Strand in Italien

Infos & Tipps: Mit dem Mietwagen durch Italien

Bella Italia ist immer eine Reise wert – egal, ob die pulsierende Hauptstadt Rom, der beliebte Gardasee, die Lagunenstadt Venedig oder die Insel Sardinien. Am schönsten lässt sich das Land mit einem Mietwagen bereisen. Wir haben euch eine Übersicht über die wichtigsten Verkehrsregeln und die Maut erstellt. Ein paar Tipps für eurem Urlaub in Italien haben wir natürlich auch. 



Ein Auto in Italien mieten – darauf müsst ihr achten

In Italien sind die bekanntesten Mietwagenanbieter präsent, die ihr auch aus Deutschland kennt. Die Angebote und auch die Miet-Bedienungen sind sehr unterschiedlich. Wir haben euch die wichtigsten Aspekte zusammengefasst:

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  • Mindestalter des Fahrer: Bei den meisten Vermieters muss der Fahrer mind. 18 Jahre als sein. Das Alter kann allerdings auch je Fahrzeugklasse variierten.  
  • Fahranfänger: Es fallen teilweise extra Gebühren an, sollte der Fahrer seinen Führerschein erst seit 1 Jahr haben. 
  • Kreditkarte: Bei den meistern Vermietern müsst ihr eine Kreditkarte hinterlegen, auf der unter anderem die Kaution hinterlegt wird. Diese kann teilweise bei bis zu 2.000€ sein. 
  • Führerschein: In Italien braucht ihr laut dem Auswärtigen Amt keinen internationalen Führerschein, es reicht der deutsche Führerschein aus.
  • Tankbestimmungen: Meistens bekommt ihr den Wagen vollgetankt und müsst ihn so auch wieder abgeben.
  • Zweitfahrer: In der Regel kostet es einen Aufschlag, wenn mehrer Fahrer eingetragen werden sollen.
  • Rückgabe: Achtet auf die Rückgabezeiten. Vor allem, wenn euer Flug sehr früh am morgen geht, solltet ihr klären, wann ihr ihn zurückgeben könnt. Häufig haben die Stationen nachts geschlossen. 
  • Versicherung: Seht euch genau an, welche Leistungen beinhaltet sind und ob ihr einen Selbstanteil tragen müsst.
  • Freikilometer: Je nach Angebot dürft ihr nur eine bestimmte Kilometeranzahl pro Tag fahren.

Die wichtigsten Verkehrsregeln in Italien kurz erklärt

Grundsätzlich unterscheiden sich die Verkehrsregeln in Italien nicht wesentlich von jenen in Deutschland, einige landestypische Eigenheiten gibt es aber doch. 


Geschwindigkeitsbegrenzungen

  • auf Autobahnen 130 km/h
  • auf Schnellstraßen 110 km/h
  • innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h
  • auf Landstraßen 90 km/h

Parkvorschriften in Italien

Die Parkplatzsuche kann in Italien schnell zum Problem werden; dies gilt natürlich besonders für die Großstädte. Hier ist das Parken nicht nur unverhältnismäßig teuer, sondern Touristen häufig sogar verboten. Achtet auf die weißen Bordsteinstreifen, denn hier könnt ihr kostenfrei parken. Bei rosa gekennzeichneten Parkflächen handelt es sich um Parkzonen, die ausschließlich Schwangeren oder Müttern mit kleinen Kindern vorbehalten sind. Ist der Parkplatz mit blauen Streifen versehen, ist er gebührenpflichtig. Hier solltet ihr unbedingt einen Parkschein ziehen, denn Italien ist im internationalen Vergleich Spitzenreiter im Verteilen von Knöllchen. Wenn ihr eure Urlaubskasse also nicht unnötig schmälern möchtet, zahlt lieber die paar Euro für das Parkticket. Keinesfalls solltet ihr euren Mietwagen auf einer schwarz-gelb markierten Fläche abstellen, denn hier gilt absolutes Parkverbot. Benötigt ihr euren Mietwagen in erster Linie zum Besuch der Großstädte Italiens, sollte es am besten ein möglichst kleiner Stadtflitzer sein, mit welchem ihr noch eine Parklücke ergattern könnt. Auch mit diesem solltet ihr unbedingt auf die Mofa- und Rollerfahrer achten, die es in den italienischen Großstädten zuhauf gibt. Gerne drängeln sie sich zwischen den Autos hindurch; Wachsamkeit ist also angesagt! Auch am Kreisverkehr ist in Italien erhöhte Vorsicht geboten. Zwar gilt auch hier „Rechts vor links“, doch halten sich die meisten Italiener nur bedingt an diese Regelung. Eine weitere Besonderheit, die ihr in Italien beachten solltet: Auf Bergstraßen aller Art haben Linienbusse stets Vorfahrt! 

Parkvorschriften Italien

weitere wichtige Verkehrsregeln

Was aber solltet ihr noch beachten, um im Urlaub in Italien nicht negativ aufzufallen? Wichtig ist zum Beispiel, dass ihr auch am Tag außerhalb von geschlossenen Ortschaften das Abblendlicht eures Mietwagens einschaltet. Achtet bereits beim Erwerb eures Mietwagens darauf, dass dieser mit einer gelben Warnweste ausgestattet ist, denn auch dies wird in Italien häufig kontrolliert.

