Die schönsten Nationalparks der USA

Die landschaftliche Schönheit der USA zeigt sich vor allem in den derzeit 59 Nationalparks. Diese Landschaftszonen wurden unter besonderen Schutz gestellt und beeindrucken durch die artenreiche Flora und Fauna, imposante Naturschauspiele und einzigartige Naturwunder. Die Verwaltung der verschiedenen Parks liegt beim National Park Service, die auch viele Infos bereit stellen. Wir stellen euch die schönsten Parks vor und geben hilfreiche Tipps für euren Urlaub in den USA.
 
Reisetipp: Der Annual Pass für die Nationalparks der USA

Wenn ihr einen längeren Aufenthalt in den USA plant und dabei gleich mehrere Nationalparks besuchen möchtet, bietet euch der Annual Pass verschiedene Vorteile. Dieser America the Beautiful – National Parks and Federal Recreational Lands Pass berechtigt euch zum Eintritt in zahlreiche National- und Naturparks der USA und ist ab dem Kaufdatum ein ganzes Jahr lang gültig. Ein Passinhaber kann mit einem privaten PKW und dessen Insassen den Park befahren. Sollte der Annual Pass als Fußgänger genutzt werden, berechtigt er noch drei weitere Personen ab 16 Jahren zum Eintritt. Personen unter 16 Jahren haben grundsätzlich freien Eintritt in die Parks. Ihr solltet beim Kauf jedoch beachten, dass der Pass nicht für Indianergebiete und die State Parks in den USA gilt. Den Pass erhaltet ihr an den Eingängen aller Nationalparks, in einigen Tourismusbüros und online.

Glacier National Park in Montana

Glacier Nationalpark

Rund 4.100 Quadratkilometer ist der nördlichste Nationalpark in den USA groß: der Glacier National Park. Er befindet sich in den Rocky Mountains und an der Grenze zu Kanada. Jenseits dieser Landesgrenze schließt direkt der kanadische Waterton Lakes National Park an, welcher ebenfalls einen Besuch wert ist. Das Landschaftsbild des Glacier National Parks ist geprägt von gewaltigen Gletschern, den hohen Gipfeln der Rocky Mountains, dicht bewaldeten Hochebenen und idyllischen Bergseen. Auf der so genannten Going-to-the-Sun-Road entdeckt ihr zahlreiche Aussichtspunkte und Highlights des Parks. Diese Straße führt über den 2.026 Meter hohen Logan Pass, vorbei am Lake McDonald und St. Mary Lake. Mit einer Länge von etwa 80 Kilometern ist die Straße gut bei einem Tagesausflug in den Nationalpark befahrbar. Sie wird jedoch in den Wintermonaten nicht geräumt und sollte daher zwischen dem Frühling und Herbst genutzt werden. Neben dem für PKW freigegebenen Straßennetz führen auch verschiedene Wanderwege für unerfahrene und erprobte Wanderer durch den Glacier National Park. Sowohl am St. Mary Besucherzentrum als auch am Apgar Transit Center erhaltet ihr Informationen über den Nationalpark, zu geführten Touren und Übernachtungsmöglichkeiten.

  • Kosten: 30 USD pro PKW, 15 USD pro Person mit Fahrrad oder zu Fuß
  • beste Reisezeit: Frühjahr bis Herbst
  • Transport vor Ort: PKW, Fahrrad, Shuttlebusse
  • Übernachtung: Campingplätze und Unterkünfte im Park

Yosemite National Park in Kalifornien

See im Yosemite National Park
Bäume im Yosemite Natinalparl

 

Im bei Reisenden beliebten Bundesstaat Kalifornien befindet sich der Yosemite National Park mit einer Fläche von mehr als 3.000 Quadratkilometern. Es handelt sich bei diesem Nationalpark um den ältesten Park in den USA, der bereits im Jahr 1864 unter besonderen Schutz gestellt wurde. Dieser Teil der Sierra Nevada ist geprägt von Wasserfällen, Mammutbäumen, schroffen Felsen, dicht bewaldeten Abschnitten und einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Rund 94 Prozent der Parkfläche sind Wildnisgebiet, was für viele Tiere den idealen Lebensraum darstellt. Bei einem Besuch im Yosemite National Park könnt ihr mit dem eigenen PKW auf ausgewiesenen Straßen durch den Park fahren, an Touren mit Pendelbussen teilnehmen oder euch zu Fuß auf Entdeckungstour begeben.

