Blick auf den Gardasee

Die besten Tipps für Urlaub am Gardasee

Der Gardasee ist der größte und wahrscheinlich auch schönste See Italiens. Rund um den zungenförmigen Gletschersee gibt es einiges zu unternehmen, dabei steht Baden wahrscheinlich dennoch an erster Stelle. Darüber hinaus laden die bergigen Regionen aber auch zu ausgedehnten Wandertouren ein. Ob ihr einen Erlebnisurlaub anstrebt, campen möchtet oder euren Hund mitnehmen wollt: Wir haben passende Reisetipps für den Gardasee.



Wetter & Anreise: Die beste Reisezeit für einen Urlaub am Gardasee

Die beste Reisezeit für den Gardasee ist der Hochsommer. In den Monaten Juli und August erwarten euch ideales Urlaubswetter. Durchschnittlich elf Sonnenstunden pro Tag mit Temperaturen, die häufig über 30°C liegen und 20° warmes Wasser sorgen für pures Badevergnügen.

Verzichtet ihr lieber auf die ganz heißen Tage, um dem großen Besucherstrom während der Hauptsaison aus dem Weg zu gehen, lohnt sich ein Aufenthalt in den Monaten Mai, Juni und September. Die Temperaturen erreichen dann ca. 25°C bis 28°C. Im September könnt ihr auch noch wunderbar baden. Mai und Juni empfehlen sich mehr für andere Aktivitäten, etwa Wandern oder Motorbootfahren. Mit 12°C bzw. 28°C sind die Wassertemperaturen zu dieser Zeit nämlich noch etwas frisch.

Der Gardasee ist aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht nur mit dem eigenen Auto, sondern auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Von München gibt es sogar eine Direktverbindung mit der Deutschen Bahn. In ca. 4,5 Stunden seid ihr am Ziel. So spart ihr euch die relativ hohen Mautkosten, die bei der Anreise mit dem Auto anfallen. Sie liegen – berechnet wiederum anhand des Startpunktes München – bei knapp 34€. Am besten macht ihr euch im Vorfeld bereits Gedanken, was ihr vor Ort alles unternehmen wollt und ob ihr hierzu ein Auro benötigt. Vielleicht lohnt sich ja auch ein Mietwagen für euch?

Die beliebtesten Urlaubsorte und Sehenswürdigkeiten

Karte Gardasee

Der Norden des Sees: Limone, Malcesine & Co. 

Der Norden und Süden des Lago di Garda unterscheiden sich doch merklich voneinander. Auf den ersten Blick gleicht der Norden des Sees einem schmalen Fjord – wären da nicht die mediterranen Olivenbäume und Palmen, die das gesamte Ufer zieren. In diesem Bereich ist der See zwischen steil aufragenden Berghängen eingekeilt, sodass ein konstanter Wind weht, der Surfer, Segler und andere Wassersportler aus ganz Europa anlockt. Dementsprechend eignen sich die nördlichen Regionen v.a. für diejenigen, die Lust auf einen Aktivurlaub haben.

Das östliche Seeufer in der nördlichen Hälfte des Sees überragt der 2.200m hohe Bergrücken des Monte Baldo, der den Beinamen „Garten Europas“ trägt – durch seine einzigartige Alpenflora. Neben dem Monte Baldo und dem Naturpark der Brescianer Alpen auf der gegenüberliegenden Seite des Sees, gilt auch der sich nördlich anschließende Gipfel des Garda Trentino als traumhaftes Wander- und Outdoorparadies. Hier findet ihr vielfältige Möglichkeiten zum Klettern, Paragliding, Canyoning und Mountainbiken.

Ein weitere Vorteil des Nordens sind die angenehmen Temperaturen. Es ist weniger heiß, was zu intensiven Bergwanderungen sowie ausgedehnten Entdeckungstouren durch Malcesine oder Limone sul Garda einlädt. Beide Orte zählen zu den attraktivsten des gesamten Sees. Inmitten des mediterranen Flairs ist es purer Genuss, sich ein Glas Wein zu gönnen und die idyllische Umgebung zu betrachten.

