Toskana

Toskana – 8 Orte, die man gesehen haben muss

Sanfte Hügellandschaften mit Weinbergen, dazwischen die Säulen der Zypressen und Olivenhaine. So in etwa stellt man sich die Toskana vor. Wie so oft bilden solche Traumbilder aber nur eine Seite ab.

Die Region ist nicht nur reich an Naturschätzen, sondern bietet Städte mit großer kultureller Bedeutung, wunderbare Strände und eine Provinz, die besonderen Wert auf nachhaltigen Tourismus legt. Wir stellen sie euch vor.

  1. Florenz – lebendiges Zeugnis der Renaissance
  2. Pisa und der schiefe Turm
  3. Siena – Piazza del Campo
  4. Lucca – ein Turm mit Bäumen
  5. Wunderschöne Strände
  6. Wandern in der Toskana
  7. Ein Tag in einer Therme
  8. Besuch eines Weinortes
  9. Allgemeine Informationen
Beste Reisezeit für die Toskana: Der italienische Sommer ist heiß und sonnig. Ideal für „Dolce Far Niente“ am Strand. Die Badesaison am Mittelmeer beginnt in der Toskana Mitte Mai und geht bis weit in den September hinein. In dieser Zeit könnt ihr den einen oder anderen Tag mit Besichtigungen verbringen. Wenn euer Hauptaugenmerk aber eher auf Entdecken und Wandern liegt, solltet ihr auf das Frühjahr oder den Herbst ausweichen.

1. Florenz – eine der schönsten Städte Italiens

Die Toskana ist seit Jahrtausenden bewohnt und war gerade im späten Mittelalter eine der wichtigsten und einflussreichsten Regionen Europas. Das zeigt sich ganz besonders in Florenz. Die Altstadt ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und bietet so viele Sehenswürdigkeiten, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

Kathedrale von Florenz

Kathedrale von Florenz

Am auffälligsten und weithin sichtbar ist der Dom mit seiner spektakulären Kuppel. Der Platz davor bietet eine wunderschöne Ansammlung historischer Bauwerke. Gesehen haben muss man die Uffizien, eines der bedeutendsten Museen der Welt, ebenso den Palazzo Vecchio und Palazzo Piti.

An der Piazza della Signoria, einem der schönsten Plätze Italiens, bestaunt ihr den Neptunbrunnen und Michelangelos berühmte Davidstatue. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Ponte Vecchio mit ihren Goldschmiedewerkstätten.

Brunoni Salvatore

Brunoni Salvatore

Wenn ihr Alles sehen wollt, braucht ihr mehrere Tage. Das gibt euch dann die Möglichkeit abends die schmackhafte toskanische Küche zu verkosten.

Wenn ihr mehr über Florenz wissen wollt, lest doch unseren Beitrag über diese wunderbare Stadt.

2. Pisa – die Stadt mit dem schiefen Kirchturm

Wenn ihr dem Arno von Florenz folgt, landet ihr irgendwann in Pisa. Ihr habt bestimmt schon Bilder vom schiefen Turm gesehen. An der Piazza dei Miracoli steht er neben dem Dom und dem wunderbaren Baptisterium.

schiefe Turm von Pisa

schiefe Turm von Pisa

Wie bei vielen italienischen Kirchen sollte der Glockenturm als freistehender Turm neben der Kirche errichtet werden. Als man bei der dritten Etage angekommen war, musste man aber feststellen, dass der Untergrund nicht stabil genug war und dass das Bauwerk in Schieflage geriet.

Die Bauarbeiten ruhten dann erstmal 100 Jahre bevor man eine Lösung fand. Danach hielt sich der schiefe Turm bis 1990, musste dann aber gesperrt werden, weil er drohte umzukippen. Noch einmal wurde 13 Jahre lang daran gearbeitet, um ihn zu retten.

Heute könnt ihr den Turm wieder besteigen, sofern ihr einerseits schwindelfrei seid und andererseits im Voraus plant. Ihr seid nicht die Einzigen, die da hoch wollen. Ihr könnt die Tickets aber online bestellen. Zu jeder Viertelstunde dürfen maximal 40 Personen für 15 Minuten auf den Turm.

  • Öffnungszeiten: täglich 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr

3. Siena – Ort des historischen Pferderennens

Siena war lange Zeit die große Rivalin von Florenz. Obwohl Florenz den „Kampf“  gewonnen hat,  zählt Siena noch heute zu den schönsten Städten Italiens. Und das hauptsächlich wegen der Piazza del Campo.

Piazza del Campo

Piazza del Campo

Zweimal im Jahr findet auf diesem Platz das berühmteste Pferderennen der Welt statt.  Jedes Jahr am 2. Juli und am 16. August treten die Stadtteile zu diesem Rennen an. Das Rennen an sich dauert nur wenige Minuten, aber das drumherum mit mittelalterlichen Kostümen und diversen Ritualen ist mindestens genauso sehenswert.

