Madeira

Ultimative Reisetipps für Urlaub auf Madeira 

Kunterbunte Blütenpracht, milde Temperaturen, majestätische Berglandschaften und urige Ortschaften: All dies und viel mehr macht das Reiseziel Madeira aus. Wir verraten euch, warum sich ein Urlaub auf der Blumeninsel auf jeden Fall lohnt und was ihr nicht verpassen dürft! 

Inhaltsverzeichnis:

Reisehighlights auf Madeira: Nicht verpassen!

1. Highlight: Funchal – Was für eine Hauptstadt!

Funchal ist die Hauptstadt von Madeira und aufgrund des Flairs sowie den zahlreichen Sehenswürdigkeiten ein Erlebnis. Auf einem Bummel durch die Stadt dürft ihr nicht die spätgotische Kathedrale Sé versäumen, die bereits aus dem 15. Jahrhundert stammt. Sehenswert ist auch die Kirche Nossa Senhora do Monte, in der die Gebeine des letzten österreichischen Kaisers liegen. Um das heutige Leben in Funchal zu erspüren, solltet ihr die Markthalle besuchen. Ihr werdet erstaunt sein, welches Warenangebot dort geboten wird. Ihr genießt die quirlige Atmosphäre, während es an Fisch, Obst, Souvenirs und prächtigen Blumen vorbeigeht. Das Beste kommt zum Schluss: Oberhalb von Funchal in Monte starten Fahrten mit dem Korbschlitten, die Alt und Jung zum Jauchzen bringen. 

Korbschlitten in Funchal

2. Highlight: Prachtvoller Jardin do Monte Palace

Nicht nur für Korbschlittenfahrten ist Monte berühmt, sondern auch für einen prachtvollen Garten. Er präsentiert einen atemberaubenden Mix aus portugiesischen und asiatischen Stilelementen, die zu einer faszinierenden Einheit verschmelzen. Seit 1991 ist der Garten eröffnet und verfügt neben einer exotischen Pflanzenwelt über ein Museum. In dem Museum werden Bodenschätze und Skulpturen aus Portugal, Afrika, Peru, Brasilien, Nordamerika und Argentinien ausgestellt. Der eigentliche Höhepunkt der Anlage ist jedoch die Sammlung an kunstvollen Keramikfliesen, die aus verschiedenen Epochen stammen und einen Einblick in die Historie Portugals geben. Eindrucksvolle Fotos lassen sich zudem von der Bucht von Funchal machen, auf die ihr vom tropischen Garten einen herrlichen Blick habt. 

Botanischer Garten Funchal

3. Highlight: Schon im Lava-Pool gebadet?

Im schönen Ferienort Porto Moniz im Nordwesten der Insel gibt es eine originelle Möglichkeit, sich zu erfrischen. Der Küstenort ist für seine Schwimmbecken im Vulkangestein berühmt, die über Jahrtausende durch ein Zusammenwirken von Gestein, Wind, Wellen und Wasser entstanden sind. Die bizarren Formationen im Lavagestein sind mit kristallklarem Wasser gefüllt, welches ideal zum Planschen ist. Obgleich es eine beeindruckende natürliche Sehenswürdigkeit von Madeira ist, müsst ihr nicht auf den nötigen Komfort verzichten. Es gibt Duschen, Umkleidekabinen, Einrichtungen für Behinderte, eine Snackbar, einen Kinderbereich und eine Erste-Hilfe-Station. Zweifelsohne verbringen dort Groß und Klein einen erholsamen, sorglosen Tag.

Lava Pools auf Madeira

4. Highlight: Rauschender Risco Wasserfall

Im Rabacal Naturschutzgebiet findet Ihr eine exzeptionelle Levada, zu der neben 25 Quellen ein Wasserfall gehört. Eine Levada ist ein künstlicher Wasserlauf, von denen es zahlreiche auf dem Eiland gibt. Oft lässt sich an ihnen hervorragend entlangwandern, wie es auch bei dieser Levada der Fall ist. Die unschwere Wanderung, die eher einem Spaziergang gleicht, führt euch zum prachtvollen Wasserfall Risco. Sein Wasser kommt vom Lagoa do Vento und stürzt 100 Meter in die Tiefe, weswegen ihr dieses Naturschauspiel schon aus der Ferne hören könnt. Erst 100 Meter unterhalb des Weges wird das Wasser wieder ruhig.

