Badebucht bei Sonnenuntergang.

Costa Rica – 6 Top Tipps für Naturliebhaber

Costa Rica hat eine faszinierend bunte Tier- und Pflanzenwelt zu bieten, denn etwa ein Viertel des Landes besteht aus geschützten Natur- und Nationalparks mit unterschiedlichen Vegetationszonen, imposanten Vulkanen und beeindruckenden Wasserfällen. Perfekt für alle Naturliebhaber also! Damit ihr in dem Land zwischen Pazifik und Atlantik ganz sicher nichts verpasst, haben wir die sechs schönsten Nationalparks und Regionen für euch zusammengetragen.

1. Manuel Antonio Nationalpark

Costa Rica hat viele Nationalparks und Naturschutzgebiete. Der Manuel Antonio Nationalpark ist aber definitiv einer der schönsten im Land. Er ist in erster Linien deshalb beliebt, weil er sich hervorragend für Tierbeobachtungen eignet. Diesen Nationalpark findet ihr direkt am palmenbewachsenen Pazifikstrand, nur einen Katzensprung von der Hauptstadt San José entfernt. Möchtet ihr Leguane, Faultiere und mehr als 3.500 Vogelarten aus nächster Nähe betrachten, dann lasst euch den Manuel Antonio Nationalpark nicht entgehen. Darüber hinaus leben im Park aber auch zahlreiche Reptilienarten und die bekannten Kapuzineräffchen.

Am besten beginnt ihr eure Besichtigung in den frühen Morgenstunden, denn dann habt ihr am Nachmittag noch genügend Zeit, euch in die Fluten des Pazifiks zu stürzen. Ein besonders empfehlenswerter Strandabschnitt ist der Playa Espadilla Sur. Der Eintritt zum Park kostet etwa sieben US-Dollar. Nur montags bleibt er geschlossen. Am Eingang habt ihr außerdem die Möglichkeit, einen Guide zu buchen, um mehr über die Pflanzen- und Tierwelt vor Ort zu erfahren.

Einer der vielen Badestrände im Manuel Antonio Nationalpark

Der Manuel Antonio Nationalpark ist mit einer Fläche von knapp 2.000 Hektar der kleinste Nationalpark in Costa Rica und auch dann einen Abstecher wert, wenn ihr nur wenig Zeit zur Verfügung habt. Durch die Begrenzung der Besucherzahlen pro Tag ist der Park glücklicherweise nicht allzu überlaufen. Dennoch ist der Manuel Antonio Nationalpark touristisch hervorragend erschlossen. Neben vielen Restaurants gibt es sogar eine Badeaufsicht am Strand.

Wie oben bereits erwähnt, werdet ihr von der Artenvielfalt im Manuel Antonio Nationalpark überwältigt sein. Jedoch ist es streng verboten, die Tiere zu füttern. Aus diesem Grund werden am Eingang Taschenkontrollen durchgeführt und ihr dürft nur Nahrungsmittel für den eigenen Bedarf mit hineinnehmen.

2. Monteverde Nebelwald

Eines der beliebtesten Touristenziele in Costa Rica ist Monteverde, ein Ort im nordwestlichen Bergland. Der Monteverde Nebelwald wird sicher eines der Highlights eurer Costa-Rica-Reise sein. Der Ort Monteverde liegt zwischen 1.400 und 1.700 Metern über dem Meeresspiegel; und etwa 180 Kilometer von der Hauptstadt San José entfernt. Erreichen könnt ihr Monteverde ausschließlich über eine 35 Kilometer lange Schotterstraße, für die ihr mindestens 1,5 Stunden einplanen solltet.

Oben angekommen werdet ihr jedoch vom Artenreichtum begeistert sein, den ihr auf den ausgeschilderten Wanderwegen auf einer Gesamtlänge von etwa 13 Kilometern entdecken könnt. Möchtet ihr euch nicht auf eigene Faust auf Entdeckungstour begeben, solltet ihr am besten bereits im Vorfeld einen Guide buchen. Das absolute Highlight im Park sind sicher die sogenannten Skywalks, ein System von mehreren Hängebrücken hoch über den Baumkronen. Stolze 2,5 Kilometer sind die Wege hoch über dem Boden lang und einige können sogar von Rollstuhlfahrern benutzt werden.

