washington monument

Meine Reise durch die Capital Region USA – spannende Sehenswürdigkeiten im kleinen Umkreis

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Die USA sind ein beliebtes Reiseziel – es gibt viele aufregende Städte und beeindruckende Landschaften. Oftmals stößt man allerdings bei der Reiseplanung auf ein Problem: die Entfernung zwischen zwei Städten oder Sehenswürdigkeiten ist sehr groß, so dass man sich bewusst für eine Handvoll Highlights entscheiden und auch gut planen muss.

Nicht so in der Capital Region USA – hier könnt ihr Berge, Meer, Stadt und Strand in kurzer Zeit verbinden. Mich hat es letztes Jahr dortin verschlagen und habe mich auch beruflich viel mit den USA auseinander gesetzt. Heute verrate ich euch meine Route und gebe praktische Tipps. 

Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten ist Washington, D.C. bzw. komplett ausgesprochen District of Columbia. Der Bundesdistrikt gehört keinem Bundesstaat an und liegt im Staatsgebiet von Maryland und Virginia.  Die gesamte Region um die Hauptstadt wird Capital Region USA genannt und beheimatet viele bekannte Sehenswürdigkeiten. Hier könnt ihr auch tief in die Geschichte der USA eintauchen und historische Orte besuchen. 

 

Washington, D.C. – eine Stadt mit vielen Gesichtern

Einer der großen Vorteile an Washington, D.C. ist die Tatsache, dass die Stadt sowohl von Frankfurt als auch von München Nonstop mit dem Flieger erreichbar ist.  Sowohl United Airlines als auch Lufthansa fliegen täglich den Flughafen Washington Dulles International Airport an. Nachdem die Einreiseformalitäten erledigt sind, fahre ich mit dem Transferbus in die Stadt. Die nächsten Tage will ich nutzen, um diese Metropole näher kennen zu lernen. Da es hier ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln gibt, spare ich mir das Geld für den Mietwagen, der hier nur zusätzliche Kosten in Form von Parkgebühren verursachen würde.

Nach dem langen Flug möchte ich mir noch ein bisschen die Füße vertreten und beschließe in eines der ältesten Viertel der Stadt, nämlich Georgetown, zu fahren. Hier weht so ein bisschen Kleinstadtflair mit den historischen Häusern. Unzählige Geschäfte und Boutiquen laden zum Shoppen ein und wenn man danach eine Stärkung braucht, gibt es eine riesige Auswahl an Restaurants und Bars für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Das ist ein Start in den Urlaub ganz nach meinem Geschmack.

weiße haus in washington

Der nächste Morgen beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück. Heute wartet schließlich ein langer Tag mit vielen Sehenswürdigkeiten auf mich. Also die Wanderschuhe geschnürt und los geht’s! Die Herausforderung besteht darin, aus den vielen Sehenswürdigkeiten, die Washington zu bieten hat, die raus zu picken, die ich unbedingt sehen möchte. Die Entscheidung fällt auf das Zentrum der Macht und ich fahre zu Washingtons bekanntester Adresse, 1600 Pennsylvania Avenue, dem Weißen Haus. Ganz schön beeindruckend.

Wenn ich schon Mal hier bin, laufe ich weiter zur bekannten National Mall, einem breiten Grünstreifen, der vom Capitol bis zum Lincoln Memorial reicht und Teil des Nationalparks National Mall & Memorial Parks ist. Dieser ca. 3 Kilometer lange und ca. 1 Kilometer breite Park ist immer wieder Schauplatz großer Demonstrationen.

Lincoln Memorial

Am Rand des Parks stehen die Museen der Smithsonian Institution. Die einzelnen Gebäude sind thematisch aufgeteilt und so habt ihr die Wahl zwischen Gemäldesammlungen, Völker- und Naturkunde. Wenn ihr alle Museen anschauen wollt, benötigt ihr mehrere Tage. Informiert euch als schon zu Hause, was es zu sehen gibt und plant eure Besichtigungen.

Bevor mein Besuch in Stress ausartet, verschiebe ich weitere Besichtigungen auf den nächsten Tag.
Den beginne ich am Dupont Circle. Der riesige Kreisverkehr mit einem Brunnen in der Mitte gab dem historischen Viertel seinen Namen. Hier könnt ihr auf der Connecticut Avenue shoppen und euch in einer Vielzahl an Restaurants stärken.

Ich beschließe das Haus vom ehemaligen Präsidenten Woodrow Wilson zu besichtigen. Danach mache ich noch einen Spaziergang entlang der Embassy Row und bestaune die Prachtbauten der Botschaften fremder Länder.