Der muschelförmige Platz ist so besonders, weil hier darauf geachtet wurde, eine Einheit zu schaffen. Einen tollen Überblick über die Piazza erhaltet ihr vom Torre del Mangia, einer der Türme, mit denen die Kaufmannsfamilien von Siena im Mittelalter ihren Reichtum unter Beweis stellen wollten.

4. Lucca – Bäume auf dem Torre Guinigi

Die Altstadt von Lucca ist nicht ganz so prächtig wie die von Siena oder Florenz, aber durchaus sehenswert. Dafür habt ihr hier eine komplett erhaltene Stadtmauer, über die ihr bummeln könnt. Das Wahrzeichen ist der Torre Guingi, der von Steineichen gekrönt ist.

Lucca in Italien

Lucca in Italien

Er ist benannt nach der mächtigen Familie Guinigi, die hier mehrere Gebäude errichtet hatte. Die Residenz der Familie gilt als ein schönes Beispiel romanisch-gotischer Architektur. Die Besonderheit dieses Turms sind sieben Steineichen, die hier als Symbol der Wiedergeburt gepflanzt wurden.

Schon im 15. Jahrhundert standen Bäume auf dem Turm, wobei anzunehmen ist, dass die heutigen Bäume nicht ganz so alt sind. Im 14. Jahrhundert gab es in Lucca 250 solcher Türme.

Nachdem ihr den Turm besichtigt habt, lohnen noch ein Spaziergang auf der Stadtmauer und der Besuch des Geburtshauses von Giacomo Puccini.

  • Öffnungszeiten: täglich (Je nach Jahreszeit 9:30 Uhr bis 16 oder 19:30 Uhr)

5. Lange Sandstrände oder verträumte Buchten – Baden in der Toskana

So eine Stadtbesichtigung kann ganz schön anstrengend sein und dann verspürt man den Drang nach etwas Entspannung. Was eignet sich da besser als ein paar Tage am Strand?

Die Toskana bietet entlang ihrer 230 Kilometer langen Küste einige davon. Mal findet ihr hier lange Sandstrände, mal sind es „nur“ verträumte Buchten, die von Felsen gerahmt werden.

Lange, flach ins Wasser abfallende Strände befinden sich in der Nähe von Livorno. In dieser Gegend ist auch der landschaftlich besonders reizvolle Golf von Baratti.  An den Stränden bei Carrara blickt ihr auf der einen Seite über das blaue Meer und wenn ihr euch umdreht, habt ihr die Berge der Apuanischen Alpen vor euch.

Golf von Baratti in der Toskana

Golf von Baratti in der Toskana

Naturliebhaber kommen im Süden der Toskana voll auf ihre Kosten. Rund um den Naturpark Maremma findet ihr ruhige Buchten mit schönen Stränden. Die Region um Grosseto ist touristisch nicht so erschlossen und setzt nun voll auf nachhaltigen Tourismus.

So gibt es hier eine große Anzahl der beliebten Agriturismo Unterkünfte. Zu guter Letzt sei hier auch noch die Insel Elba erwähnt. Auch dort findet ihr wunderschöne Strände und eine traumhafte Natur.

Ihr wollt noch mehr über die schönsten Stränden der Toskana erfahren? Dann schaut euch unseren Beitrag dazu an.

6. Die Toskana – ein Wanderparadies

Ok. Auch eine Stadtbesichtigung könnte unter diesen Themenbereich fallen. Vor allem bei einem Besuch von Florenz reißt ihr schnell ein paar Kilometer runter.

Außerhalb der Städte findet ihr wunderschöne Wanderwege, die euch durch traumhafte Landschaften führen. Dabei habt ihr die Wahl zwischen beeindruckenden Gebirgslandschaften, sanften Hügeln mit Weinbergen und Olivenhainen oder aber den stillen Sumpflandschaften der Maremma, wo ihr auf Wildpferde treffen könnt.

Wanderweg in der Toskana

Wanderweg in der Toskana

Die Auswahl der Routen reicht von leichten, längeren Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Toure, die eher für geübte Wanderer zu empfehlen sind. Wir haben drei Vorschläge für euch.

Foce du Mosceta bei Lucca

Auf diesem Weg wandert ihr entlang der Apuanischen Alpen durch abwechslungsreiche Landschaft zum Monte Corchia. An diesem Berg gibt es viel Grotten und Höhlen zu entdecken. Es könnte also sein, dass ihr für die Strecke etwas länger braucht als angegeben.