Der zentrale Anlaufpunkt für Ausflügler ist das Yosemite Valley. Hierbei handelt es sich um ein imposantes Gletschertal mit Granitfelsen, Wasserfällen und massiven Felsformationen. Der Bereich ist vor allem in den Sommermonaten jedoch stark besucht. Die frühen Morgenstunden oder die Nebensaison ist deutlich ruhier. Außerdem sind die drei Mammutbaumhaine Mariposa Grove, Tuolumne Grove und Merced Grove sehenswert. Hier ragen die gewaltigen Baumriesen mit ihren Baumkronen bis zu einhundert Meter hoch in den Himmel. Täglich zum Sonnenuntergang verwandelt sich der Glacier Point zu einem unvergesslichen Aussichtspunkt mit weitem Blick über die Sierra Nevada im Licht der untergehenden Sonne. Hier könnt ihr euren Parkbesuch gemütlich ausklingen lassen.

  • Kosten: 30 USD pro PKW, 15 USD pro Person zu Fuß
  • beste Reisezeit: Frühling und Herbst
  • Transport vor Ort: PKW, Pendelbusse
  • Übernachtung: Lodges, Motels und Hotels im Park und angrenzenden Städten

Acadia Park in Maine

Acadia Nationalpark

Wo die schroffenKüsten das Landschaftsbild im Bundesstaat Maine prägen und das Meer sich von seiner sanften oder rauen Seite zeigt, liegt der Acadia Park. Er umfasst vor allem die Fläche von Mount Desert Island und zusätzlich kleinere Inseln vor der Küste. Aufgrund der besonderen Landschaft und Insellage gehört der Acadia Park zu den zehn meistbesuchten Nationalparks der USA und hält für Besucher zahlreiche Attraktionen bereit. Im Park befinden sich beispielsweise drei Informationszentren mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Sie informieren über die Entstehung der Landschaft, die tierischen Bewohner, die Pflanzenwelt und die Geschichte des Parks. Außerdem könnt ihr hier einen mehrtägigen Aufenthalt einplanen und vor Ort die Campingplätze des Parks zum Übernachten nutzen. Besonders beliebt ist die Fahrt auf der Park Loop Road, welche an imposanten Aussichtspunkten vorbei führt. Noch tiefer taucht ihr in die landschaftliche Schönheit des Acadia Parks ein, wenn ihr das etwa 200 Kilometer lange Wegenetz für Wanderer nutzt. Wenige Steigungen und kurze Distanzen machen die Touren auch für ungeübte Wanderer gut begehbar. Wanderprofis hingegen können die steilen Felsenpfade für Wanderungen nutzen.

  • Kosten: 25 USD pro Fahrzeug, 12 USD für Fußgänger und Radfahrer
  • beste Reisezeit: Sommermonate
  • Transport vor Ort: PKW, Fahrrad, zu Fuß
  • Übernachtung: Campingplätze im Park

Rocky Mountain National Park in Colorado

Rocky Mountain Nationalpark in den USA

Unter den imposanten Naturschauplätzen in den USA rangiert der Rocky Mountain National Park unter den meistbesuchten Orten. Mehrere Millionen Besucher bestaunen hier im Jahr die massiven Gebirgszüge der Rocky Mountains, die artenreiche Tierwelt und die markanten Schluchten. Das rund 1.080 Quadratkilometer große Gelände des Parks könnt ihr sowohl mit einem PKW befahren als auch zu Fuß bei Wanderungen erkunden. Dabei genießt ihr den Blick auf einige der 110 Gipfel mit mehr als 3.000 Metern Höhe. Zu ihnen gehören Gipfel wie der Chiefs Head, das Little Matterhorn und Mummy & Strom. Darüber hinaus bietet der Rocky Mountain National Park im Bundesstaat Colorado gleich sechs Besucherzentren mit weitreichenden Informationen zu den Landschaften des Parks, der Geschichte und den tierischen Bewohnern. Von diesen Besucherzentren starten zudem täglich geführte Wanderungen, Entdeckungstouren und Ausritte durch den Rocky Mountain National Park, denen ihr euch auch spontan anschließen könnt. Für einen mehrtägigen Parkbesuch schlagt ihr euer Zelt auf einem der Campingplätze des Parks auf. Hier stehen Wasseranschlüsse, sanitäre Anlagen und gemütliche Feuerstellen bereit.

