ihr bis zur Haltestelle Musa und anschließend zu Fuß der Triq Il-Latnija noch gut einen halben Kilometer Richtung Süden folgen. Rechter Hand könnt ihr die wunderbare Bucht dann schon erkennen.

5. St. Peter’s Pool

Für jeden Malta-Urlauber gehört ein Ausflug zum St. Peter’s Pool im Süden der Insel fast schon zum Pflichtprogramm. Fahrt dazu einfach Richtung Marsaxlokk, biegt dann aber links Richtung Tas-Silg ab und haltet euch anschließend auf der Triq Delimara. Dann zweigt links die kleine St. Peter’s Pool Straße ab, die euch zumindest in die Nähe eures Ziels bringt. Dann heißt es: Badetaschen auf den Rücken und Klippen hinabsteigen. Der Pfad ist zwar etwas unwegsam, aber sogar mit Badelatschen hatte ich nur wenig bis keine Probleme.

St. Peter's Pool auf Malta

Wunderschön, aber berühmt – mit Einsamkeit braucht ihr hier nicht rechnen.

Zugegeben: St. Peter’s Pool lockt einerseits dank seiner herrlichen, fast schon karibisch anmutenden Kulisse. Doch die meisten Badegäste pilgern sicherlich aus einem anderen Grund hierher: dem Jack Russel Terrier Titti. Der erlangte Internetberühmtheit, weil er leidenschaftlich gerne am St.  Peter’s Pool vom Felsrand ins Wasser springt. Auch als wir den Spot besucht haben, war Titti da – nur das mit dem Klippenspringen hatte er sich wohl gerade anders überlegt.

Mein Tipp: Nehmt euch unbedingt eine dicke Isomatte mit. Die Felsen könnten sonst auf Dauer etwas unbequem werden, wenn ihr nur mit dem Handtuch darauf liegt. Außerdem gibt es hier kaum Schatten – und selbst wenn, könnt ihr davon ausgehen, dass der bereits besetzt ist. Wenn ihr euch also keinen Sonnenbrand oder -stich holen wollt, dann sorgt selbst vor und bringt einen Sonnenschirm mit!

6. Kalanka

Wer Ruhe und mindestens eine genauso schöne Kulisse wie an St. Peter’s Pool sucht, wird an der Bucht von Kalanka fündig. Eine sagenhafte Bademöglichkeit, die ich gleich zu meinem absoluten Lieblings-Spot auf der Insel erklärt habe. Es waren nur wenig andere Badegäste da – was vermutlich an dem schrecklich unwegsamen Weg dorthin liegt. Hierfür müsst ihr der Küste von St. Peter’s Pool einfach weiter Richtung Süden folgen und dann sehr scharf links abbiegen. Mit dem Auto war die kurze Strecke wahrlich kein Vergnügen, fahrt daher sehr vorsichtig, um nicht unterwegs Autoteile zu verlieren. Schilder habe ich keine gesehen, sodass ich euch darüber hinaus ein Navi empfehlen würde. Wenn ihr dann eine freie Fläche seht, die als Parkplatz geeignet scheint, wisst ihr, dass ihr richtig seid. Dann sind es nur noch wenige Meter hinab zum wahren Malta-Traum.

Ein wunderschöner Strand-Spot: die Bucht von Kalanka auf Malta

Ein echter Geheimtipp ist die Bucht von Kalanka.

Einfache Einstiege ins Wasser gibt es kaum. Wer über die Felsen ins Meer geht, sollte daher vermutlich lieber auf Badeschuhe setzen. Ansonsten gibt es noch eine Leiter, über die man herabsteigen kann. Der einfachste Weg ist jedoch, einfach die 1,5 bis zwei Meter vom Felsrand ins Meer zu springen. Das gibt auf jeden Fall tolle Fotos!

Kalanka Bay, Malta

Alles, was man braucht: etwas Schatten, glasklares Wasser und einen flachen Einstieg ins Meer.

Schatten ist zwar teilweise unterhalb der Felsvorsprünge vorhanden. Wenn ihr dort aber euer Strandtuch ausbreitet, läuft das auf eigene Gefahr, da die Felsen oben durch Erosion teilweise schon sehr abgetragen sind und jederzeit herunterbrechen könnten. Daher würde ich euch eher raten, dass ihr auch hier auf euren eigenen Sonnenschutz in Form eines Schirms setzt.

7. Fomm ir-Rih Bay

Die Bucht von Fomm ir-Rih im Westen Maltas ist öffentlich gar nicht zu erreichen und für Ortsfremde kaum auffindbar. Dorthin führt eine sehr schmale Straße, Schilder gibt es nicht. Sucht euch für einen Trip zur Bay lieber einen Fahrer, der sich wirklich gut auskennt – so wie wir ihn hatten. Um zum Meer zu gelangen, muss man ähnlich wie bei St. Peter’s Pool einen unwegsamen Pfad auf sich nehmen. Eine gewisse Wandererfahrung sowie Fitness ist daher anzuraten. Die Steigung beträgt teilweise 30 Prozent und mehr. Daher solltet ihr euch gut überlegen, ob ihr das bei Sonne und Hitze auf euch nehmen wollt.

Doch dafür werdet ihr mit einem wahren Paradies für Schnorchler und Taucher belohnt – und habt den sehr kleinen Strand mit hoher Wahrscheinlichkeit für euch alleine. Die Bucht wird von steilen Klippen gesäumt und ist einer der naturbelassensten Orte auf Malta. Falls Wind weht, solltet ihr eher nicht enthusiastisch zum Schwimmen ins saphirblaue Wasser springen – es können hohe Wellen entstehen. 

Fomm ir-Rih Bay auf Malta

Schwerer Zugang, dafür garantiert einsam: Fomm ir-Rih Bay.

Einfacher gelangt ihr natürlich mit dem Boot zur Fomm ir-Rih Bay. Und wer über der Bucht steht und sich schließlich doch gegen den Abstieg entscheidet, so wie wir das getan haben, hat immer noch eine mögliche Alternative: In der Gegend könnt ihr genauso gut vortrefflich spazieren gehen. Der Ausblick ist fantastisch und Verkehr ist kaum vorhanden. Die Straße entlang der Küste ist übrigens auch bei Wanderern sehr beliebt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte die Buchstaben des captcha Bildes im Eingabefeld eintippen

Bitte gib die fünf Buchstaben in die Box ein