Reisetipps Bodrum: Der Geheimtipp an der Ägäis

Typisch mediterranes Feeling und turbulente Nächte: Ihr müsst Bodrum erlebt haben, um seine vielen Gegensätze zu lieben. In Bodrum an der Ägäis gibt es keine Betonsilos – Bodrum ist authentisch. Seine Beliebtheit bei den Schönen und Reichen verdankt die Hafenstadt dem türkischen Schriftsteller Cevat Sakir Kabaagaçli, der dort als „Fischer von Halikarnas“ bekannt wurde. Was ihr noch alles über Bodrum wissen müsst, verraten wir euch jetzt: 

Inhaltsverzeichnis:

1. Wissenswertes rund um Bodrum
2. Bodrum, die weiße Stadt
3. Die schönsten Strände
4. Ausflüge rund um Bodrum
5. Wellness und Entspannung
6. Blaue Reise
7. Expertentipps von Julia

Auch heute noch könnt ihr, wie damals Cevat Sakir Kabaagaçli, nach einer durchfeierten Nacht am Hafen bei einem türkischen Mokka die Fischer beobachten, wie sie bei Tagesanbruch ihre Boote startklar machen. Oder die hochkarätigen Yachten bewundern, die auf ihren Segeltörns dort anlegen. Bei klarem Wetter seht ihr – nur ein paar Kilometer entfernt – die griechische Insel Kos. Überhaupt wirkt Bodrum mit seinen terrassenförmig angelegten, weiß gekalkten Häusern und den tiefrot leuchtenden Bougainvilleen fast wie ein griechisches Städtchen. Und ganz wie in Griechenland gibt es dort spannende Zeugnisse der Antike. Hier stand sogar einmal eines der sieben Weltwunder. In Bodrum genießt ihr Kultur und Natur oder ihr stürzt euch in die Party-Szene. Optimaler Kompromiss: das eine tun und das andere nicht lassen. 

Infografik Bodrum


Wissenswertes rund um Bodrum


In knapp drei Flugstunden erreicht ihr den internationalen Flughafen Milas-Bodrum. Er liegt 36 Kilometer von der Bodrumer Innenstadt entfernt. Die Stadt ist ein beliebter Treffpunkt des Jet-Sets, besonders am Yachthafen und in den umliegenden Straßen. In der Gegend der Milta Bodrum Marina schlürft das internationale Publikum seine Cocktails in angesagten Bars. Nebenan kauft man in Edel-Boutiquen die neueste Designermode. Nicht umsonst nennt man Bodrum auch „das St. Tropez der Türkei“. 


Lage: Bodrum ist eine Kreishauptstadt in der südwestlichen Türkei. Die charmante Hafenstadt liegt eingebettet in die Ausläufer des Taurus-Gebirges direkt an der Küste der Ägäis. Ähnlich wie in Kroatien ist hier die 174 Kilometer lange Küstenlandschaft von Buchten, Halbinseln, Kaps und Inseln bestimmt. Zahlreiche Buchten sind optimal zum Tauchen: das Wasser ist wegen des kiesigen Untergrunds glasklar und beherbergt unzählige Meeres-Bewohner. 


beste Reisezeit: Für euren Urlaub in Bodrum sind die Monate von April bis Ende November am besten geeignet. Aber auch im Winter ist es in Bodrum relativ warm. Die Region ist frostfrei, hat kaum Niederschläge und selbst in den kältesten Monaten beträgt die durchschnittliche Tagestemperatur noch um die 15º Grad. Und weil Bodrum so viel mehr zu bieten hat als nur Badeurlaub, lohnt es sich auch im Winter dort etwas Sonne zu tanken.


