Der Strand von Sveti Stefan

In Montenegro bleibt kein Wunsch offen -Unsere Tipps für das unbekannte Urlaubsland

Ob Hinterland oder Szeneviertel, Strandurlaub oder Kulturtrip, Wellness oder Outdoor-Abenteuer – Montenegro ist zwar ein kleines, dafür aber sehr vielfältiges Land, sodass vom Single- bis zum Familienurlaub für jeden etwas dabei ist. Und der große Vorteil: Von Massen an Touristen ist dort noch nichts zu sehen, obwohl Montenegro gerade zur nächsten Trend-Destination avanciert. Kommt mit uns auf eine Reise von der Küstenstadt Kotor bis zum Durmitor-Hochgebirgsmassiv und lasst euch von der Authentizität des sonnigen Balkanstaates überzeugen. Wir zeigen euch die schönsten Orte und haben eine Menge Reisetipps für euch!


Inhaltsverzeichnis


Montenegro Landkarte

Montenegro auf einen Blick:


Flugdauer: etwa 2 Stunden


Beste Reisezeit: April – Oktober


Zeitverschiebung: keine


Währung: Euro


Einreisebestimmungen: Personalausweis ausreichend


Geeignet für: Kultur, Outdoor, Strandurlaub, Wellness, Familien, Paare und Singles

An- und Einreise

Anreise nach Montenegro

Die Anreise mit dem eigenen A­uto ist durchaus möglich. Hierfür nehmt ihr den Landweg über Slowenien und Kroatien bis nach Montenegro.

► Eine Reise quer durch Österreich? Hier sind unsere Tipps!

Deutlich bequemer und vor allem schneller geht es allerdings mit dem Flugzeug. Denn dank inzwischen acht Direktverbindungen pro Woche von vier deutschen Flughäfen aus erreicht ihr Montenegro in nur etwa zwei Stunden Flugzeit. So gehen von Leipzig und München donnerstags und sonntags Flüge nach Tivat. Montenegros Hauptstadt Podgorica wird dienstags und samstags von Düsseldorf und von Frankfurt mittwochs und sonntags angeflogen.

Einreisebestimmungen für Montenegro

Laut Auswärtigem Amt ist für die Einreise in Montenegro ein Personalausweis ausreichend, sofern ihr euch nicht länger als 30 Tage im Land aufhaltet und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Alternativ könnt ihr auch mit eurem Reisepass einreisen. Damit dürft ihr bis zu 90 Tagen im Land bleiben. Für Kinder benötigt ihr einen Kinderreisepass.

Ob Pass oder Ausweis: Alle eure Dokumente sollten bei der Einreise noch drei Monate gültig sein. Für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen entfällt die Visapflicht, nach Ablauf der Frist muss im Land eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden.

Gut zu wissen: Als Tourist müsst ihr euch in Montenegro binnen 24 Stunden in eurem Urlaubsort polizeilich anmelden. Habt ihr eure Unterkunft in einem Hotel gebucht, dann übernimmt dieses meist die Anmeldung.

Medizinische Hinweise für Montenegro-Urlauber

Das Klima in Montenegro: Die beste Reisezeit für Sonnenanbeter

In Montenegro ist das Klima angenehm und ideal zum Baden oder für einen Aktivurlaub – dank seiner Küstenlage an der Adria. So sind die Winter mild, der Frühling beginnt sehr früh, die Sommer sind typisch mediterran warm und trocken. Das Wasser erreicht dann schnell Badewannentemperatur. Für den Strandurlaub sind die Monate Mai bis September die beste Reisezeit, Aktivurlauber können sich im April und September/Oktober beim Wandern, Mountainbiken oder Klettern austoben.

Klimakarte Montenegro

► Für jeden Hitzetypen das richtige Reiseland – das Weltklima findet ihr hier als Übersicht!

Fortbewegung in Montenegro

Wenn ihr einen Ausflug plant, beispielsweise in einen der vielseitigen Nationalparks Montenegros, könnt ihr zwar auf die günstigen Bus- und Zugverbindungen ausweichen. Doch nicht umsonst ist ein Mietwagen die gängigste Möglichkeit, das Land zu erkunden. Immerhin seid ihr damit immer unschlagbar flexibel. Zudem sind Mietwägen relativ günstig. Vor allem in den Küstenregionen ist die Infrastruktur auch gut ausgebaut. Lediglich auf dünn besiedelten Gebieten und im Gebirge solltet ihr laut Auswärtigem Amt Vorsicht walten lassen: Einige Straßen könnten ungesichert und unzureichend beschildert sein.