5. Highlight: Nationalheld Ronaldo im CR7 Museum bewundern

Aus Portugal stammt einer der bedeutendsten Fußballspieler der Welt überhaupt: Cristiano Ronaldo. Ihm ist auf Madeira das CR7 Museum gewidmet worden, in dem ihr seine 126 Trophäen bestaunen könnt. Bereits seit Dezember 2013 existiert das 400 Quadratmeter große Museum, welches Fußballfans aus der ganzen Welt anzieht. Zu den weiteren Ausstellungsstücken gehören Fotos und Videos vom Profi-Kicker sowie eine Wachstatue von ihm in Originalgröße. Weitere Attraktionen in den Schaukästen sind der Goldene Ball von 2008 und 2013 sowie die zwei Paar goldene Stiefel. Zweifelsfrei offenbart diese Sehenswürdigkeit, wie eng Portugal mit dem Fußball verbunden ist. 
Mittlerweile hat Cristiano Ronaldo auch sein eigenes Hotel auf Madeira, das Pestana CR7.

6. Highlight: Spazieren durchs Ponta de São Lourenço

Im Osten von Madeira weitet sich das Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço aus, welches mit seinen eigenwilligen vulkanischen Gesteinsformationen euch zahllose Fotomotive bietet. Zudem habt ihr dort eine einmalige Sicht auf den tiefblauen Atlantik. Hervorzuheben ist außerdem, dass das Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço euch einen Einblick in eine Pflanzenwelt gibt, die ein zweites Mal auf dem Eiland nicht vorzufinden ist. Im Rahmen eines Spaziergangs kommt ihr an seltenen Gewächsen wie Eispflanze, Kardone, Katzenpfötchen und vielen mehr vorbei. Nach der Tour könnt ihr am vorgelagerten Strand Prainha ins Wasser gehen, um euch zu erfrischen. 

Ponta de Sao Lourenco auf Madeira

7. Highlight: Geologisches Herz Madeiras – Grutas de São Vicente

In der Region São Vicente befinden sich die sogenannten Grutas de São Vicente, die euch einen spektakulären Einblick in die geologische Vergangenheit der Insel geben. Vor mehr als 400.000 Jahren kam es zu einem Vulkanausbruch auf dem Eiland. Dadurch sind Grotten entstanden, die sich auf eine Fläche von 700 m ausweiten. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts begannen Geologen damit, sie zu erforschen. Ihr könnt nun selbst zu Höhlenforschern werden und sie bestaunen. Mehr über die Hintergründe dieser natürlichen Sehenswürdigkeit erfahrt ihr im dazugehörigen Centro do Vulcanismo, in dem ihr eine virtuelle Reise unterhalb die Erdoberfläche Madeiras unternimmt.

8. Highlight: Pure Romantik im Palheiro-Gärten 

Zweifelsohne die schönste und vielfältigste Gartenanlage auf Madeira ist Palheiro, die sich neun Kilometer östlich von Funchal befindet. Zentrum der malerischen und öffentlich zugänglichen Anlage ist die private Landvilla der britischen Weinhändlerfamilie Blandy. Sie hat bereits seit 1885 dort ihren Hauptwohnsitz und hat einen faszinierenden Garten Eden nach den strengen Regeln der englischen Gartenkunst geschaffen. Subtropische Pflanzen strecken sich in die Höhe, die in kunterbunten Farben erstrahlen. Besonders berühmt ist die Grünanlage für die prachtvollen Kamelien. Auch Seerosenbecken und Strelitzienbüsche sind vorhanden. Dies ist ein Ort, der zum Träumen und Schwärmen einlädt. 

Bezaubernde Badebuchten: Die schönsten Strände auf Madeira

Madeira ist weniger berühmt für weitläufige Sandstrände, sondern vielmehr für verträumte Badebuchten. Sie sind häufig relativ klein, aber dafür umso charmanter. Damit ihr die besten Buchten nicht verpasst, erfahrt ihr hier, welches die Top 5 Strände Madeiras sind.