Ist euch der Skywalk nicht aufregend genug, probiert doch einfach mal den Skytrek aus: Bei dieser Sportart gleitet ihr an Stahlseilen durch die Baumwipfel und überwindet dabei einen Höhenunterschied von bis zu 150 Metern. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Ruheplattformen für eventuelle kurze Pausen. Die Kosten pro Person liegen bei etwa 85 US-Dollar. Lasst euch dieses Abenteuer auf keinen Fall entgehen!

Eine Hängebrücke.

Etwas gemütlicher und weniger rasant geht es mit der Skytram zu. Mit einem Preis von etwa 50 US-Dollar ist dieses Erlebnis etwas preisgünstiger als der Skytrek. Steigt bequem in eine der sechs Gondeln ein und bestaunt die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der Nebelwälder über eine Distanz von etwa 800 Metern. Die gesamte Tour dauert etwa eine Stunde: Genügend Zeit also, um die landschaftliche Vielfalt auf sich wirken zu lassen.

Ist hingegen Wasser euer Element, kommt ihr im Monteverde Nebelwald ebenfalls nicht zu kurz: Beim Sky River Drift werdet ihr auf speziell angefertigen Flößen diverse Stromschnellen überwinden. Wasserfeste Kleidung ist bei diesem Abenteuer ein Muss! Begleitet werdet ihr von erfahrenen und sehr freundlichen Guides. Plant für dieses Abenteuer Kosten in Höhe von etwa 150 US-Dollar ein. Wenn ihr an allen Aktivitäten im Nebelwald teilnehmen möchtet, dann kauft euch am besten gleich ein Kombiticket.

3. Monteverde Coffee Tour

Etwas völlig anderes als die Sky-River- oder Sky-Walk-Angebote sind die Coffee-Touren, bei welchen ihr die berühmten Kaffeeplantagen von Costa Rica kennenlernt. Es handelt sich um eine dreistündige Tour, die nicht nur Kaffeeliebhabern sehr zu empfehlen ist. Zum Preis von etwa 30 US-Dollar erfahrt ihr alles über den Anbau der Kaffeebohnen sowie über dessen soziale Aspekte. Wie werden beispielsweise die Arbeiter in Costa Rica bezahlt? Antworten auf diese und weitere Fragen bekommt ihr während der Monteverde Coffee Tour. Die Tour selbst wird auf Englisch und Spanisch angeboten.

Ihr habt zudem die Möglichkeit, die bekannten Arabica-Kaffeebohnen in den Plantagen selbst zu pflücken und zu behandeln. Im Anschluss geht es dann direkt in die Verarbeitungsmühle, wo der Samen zunächst von der Frucht getrennt und in der Sonne getrocknet wird. Nach dem Trocknen werden die Bohnen in der Kaffeerösterei geröstet und schließlich in alle Teile der Welt exportiert.

Die Kaffeeernte in Monteverde.

Im Café habt ihr dann zu guter Letzt die Möglichkeit, den Kaffee zu probieren. Im angrenzenden Laden werden dann diverse Kaffee- und Schokoladenprodukte angeboten, wenn auch nicht zum günstigsten Preis. Dennoch solltet ihr hier zuschlagen, denn die Qualität ist definitiv eine bessere als in jedem Supermarkt. „Grano de oro“, das „goldene Korn Costa Ricas“ – so wird der Kaffee von den Einheimischen gerne bezeichnet. Positiv übrigens: Der Erlös der Kaffeetouren kommt direkt den lokalen Bauern zugute, die an der Herstellung des Kaffees beteiligt sind.