Unsere Tipps: Die schönsten Strände in Montenegro im Überblick

1. Herceg Novi: Flanieren und baden in der Künstlerstadt

Herceg Novi liegt an der nördlichen Küste Montenegros, am „Eingang“ zur Bucht von Kotor. Die Künstlerstadt, die architektonisch an Dubrovnik erinnert, besticht durch ihre terrassenförmig angelegte Altstadt, deren schmale Gassen sich den Hang hinaufschlängeln.

Highlight von Herceg Novi ist die drei Kilometer lange Strandpromenade Pet Danica, an der sich viele Hotels, Cafés und Bars befinden. Ebenfalls einen Besuch wert sind unter anderem das Savina-Kloster, das Forte Mare und die Kanli-Kula-Festung, auch „blutige Festigung“ genannt. Letztere bietet euch einen herrlichen Blick über die Bucht von Kotor.

Zwar findet ihr in Herceg Novi selbst mehrere kleinere, teils betonierte Bademöglichkeiten, beliebter und vor allem während der Hochsaison ruhiger sind aber die Badebuchten in den Ortschaften Meljine und Zelenika im Osten der Stadt.

Strand von Meljine, Herceg Novi

Der Strand von Meljine in der Nähe von Herceg Novi.

2. Bijela: Entspannt den Strand genießen

Knapp 13 Kilometer weiter östlich von Herceg Novi entfernt liegt Bijela. Die Bewohner des ehemaligen Fischerdörfchens leben inzwischen vom Weinbau und der Olivenölherstellung, doch der traditionelle Schiffsbau ist erhalten geblieben.

Bijela eignet sich für alle, die mit Kindern reisen oder einen ruhigen Urlaub wünschen. Das Wasser ist trotz Werft klar und die Kiesstrände laden zum Sonnenbaden ein.

Bijela in der Bucht von Kotor, Luftansicht

Werft von Bijela.

3. Petrovac: Vielseitig, beliebt, aber ruhig

Petrovac na Moru bietet einen Strand für jeden Tag der Woche, einige davon in Laufweite, andere wie Drobni Pijesak, Rijeka Reževići, Pećin oder Buljarica erfordern eine kurze Autofahrt. Im Ort selbst findet ihr den größten Strand, der allerdings auch zu den beliebtesten in der Gegend von Budva zählt. Wer es etwas ruhiger möchte, erreicht nach nur wenigen Minuten Fußweg Richtung Osten den Strand Lučice, der auf etwas über 200 Metern eine kleine Bucht bildet. Noch intimer geht es am Strand von Perazića Do zu: Der sehr kleine Sandstrand liegt westlich von Petrovac gut versteckt zwischen zwei Felsenklippen und bietet euch eine traumhafte Kulisse.

Und wenn ihr genug Sonne getankt habt, hält die Stadt auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten für euch bereit wie beispielsweise das Kloster Reževići oder den Pier und die Festung Castello. Ein Ausflug dorthin lohnt sich besonders am späten Nachmittag, um den Sonnenuntergang auf der schön gestalteten Terrasse genießen zu können.

Übrigens liegt das von Olivenhainen und Pinien umgebene Petrovac auf einer kleinen Anhöhe, sodass ihr von dort einen tollen Blick auf die Bucht und die vorgelagerten Inseln Katič und Sveta Nedelja habt.

Strand von Petrovac

In Petrovac könnt ihr am Sandstrand entspannen.

► Noch mehr Adria- und Mittelmeer-Flair gefällig? Entdeckt hier die schönsten Strände in Italien!

4. Sutomore: Preisbewusster und junger Urlaub in Montenegro

Sutomore ist ein echtes Schnäppchen und zieht viele junge Touristen und Montenegriner gerade in den Sommermonaten an. Der Hauptstrand erstreckt sich über knapp zwei Kilometer und eignet sich aufgrund seines feinen Sandes vor allem für junge Familien – auf der riesigen schwimmenden Wasserrutschen-Insel finden nicht nur die Kleinen garantiert den ganzen Tag lang Beschäftigung.