Burg auf Malcesine
zitronenbaum
Brenzone
Limone sul garda

 

Sehenswürdigkeiten und beliebte Orte im Norden

  • Wirklich sehenswert ist beispielsweise Arco und Umgebung. Die kleine Stadt ist von Bergen umgeben, weshalb sie gerade bei Kletterern sehr beliebt ist. Wer lieber unten bleibt, kann durch schöne Gassen mit Jugendstilvillen und weiten Parkanlagen spazieren. An vielen Ecken lassen sich auch Relikte des österreichischen Kaiserhofs entdecken, der hier seinen Wintersitz hatte. Sehr beliebt ist auch die Burg Drena, hoch oben auf dem Felsen. 
  • Malcesine ist ebenfalls ein sehr beliebter Ort am Gardasee. Ihr könnt durch kleine Gassen schlendern, ein Eis in der Sonne genießen und den italienischen Charme der Stadt auf euch wirken lassen. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Burg „Castello Scaligero“ – es soll eine der schönsten am ganzen Gardasee sein. Wenn ihr es über die Treppen bis nach ganz oben geschafft habt, werdet ihr mit einer fantastischen Aussicht über Malcesine und den See belohnt. 
  • Limone ist ein sehr schönes Dorf, das stufenartig in den Berg gebaut wurde. Überall thronen Olivenhaine und Zitronenbäume. Der Name stammt übrigens nicht, wie von vielen angenommen, von den Zitronenbäumen, sondern von dem Lateinischen Wort „limes“, das übersetzte Grenze bedeutet. 
  • Am Fuß des Monte Baldo liegt der Ort Brenzone sul Garda. Wenn ihr ein ruhiges Plätzchen sucht, seid ihr hier genau richtig! Ihr könnt aber auch einiges unternehmen-  wie wäre es zum Beispiel mit einer ausgedehnten Wanderung oder einer Fahrt mit einem Zweimast?

Der Süden: Von Gardone Riviera über Sirmione bis nach Bardolino

Der Süden des Gardasees steht in markantem Kontrast zur schroffen Ausstrahlung der nahen Berggipfel im nördlichen Bereich. Er ist durch sanfte Hügel mit grünen Olivenhainen und Weinbergen gekennzeichnet, die auf ein breites Seeufer mit leicht zugänglichen Badestränden blicken. Die Luft- und Wassertemperaturen sind hier höher als im Norden. Deshalb kommen Badeurlauber bevorzugt in die südlichen Regionen des Sees – aber auch Liebhaber kulturell inspirierter Spaziergänge. Auf euren Wegen begegnet ihr herrschaftlichen Villen, umgeben von abwechslungsreichen Pflanzen wie Zypressen, Oleander, Palmen und Bougainvillea. Zudem findet ihr in der Region idyllische Golfplätze und diverse Möglichkeiten für Ausritte und Radtouren.

Shoppingbegeisterte und Partygäste begeben sich am besten nach Desenzano oder Bardolino, um ihre Freuden auszuleben. Vielfältige Geschäfte und unzählige Bars bieten Gelegenheit dazu. Familien mit Kindern sind zwischen Peschiera del Garda und Lazise optimal aufgehoben. Dort wartet mit dem Canevaworld Resort ein spektakulärer Freizeitpark. Auch Gardaland, eine weitere Vergnügungsoase, ist von Peschiera del Garda gut erreichbar. In der Umgebung gibt es zudem mehrere Campingplätze – für all jene, die einen Campingurlaub am Gardasee planen.

Gordone Riviera

Reisetipp für den Gardasee: Das südliche Ufer ist per Bahn hervorragend an die umliegenden Städte angeschlossen. So sind Tagesausflüge nach Verona, Brescia oder auch Venedig möglich.Von Sirmione braucht ihr nach Verona zum Beispiel eine Stunde mit dem Zug.