Platz 1: Prainha

Zum Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço gehört der Strand Prainha im Osten der Insel. Es ist eine außergewöhnliche Bucht, denn anstelle von einem goldgelben Sand findet ihr schwarzen Lavasand vor. Euch ist dies nicht extravagant genug? Dann guckt euch die Landschaft an, in der die Bucht eingebettet wird. Sie weist skurrile Sanddünen auf, die sich toll auf Fotos machen. Das Meerwasser ist angenehm klar, sodass ihr den einen oder anderen kleinen Fisch entdecken könnt. In der Nähe gibt es einen Parkplatz für euren Mietwagen. Zudem findet ihr Sonnenschirme und Liegestühle zur Miete sowie Verpflegungsmöglichkeiten und Umkleidekabinen vor.

Prainha Bucht auf Madeira

Platz 2: Calheta

32 Kilometer von Funchal entfernt begeistert der Strand Calheta Badelustige und Sonnenanbeter. Es ist einer der wenigen Buchten, die über einen gelben Sand verfügen. Um ihn zu kreieren, schifften die Portugiesen zahllose Sandkörner aus der Sahara ein. Einheimische und Urlauber kommen gern nach Calheta, um im Meer zu planschen oder es sich auf den Leihliegen bequem zu machen. Wer mag, nutzt die Angebote der Wassersportanbieter. Hochseeangeln ist ebenso möglich wie Wasserski. Für eine kulinarische Stärkung bietet sich ein Abstecher zum dazugehörigen Jachthafen an, an dem diverse Restaurants liegen. 

calheta Bucht auf MadeiraPlatz 3: Praia Formosa 

Der größte öffentliche Strand der Insel ist der Praia Formosa, der östlich von Funchal liegt. Die Fahrt von der Hauptstadt dorthin dauert etwa zehn Minuten. Die Praia Formosa teilt sich in drei kleine, sandige Strände und einen großen Kiesel- und Steinstrand auf. Zudem gibt es eine exzellente Infrastruktur, die einen sorglosen Strandtag ermöglicht. Ihr habt die Möglichkeit, euch sportlich im Wasser und am Land zu vergnügen, im Restaurant Gaumenfreuden zu kosten und einen Spaziergang zu machen. Für Sicherheit sorgen die Rettungsschwimmer. Duschen und Umkleidekabinen perfektionieren den Komfort. 

Platz 4: Campo de Baixo

Zur Inselgruppe Madeira gehört die etwa 42 Kilometer entfernte Insel Porto Santo, die ihr mit der Fähre innerhalb von rund drei Stunden erreicht. Sie verfügt über einen langen Sandstrand, den Campo de Baixo. Er eignet sich ideal als Ausflugsziel, da er neun Kilometer lang ist und goldgelb schimmert. Erholsame Momente verbringt ihr dort in eurem Urlaub auf Madeira. Zudem solltet ihr die Gelegenheit nutzen, die weiteren Sehenswürdigkeiten des Eilands zu besichtigen. Zu diesen zählen ein Kolumbus-Museum in der Villa Baleira, der 517 Meter hohe Pico do Facho und die Basaltformationen am Südhang des Pico de Ana Ferreira.

Platz 5: Machico

Während es am Strand von Calheta eher quirlig zugeht, begeistert der Strand von Machico durch seine Ruhe. Zumindest ist dies an dem Teil der Fall, an dem der Untergrund aus Steinchen gebildet wird. Es gibt inzwischen einen zweiten Strandabschnitt, der mit gelbem, weichem Sand aufgeschüttet worden ist. Ihr könnt damit selbst entscheiden, ob ihr auf Kieselsteinen oder Sand liegen wollt. Beachtenswert ist ferner die umfangreiche Infrastruktur, zu der Wassersportanbieter, Parkplätze, Sonnenschirme, Liegen, Duschen und Umkleidekabinen gehören. Auch typische Spezialitäten Portugals sind erhältlich. Wenn ihr mögt, nehmt euch noch etwas Zeit, um den Ort Machico zu erkunden. 

Machico Madeira

 
Durch die anmutige Natur: die Top 3 Wanderwege auf Madeira

Zweifelsohne ist Madeira aufgrund der abwechslungsreichen Natur ein Paradies für Wanderer. Die Auswahl an Wanderrouten ist immens und zumeist führen sie entlang der Levadas. Mit diesem Begriff werden die Bewässerungskanäle bezeichnet, die ein rund 2.000 km langes Netz auf der Insel bilden.

