Out of All inclusive: Die etwas andere Dominikanische Republik

Ein Land richtig Kennenlernen kann man nur, in dem man den Kontakt zu Einheimischen sucht und sich ihren Lebensweisen anpasst. Man nutzt die gleichen Verkehrsmittel, geht zu den gleichen Orten und isst auch möglichst das gleiche. Ganz nach dem Motto: Raus aus der Komfortzone, rein ins Vergnügen. Anja war in der Dominikanischen Republik und hat genau das gemacht. In ihrem Reisebericht erzählt sie von ihren Eindrücken und Highlights. 

Die Dominikanische Republik ist für uns Nordeuropäer das Synonym für Urlaubsparadies: Palmengesäumte, weiße Sandstrände, türkisblaues Meer mit Badewannentemperaturen und, in vielen Fällen, der sorgenfreie Urlaub im All-inclusive-Resort. Das hat was. Jedoch – die echte, authentische Dominikanische Republik werdet ihr auf diese Weise nicht kennen lernen. Wie leben die Einheimischen, was bewegt sie? Mit ihnen auf Tuchfühlung zu kommen, heißt, die Dominikanische Republik richtig zu erleben.

Das richtige Transportmittel: Von A nach B auf Dominikanisch

Um aus dem Hotel in das wahre dominikanische Leben zu gelangen, dazu braucht es natürlich erst einmal ein Fortbewegungsmittel. Wenn ihr eure Hotelzone verlasst und euer Weg euch auf die dominikanischen Straßen führt, werdet ihr feststellen, dass ihr von einem Haufen Motorrädern, sogenannten Motoconchos, und ihren freundlich winkenden Fahrern regelrecht verfolgt werdet. Sie möchten euch gern zu eurem Ziel befördern, beispielsweise dem nächstgelegenen Ort. Sofern die Entfernung nicht allzu groß ist, gönnt euch den Spaß. Für ein paar Pesos könnt ihr die Strecke äußerst günstig zurücklegen und werdet staunen, was alles auf diesen Gefährten transportiert wird. Nicht selten gibt es Motorräder, die Mutter, drei Schulkinder, Einkäufe, Hühner, Eimer mit Baumaterialien und die Oma befördern – alles gleichzeitig versteht sich.

Motorrad Dominikanische Republik

Sollte das Ziel weiter weg liegen, dann nutzt den öffentlichen Transport („transporte público“), oft ein einfacher Pkw („carro“). Auch hier werdet ihr Zeugen der Stapelkunst: Dass bis zu acht Personen plus Fahrer in einem Auto sitzen, ist keine Seltenheit. Noch mehr Menschen werden in den sogenannten Guaguas befördert, Busse, die an Sammelplätzen stehen und zu verschiedenen Destinationen aufbrechen. Welche dies jeweils sind, erfahrt ihr von der meist handgeschriebenen Tafel in der Windschutzscheibe oder einem extra dafür zuständigen jungen Mann, der auch während der Fahrt halb aus dem Bus heraushängt und der Umgebung lauthals und ununterbrochen das Ziel der Fahrt mitteilt. Hier kommt ihr den Mitreisenden recht nahe. Die Fahrt kann lustig werden, gesungen wird fast immer und eure Spanischkenntnisse könnt ihr auf jeden Fall anwenden. In die großen Städte gelangt ihr mit den öffentlichen Transportmitteln schnell und regelmäßig, beispielsweise in die Hauptstadt Santo Domingo.

Die Dominikanische Republik erleben: Mit diesen Ausflügen klappt es bestimmt

Langweilig wird euch in der Dominikanischen Republik garantiert nicht. Wir stellen euch fünf spannende Ausflugsideen vor, bei denen ihr die Insel außerhalb der Hotelanlage kennen lernt. 

 

1. Santo Domingo – die erste Stadt der „Neuen Welt“

Santo Domingo ist die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt des Landes. Bereits 1498 wurde sie von Christoph Kolumbus gegründet. Mit heute etwa 3Mio. Einwohnern kann sie sich durchaus mit Großstädten wie Hamburg und Berlin messen. Ein Aufenthalt in dieser quirligen und wunderschönen Metropole ist für das Kennenlernen der dominikanischen Kultur unerlässlich. Einige Sehenswürdigkeiten müssen unbedingt auf die To-do-Liste wie zum Beispiel der Palast Alcázar de Colón am Ozama-Fluss, der heute ein historisches Museum beherbergt, oder die älteste Kathedrale der Neuen Welt, Santa Maria la Menor. Naturliebhaber statten den Tropfsteinhöhlen Los tres ojos einen Besuch ab, auch ein Highlight für Kinder. Ein Bummel durch die koloniale, historische Altstadt von Santo Domingo wird euch begeistern. Hier gibt es eine Fülle von Bars, Restaurants und Geschäften, sodass auch Shoppingfans auf ihre Kosten kommen. Einheimische werden euch fragen, ob ihr mit ihnen eine Führung durch die Stadt unternehmen wollt. Das kann sich durchaus als nützlich und unterhaltsam erweisen, denn wer wird die Stadt besser kennen, als die Menschen, die hier leben? Wenn euer Begleiter im Anschluss ein angemessenes Trinkgeld als Entlohnung erhält, werdet ihr im Gegenzug mit dem breitesten, glücklichsten Lächeln beschenkt, das ihr euch vorstellen könnt.