Sonderzubehör wie ein Navigationsgerät oder einen Kindersitz, solltet ihr bereits bei der Reservierung angeben, damit diese auch am Abholtag vorrätig sind. Wenn ihr mit Kindern unter zwölf Jahren unterwegs seid, solltest ihr wissen, dass diese in Italien zwingend einen Kindersitz benötigen. Gleiches gilt, wenn das Kind kleiner als 1,50 Meter ist. 

Bußgelder in Italien

Die Bußgelder in Italien sind recht hoch angesetzt. Dies gilt besonders für das Fahren unter Alkoholeinfluss: In diesem Fall drohen nicht nur eine Beschlagnahmung des Mietwagens und des Führerscheins, schlimmstenfalls sogar eine Gefängnisstrafe. Die Promillegrenze liegt in Italien bei 0,5 Promille.

Generell sind die Bußgelder in Italien recht gepfeffert, wie folgende Aufstellung beweist:

  • Geschwindigkeitsüberschreitung um bis zu 10 km/h: Bußgeld wischen 34 und 140 Euro
  • Geschwindigkeitsüberschreitung um bis zu 20 km/h: Bußgeld ab 150 Euro
  • überhöhte Geschwindigkeit bis 40 km/h: Bußgeld ab 357 Euro
  • Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung: Bußgeld ab 155 Euro
  • Überfahren einer roten Ampel: Bußgeld ab 150 Euro
  • Missachten eines Überholverbotes: Bußgeld ab 75 Euro
  • Parken im Parkverbot: Bußgeld ab 35 Euro
  • Promillegrenze überschritten: Bußgeld ab 530 Euro
  • nicht angeschnallt: Bußgeld ab 80 Euro

Angaben dienen zur Orientierung. Keine Gewähr. 

Mautregelung in Italien: So funktioniert’s

Anders als bei uns in Deutschland sind in Italien die meisten Autobahnen mautpflichtig. Italien gilt als eines der ersten Länder Europas überhaupt, in welchem eine Maut verlangt wurde. Bereits im Jahr 1924 wurde hier eine Gebühr für die Benutzung der A8 erhoben. 

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Welche Strecken sind mautpflichtig?

In Italien werdet ihr um die Bezahlung der Maut kaum herumkommen, immerhin sind ca.  5.700 Streckenkilometern betroffen. In den meisten Fällen sind Autobahnen (autostrada) aber vereinzelt auch Brücken und Tunnel kostenpflichtig. Schnellstraßen sind meist kostenfrei zu befahren. Allgemein werdet ihr im Norden Italiens deutlich häufiger zur Kasse gebeten, als im Süden.  Auf der Insel Sizilien, fallen gar keine Mautgebühren auf Autobahnen an. 

Plant ihr eine Städtetour nach Mailand oder Bologna, müsst ihr auch hier mit Kosten für die Benutzung der Straßen rechnen. Der sogenannte Ecopass gilt zwischen 07:30 Uhr und 19:30 Uhr; die Gebühr richtet sich nach der Schadstoffklasse des Fahrzeugs. Mit Kosten zwischen zwei und fünf Euro am Tag ist zu rechnen. Gott sei dank sind Bologna und Mailand momentan die einzigen beiden Städte, die solch eine Citymaut für den Innenstadtbereich erheben.

Wie wird die Maut bezahlt?

Bei der Berechnung der Maut gibt es in Italien zwei verschiedene Systeme:

Am häufigsten kommt das geschlossene System zum Einsatz, bei welchem der zu entrichtende Betrag von der gefahrenen Strecke und dem Fahrzeugtyp abhängig sind. Demgegenüber steht das sogenannte offene System, bei welchem ein Pauschalbetrag erhoben wird. Dieses System kommt häufig in Ballungszentren zum Einsatz.

Auf Autobahnen wird bevorzugt das geschlossene System angewandt. Durchschnittlich zahlt ihr auf italienischen Autobahnen sieben Cent pro zurückgelegtem Kilometer. Wenn ihr also 500 Kilometer auf Autobahnen zurücklegt, seid ihr schnell einmal 35 Euro los. Eine Vignette erhaltet ihr nicht, vielmehr müsst ihr die Kosten für die Auobahnbenutzung nach Verlassen der Autobahn entrichten. Bezahlen kann man die Autobahngebühr in bar oder via Kreditkarte, wobei diese Zahlart nicht immer zur Verfügung steht. Besonders schnell geht die Bezahlung via Telepass: Hierbei handelt es sich um ein elektrisches Gerät, die sogenannte On Board Unit. Beim Passieren der Mautstation wird das Fahrzeug dann automatisch erkannt und der Betrag vom Konto abgebucht. Unbedingt solltet ihr euch vorher erkundigen, welche Spur ihr zum Bezahlen befahren musst. Dies ist wichtig, denn das Wenden oder Zurücksetzen auf einer Spur kann mit Strafen von bis zu 6.000 Euro geahndet werden. Die gelbe Fahrspur beispielsweise ist ausschließlich für Autobesitzer gedacht, die den Telepass als Zahlungsmethode gewählt haben. Auf der blauen Fahrspur kannst du nur mit EC- oder Kreditkarte, nicht aber in bar bezahlen. Möchtest du die Mautgebühr in bar entrichten, wähle die weiße Fahrspur. 

Auch interessant: Wenn ihr auch der Lagunenstadt Venedig einen Besuch abstatten wollt, müsst ihr euer Auto in einem der drei Parkhäuser an der Piazzale Roma abstellen – Venedig selbst ist komplett autofrei. Aber wer tauscht nicht gerne sein Auto gegen eine Gondel, die einen durch die Stadt führt. 

 

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