Neben ausgiebigen Wanderungen, warten auch viele weitere Aktivitäten auf euch: Mountainbiken, Flying Fox über tiefe Wälder oder ihr seilt euch Wasserfälle hinab. Es gibt wirklich unzählige Möglichkeiten!

1)  Levada Central da Ribeira da Janela

Besonders schön ist die Route Levada Central da Ribeira da Janela im Nordwesten der Insel. Der Weg führt durch einen mystischen Lorbeerwald und erlaubt spektakuläre Ausblicke in das Janela-Tal. Startpunkt der Wanderung ist Lamaceiros. Von dort lauft ihr zum Tunnel im Tal Ribeira da Quebreda in etwa zwei bis drei Stunden. Der Weg ist nicht schwierig und daher auch für Ungeübte geeignet. Ab dem Tunnel verändert sich die Strecke. Sie wird nun deutlich abenteuerlicher und bringt euch zu sieben weiteren Tunneln, diversen Wasserfällen und schwindelerregenden Pfaden. Zielpunkt ist schließlich das Levadahaus.

Levada Central da Ribeira da Janela

2) Encumeada-Pass

Mindestens ebenso reizvoll wie diese Region ist die Inselmitte am Encumeada-Pass. Für diese mittelschwere Wanderung plant ihr etwa fünf Stunden ein. Ihr lauft durch grüne Urwälder, bestaunt Wasserfälle und erhascht einen atemberaubenden Blick auf die hohen Gipfel. Ihr startet diese Trekkingtour am Parkplatz des Emcumeada-Passes. Anschließend steigt ihr zur Levada do Lombo do Mouro auf und folgt dem Kanal. Ein Pfad bringt euch zur Berghütte Bica da Cana auf der anmutigen Hochebene Paul da Serra.

3) Tour auf den Pico Ruivo 

Pico Ruivo Ausblick

Die mit Abstand bekannteste Wanderroute führt euch vom Pico do Areiro zum höchsten Berg der Insel, dem Pico Ruivo. Ab der Mittagszeit liegen diese Höhenzüge zumeist im Nebel der Wolken, weswegen ihr frühzeitig aufbrechen solltet. Für diese rund fünfstündige Tour sind Kondition und gutes Schuhwerk gefragt, denn Auf- und Abstieg sind oft steil. Außerdem sind einige Wege nicht gesichert. Vergesst auch nicht die Taschenlampe, da ihr einige Tunnel passieren werdet.

Tipps: Die ideale Reisezeit für Madeira

Madeira hat ein frühlingshaftes Klima, welches weder zu heiße noch zu kalte Temperaturen hervorbringt. In den kältesten Monaten Januar und Februar könnt ihr mit Tageswerten um die 19 °C rechnen. Im Sommer steigen sie auf zwischen 25 bis 30 °C an. Wann ihr auf das Eiland fahren solltet, hängt von eurer Urlaubsplanung ab.

Kulturbegeisterte und Wanderer vergnügen sich ganzjährig auf der Insel. Da es in den Hochlagen frisch werden kann, sollten Touren das Gebirge hinauf zwischen Juni und Oktober erfolgen. Zu dieser Zeit ist es angenehm mild in den Bergen. 

Ihr habt mehr Lust auf Baden und Wassersport? Zwischen Mai und Ende September ist Sommer, weswegen ihr nun hervorragend Ausflüge zum Lava-Pool oder zum Strand planen könnt. Im August hat das Meerwasser Temperaturen um die 25 °C erreicht.

Solltet ihr nicht nur schöne Momente am Atlantik verbringen wollen, sondern auch das Farbenmeer der Blütezeit bestaunen wollen, dann geht es am besten im Mai oder Juni nach Madeira. Akazien, Kamelien und Mimosen erstrahlen nun in bunten Farben. Der berühmte Lorbeerwald der Insel schimmert stets in einem satten Grün. Wie ihr lest, gibt es keine ausgewiesene beste Reisezeit für Madeira. Überlegt euch vor der Urlaubsbuchung, was ihr schwerpunktmäßig machen möchtet und entscheidet individuell den Reisezeitpunkt. Ein schönes Erlebnis wird der Aufenthalt auf Madeira immer sein.

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