  • Länge: 11.5 Kilometer
  • Dauer: vier – fünf Stunden
  • Anforderung: gute Kondition

Franziskusweg Florenz – Assisi

Dieser Pilgerweg führt euch durch die Toskana nach Umbrien auf den Spuren des Heiligen Franziskus. Unterwegs passiert ihr imposante Landschaften und besucht einige Klöster und Kirchen.

  • Länge: 250 Kilometer
  • Dauer: 14 Tage
  • Anforderung: sehr gute Kondition und Wandererfahrung

Durch die Bilderbuch-Toskana von Florenz nach Siena

Die Route führt durch die Hügel mitten im Chianti-Gebiet. Sanfte Hügel mit den typischen Zypressen wechseln sich mit den Weinbergen des Chianti ab.

  • Länge: 66 Kilometer
  • Dauer: 5 Tage
  • Anforderung: Gute Kondition und Wandererfahrung

7. Wellness – die Toskana als Gesundbrunnen

Die Toskana ist die Region mit den meisten Thermalquellen in Italien. Schon die Römer nutzten diese, um ihre Leiden zu lindern. Seit das Thema Wellness mehr gestresste Urlauber anzieht, entstehen hier immer mehr echte Wellnesstempel. Die Thermen ziehen sich wie ein Band durch die ganze Toskana.

Angefangen von den Apuanischen Alpen im Norden über die Crete Senesi bis hinunter zum Monte Amiata, einem aktiven Vulkan in der südlichen Maremma. Südlich von Siena liegt Bagno Vignoni, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Hierher kam schon Papst Pius II., um zu baden.

Therme Bagno Vignoni in der Toskana

Therme Bagno Vignoni in der Toskana

Sein Renaissance Palazzo ist heute ein Hotel. Wenn hier schon der Papst kurte, könnt ihr das allemal.

Eines der bekanntesten Thermalbäder ist die Montecatini Terme in der Nähe von Lucca. Dieser Ort besticht durch seine wunderschöne Bäderarchitektur aus dem 19. Jahrhundert.

800 Liter schwefelhaltiges sprudelt pro Sekunde mit  37 Grad in Terme di Saturnia an die Oberfläche. Aufgrund des Schwefelgehalts riecht das Wasser nicht sehr angenehm.

Therme di Saturnia

Therme di Saturnia

An der Cascate del Mulino badet ihr in weißen Kalksteinbecken. In der Nähe von Pisa liegt die Casciana Terme, eine Entdeckung der Römer. Das hübsche Städtchen ist eingebettet in eine schöne Hügellandschaft. Hier solltet ihr Baden oder Heilwasser trinken, wenn ihr Probleme mit Atemwegserkrankungen oder den Venen habt.

Rapolano Terme bei Siena ist eure Wahl, wenn ihr es etwas luxuriöser wollt. Sowohl die „Antica Querciolaia“ als auch die „San Giovanni Terme“ sind wahre Wellnesstempel. In beiden Bädern erwartet euch neben medizinischen Anwendungen ein breites Wellnessangebot und Schönheitsbehandlungen. 

San Casciano di Bagni liegt an dritter Stelle in Europa, was die Menge an Thermalwasser angeht, die hier täglich zutage tritt. Ganze 42 Quellen bietet euch dieser Ort an der Grenze zu Latium und Umbrien. Wetten, dass ihr da immer ein Plätzchen zum Baden findet?

8. Weinorte in der Toskana – göttliche Tropfen verkosten

In der Toskana werden Weine von Weltruf produziert. Und während bekannte Weinorte anderswo oft eher unscheinbar sind, bietet die Toskana schmucke Dörfer und leckeren Wein in Kombination. 

Weinregion in der Toskana

Weinanbau in der Toskana

Die meisten von euch kennen den Chianti, in der mit Stroh ummantelten Flasche. In Greve in Chianti, in der Nähe von Florenz, könnt ihr euch bei einem Bummel durch die schöne Altstadt davon überzeugen, dass diese besser sind als ihr Ruf. Hier findet im September die Weinmesse „Sagea dell’Uva statt.

Wahre Spitzengewächse bringen die Weinberge von  Montepulciano hervor. Neben der gleichnamigen Rebsorte wird hier auch der berühmte Vino Nobile angebaut. Montalcino liegt wie Montepulciano in der Nähe von Siena. Dieses Städtchen ist vor allem bekannt für seinen Brunello. 

Die Toskana mit ihrem Reichtum an Kultur und eindrucksvoller Natur ist bestimmt eine der schönsten Urlaubsregionen Italiens.


Wenn ihr italienische Küche liebt und einen Badeurlaub mit Besichtigungen kombinieren wollt, seid ihr hier genau richtig. Wann kommt ihr, um das „Dolce Vita“ zu genießen?


Wenn euch noch das passende Urlaubsangebot für die Toskana fehlt, werdet ihr bei uns bestimmt fündig. Wir wünschen euch einen wunderschönen Urlaub!

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