Strände: Gerade in der Nähe von Bodrum-Stadt gibt es auch flach abfallende Sandstrände, die sich gut für einen Urlaub mit Kindern eignen. Viele Strände werden durch vorgelagerte Inseln vom offenen Meer geschützt und zeigen rund ums Jahr fast keinen Wellengang. Die zum Meer hin offenen Strände sind wegen dem stetigen Wind besonders bei Surfern, Kitern und Seglern beliebt.


beliebte Urlaubsorte: Bodrum, Gümbet, Bitez, Turgutreis, Gümüslük, Gündogan, Torba, Yaliciftlik, Guvercinlik und Güllük


Für wen ist Bodrum der richtige Urlaubsort?

Für Familien und Ruhesuchende gibt es in der Gegend um Bodrum sanft abfallende Strände und malerische kleine Ortschaften direkt am Meer. Wer einsame Buchten, die nur vom Meer aus zu erreichen sind, kennen lernen möchte, macht sich auf zur „Blauen Reise“ mit einem der umgebauten Fischerboote. Sonnenanbeter räkeln sich auf den hölzernen Plattformen der Infinity-Pools vor ihren Hotels. Kulturfreunde durchstöbern die pittoreske Altstadt oder besuchen ehrwürdige antike Sehenswürdigkeiten. Bodrum ist eine Schatztruhe, die nur darauf wartet, von euch geöffnet zu werden.

Bodrum, die weiße Stadt

Wie hin gewürfelt schmiegen sich die niedrigen Häuser von Bodrum an die umliegenden Hügel und Hänge des Taurus-Gebirges. Das strahlende Weiß der Gebäude ist wohl verantwortlich für den Beinamen „Weiße Stadt am Meer“. Die Architektur wirkt so harmonisch, weil es hier nicht erlaubt ist, höher als zwei Stockwerke zu bauen. So konnte sich Bodrum das Flair einer romantischen Hafenstadt bewahren, anstelle zu einer der unzähligen Touristenhochburgen zu mutieren. Und auch genau deshalb entwickelt sich die Stadt an der Ägäis unaufhaltsam zum beliebtesten Urlaubsort in der ganzen Türkei. Aber nicht nur das: Die lange Küstenregion von Bodrum kann sich durchaus mit der Côte d’Azur messen. Bodrum ist der gesellschaftliche Mittelpunkt zwischen Fethyie und Izmir. Hier legen die angesagtesten DJ´s auf, zudem gibt es Designerware der neuesten Generation. Aus der Weißen Stadt kommen die neuesten Trends der Türkei. Und was auch in Bodrum passiert, es ist einfach „in“. 

Wenn euch die mondänen Villen und der Yachthafen mit seinen Luxus-Booten langweilig werden, macht ihr einen Abstecher in die Fußgängerzone der historischen Altstadt und kramt in den unzähligen kleinen Läden. Lasst euch Ledersandalen nach Maß anfertigen oder taucht ein in die berauschenden Düfte der Gewürz-Läden. Vielleicht habt ihr auch Spaß am kunterbunten Gewimmel der Wochenmärkte oder ihr besucht ein traditionelles türkisches Badehaus und lasst euch zeigen, wie Wellness im Orient gehandhabt wird. Der offizielle „Bodrum Hammam“ liegt ganz in der Nähe der Busstation. Falls ihr Spaß an Shopping habt, stehen euch gleich drei große Einkaufszentren zur Verfügung: das Oasis Shopping Center, das Avenue Bodrum Shopping Center und das Midtown Mall Shopping Center.

Hafen in Bodrum Hafen in Bodrum
weiße Häuser in Bodrum weiße Häuser in Bodrum
Amphitheater Bodrum Amphitheater Bodrum
Bar in Bodrum Bar in Bodrum
hafen in Bodrum hafen in Bodrum
typische Fensterläden Bodrum typische Fensterläden Bodrum