Beliebte Orte und Sehenswürdigkeiten im Süden

  • Gardone Riviera war bereits Ende des 19ten Jahrhunderts ein Nobelurlaubsort für wohlhabende Reisende – mittlerweile ist dem zwar nicht mehr ganz so, es ist aber dennoch eine der exclusivsten Städte am See. Ihr werden an vielen Palästen und Villen vorbei kommen. Ihr könnt entweder die Lage am See genießen oder eine Wanderung ins Hinterland machen. 
  • Garda ist ebenfalls ein sehr beliebter Urlaubsort in Italien. Umgeben von Zypressen, Olivenbäumen, Myrthen und Oleander, könnt ihr es euch richtig gut gehen lassen. Einer der schönsten Strände ist der „Baia delle Sirene“ – ihr müsst allerdings eine kleine Gebühr zahlen. 
  • Bardolino ist vor allem für seinen Rotwein bekannt, eine Tour durch die Weinberge ist demnach Pflicht. Gerade wenn ihr einen etwas lebhafteren Urlaubsort sucht, seid ihr hier richtig aufgehoben. 
  • Sirmione liegt auf der bekannten Halbinsel am Südufer. Der Ort ist nur wenige hundert Meter breit. Gerade die Altstadt mit den vielen verwinkelten Gassen und historischen Gebäuden ist sehr beliebt. Wahrzeichen der Stadt ist die Scaligerburg. Die Burg ist von Wasser umgeben und bildet gleichzeitig den Eingang zur Altstadt.
  • Das Gardaland Resort befindet sich in Castelnuovo del Garda. Ihr könnt problemlos mit dem Zug anreisen. Der Bahnhof Peschiera ist via einem kostenlosen Shuttle mit dem Park verbunden. Es gibt Fahrgeschäfte und Shows in drei verschiedenen Kategorien: Fantasy – für kleine Träumer, Adventure – für Abenteurer jeden Alters und Adrenalin – Thrillseeker für echte Adrenalin Junkies.  

Wandern rund um den Gardasee: 3 wunderschöne Touren

wandern am GardaseeLeichter Spaziergang: Ponalestraße

Für einen leichten Spaziergang mit einer atemberaubenden Sicht auf den See und die umliegenden Berge ist die Ponalestraße das perfekte Ziel. In der Ferne seht ihr den Berg Brione, der sich zwischen Torbole und Riva del Garda befindet, sowie den Monte Baldo. Die Vegetation bei der Ponale ist rar und mediterran. Sie setzt sich weitestgehend aus Zypressen und Steineichen zusammen, die zwischen den beeindruckenden Felsen wachsen. 

  • leichte Wanderung
  • Strecke: ca. 4 km
  • Dauer: 2 Stunden

Mittelschwere Wanderung auf den Monte Brione

Nachdem der Monte Brione schon genannt wurde, soll gleich ein mit ihm verbundener Reisetipp für den Gardasee folgen: Der mittelschwere Aufstieg von Riva di Garda, einem erkundenswerten Ort im Norden, verspricht abenteuerliche Momente. Der Weg geht vorwiegend über Asphalt und Schotter nach oben. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch einen der kleinen Pfade einschlagen, die zwischendurch vom Hauptweg abzweigen. Sie führen euch ebenfalls zum Gipfel, von dem ihr eine grandiose Aussicht auf den See habt. Der höchste Punkt liegt auf 376 Metern.

  • Mittelschwere Wanderung
  • Strecke: 5,8 km
  • Dauer: 2,5 Stunden

Schwere Tour zur Cima della Nara

Für erfahrene Wanderer, die konditionell gut trainiert und trittsicher sind, bietet die Tour zur Cima della Nara eine schöne Herausforderung. Der Weg zum Bergkamm westlich des Gardasees ist ein landschaftliches Highlight. Von Pregasina wandert ihr an der steilen Westküste des Sees entlang zum Aussichtspunkt Punta dei Larici. Den Kammweg erreicht ihr über weite Bergwiesen und den Passo Rocchetta. In der Folge passiert ihr die Cima della Nara und die Cima Bal, bevor es im steilen Abstieg zurück zum Ausgangspunkt geht. Euer Hauptziel, die Cima della Nara, liegt auf 1.376m Höhe. Schon auf der Punta dei Larici genießt ihr einen hervorragenden Panoramablick auf den Gardasee und das Massiv des Monte Baldo. 

  • Schwere Wanderung
  • Strecke: 12 km
  • Dauer: 6 Stunden

Mit dem Auto an den Gardasee: Das müsst ihr beachten

Um innerhalb eines Urlaubs den ganzen Gardasee intensiv erkunden zu können, ist die Anreise mit dem Auto sinnvoll. Schon die Anfahrt verspricht Urlaubsfeeling vom Feinsten. Bei der Tour durch Österreich oder die Schweiz und der Überquerung der Alpen erwarten euch unvergessliche Eindrücke der atemberaubenden Landschaft. Spätestens nach der italienischen Grenze spürt ihr das einzigartige Flair am Gardasee – schon allein durch den Verkehr, der hier verspielter, schneller und einfach ein bisschen chaotischer ist als in Deutschland. Aus dem regionalen Radio schallt italienische Musik und beim Stopp an der Raststätte genießt ihr den ersten original italienischen Espresso oder Cappuccino.