Wer sich dem Trubel entziehen möchte, gelangt nach nur zehn Minuten Autofahrt zum Strand Čanj, der zu den schönsten Kiesständen in Montenegro zählt und auf jeden Fall einen Ausflug wert ist.

Strand von Sutomore

Der Strand von Sutomore eignet sich für alle, die Sandstrände lieben.

5. Luštica Bay: Welche Bucht darf’s heute sein?

Die Halbinsel Luštica bildet auf montenegrinischer Seite den Eingang zur Bucht von Kotor. Ihre Landschaft ist hügelig und wartet mit abwechslungsreichen Buchten auf, die allesamt zum Baden einladen wie beispielsweise Žanjice, Dobreč oder Mirišta. Vor allem der Strand Pržno erfreut sich dank seines gelben Sandes großer Beliebtheit. Wer auf der Suche nach einer Attraktion der speziellen Art ist, wird vor allem entlang der südlichen Küste der Halbinsel fündig: Hier haben sich mehrere Meeresgrotten herausgebildet, die besichtigt werden können.

Wer möchte, kann eines der Taxiboot-Angebote annehmen und einen Ausflug zur Isla Mamula machen, die von Mirišta am nächsten zu erreichen ist. Mamula ist nahezu kreisförmig und hat einen Durchmesser von lediglich 200 Metern. Darauf befindet sich ein sehenswertes Fort aus der Zeit der österreichischen Herrschaft. Außerdem gibt es auch auf Mamula schöne Bademöglichkeiten, um sich nach dem Sightseeing abzukühlen.

Natürliche Meeresgrotte in der Nähe von Žanjice

Die zahlreichen Meeresgrotten sind ein tolles Spektakel für Urlauber auf der Halbinsel Luštica.

6. Bečići: Einer der schönsten Strände Europas

Bečići liegt nur etwa vier Kilometer von Budva entfernt und sollte unbedingt ein Teil eurer Montenegro-Reise sein. Denn dort findet ihr einen fast zwei Kilometer langen Sand- / Kiesstrand, der zu den schönsten im südlichen Adriaraum gehört. In Bečići ist für jeden Reisenden etwas dabei, das Angebot reicht von luxuriös bis familienfreundlich. Auf der belebten Uferpromenade laden zahlreiche Cafés, Restaurants und Bars zum Verweilen ein.

Der Strand von Bečići

Der Strand von Bečići zählt nicht umsonst zu den schönsten Stränden der Adriaküste.

Montenegro für Naturliebhaber: Die besten Outdoor-Tipps

Aufgrund seiner bergigen Landschaft ist Montenegro dafür prädestiniert, um sich dort nicht nur einen Strandurlaub zu gönnen, sondern den einen oder anderen Tag auch aktiv beim Wandern, Klettern, Mountainbiking oder Rafting zu verbringen. Vom Spaziergänger bis zum Extremkletterer – für jede Schwierigkeitsstufe ist etwas geboten. Und die perfekte Kulisse dafür bieten euch die derzeit insgesamt fünf Nationalparks des Balkanlandes, für die der Eintritt auch noch im niedrigen einstelligen Eurobereich liegt.

1. Durmitor-Nationalpark: Ein Tipp für alle Outdoor-Fans

Die spektakuläre Tara-Schlucht ist das Highlight des ohnehin schon sehenswerten und zum UNESCO-Welterbe zählenden Durmitor-Nationalsparks. Während der imposante Naturcanyon zum Klettern und Wandern einlädt, gilt der Fluss Tara aufgrund seiner zahlreichen Wasserfälle und Kaskaden als Rafting-Paradies. Wer es ruhiger angehen möchte, kann sich am Crno-See ein Boot oder Kajak mieten. Im ganzen Park gibt es unterschiedliche Routen für Panorama-Wanderungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, sodass sich auch ein Ausflug mit Kindern lohnt. Wer bereits etwas Ausdauer mitbringt, sollte den Gipfel des Bobotov Kuk, dem höchsten Berg Montenegros, erklimmen. Die Aussicht, die euch oben erwartet, und die wunderbare Natur unterwegs machen alle Anstrengungen wieder wett. Must-See im Durmitor-Nationalpark: Die 350 Meter lange und sieben Meter breite Tara-Brücke, die in 150 Metern Höhe die Tara-Schlucht überspannt.

