Dorf in Fuerteventura bei Sonnenuntergang

Fuerteventura: Urlaub auf einer außergewöhnlichen Insel

Die spanische Insel Fuerteventura gehört zu spanischen kanarischen Inseln. Dort herrschen selbst in den Wintermonaten noch angenehme Temperaturen von bis zu 20 °C, weshalb die Kanaren auch unter der Bezeichnung „Inseln des ewigen Frühlings“ bekannt sind. Auf Fuerteventura und anderen kanarischen Inseln könnt ihr daher zu jeder Jahreszeit einen tollen Urlaub verbringen. Besonders schön ist jedoch die Zeit vom Frühling bis zum Herbst. Dann ist es warm und im Hochsommer sogar heiß, es regnet nur selten und selbst das Meer hat eine angenehme Temperatur. Wir haben euch passende Reisetipps für euren Urlaub auf der Insel gesammelt. 

Die Kanaren sind durch zahlreiche Vulkanausbrüche entstanden. Dies ist den Inseln auch bis heute deutlich anzusehen, denn viele Gebiete erinnern an eine Mondlandschaft. Solche Landschaften, die ein ganz besonders Flair haben, findet ihr auch auf Fuerteventura. Sie ist die älteste Insel der Kanaren und nach Teneriffa die zweitgrößte. Fuerteventura besitzt außerdem riesige Wanderdünen, in denen ihr euch wie in der Sahara fühlen werdet. Auf Fuerteventura könnt ihr aber auch herrlich baden und Wassersport treiben. An den Küsten dieser Insel liegen besonders lange Strände mit feinem Sand, der an einigen Küstenabschnitten weiß und an anderen schwarz ist. Diese Strände eignen sich auch bestens für einen Urlaub mit Kindern. Ebenso gut sind die Bedingungen für den Wassersport, falls ihr surfen, kiten oder segeln möchtet. Bleibt ihr lieber auf dem Trockenen, könnt ihr auf Fuerteventura aber auch sehr gut wandern oder die Insel mit dem Rad erkunden.



Die Anreise: In nur 5 Flugstunden nach Fuerteventura

Fuerteventura erreicht ihr über den internationalen Flughafen der Insel. Er liegt nahe der Hauptstadt Puerto del Rosario und wird von vielen deutschen Flughäfen direkt angesteuert. Die Flugdauer beträgt je nach Abflughafen vier bis fünf Stunden. Wenn ihr früh am Morgen in einen Flieger steigt, könnt ihr daher schon mittags euer erstes Bad im Meer nehmen. Der Aeropuerto de Fuerteventura (FUE) ist an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Falls kein Transfer zum Hotel stattfindet, fahrt ihr daher einfach mit dem Bus in die Hauptstadt. Alternativ leiht ihr euch direkt am Flughafen einen Mietwagen aus. 

Das sind die schönsten Strände auf Fuerteventura

Ganz im Süden: Strand von Jandía

Schöne Strände findet ihr an sämtlichen Küsten. Sehr beliebt ist zum Beispiel der Strand von Jandía. Diese Halbinsel liegt im Süden der Insel und eignet sich auch bestens für einen Familienurlaub. Der Strand von Jandía ist ganze 21 Kilometer lang, sodass ihr dort sicherlich ein Plätzchen ganz nach eurem Geschmack findet. Ihr habt die Wahl zwischen eher ruhigen und sehr belebten Abschnitten mit Gastronomie, Liegestuhlverleih und anderen Angeboten. Zu Letzteren gehört vor allem die Playa de Matorral in der Nähe des idyllischen Fischerdorfes Morro Jable. Er besitzt eine schöne Promenade, wo ihr mit Blick auf das Meer euren Kaffee trinkt.

Auf schwarzem Lavasand entspannen: Der Strand von Taralejo

Schwarzer Lavastrand auf Fuerteventura

Die Insel Fuerteventura ist außerdem für ihre Strände mit schwarzem Lavasand bekannt. Solch einen Strand findet ihr zum Beispiel im Ort Taralejo an der Westküste. Auch dieser Ort ist sehr idyllisch und lädt zu einem kleinen Spaziergang ein. Am Hafen werdet ihr viele Fischer sehen und direkt am Meer wurde eine schöne Promenade mit gemütlichen Cafés und Restaurants angelegt. Sie ist von Palmen gesäumt und lässt daher leicht Urlaubsstimmung aufkommen. Der Strand von Taralejo bietet außerdem beste Bedingungen für alle Arten Wassersport. Dort könnt ihr unter anderem surfen oder euch beim Schnorcheln die Unterwasserwelt anschauen.