  • Kosten: 20 USD pro Fahrzeug, 10 USD pro Fußgänger oder Radfahrer
  • beste Reisezeit: Frühling bis Herbst
  • Transport vor Ort: PKW
  • Übernachtung: Campingplätze im Park und Hotels in Estes Park, Loveland, Grand Lake

Yellowstone National Park in Wyoming, Idaho und Montana

 

Wo die Grizzlybären zuhause sind, Bisonherden über Wiesen ziehen und Wölfe durch die Wälder streifen, befindet sich einer der größten Nationalparks der USA. Die Rede ist vom Yellowstone National Park. Seine rund 9.000 Quadratkilometer Fläche erstrecken sich auf die Bundesstaaten Montana, Idaho und Wyoming. Ein etwa 650 Kilometer langes Wegenetz dient in den Sommermonaten den Wanderern zur Erkundung des Nationalparks bei Tages- oder Mehrtagestouren. Im Winter hingegen werden diese Wege vor allem von Schneemobilfahrern genutzt. Außerdem verlaufen Straßen durch den Yellowstone National Park, auf denen ihr das Parkgelände mit dem eigenen PKW befahren könnt. Zu den Parkhighlights gehören neben den tierischen Bewohnern auch die Mammoth Hot Springs. Diese heißen Quellen haben eine Temperatur von bis zu 70 Grad Celsius. Entlang der Quellen führt ein Spazierweg. Direkt neben dem Park befindet sich die Kleinstadt West Yellowstone mit einem Angebot von Hotels, Gastronomie und Geschäften. Die Kleinstadt liegt zwischen den Waldflächen des Parks und den imposanten Rocky Mountains.

  • Kosten: 30 USD pro Fahrzeug, 15 USD für Fußgänger und Radfahrer
  • beste Reisezeit: Sommersaison
  • Transport vor Ort: PKW
  • Übernachtung: Lodges im Park, Hotels in umliegenden Städten

Grand Canyon National Park in Arizona

Gran Canyon Nationalpark

Im Grand Canyon National Park dreht sich alles um eine 446 Kilometer lange Schlucht, die der Colorado River hier über mehrere Millionen Jahre in die Felsen gewaschen hat. Der Grand Canyon gehört zu den meistbesuchten Naturplätzen in den USA und gehört daher unbedingt auf die Liste eurer Nationalparkbesuche. Bis zu 1,6 Kilometer tief ragt die Schlucht in die Felsen und bietet atemberaubende Ausblicke. Diese könnt ihr am besten von den zahlreichen Aussichtsplatzformen am Grand Canyon genießen. Der in Arizona gelegene Nationalpark ist sowohl mit dem PKW als auch mit Bussen gut erreichbar. Innerhalb des Parks könnt ihr euch zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem eigenen PKW oder bei einer geführten Tour mit dem Bus fortbewegen. Außerdem bieten Veranstalter Touren auf Maultieren, Fahrten mit Booten auf dem Colorado River und Rundflüge mit dem Helikopter an. Ein zentraler Anlaufpunkt für Besucher ist das Grand Canyon Village. Es liegt einige Kilometer außerhalb der Stadt Tusayan und unweit des Südeingangs vom Grand Canyon National Park. Hier findet ihr Hotels für Übernachtungen, Souvenirshops, den Startpunkt einiger Wanderwege und das Tusayan Museum and Ruins.

  • Kosten: 30 USD mit motorisiertem Gefährt, 15 USD zu Fuß oder mit dem Rad
  • beste Reisezeit: Mai bis Oktober
  • Transport vor Ort: zu Fuß, PKW, Bus, Boot, Fahrrad, , Maultier Helikopterrundflug
  • Übernachtung: diverse Hotels im Park

Great Smoky Mountains National Park in North Carolina und Tennessee

Steinalt ist eine Bezeichnung, die auf den Great Smoky Mountains National Park in den USA durchaus zutrifft, denn die in ihm befindlichen Smoky Mountains zählen zu den ältesten Gebirgen der Welt. Auch der großflächige Urwald blickt auf eine lange Geschichte zurück und präsentiert sich Besuchern mit seiner artenreichen Flora und Fauna. Zu sehen sind unter anderem Schwarzbären, Murmeltiere und Rotwölfe. 

Schwarzbär im Great Smoky Mountains National Park

Im Grenzgebiet der Bundesstaaten North Carolina und Tennessee nimmt der Park eine Fläche von etwa 2.114 Quadratkilometer ein. Wenn ihr gerne Wanderungen unternehmt und dabei auch Gipfeltouren nicht scheut, bietet euch der Great Smoky Mountains National Park zahlreiche Treks für Tageswanderungen und mehrtägige Touren. Exakt 16 Gipfel könnt ihr auf diesen Treks besteigen und oben angekommen den herrlichen Ausblick genießen. Ein weiteres Highlight ist das Freilichtmuseum Oconaluftee.