Washington hätte noch so viel mehr zu bieten, aber meine Zeit ist leider schon wieder um. Schließlich will ich ja noch die Region erkunden.

Über Weinberge und den Shenandoah Nationalpark nach Virginia Beach

Am nächsten Morgen übernehme ich meinen Mietwagen und verlasse Washington. Aber noch nicht so ganz. Denn mein erster Stopp liegt auf der anderen Seite des Potomac in Virginia.

Arlington ist der Sitz des Verteidigungsministeriums, dessen Gebäude unter dem Namen Pentagon bekannt ist. Außerdem befindet sich hier der Arlington National Cemetry, ein Friedhof, auf dem auch John F. Kennedy beerdigt wurde.

Nur wenige Fahrminuten entfernt liegt Fairfax, Virginia. Die Kleinstadt hat einen historischen Stadtkern, und wenn ihr euch für Geschichte interessiert, solltet ihr unbedingt das Civil War Interpretive Center at Historic Blenheim anschauen.

Die Fahrt führt weiter Richtung Westen und im Loudoun County passiere ich die letzten Orte der Metropolregion Washington und lande in einer Landschaft voller Weinberge. Für einen Weinliebhaber wie mich ein Traum. Also suche ich nach einem Weingut, bei dem ich einen Stopp einlegen kann. Meine Wahl fällt auf die Notaviva Vineyards, da dort Wein mit Musik gepaart wird. Insgesamt gibt es in diesem County 40 Weingüter.

 

 
 
 
 
 
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In der Ferne sehe ich auch schon mein Ziel für heute, den Shenandoah National Park. Größer könnte der Kontrast nicht sein, als ich auf den Parkplatz der Lodge fahre. Ruhe und Natur pur. Die Blue Ridge Mountains sind Teil der Appalachen, die sich von Kanada bis in den Norden Alabamas erstrecken. In diesem Park könnt ihr ein Teilstück des Appalachian Trails abwandern oder Mountainbike fahren. Mit etwas Glück trefft ihr auch auf Schwarzbären. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr hier gut ein paar Tage verbringen.

shenandoah national park

Bei dieser Reise habe ich leider keine Zeit zum Wandern, aber so ganz muss ich nicht auf einzigartige Naturerlebnisse verzichten. Durch den Park führt eine Panoramastraße, der Skyline Drive. Dieser ist etwa 170 Kilometer lang und bietet über 70 Aussichtspunkte mit spektakulärer Aussicht auf den Shenandoah River. Entlang dieser Straße findet ihr auch immer wieder Hinweisschilder zu Wasserfällen und anderen Sehenswürdigkeiten. Für diese Fahrt solltet ihr euch wirklich Zeit lassen.

Schweren Herzens verlasse ich also den Park und fahre nun nach Charlottesville, das 2004 zum besten Wohnort in den USA gewählt wurde. In der Stadt befindet sich die University of Virginia, deren Anlage vom Präsidenten Thomas Jefferson entworfen wurde. Dass Virginia zu den sogenannten Südstaaten gehört wird euch spätestens klar, wenn ihr die Plantage von Thomas Jefferson, Monticello, besichtigt. Ein wirklich beeindruckendes Denkmal amerikanischer Geschichte.

Monticello in Charlottesville

 

Und wenn ihr schon auf den Spuren ehemaliger Präsidenten wandelt, könnt ihr noch die Wohnorte von James Madison (4. Präsident der USA) und James Monroe (5. Präsident der USA) in der Nähe besichtigen.

Heutiges Etappenziel ist Richmond, die Hauptstadt Virginias. Von 1861 bis 1865 war Richmond die Hauptstadt der konföderierten Staaten, die im Sezessionskrieg den Unionsstaaten aus dem Norden unterlagen. Die Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten, wie die Monument Avenue, die Kathedrale oder das Edgar-Allan-Poe Museum. Der verbrachte immerhin einen Großteil seines Lebens hier.

Ein neuer Tag beginnt und der bringt mich von der Großstadt in einen sehr beliebten Badeort. Virginia Beach ist die größte Stadt des Bundesstaates und liegt zwischen der Chesapeake Bay und dem Atlantik. Am 45 Kilometer langen Strand findet ihr bestimmt ein ruhiges Plätzchen für ein Sonnenbad. Unterhaltung wird euch am 5 Kilometer langen Vergnügungsstrand, immerhin der längste der Welt, geboten. Hier könnt ihr Bummeln und in einem der Restaurants Leckereien aus dem Meer verkosten. Wenn ihr eure Reise mit ein paar Tagen am Strand verbinden möchtet, seid ihr hier gut aufgehoben.