Etwas außerhalb vom Park in der Nähe der Ortschaft Novakovići findet ihr übrigens gleich zwei Seen, die ebenfalls einen Abstecher wert sind: Vražje Jezero und Riblje Jezero. Die Landschaft drumherum ist atemberaubend und das herrlich klare und blaue Wasser lädt zu einem Sprung ins kühle Nass ein.

Gipfel des Bobotov Kuk
Der Bobotov Kuk erstreckt sich hoch über dem Crno-See.
Tara-Brücke

Die imposante Tara-Brücke.

Der Tara-Canyon

Der Fluss Tara.

Fluss Tara im Durmitor-Nationalpark

Rafting-Tour auf dem Fluss Tara.

Veliko Škrčko See im Durmitor-Nationalpark

Ausblick vom Veliko Škrčko See.

2. Nationalpark Biogradska Gora: Klein aber oho

Zu Land oder zu Wasser: Sogar der relativ kleine Nationalpark Biogradska Gora hat einiges zu bieten: Boots- oder Kajaktouren auf dem Gletschersee Biogradsko Jezero sind sehr empfehlenswert, um die Ufer des 23 Hektar großen Sees zu erkunden. Außerdem gibt es einen Rundweg um das Gewässer herum. Spannend: Unterwegs gilt es einige urwaldähnliche Sümpfe zu entdecken. Auch eine Übernachtung ist im Park problemlos möglich: Es gibt einige Unterkünfte, in denen man nicht nur gut schlafen, sondern auch hervorragend montenegrinisch essen kann. Am nördlichen Ufer des Sees findet sich allerdings auch ein Campingplatz, sodass hier für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas geboten ist.

Biogradsko Jezero

Boote auf dem Biogradsko Jezero.

Wanderweg im Nationalpark Biogradsko Jezero

Wanderweg Richtung Bjelasica-Gebirge.

Nationalpark Biogradsko Jezero

Beim Wandern durch den Nationalpark werdet ihr einen malerischen Ausblick genießen.

3. Nationalpark Skutarisee: Eine ganz eigene Welt

Der Skutarisee oder auch Skadarsee ist neben dem Gardasee der größte See Südeuropas und befindet sich auf der Grenze zwischen Montenegro und Albanien. Kayakfahren, Angeln, Campen, Wandern, Mountainbiken oder geführte Boots-Expeditionen – auf dem naturgeschützten Gelände rund um das kristallklare und fischreiche Gewässer habt ihr die freie Auswahl zwischen den unterschiedlichsten Aktivitäten. Übrigens ist der Skutarisee Heimat von 20 Tier- und Pflanzenarten, die nur dort in der Gegend vorkommen. Zudem ist er aber auch ein Refugium für unzählige andere Zugvögel und Amphibien wie den Skutari-Wasserfrosch. Haltet also die Augen offen bei eurem Spaziergang!

Wenn ihr den See einmal von oben betrachten wollt, dann lohnt sich vor allem im Frühling, wenn das Land in seiner vollen Blüte steht, ein Ausflug nach Žabljak. Der Ort liegt nur 23 Kilometer von Virpazar entfernt. Dort steht die Ruine der Trutzburg des Fürsten Ivan Crnojević (†1490), die euch bei gutem Wetter den perfekten Ausblick auf die Skutari-Region bietet.

Skutarisee

Die Landschaft des Skutarisees ist atemberaubend.

Boote auf dem Skutarisee

Wer möchte, kann eine geführte Bootstour über den See machen.

Pelikane am Skutarisee

Das Gewässer ist Heimat von Europas nördlichster Pelikan-Kolonie. 20 verschiedene Arten haben sich hier angesiedelt.

Skutarisee Panorama

Natürlich ist diese Aussicht auch herrlich einladend, um eine Runde zu schwimmen – packt also auf jeden Fall eure Badesachen mit ein.

In der Nähe des Sees findet ihr außerdem einen der größten Weinberge Europas: Plantaže. Dort werden über 40 unterschiedliche Weine hergestellt.

Gut zu wissen: Es ist ratsam, bei einem Ausflug zum Skutarisee seinen Reisepass dabei zu haben – falls ihr die albanische Seite erkunden wollt.