  • Kosten: kostenloser Eintritt
  • beste Reisezeit: Mai und Oktober
  • Transport vor Ort: zu Fuß, mit dem Fahrrad
  • Übernachtung: Zelten im Park, Hotels in umliegenden Orten

Verhaltensregeln im „Bear Country“


Normalerweise greifen Bären Menschen nicht grundlos an. Es ist allerdings wichtig, sie nicht versehentlich mit Essen anzulocken oder zu erstrecken. Infos zum richtigen Umgang und den Vorsichtsmaßnahmen bekommt ihr bei der Parkverwaltung.  Wir haben bereits vorab ein paar wichtige Tipps für euch: 



  • Bären werden unter anderem durch den Geruch von Essen angelockt. Achtet daher immer darauf, dass eure Lebensmittel luftdicht verstaut ist. 

  • Solltet ihr einem Bären gegenüberstehen, macht euch möglichst groß, wedelt mit den Armen und macht Lärm. Treten dann langsam rückwärts den Rücktritt an- fangt auf keinen Fall das laufen an! Auch der Einsatz von Pfefferspray wird teilweise empfohlen. 

  • Damit ihr keinen Bären überrascht, solltet ihr immer leise Geräusche machen. Hierzu gibt es auch spezielle Bärenglocken, die ihr euch an die Kleidung hängen könnt.

Redwood Nationalpark in Kalifornien

Redwood Nationalpark

Die möglicherweise imposantesten Bäume in den USA lassen sich am besten im 
Redwood Nationalpark an der kalifornischen Küste zum Pazifik bestaunen. Das Highlight dieses Parks ragt in den Himmel und spendet an heißen Tagen angenehmen Schatten. Bei Regenwetter sind die Küstenmammutbäume hingegen ein natürlicher Regenschirm. Diese besondere Form des Mammutbaums erreicht eine Wuchshöhe von über 110 Metern und einen Stammdurchmesser von mehr als sieben Metern. Das weltweit größte Exemplar eines Küstenmammutbaums steht im Redwood Nationalpark und trägt den Namen Hyperion. Neben den imposanten Bäumen gehören auch ein Küstenstreifen mit Sandstrand, Regenwaldbereiche und mehrere Informationszentren zum Park. Wenn ihr ein besonderes Abenteuer erleben möchtet, übernachtet ihr bei eurem Besuch im Redwood Nationalpark auf einem der Campingplätze und könnt dem Rascheln der Baumblätter im Wind lauschen oder am frühen Morgen die tierischen Parkbewohner entdecken. Der gesamte Nationalpark verfügt über ein weit verzweigtes und teilweise ausgeschildertes Netz aus Wanderwegen.

  • Kosten: Eintritt kostenlos
  • beste Reisezeit: Frühling und Herbst
  • Transport vor Ort: zu Fuß, mit dem Fahrrad
  • Übernachtung: Zeltplätze im Park und Hotels oder Motels in Nachbarstädten

Hawaii Volcanoes Nationalpark im Bundesstaat Hawaii

Hawaii Volcanoes Nationalpark

Auch das Urlaubsparadies Hawaii verfügt über einen spektakulären Nationalpark mit einer Fläche von etwa 1348 Quadratkilometern. Das Biosphärenreservat erstreckt sich von der Pazifikküste bis weit ins Inselinnere und umfasst unter anderem die Erhebung Mauna Loa mit 4.169 Metern Höhe. Ebenso ist der noch aktive Vulkan Kīlauea ein Teil des Nationalparks. Aufgrund seiner einzigartigen Struktur aus Lavafeldern und weiten Ebenen wurde der Hawaii Volcanoes Nationalpark im Jahr 1987 in die Liste der Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen. Ein idealer Ausgangspunkt für eure Erkundung des Parks stellt der Crater Rim Drive dar. Von ihm zweigen kurze und längere Wanderwege ab. Die Krater früherer Vulkanaktivitäten seht ihr von der Chain of Craters Road aus. Wissenswerte Informationen zu diesen Kratern, den noch aktiven Vulkanen, den tierischen Bewohnern und der Pflanzenwelt bietet das Kilauea Besucherzentrum im Park.

  • Kosten: 20 USD für Erwachsene mit Fahrzeug, 10 USD für Fußgänger und Radfahrer
  • beste Reisezeit: Frühling und Herbst
  • Transport vor Ort: mit dem PKW oder Fahrrad (keine Vermietung)
  • Übernachtung: Campingplatz, Hotel Volcano House, Unterkünft in Hilo

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