In nur fünf bis zehn Minuten erreicht ihr vom Zentrum aus den Stadtstrand Kumbahçe Beach. Der schmale Kies-Strand gewährt euch einen tollen Ausblick auf die Boote im Hafen und auf das Kastell. Ein Spaziergang zum Kumbahçe Beach lohnt sich besonders am Abend, wenn die Tische aus den Restaurants auf den Strand gestellt werden. Etwas zurückgesetzt verläuft die Straße Cumhurriyet Caddesi mit einer Unmenge an Restaurants, Cafés und Bars aller Preisklassen. Abends verwandeln sich viele Cafés und Bars in Clubs mit heißen Beats, Tanzflächen und coolem Publikum. Wenn ihr Lust auf etwas Besonderes habt: Der Club Catamaran ist in einem Party-Boot mit Glasboden untergebracht. Hier macht es nicht nur Spaß zu feiern, ihr könnt dabei auch den Fischen auf der Nase herumtanzen. Übrigens: Je mehr ihr euch auf der Barstraße dem Yachthafen nähert, desto exklusiver und kostspieliger werden die Clubs. Wenn ihr keine Lust zum Feiern habt, könnt ihr euch einfach in einer Bar am Hafen unter die Jet-Setter mischen.

Restaurant-Tipps


1. Nusr-Et Steakhouse: Ein Muss für alle Fleisch-Liebhaber. Der türkische Koch Nusret Gökçe ist nicht nur für seine gute Küche bekannt, sondern auch auf Instagram sehr beliebt. Hier könnt ihr untere anderem beobachten, wie liebevoll er euer Essen zubereitet 🙂 Reinschauen lohnt sich: nusr_et


2. Big CHEFS: Hier bekommt ihr gutes Essen in gemütlicher Atmosphäre. Es gibt bereits in zahlreichen Städten Big CHEFS-Filialen. Ihr findet es am Yachthafen von Bodrum.


3. Annalivia Restaurant:  Sehr beliebt ist auch das Annalivia Restaurant, in Gümbet. Euch erwartet internationale Küche und Steaks. Es ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Bodrum, das St. Tropez der Türkei
Bodrum wird häufig als das St. Tropez der Türkei bezeichnet. Das liegt zum einen an den vielen Partymöglichkeiten aber auch an der exclusiven Atmosphäre der Region. Auf euch warten eine große Auswahl an Diskotheken, Bars und Beach-Clubs. Wer die Augen offen hält, wird auch den ein oder anderen Prominenten erblicken. Aber keine Sorge, es gibt nicht nur teure und sehr exklusive Lokale. Es wird eine bunte Mischung angeboten. Wenn euch also St.-Tropez zu chic oder Ibiza zu überlaufen ist, solltet ihr euch Bodrum auf jeden Fall einmal genauer ansehen. Es lohnt sich! 

Die besten Strände rund um Bodrum: Unsere Top 3

Badeinseln mit Sonnenliegen mitten im glasklaren Meer, lange Holzstege, die zum Horizont führen und chillige Locations im Hinterland. Flache Sandstrände für Kids und ein steifer Wind für Wassersportler: Bodrum hat für jeden den passenden Strand.

1) Bitez in den Orangenhainen

Strand in Bodrum

Auf dem Weg von Bodrum nach Ortakent entdeckt ihr an einem Hang einen grünen Flecken in der kargen Hügellandschaft. Das ist der alte Ort Bitez. Von hier aus windet sich die Straße zum Bitez Beach durch ein weites fruchtbares Tal voller Obstplantagen bis nach unten zum halbmondförmigen Strand. Das Hinterland des schmalen Sandstrands ist dezent bebaut – keine Hotelburgen, alles gut in die Landschaft integriert. An den Beach-Bars habt ihr die Auswahl zwischen Sitzkissen, Hängematten, Himmelbetten und Strand-Liegen, um bei einem kühlen Drink zu entspannen. Die Stimmung ist lebhaft aber nicht turbulent. Das Publikum: Querbeet. Am Strand weht immer ein angenehmer Wind. Natürlich gibt es auch die dazu gehörige Segel- und Surf-Schule. Und hier ein Geheimtipp für Naturfreunde: Etwa 800 Meter hinter dem Ortsausgang des alten Bitez in Richtung Strand liegt ein uralter Weg, der durch die Gärten zum Strand führt. Im Sommer duftet es dort nach Lorbeer und im Frühling nach 1001 Nacht. 