4. Nationalpark Lovćen: Natur und Kultur

Wer die Seele Montenegros kennenlernen möchte, kann das im Nationalpark Lovćen am besten. Denn der umfasst nicht nur den höchsten Teil des gleichnamigen Lovćen-Gebirges, sondern auch viele Monumente, die architektonisch und kulturell wertvoll sind und etwas über die Geschichte des Landes verraten. Wie beispielsweise das Njegoš-Mausoleum, ein magischer Anziehungspunkt für alle Touristen des Landes. Denn es ist das höchstgelegene Mausoleum der Welt. Es wurde nämlich auf dem zeithöchsten Gipfel des Parks, Jezerski Vrh, errichtet. Erklimmt ihr die 461 Stufen zu dem Grab des montenegrinischen Dichterfürsten Petar II. Petrović Njegoš (1813 – 1851) und habt dann auch noch Glück mit dem Wetter, genießt ihr einen unglaublich tollen Blick weit über das Adriatische Meer – oder sogar bis zum Skutarisee.

Auch Wanderer kommen natürlich in der bergigen Landschaft mit unterschiedlichen Routenlängen voll auf ihre Kosten. Es ist in Lovćen übrigens möglich, eine Führung durch den Park zu buchen.

Wenn ihr mehr Action sucht oder mit Kindern unterwegs seid, dann lohnt sich ein Abstecher in den Erlebnispark in Ivanova Korita. Dort könnt ihr euch im Hochseilgarten 15 Meter über dem Boden oder beim Paintball austoben.

Njegos-Mausoleum

Zwei Riesen bewachen den Eingang zum Njegoš-Mausoleum.

Panorama im Nationalpark Lovcen

Der Lovćen-Nationalpark ist Heimat einer vielfältigen Flora.

Ausblick vom Jezerski Vrh Richtung Bucht von Kotor

Der Ausblick vom Lovćen-Gipfel Richtung Bucht von Kotor.

5. Nationalpark Prokletije: Die Alpen Montenegros

Der Nationalpark Prokletije verdankt seinen Namen dem Kargebirge, welches auch „die Alpen von Montenegro“ genannt wird. Interessanterweise heißt „prokletije“ auch „verflucht“ oder „verwunschen“, was sich vermutlich auf die raue Optik der Landschaft zurückführen lässt, die für Bergsteiger und Wanderer durchaus eine sportliche Herausforderung darstellt.

Ein Highlight des Parks ist sicherlich der Gipfel Zla Kolata. Auf über 2.500 Metern sind nämlich Markierungen am Grund angebracht, welche die Grenze zwischen Montenegro und Albanien markieren. So könnt ihr mit jeweils einem Fuß gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Ländern stehen, wenn ihr wollt.

Der Hridsko-See im Park ist ein echter Geheimtipp, den die wenigsten Touristen kennen, der euch aber definitiv den Atem rauben wird. Wer ihn erblickt, versteht sofort, warum sich um das Gewässer zahlreiche Mythen von Göttern und Feen ranken. Zwei bei Bergsteigern besonders beliebte Wanderrouten führen zu den Gipfeln von Valusnica.

Am Fuße des Prokletije-Gebirges findet ihr übrigens noch einen weiteren See, der aufgrund seiner Größe ein beliebtes Ausflugsziel ist: der See Plav. Mit einer Länge von knapp zwei Kilometern und einer Breite von einem Kilometer bietet er reichlich Gelegenheit für ausgiebige Seespaziergänge.

Felswand im Nationalpark Prokletije

Steilhang im Prokletije-Nationalpark.

See Hridsko im Nationalpark Prokletije

Ein verstecktes Juwel mitten im Nationalpark: der See Hridsko.

See Plav im Nationalpark Prokletije

Vom See Plav aus hat man einen fantastischen Blick auf die „Alpen von Montenegro“.

Die besten Sehenswürdigkeiten: Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen

Neben tollen Stränden, kristallklarem Wasser und einer berauschenden Natur hat ein Urlaub in Montenegro noch einiges an Sehenswürdigkeiten in den belebten Städten zu bieten.

1. Podgorica: Hauptstadt mit historischem Flair

Die Hauptstadt Montenegros solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen. Als kulturelles Zentrum des Landes bietet es euch nicht nur eine sehr große Auswahl an Theatern, sondern auch viele Museen und Galerien. Schon allein ein Spaziergang durch die Straßen der Stadt ist lohnenswert, so vereint sie unterschiedliche bauliche Stilrichtungen, die ihrer bewegten Geschichte geschuldet sind. Osmanisch, europäisch, sozialistisch, modern – jede Herrschaft hat das Stadtbild auf ihre eigene Art geprägt.