Santo Domingo in der Dominikanischen Republik

2. Buntes Treiben – zu Besuch auf einem Wochenmarkt

In Santo Domingo solltet ihr euch die Zeit nehmen, in die einheimische Konsumwelt einzutauchen und einen der Wochenmärkte zu besuchen, die in den Zentren ihre Waren feilbieten. Bitte stellt euch nicht einen wie in Deutschland geordneten, übersichtlichen Markt mit bunten Ständen vor. Ein dominikanischer Markt ist laut, hektisch und chaotisch. Alles liegt wild auf dem Boden, statt Ständen gibt es sogenannte „Sabanas“ – große Tücher, auf denen Obst, Gemüse, Handtaschen, Schuhe, Kleider und andere Dinge mehr oder minder sortiert angeordnet sind. Ihr sucht etwas Bestimmtes? Ihr werdet euch wundern, wie schnell der angefragte Gegenstand herbeigezaubert wird. Die Verkäufer kennen sich in ihrem eigenen, vermeintlichen Durcheinander erstaunlich gut aus und fördern das Gewünschte minutenschnell zutage. Feilschen lohnt sich und wird sogar erwartet, obwohl es anstrengend sein kann, da dominikanische Verkäufer sich hartnäckig geben. Probiert unbedingt selbst hergestellte Säfte, Kokoswasser oder Eis, das von fliegenden Händlern auf rollenden Verkaufswagen angeboten wird. Ein typischer Snack hierzulande ist die Zuckerrohrstange, die, befreit von der faserigen Schale, ausgelutscht wird und an heißen Tagen eine Wohltat ist.

Marktstand in der Dominikanischen Republik

3. Das Paradies zum Greifen nah: Punte Rucia

Karibik heißt Traumstrände und kristallklares Meer –  ein Karibiktraum erfüllt sich im Norden der Insel, zum Glück immer noch ein Geheimtipp. Hier gibt es eines der malerischsten Dörfchen des ganzen Landes, Punta Rucia. Der Name bezieht sich auf die sandfarbenen Strände, die kilometerweit reichen, dazu traumhaft warmes und ruhiges Wasser, das zum Baden und Schnorcheln einlädt. Im Dorf selbst findet ihr einen kleinen Lebensmittelladen und urige Restaurants, die landestypische Speisen anbieten. Punta Rucia ist auch heute noch ein Fischerdorf, deshalb kommt ihr hier täglich in den Genuss fangfrischer Meeresfrüchte. Traumhafte karibische Sonnenuntergänge lassen sich von einer der kleinen Bars beobachten. Punta Rucia ist gleichzeitig der Ausgangspunkt für einen der schönsten Ausflüge, die man überhaupt in der Dominikanischen Republik unternehmen kann, nämlich den zu der winzigen Insel Cayo Arena. In Schnellbooten legt ihr die ungefähr 20-minütige Fahrt zurück, während der ihr an Mangroven mit seltenen Vogelarten vorbeikommt. Und auf einmal taucht die kleine Insel wie aus dem Nichts am Horizont auf. Fast schon unwirklich ist die ruhige und friedliche Atmosphäre, die euch erwartet. Mehr als ein paar Holzhütten gibt es hier nicht. Wer die farbenfrohe Unterwasserwelt in geringer Tiefe beobachten möchte, sieht mit dem Schnorchel haufenweise Korallen, bunte Fische und andere Meeresbewohner. Hier wird der karibische Traum Wirklichkeit. Wer gleich ein paar Tage in Punta Rucia verbringt, bekommt auf Anfrage gerne die Gelegenheit, einmal dominikanische Fischer bei der Arbeit zu erleben und mit ihnen zusammen auf dem Fischerboot raus aufs Meer zu fahren. Sprecht mit den Einheimischen. Sie sind freundlich, hilfsbereit und werden sich alle Mühe geben, eure Urlaubsträume zu verwirklichen!

4. Hoch hinaus nach Constanza und auf das Dach der Antillen

Constanza liegt ungefähr in der Inselmitte auf einer Höhe von ca. 1.200m über dem Meer und gehört zu den kühlsten Orten. Viele Familien besitzen hier alternative Wohnsitze und wenn die Hitze in den Städten unerträglich ist, zieht es so manchen ins Constanza-Tal. Bei einem Besuch werdet ihr feststellen, dass hier vor allem Pflanzen angebaut werden, die ausschließlich in gemäßigtem Klima gedeihen, wie zum Beispiel Kernobst, Erdbeeren oder Kartoffeln. Sofern ihr einmal genug habt vom Baden am Strand, dann ist ein Aufenthalt in Constanza genau das Richtige. Hier könnt ihr Wanderungen zu nahegelegenen Wasserfällen und Flüssen unternehmen, die Wassertemperaturen sind aber eher für Hartgesottene.

Wasserfall in Constanza, Dominikanische Republik

Und wenn schon, denn schon: Der Pico Duarte liegt nicht weit entfernt – mit 3.098m über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung der Insel und der Antillen. Wagt das Abenteuer des Aufstiegs zum Dach der Dominikanischen Republik mit einer geführten und organisierten Tour ( für den Aufstieg benötigt man nämlich eine staatliche Genehmigung), auf der ihr genügend Zeit habt, auch die wunderschöne Gegend um den Pico Duarte herum zu erkunden. Euch erwarten Regenwald, riesige Palmenhaine, sogar Laub- und Nadelbäume, da ihr unterschiedliche Höhen und Klimazonen durchwandert. Ihr passiert kleine, abgeschiedene Siedlungen, deren Bewohner euch neugierig und freudig willkommen heißen. Wählt auf jeden Fall die Variante, die es euch ermöglicht, zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein. Der Anblick der aufgehenden Sonne über der Cordillera Central ist unvergesslich.

Wenn ihr Lust auf eine Mischung aus Abenteuer und Faulenzen am Strand habt, findet ihr bei FTI passende Hotelangebote für die Dominikanische Republik

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