2) Beliebter Familienstrand

Hinter Ortakent geht es durch das lange Tal von Yah zum Yahşi Beach. Der zwei Kilometer lange flache Sandstrand ist weitläufiger als der in Bitez. Parallel zum Strand verläuft die Straße, von der aus viele Wege zur Flaniermeile führen. An den kleinen Wegen liegen Läden, Cafés und Imbissbuden. In Yahşi verbringen viele junge türkische Familien ihren Urlaub und in der Hauptsaison fühlt ihr euch am Strand wie auf einem Spielplatz. So ziemlich in der Mitte des Strands liegt ein Wassersportzentrum mit einer gigantischen aufblasbaren Hüpfburg in Form eines Berges. Natürlich der absolute Hit für Kids – Eltern haben leider keinen Zutritt zu dem schwimmenden Berg. An der Promenade gibt es eine gute Auswahl an einfachen Restaurants. Hier und da sitzt eine Kopftuch-bewehrte Bäuerin, die Fingerfood oder Früchte anbietet. Wenn ihr einen relativ ruhigen Ort für einen Urlaub mit der ganzen Familie sucht, solltet ihr ein Mal Yahşi antesten.

3) Völlig anders: Gümüslük

Turgutreis

An der westlichen Spitze der Halbinsel von Bodrum, ein paar Kilometer nördlich von Turgutreis, liegt Gümüslük. Der malerische Ort wurde auf den Ruinen der antiken Stadt Myndos erbaut. Diesem Umstand verdankt er den Baustopp, der verhindert hat, dass die wunderschöne Bucht vom Massentourismus eingenommen werden konnte. Gümüslük ist seit Jahren Geheimtipp unter türkischen Intellektuellen und Künstlern. Nicht nur, weil es dort einen Jazz-Club gibt. Auch nicht wegen den versunkenen Ruinen eines Teils von Myndos, die ihr hier beim Schnorcheln und Tauchen erkunden könnt. Nein, Gümüslük hat einfach Ambiente. Gegenüber den Fischrestaurants am Strand liegt die Haseninsel, die ihr über einen versunkenen Damm zu Fuß erreichen könnt. Hinter dem Strand erstreckt sich das alte Dorf mit seinen Cafés und Restaurants, die auch heute noch als Kommunikationszentrale dienen. Hang-aufwärts liegen die Villen einiger Millionäre, die aber eher unter sich bleiben. Abgesehen davon wirkt Gümüslük auch heute noch wie ein richtiges Fischerdorf. 

Promi-Alarm: Beliebte Beach-Clubs

Vor allem gegen Abend, wenn es langsam kühler wird und die Sonne untergeht, füllen sich die Beach-Clubs. Ihr könnt euch gemütlich ans Meer setzen und euren Cocktail bei guter Musik genießen. Mit ein wenig Glück trefft ihr auch auf bekannte Gesichter. In diesen Clubs ist die Chance ziemlich hoch:


1. Macakizi Beachklub in Göltürkükü

2. Sarnic Beach Club an der Südküste

3. Bar im Kempinski Bodrum


Auf Bodrum wurden bereits unter anderem Naomi Campbell, Kate Moss, Bill Gates und Prinz Charles gesichtet. 


Weitere beliebte Beach-Clubs sind der Xuma Beach Club, Sebastian Beach Club und der Bianca Beach Club.