Auch bei Profi-Surfern und -Kitern beliebt: Playa de Sotavento

Ein weiterer Strand, der vor allem von Wassersportlern besucht wird, ist die Playa de Sotavento. Sie liegt an der südöstlichen Küste und fällt flach ab. Dadurch ist sie auch für Anfänger, die einen Surfkurs machen möchten, bestens geeignet. An der Playa de Sotavento treffen sich jedoch auch die Profis. Dort werden jedes Jahr die Windsurfing- und Kiteboarding-Weltmeisterschaften ausgetragen. Wenn ihr euren Urlaub für die entsprechende Zeit plant, könnt ihr daher den besten Surfern und Kitern bei ihren spektakulären Stunts zuschauen. Die Playa de Sotavento liegt in der Nähe des Ferienortes Costa Calma, wo ihr Unterkünfte in allen Kategorien findet.

Bestens geschützt : Die Playa de La Concha

Möchtet ihr lieber baden und bei ausgiebigen Sonnenbädern braun werden, ist die Playa de La Concha zu empfehlen. An diesem Strand badet ihr bestens geschützt, denn vor der Küste liegt ein Riff, das die Form eines Hufeisens hat. Es wirkt wie eine natürliche Barriere und verkleinert die Wellen, die an den Strand gespült werden. Das Wasser ist seicht und der Strand besteht aus feinem weißen Sand. An der Playa de La Concha verbringt ihr deshalb auch mit kleinen Kindern einen tollen Strandurlaub. Sie liegt an der nordwestlichen Küste von Fuerteventura nahe des Fischerdorfes El Cotillo, in dem ihr viele gemütliche Lokale mit Aussichtsterrassen findet.

Vor einer Wüstenkulisse baden: der Strand bei Corralejo

Ebenso attraktiv für Badeurlauber ist der Strand bei Corralejo im Nordosten von Fuerteventura. Er gehört zu einem Nationalpark mit riesigen Dünen, die wie eine Wüste wirken. An diesem Strand entspannt ihr daher vor einer außergewöhnlichen Kulisse. Genauso schön ist die Aussicht auf das Meer, denn ihr könnt die Inseln Lanzarote und Los Lobos sehen. Am rund elf Kilometer langen Strand bei Corralejo werdet ihr außerdem wie an vielen anderen Stränden Steinburgen sehen. Sie dienen als Windschutz und sind daher die kanarische Version des Strandkorbs. In einer Steinburg könnt ihr schon früh im Jahr euer erstes Sonnenbad im Bikini oder in der Badehose nehmen.

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Aktivurlaub auf Fuerteventura: Sportler kommen voll auf ihre Kosten

Auf die höchsten Berge klettern und die Aussicht genießen

Tindaya Mountain auf Fuerteventura

Auch der Rest der Insel ist von einer außergewöhnlichen Landschaft geprägt. Auf Fuerteventura könnt ihr daher herrlich wandern. Gut ausgeschilderte Wanderwege findet ihr in vielen Regionen. Sehr schön ist zum Beispiel eine Wanderung auf den Berg Tindaya. Er ist nur 397 Meter hoch und daher auch von weniger trainierten Wanderern zu schaffen. Vom Gipfel des Tindaya seht ihr die Nachbarinsel Lanzarote. Dort werdet ihr außerdem Felsritzungen der Ureinwohner sehen. Möchtet ihr noch höher hinaus, könnt ihr auf den 807 Meter hohen Berg Pico de la Zarza wandern. Er ist der höchste der Insel und bietet daher eine besonders gute Aussicht. Ebenso schön ist aber auch eine Wanderung durch die Schluchten nahe des Ortes Ajuy, wo ihr euch gleichzeitig interessante Höhlen anschauen könnt. Dieses idyllische Fischerdorf liegt an der Westküste der Insel.

Fuerteventura mit dem Rad erkunden – sportlich oder gemütlich

Alternativ zu Wanderungen lässt sich Fuerteventura mit dem Rad erkunden. In vielen Orten werden geführte Touren für Mountainbiker und Rennradfahrer sowie eher gemütliche Touren für alle anderen passionierten Radler angeboten. Grundsätzlich könnt ihr aber natürlich auch allein fahren. Auf Fuerteventura sind die Straßen gut befahrbar und es herrscht nicht sonderlich viel Verkehr.

