Berge Landschaft Alaska

Faktencheck: Welche Mythen über Alaska sind wahr?

Alaska ist wild, abenteuerlich und gigantisch. Ein Land, in dem man sich winzig vorkommt im Vergleich zu der imposanten Natur. Hier im nördlichsten US-Bundesstaat, der auch „last frontier“ genannt wird, gibt es riesige Gletscher, faszinierende Polarlichter und jede Menge Tiere, die man in freier Wildbahn beobachten kann. Um Alaska ranken sich auch zahlreiche Mythen und Legenden. Ob da was dran ist? Hier kommt unser Faktencheck:

 In Alaska ist es immer eiskalt

Alaska ist tatsächlich der kälteste Bundesstaat der USA und die Winter sind lang, dunkel und kalt. Aber das Wetter ist in Alaska nicht überall gleich – es gibt fünf unterschiedliche Regionen, die sich auch klimatisch unterscheiden: Southeast, Southwest, Southcentral, Interior und Far North. Gerade in der Interior Region, also im Landesinneren, kann es im Sommer richtig warm werden. In Fairbanks beispielsweise klettern die Temperaturen im Sommer bis auf 30 Grad.

Landschaft in Alaska

Achtung vor den Bären!

Auf Bären werdet ihr bestimmt treffen, wenn ihr in der Wildnis unterwegs seid. Vor allem gibt es in Alaska viele Schwarz- und Braunbären. Aber keine Panik, wenn ihr euch richtig verhaltet, wird euch in Gegenwart dieser Riesenteddys nichts passieren. Falls ihr auf Nummer sicher gehen wollt, sucht am besten einen der staatlich ausgewiesenen Bären-Beobachtungsplätze auf. Von dort aus könnt ihr die eindrucksvollen Tiere aus sicherer Entfernung bestaunen. Wer beim Wandern auf eigene Faust in der Bergwelt unterwegs ist, sollte beim Gehen möglichst viel Lärm machen. Wenn die Bären hören, dass jemand kommt, suchen sie in der Regel das Weite. Auf keinen Fall solltet ihr weglaufen, denn das reizt seinen Jagdinstinkt. Seid ihr im Auto und seht einen Bären, steigt nicht aus!

Badender Braunbär

Alaska ist der flächenmäßig größte US-Bundesstaat

Das Wort Alaska wird von „Alyeska“ abgeleitet, was so viel bedeutet wie „großes, weites Land“. Und das ist fast noch untertrieben, denn Alaska ist einfach riesengroß! Deutschland würde in etwa fünfmal hineinpassen. Und mit stolzen 1,5 Millionen Quadratkilometern ist das Land im hohen Norden auch konsequenterweise der größte US-Bundesstaat.

Hier leben mehr Tiere als Menschen

In diesem weiten, wilden Land leben nur knapp 710.000 Menschen. Da ist es sehr wahrscheinlich, dass hier mehr Tiere als Menschen unterwegs sind. Auf jeden Fall ist Alaska der US-Bundesstaat mit der viertniedrigsten Bevölkerungszahl. Und knapp die Hälfte der Einwohner Alaskas tummelt sich in der Stadt Anchorage.

In Alaska steht der höchste Berg Nordamerikas

Das stimmt, der Mount McKinley ist mit 6.194 Metern wirklich der höchste Berg Nordamerikas. Er befindet sich im Denali Nationalpark in der Interior Region. Ihn zu besteigen gilt als extrem gefährlich, denn es weht fast immer ein eisiger Wind und die Temperaturen steigen nicht höher als -15 Grad. Da bleibt man doch lieber in niedrigeren Gefilden, genießt die phänomenale Landschaft und die vielen Tiere, die dort leben.

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Landschaft Alaska mit lila Blumen

Einige Orte kann man nur mit dem Hundeschlitten erreichen

Hundeschlittenfahren hat in Alaska eine lange Tradition. Man benutzte das Gefährt zum Beispiel um seine aufgestellten Fallen zu kontrollieren, oder andere Dörfer zu besuchen. Und auch heute noch ist der Schlitten ein gebräuchliches Fortbewegungsmittel. Gerade zwischen Anchorage und Fairbanks gibt es zahlreiche Gegenden, die man ohne dieses Transportfahrzeug nicht erreichen könnte. Ein einmaliges Alaska-Erlebnis ist eine Fahrt mit dem Hundeschlitten auch noch heute, denn so sieht man die Natur aus einer ganz anderen Perspektive. Beliebt bei vielen Einheimischen und Touristen sind auch die Hundeschlittenrennen. Das längste ist das Iditarod – Rennen, das auf über 1.850 Kilometer von Anchorage nach Nome führt.

Digital-Detox: In Alaska hat man fast nirgends Empfang

Das stimmt (leider). Die gute Nachricht: In den größeren Orten und Städten funktionieren europäische Handys in der Regel. Das war´s dann allerdings auch schon mit dem Empfang. Wenn ihr unterwegs seid, kann es euch passieren, dass ihr euer Handy tagelang nicht nutzen könnt.

 Die indigenen Völker Alaskas leben traditionell im Iglu

Das ist absolut ein Mythos. Zwar lernen die Kinder der indigenen Völker Alaskas aus traditionellen Gründen noch wie man Iglus baut, aber sie wohnen nicht darin. Da ziehen sie verständlicherweise beheizbare Hütten und Häuser aus Stein, Holz und Gras vor – mit allen Annehmlichkeiten. Und auch früher schon haben sie nie in Iglus gewohnt, sondern sich nur welche gebaut, wenn sie zum Beispiel auf der Jagd unterwegs waren. 

Alaskas Hauptstadt ist nicht mit dem Auto erreichbar  

Hauptstadt Juneau Alaska

Das ist richtig. Man erreicht Juneau tatsächlich nur mit dem Flugzeug oder dem Schiff. Dementsprechend wuselig geht es auch am Hafen zu. Vom imposanten Kreuzfahrtschiff bis hin zum kleinen Wasserflugzeug ist hier alles vertreten. Egal auf welchem Wege ihr ihn erreicht – der Besuch einer der ältesten Orte Alaskas lohnt sich. Alleine schon um in Downtown herumzuschlendern und das Zusammentreffen von moderner Architektur und alten malerischen Häusern zu bestaunen. Highlights sind zum Beispiel das State Capitol oder die South Franklin Street mit ihren historischen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert.    

In Alaska wird man als Goldsucher reich

Richtig ist, dass es Ende des 19. Jahrhunderts einen regelrechten Goldrausch in Alaska gab. Aber kann man auch heute noch richtig große Goldklumpen im Yukon River finden? Man kann es zumindest probieren. Entweder auf eigene Faust oder bei einer geführten Tour, wo man auch noch mit spannenden Hintergrundinfos versorgt wird. Na dann, viel Glück! 

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