Lohnenswerte Ausflüge und Sehenswürdigkeiten

Anhöhe über Bodrum
Immer wieder streiten sich die Windmühlen auf der Anhöhe über Bodrum mit dem Kastell darum, wer denn nun wirklich das Wahrzeichen der Stadt ist. Am besten besteigt ihr das Plateau auf dem Hügel, der Bodrum von Gümbet trennt und urteilt selbst. Da oben habt ihr einen fantastischen Panorama-Rundum-Blick. Mit etwas Glück trefft ihr auch die zwei Kamele. Sie leben den Sommer über mit ihrem Besitzer auf dem Plateau, das sie an ihre Heimat erinnert: dort ist es genau so karg und trocken. Gegen einen kleinen Beitrag zum Futter dürft ihr auf ihnen reiten. Und Portrait-Fotos auf dem Kamel-Rücken mit Meeres-Panorama sind doch auch nicht schlecht. Die Windmühlen sind dagegen von Nahem betrachtet eher weniger spektakulär.

Weitere Impressionen aus Bodrum:


Kastell in Bodrum

Nachdem ihr in Bodrum jeden Tag das Kastell vor Augen habt, solltet ihr auch einmal sein Inneres anschauen. Die fränkisch-byzantinische Burg aus dem 15. Jahrhundert bewacht den Eingang zum Hafen und ist immer noch in einem Top-Zustand. Im Untergeschoss des Kastells befindet sich ein weltbekanntes Museum für Unterwasser-Archäologie. Das Highlight der Exponate ist das „Schiff von Uluburun“, ein gut erhaltenes Wrack aus der Bronzezeit. Noch heute rätseln Wissenschaftler über die Herkunft des weit gereisten Schiffes. An Bord befanden sich Gegenstände aus Persien, Kanaan, dem mykenischen Griechenland, Ägypten, Zypern und Assyrien.

Kastell in Bodrum

Kleopatra-Wellness
Gegenüber von Bodrum liegt die Insel Karaada. Sie ist von Tannen bestanden und auf der Seite, die der Stadt zugewandt ist, liegt eine Höhle. Wenn ihr Lust auf eine Wellness-Anwendung der besonderen Art habt, macht es wie Kleopatra: Zuerst eine Ganzkörper-Packung mit dem schwarzen Schlamm aus der Höhle und dann ein Bad in ihrem Thermalwasser. Ganz in der Nähe findet ihr ein Restaurant und es gibt sogar ein Hotel – für den Fall, dass ihr hier über Nacht bleiben möchtet. Karaada wird von Bodrum aus mit Ausflugsbooten angefahren. 

Ausflug auf die Insel Kos
Wenn wir schon bei Bootsausflügen sind: Von Bodrum aus seid ihr mit dem Tragflächenboot in knapp einer halben Stunde auf der griechischen Insel Kos. Dort lag früher das bedeutendste Heilzentrum der Antike. Hippokrates, der Vater der Medizin, stammte von der Insel. Die Boote starten in Bodrum meistens gegen 9:00 Uhr. Während der Saison von Mai bis Ende Oktober verkehren sie täglich. Auf Kos könnt gibt es die malerische Altstadt zu erkunden und griechisches Ambiente zu genießen. Gegen 16:00 Uhr geht es wieder zurück. Ihr könnt auch die reguläre Fähre benutzen – sie braucht aber für die Strecke wesentlich länger.

Trip nach Rhodos
Genau so lohnend ist ein Trip von Bodrum nach Rhodos per Tragflächenboot. In der ummauerten Altstadt erwarten euch verwinkelte Gassen, gemütliche Cafés und kleine Läden. Kulturfreunde besuchen den Palast vom Großmeister des Johanniterordens. Rhodos war einst eine wichtige Bastion dieser mächtigen Bruderschaft und profitierte von deren Handelsgewinnen. Auch heute noch findet ihr überall auf Rhodos Denkmäler und andere Kulturzeugnisse der Johanniter. Das pulsierende Nachtleben der Inselhauptstadt lernt ihr nur kennen, wenn ihr über Nacht auf Rhodos bleibt. Aber auch das geht im Rahmen eurer Bodrum Reise. Die Schiffe nach Rhodos fahren nicht so häufig wie die nach Kos. Also solltet ihr euren Rhodos-Trip etwas im Voraus planen.