Surfer und Kiter fühlen sich auf der Insel wohl  

Surfen Fuetrventura

Fuerteventura, was übersetzt „starker Wind“ bedeutet, ist ein wahrer Hot-Spot bei Surfern.  Zwischen Juli und November eigenen sich die Bedingungen vor allem für Anfänger, die sich erst langsam an die größeren Wellen herantasten. Im späteren Herbst und im Winter kommt die Zeit der größeren Wellen, die Profis anlockt. Vor allem der Norden der Insel ist bei den Surfern sehr beliebt. Wenn ihr noch nie auf dem Brett standet und es einmal ausprobieren wollt, gibt es auch eine große Anzahl an Schulen und Verleihen.

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Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Insel

Parque Natural de Corralejo

Die schönen Dünen bei Corralejo solltet ihr auch besuchen, wenn ihr euren Urlaub in einer anderen Region der Insel verbringt. Sie liegen im Parque Natural de Corralejo, der eine Fläche von rund 26 Quadratkilometern umfasst. In dieser Dünenlandschaft werdet ihr euch wie in einer Wüste fühlen. Sie besteht jedoch nicht aus Sand, sondern aus zerriebenem Muschelkalk. Auf ihm wachsen viele endemische Pflanzenarten und auch Tiere, darunter zahlreiche Vogelarten, sind im Park zu Hause. Den Parque Natural de Corralejo könnt ihr auf einem Tagesausflug oder mit einem Mietwagen besuchen, denn entlang der Küste wurde eine Straße angelegt. Sie bietet auf beiden Seiten eine tolle Aussicht.

Dünen im Parque Natural de Corralejo

Ein Ausflug mit dem Fahrrad: Stadt Pájara

Ein schönes Ziel für einen Ausflug mit dem Rad ist die Stadt Pájara. Sie besitzt eine sehenswerte Altstadt, in der die Nuestra Señora de Regla, eine Kirche mit einem außergewöhnlichen Portal, steht. Es erinnert durch seine Motive, darunter Pumas, Schlangen und Indianerköpfe, an die Kunst der Azteken. Sehenswert ist außerdem der Schöpfradbrunnen vor der Kirche. Er kam früher bei der Bewässerung von Feldern zum Einsatz.

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Mysteriös – die Villa Winter auf der Halbinsel Jandía

Ein etwas geheimnisvolles Gebäude ist die Villa Winter, die im Auftrag des Deutschen Gustav Winter erbaut wurde. Sie steht ganz allein an einem Hang nahe des Ortes Cofete auf der Halbinsel Jandía. Welchen Zweck diese Villa erfüllen sollte, ist bis heute ungeklärt. Es gibt daher zahlreiche Gerüchte. Dieses Gebäude ist jedoch schon allein wegen seiner Bauweise und des Turms sehenswert. Einige Räume sind auch für Besucher geöffnet.

Die Hauptstadt Puerto del Rosario und ihre Sehenswürdigkeiten

Bei einem Urlaub auf Fuerteventura sollte außerdem ein Besuch der Hauptstadt Puerto del Rosario an der Ostküste nicht fehlen. In ihr leben rund 38.000 von den insgesamt etwa 100.000 Einheimischen. Puerto del Rosario besitzt eine schöne Altstadt, die um das Jahr 1900 entstand. Bei einem Spaziergang durch die Gassen werdet ihr daher viele alte Gebäude sehen. Attraktiv ist außerdem das Viertel rund um den Hafen, in dem ihr zahlreiche gemütliche Lokale findet. Dort wurde eine Promenade angelegt, an der ihr große Schneckenskulpturen sehen werdet. In ihrer Nähe liegt der Strand Playa Chica, an dem ihr zwischendurch ein erfrischendes Bad nehmen könnt. Ein Ausflug nach Puerto del Rosario ist darüber hinaus eine gute Möglichkeit, Souvenirs zu kaufen oder zu shoppen. Besonders viele Geschäfte befinden sich an der Calle Leon y Castillo. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die Kirche Nuestra Senora del Rosario.

Ein schöner Tagesausflug – die Bootstour auf die unbewohnte Insel Los Lobos

Ein attraktives Ziel für einen Tagesausflug mit dem Boot ist die Insel Los Lobos. Sie ist unbewohnt und wurde komplett unter Naturschutz gestellt. Auf dieser Insel wandert ihr daher durch die ursprüngliche Natur der Kanaren mit ihrer ganz besonderen Flora und Fauna. Auf Los Lobos könnt ihr euch außerdem den erloschenen Vulkan Montaña La Caldera anschauen. Er ist 127 Meter hoch und damit gleichzeitig die höchste Erhebung der Insel. Vom Montaña La Caldera habt ihr einen tollen Blick auf die große Dünenlandschaft auf Fuerteventura.

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