Straßenverkehr am Gardasee

Bei aller Unbeschwertheit und Flexibilität, die euch die Reise an und um den Gardasee mit dem Auto bietet, gilt es dennoch verschiedene Dinge zu beachten – z.B. die Mautkosten, die zu Beginn des Artikels schon angesprochen wurden. Zudem solltet ihr sowohl bei der Anfahrt als auch bei euren Touren am See eure Geschwindigkeit im Auge behalten. In unmittelbarer Nähe der Maut- und Brennerstation wird oft geblitzt. Seid ihr zu schnell unterwegs, müsst ihr die Strafe in der Regel gleich in bar bezahlen. Ansonsten zieht sich eure Weiterreise evtl. ein wenig hin. Am besten haltet ihr euer Tempo also gleich im Rahmen. Dafür orientiert ihr euch einfach an den Schildern auf der Autobahn.


Tempolimits in Italien

  • innerorts: 50 km/h
  • außerorts: 90km/h
  • Schnellstraßen: 110 km/h
  • Autobahnen: 130 km/h

Wie in Deutschland dürft ihr auch am Gardasee innerorts maximal 50km/h fahren. Blitzer sind überall – gerade im südlichen Bereich bei Desenzano oder Moniga del Garda werden sie sogar durch Straßenschilder angekündigt. Fahrt ihr trotz der Warnungen zu schnell, dürft ihr euch nicht wundern, wenn ihr bei eurer Rückkehr nach Deutschland neben einem Urlaubsfoto der etwas anderen Art die dazugehörige Rechnung im Briefkasten vorfindet. Überall in Italien, so auch am Gardasee, ist es wichtig, für jeden Beifahrer eine Warnweste dabei zu haben. Bei Kontrollen wird darauf häufig sehr penibel geachtet. Glücklicherweise sind Warnwesten nicht besonders teuer. Sie kosten gemeinhin 2€-3€ pro Stück.

Den Gardasee gemeinsam mit dem Hund entdecken

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, euren Hund mit in den Urlaub zu nehmen. Viele Unterkünfte am Gardasee heißen die Vierbeiner herzlich willkommen. Fragt jedoch unbedingt vorab beim Vermieter nach, ob ihr euren Hund mitnehmen dürft, um unangenehme Überraschungen bei der Ankunft zu vermeiden. Häufig findet ihr hierzu auch Hinweise in der Hotelbeschreibung. 

Am Gardasee gibt es mehrere Strände, die für Hunde zugänglich sind. Dort dürfen die Vierbeiner sogar im See baden (was ansonsten verboten ist!). Die Bereiche sind eingezäunt und dadurch gut erkennbar. Zum Teil bieten sie sogar Liegestühle – und zwar für Mensch und Tier. Zu den Hundestränden zählen u.a. der Braccobaldo Beach in Peschiera del Garda (kostenpflichtig) und der Strand in Toscolano Maderno (kostenlos). 

Wichtig: Beachtet, dass euer Hund an öffentlichen Orten immer angeleint sein muss. Dabei beträgt die maximale Leinenlänge 1,5 Meter. Führt stets einen Maulkorb mit, um ihn eurem Vierbeiner auf Verlangen anlegen zu können. Zudem gilt EU-weit für Reisen mit Haustieren, den Vierbeiner mit einem Mikrochip auszustatten und komplett gegen Tollwut zu impfen (mindestens 21 Tage vor Reiseantritt). Vergesst den Heimtierausweis nicht, den ihr bei eurem Tierarzt bekommt.

Wollt ihr auch die kulturellen Höhepunkte des Sommers am Gardasee mit eurem Vierbeiner genießen, bietet euch das Festival Tener-a-mente eine wunderbare Möglichkeit: Beim Tener-a-mente a 4 zampe darf euer Hund nicht nur mit ins Konzert, sondern wird auch noch gebührend empfangen – mit Wasser und Hundekeksen. Darüber hinaus ist vor Ort für spezielle Plätze gesorgt, sodass es euch und eurem Vierbeiner an nichts fehlt.

Prinzipiell könnt ihr euren Hund auch zu allen Wandertouren mitnehmen. Achtet dabei jedoch darauf, ihm nicht zu viel zuzumuten. Gerade bei steileren Wegen, wie der Route zur Cima della Nara, braucht der Vierbeiner eine gute Kondition. Führt auch stets genügend Wasser und Futter mit, um euren Hund unterwegs ausreichend versorgen zu können. Die schönste und angenehmste Tour für Hund und Mensch ist der Spaziergang entlang der Ponalestraße.

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