Promi-Sightseeing in Türkbükü
Wer die Szene-Hochburg in der Gegend von Bodrum kennen lernen möchte und Lust auf Promi-Sightseeing hat, macht einen Ausflug nach Türkbükü. Vor 20 Jahren war das ehemalige Fischerdorf ausschließlich per Boot zu erreichen. Die Abgeschiedenheit gefiel den Schönen und Reichen. Also verkauften die Fischer ihr karges Brachland zu horrenden Preisen und Türkbükü wurde „entdeckt“. Das ehemalige Fischerdorf hat Klasse: Hier werdet ihr nicht mit „My friend!“ angepöbelt – selbst der Straßenverkäufer von gerösteten Maiskolben spricht euch mit „Sir“ oder „Lady“ an. Nach Türkbükü kommt man zum Chillen und Flirten. Zum Beispiel im Belediye Café an der Flussmündung zum Meer. Oder auf den fantasievollen Badeinseln und Holzplattformen der Beach Bars. Hier findet ihr einige der besten Restaurants der Region. Die Preise halten sich – im Verhältnis zum Angebot – in Grenzen und auf dem öffentlichen Strand-Abschnitt könnt ihr sogar eure Zehen in den Sand graben.

Wellness in Bodrum

Wenn es zu Hause noch kühl und matschig ist, hat sich Bodrum schon in einen Mantel aus Blüten gehüllt und die Sonne scheint warm vom Himmel. Manchmal kann es sogar richtig heiß werden: Im April gibt es bereits Tageshöchsttemperaturen um 30º Grad. Wenn ihr abgehärtet genug seid, um im Sommer in der Nordsee zu schwimmen, kommt ihr auch mit den frühlingshaften 17 bis 19º Grad Wassertemperatur bei Bodrum zurecht. Normalsterbliche besuchen im April lieber den gemütlich warmen Hammam, wenn sie das Baden genießen wollen.

Hammam

Türkische Hammams sind mittlerweile auch in Deutschland angekommen und erfreuen sich wachsender Beliebtheit als Alternative zur Finnischen Sauna. Wenn ihr Wellness auf orientalisch erleben möchtet, ist der Hammam ein absolutes Muss.  Seit Mitte des 16. Jahrhunderts gibt es in der Türkei öffentliche Badehäuser, in denen die Besucher in prunkvollem Ambiente gründlich gereinigt und durchgeknetet werden, dass sie sich nachher wie neu geboren fühlen. Auch heute noch ist der Besuch des Hammams nach Geschlechtern getrennt. Ihr bekommt entweder einen Masseur/Bademeister oder das weibliche Pendant zugeteilt, die euch durch das Ritual führen. Wie das geht? Entdeckt es doch selbst!

Den städtischen Hammam in Bodrum findet ihr unter der Adresse Cevat Sakir Caddesi, 48 Fabrika Sokak. So kommt ihr hin: Wenn ihr vor dem Busbahnhof mit Blick auf die Busse steht, gibt es rechter Hand einen Geldautomaten. Direkt dahinter liegt eine schmale Gasse, an deren Ende das Badehaus liegt.

Aber auch die meisten Hotels haben ein großes Angebot an Wellness-Anwendungen. Oft sind diese sogar bei der Buchung von All-Inclusive dabei. Wenn ihr euch also einfach nur entspannen und ab und zu etwas ansehen wollt, seid ihr hier genau richtig. 