Berühmte Wahrzeichen sind einerseits die orthodoxe Kirche Hram Hristovog Vaskrsenja (Kirche der Auferstehung) und die Millenium-Brücke über dem Fluss Morača. Die Zitadelle und die Georgskirche holen das Mittelalter zu euch in die Gegenwart.

Nur drei Kilometer nördlich von Podgorica könnt ihr in eurem Montenegro-Urlaub sogar altrömische Spuren entdecken: Duklija (Dioclea) wurde im ersten Jahrhundert vor Christus gegründet und danach viele Male geplündert, zerstört, verlassen oder von Erdbeben erschüttert. Im 10. Jahrhundert versetzten die Türken und Albaner der Stadt allerdings den finalen Dolchstoß: Seitdem sind nur noch Ruinen davon übrig – wenn auch in sehr gutem Zustand. Die Ausgrabungsstätte ist eines der Highlights der Region.

Orthodoxe Auferstehungskirche Hram Hristovog Vaskrsenja

Die orthodoxe Kirche in Podgorica ist ein absolutes Must-See bei eurer Sightseeing-Tour durch die Stadt.

2. Kotor: Natur, Kultur und Lifestyle

Kotor zählt aufgrund seiner außergewöhnlichen altertümlichen Schönheit und den vielen historischen Sehenswürdigkeiten zum UNESCO-Weltkulturerbe und sollte damit zumindest als Sightseeing-Zwischenstopp in jeden Urlaub integriert werden. Kotor hat eine mittelalterliche Altstadt, die von einer eindrucksvollen Stadtmauer umgeben ist. Must-See ist die Kathedrale des Heiligen Taifun aus dem 12. Jahrhundert. Nicht nur die beiden Renaissance-Kirchtürme, die dem Bau im 17. Jahrhundert hinzugefügt wurden, sind beeindruckend, sondern auch der prachtvoll geschmückte Innenraum.

Kotors Bucht ist eine der Hauptattraktionen des Landes. Sie erstreckt sich über spektakuläre 30 Kilometer ins Innere von Montenegro. Schroffe Bergwände säumen die historische, aber auch noble Architektur. Doch auch nachts hat Kotor einiges zu bieten: Im Sommer erfreut sich hier internationales Partyvolk am bunten und exklusiven Nachtleben. Dieses erreicht übrigens zu Karneval, der in Montenegro im Sommer stattfindet, seinen Höhepunkt: Überall in den Gassen werdet ihr prächtige Kostüme zu Gesicht bekommen, den ein oder anderen Umzug miterleben und könnt den jecken Tag (oder die Nacht) dann gemeinsam mit den anderen Narren in einer der vielen Bars ausklingen lassen.

Kotor und die Bucht von Kotor

Von Kotor aus überblickt ihr die gesamte Bucht umgeben von malerischen Bergen.

3. Budva: Das Monaco von Montenegro

Budva ist zwar ein Magnet für alle Montenegro-Touristen, aber dennoch mondän und abwechslungsreich. Während ihr an der Strandpromenade nicht nur Jachten bewundern, sondern durchaus dem ein oder anderen Prominenten begegnen könnt, lädt die liebevoll restaurierte Altstadt zum Verweilen, Entspannen und Bummeln ein. Sehenswert sind vor allem die unter Denkmalschutz stehende Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert und westlich von Budva die Festung Mogren. Auf derselben Landzunge findet ihr den Strand Mogren, der auch ein fantastischer Aussichtspunkt auf die Insel Sveti Nikola ist.

Knapp 10 Kilometer östlich von Budva liegt Sveti Stefan, eine der schönsten Hotelinseln der Welt. Wer sich die Preisklasse von Stars und Sternchen aber nicht für eine Übernachtung leisten kann, hat dennoch die Gelegenheit, ein bisschen vom Luxus abzubekommen: Der Besuch des angrenzenden Strandes geht auch ohne prall gefülltes Konto.

Budva

Budva ist bunt, aber dennoch sehr mondän.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte die Buchstaben des captcha Bildes im Eingabefeld eintippen

Bitte gib die fünf Buchstaben in die Box ein