Virginia Beach

Tolle Hafenstädte und interessante Architektur in Maryland

So schön es hier am Meer auch ist, irgendwann kommt der Zeitpunkt Abschied zu nehmen. Die nächste Station meiner Reise ist Baltimore in Maryland. Um dort hinzukommen gibt es zwei Möglichkeiten. Die schnelle Route führt über die Interstates nach Richmond und Washington. Ich nehme aber die gemütlichere Route.

Vor allem weil die mich über den spektakulären, mautpflichtigen Chesapeake Bay Bridge-Tunnel führt. Mit 37 Kilometern ist das eine der größten Brücken-Tunnel-Bauten der Welt. Über drei Brückenteile und durch zwei Tunnel führt euch dieses architektonische Weltwunder der Moderne über die Chesapeake Bay auf die Delmarva-Halbinsel. Der Name der Halbinsel ist eine Zusammenfassung der drei Bundesstaaten Delaware, Maryland und Virginia, die sich diese Halbinsel teilen.

Bay Bridge in den USA

Delmarva ist nur dünn besiedelt und ein Paradies für Vogelkundler. Auf der vorgelagerten Insel Assateague Island könnt ihr Wildpferde beobachten. Ich genieße die Fahrt durch die wildromantische Dünenlandschaft und erreiche am späten Nachmittag mein Tagesziel.

Baltimore ist die größte Stadt in Maryland und einer der bedeutendsten Seehäfen des Landes. Lange Zeit hatte die Stadt einen eher zweifelhaften Ruf, aber in den letzten Jahren wurde hart daran gearbeitet die „Charm City“ wieder zu dem zu machen, was sie einmal war. Besonders gut seht ihr das am komplett rund erneuerten Inner Harbor. So könnt ihr mit der USS Constellation das einzige noch erhaltene Schiff aus der Zeit des Bürgerkriegs bewundern.

Am Abend gönne ich mir eine Krabbe aus der Chesapeake Bay zum Abendessen. Wusstet ihr, dass die Nationalhymne der USA „The Star-Spangled Banner“ in Fort McHenry entstand?

Am nächsten Tag setze ich meine Reise durch die Capital Region USA fort und fahre zunächst in die Hauptstadt Marylands, Annapolis. Dort entdecke ich die größte historische Altstadt der USA. Ok, alle 45 Blocks schaffe ich nicht. Zu oft bleibe ich vor einem der Antiquitätenläden stehen und stöbere durch das Angebot. Bekannt ist Annapolis aber auch für die Marineakademie, eine Eliteschule des Militärs, und die vielen Marinas, in denen Segelyachten jeder Größe zu bestaunen sind.

Hafen in Annapolis

Noch eine letzte Stadt steht auf meiner Liste bevor diese abwechslungsreiche Tour zu Ende geht: Frederick in Maryland. Gegründet von deutschen Einwanderern gibt es hier eine sehr schöne Altstadt, die man entlang des Public Art Trails erkunden kann. Auf diesem Trail seht ihr 20 Wandgemälde mit Trompe-l’oeil Effekten. Interessant finde ich den National Shrine of St. Elizabeth Ann Seton, der ersten Heiligen, die in Amerika geboren wurde.

Nachdem ich in Virginia Weine probiert habe, begebe ich mich hier auf eine Brewery Tour. Die Stadt ist Heimat einiger Microbreweries. Das charmante Frederick bietet eine tolle Mischung aus Kunst und historischen Gebäuden. Und die Umgebung am Rand der Appalachen ist sehr idyllisch. Hier gibt es ein paar State Parks, in denen man herrlich wandern kann. Es gefällt mir sehr gut in Frederick und ich könnte es noch ein paar Tage aushalten.

Mit sehr viel Wehmut verlasse ich die Stadt am nächsten Morgen und fahre wieder zurück nach Washington. Da die meisten Flüge nach Deutschland erst abends starten, kann ich den Tag noch genießen.

Copyright, Washington Dulles International Airport

Wenn ihr also eine Reise unternehmen wollt, bei der ihr Natur, Baden und Kultur verbinden wollt, habt ihr hier in der Capital Region USA eine Traumdestination zu entdecken. Das Tolle an dieser Region ist, dass ihr nicht so weit fahren müsst, um von einem Highlight zum nächsten zu kommen. Ich freue mich schon auf meine nächste Tour in dieser Region. Und wann macht ihr euch auf den Weg?

Hier auch ein schönes Video über die Capital Region USA

 

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