Die Blaue Reise: ein Erbe des Schriftstellers Cevat Sakir Kabaagaçli

Blaue Reise in der Türkei

Bodrum war noch ein unbedeutender Fischereihafen an der Süd-türkischen Ägäis, als ein bedeutender türkischer Schriftsteller in Ungnade fiel. Er wurde mehr oder weniger verbannt. Nach Bodrum. Aber seine Freunde hatten ihn nicht vergessen und besuchten ihn regelmäßig. Cevat kannte die Fischer. Er veranstaltete mit seinen Freunden während ihrer Besuche traumhafte Rundfahrten mit Fischerbooten zu abgelegenen Buchten und einsamen Inseln. Picknicks oder Grillpartys mitten in der unberührten Natur. Entdeckungsreisen zu Fjorden und Höhlen, die nur vom Wasser aus zugänglich waren. Seine Besucher waren begeistert.

Nach 1980, als sich in der Türkei der Tourismus entwickelte, bauten einige smarte Fischer ihre Gulets – türkische Fischerboote – zu Ausflugsbooten um. Sie hatten noch den Enthusiasmus der Besucher von Kabaagaçli im Kopf. Es dauerte eine Weile, bis die Blaue Reise zu den schönsten Flecken rund um Bodrum zum Erfolgskonzept wurde. Heute sind die Boote optimal ausgerüstet und bringen euch komfortabel an die sehenswertesten Buchten und Strände rund um Bodrum. Die größeren Gulets haben Ausrüstungen zum Surfen, Wasserski fahren, Angeln und Schnorcheln an Bord. Es gibt kleinere „Káikis“ für Tagestouren und große Yachten mit Schlafkabinen für längere Touren. Wenn ihr noch mehr erleben wollt als Party in Bodrum und Cocktails unter Sonnenschirmen am Strand, ist die Blaue Reise genau das Richtige für euch.

Expertentipps von Julia

Unsere Türkei-Expertin Julia ist allein beruflich mindestens 3 Mal im Jahr an der Ägäis. Aber auch privat verschlägt es sie einmal jährlich zum Familienurlaub in die Türkei, vorzugsweise nach Bodrum. Grund genug bei ihr an die Türe zu klopfen und ein paar Fragen loszuwerden:

 

Wem kannst du Bodrum empfehlen?
Eigentlich allen! Die Region bietet so viel, dass hier definitiv Jeder das richtige Hotel findet. Neben weitläufigen Resorts mit Rutschen, Kinderclubs und Familienzimmern gibt es auch kleine feine Boutiquehotels im Zentrum Bodrums aber auch günstige Anlagen in zentraler Lage für junge Leute, die abends ausgehen wollen. Ein besonderes Highlight sind aber auch die Luxusresorts, die beispielsweise auf einer eigenen Halbinsel liegen und eine eigene Bucht haben. 

 

Was begeistert dich an der Region besonders?
Oh, da gibt es tatsächlich einiges. Ein großer Vorteil ist die Vielfältigkeit der Hotellerie. Je nach Bedürfnis gibt es ein passendes Hotel. Besonders schön sind natürlich auch die vielen kleinen Buchten mit kristallklarem Wasser. Dort lässt es sich ideal entspannen. Es gibt auch viele Restaurants direkt am Meer. Auch das internationale Publikum ist sehr angenehm.

 

Wodurch unterscheidet sich Bodrum von anderen Urlaubszielen in der Türkei, z.B. von Side?

Der größte Unterschied sind vermutlich die vielen kleinen Buchten mit wunderschönen Badestegen. Lange Sandstrände gibt es keine. Der große Vorteil an Kiesstränden ist auch, dass das Wasser dafür umso klarer ist!

 

Welche Jahreszeit und Urlaubslänge ist ideal?
Die Saison ist von April bis Oktober. Weniger Trubel ist natürlich in der Nebensaison und das Klima ist dann noch etwas milder. Ideal für Entdeckungstouren und Wellness. 

 

Hast du einen Lieblingsstrand?
Ich würde es eher Lieblingsbucht nennen. Da gibt es gleich zwei: einmal im Bodrum Holiday und einmal die Bucht im Hilton Bodrum. Hier kann man sich richtig gut entspannen!

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