4. Heiße Quellen und Geysire

Costa Rica ist nicht nur für eine erstaunlich vielfältige Natur bekannt, sondern auch für heiße Quellen, Geysire und Thermalbäder. Die Thermalquellen sind wahre Besuchermagneten und bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen sehr beliebt. Die meisten dieser Quellen befinden sich an den Hängen der Vulkane, besonders viele davon am Vulkan Arenal. Die unterirdischen aufgeheizten Ströme des Vulkans sorgen für angenehm warmes Wasser in den Thermalquellen. Das wohl bekannteste und beliebteste Thermalbad nennt sich Tabacon Hot Springs. Dieses Thermalbad zeichnet sich durch zahlreiche künstlich angelegte Auffangbecken sowie Wasserfälle aus. Um hier zu baden müsst ihr eine Eintrittskarte erwerben, die meist sogar ein Mittagessen inkludiert.

Im Nationalpark Vulkan Arenal findet ihr die heißen Quellen von Ecotermales Fortuna. Möchtet ihr dieses Naturphänomen Costa Ricas ganz in Ruhe genießen, seid ihr hier genau richtig, denn die maximale Besucheranzahl ist pro Tag auf ca. 100 Besucher begrenzt. Ihr liegt auf Steinbänken im heißen Wasser und könnt euch auf Wunsch sogar Speisen servieren lassen. Der Eintritt, der auf vier Stunden begrenzt ist, kostet etwa 40 US-Dollar pro Person. Wollt ihr jedoch einmal so richtig abschalten, investiert diesen Betrag. Das in einen Thermalfluss eingebettete Thermalbad hat nur wenig mit den künstlich angelegten Spaßbädern zu tun, die man an vielen anderen Urlaubsorten findet. Da die Ecotermales Fortuna jedoch leider längst kein Geheimtipp mehr sind, solltet ihr rechtzeitig reservieren – und ganz wichtig: Sonnencreme nicht vergessen!

Eine der heißen Quellen.

Die Thermalquellen von Aguas Zarcas sind ein weiteres Thermalbad, das einen Besuch wert ist. Hier nehmt ihr praktisch direkt im Regenwald ein Bad. Das ist besonders in der Dämmerung zu empfehlen. Der Dschungel wird dann stimmungsvoll beleuchtet. Zudem könnt ihr diverse Anwendungen wie Massagen oder Moorpackungen buchen. Am Fuß der zentralen Bergkette Cordillera Central gelegen ist Aguas Zarcas ein beliebter Urlaubsort, der seinen Namen „hellblaue Gewässer“ den Thermalquellen verdankt. Der Ort ist für aktive Touristen wie geschaffen, denn hier könnt ihr auch eine Canopy Tour unternehmen oder euch auf die Hängebrücken hoch über dem Urwald begeben.

Canopy Tours sind eine spannende und abenteuerliche Alternative, die Natur in Costa Rica mal anders zu entdecken. Aus der Vogelperspektive blickt man auf den Regenwald und schwingt sich entlang von Stahlkabeln von Baumwipfel zu Baumwipfel. Ausgerüstet ist man mit einem Klettergurt und verschiedenen Karabinern, die das Einhaken an den Seilen möglich machen. Die Ausrüstung erhält man vor Ort.

5. Vulkan Arenal

Einmal einen Vulkan zu besteigen, ist sicher der Traum vieler Menschen. In Costa Rica gibt es gleich mehrere davon, sowohl aktive als auch inaktive. Der bekannteste des Landes ist der Schichtvulkan Arenal in der Provinz Alajuela. Mit einer Höhe von 1.670 Metern ist er zwar nicht der größte und imposanteste, dennoch entscheiden sich die meisten Urlauber zu einer Tour dorthin. Er ist zwar seit dem Jahr 2010 nicht mehr aktiv, dennoch sieht man von Zeit zu Zeit noch Rauch aufsteigen.

Möchtet ihr dem Vulkan Arenal im Rahmen einer Tagestour besonders nahe kommen, ist der kleine Ort La Fortuna an seinem Fuße ein geeigneter Ausgangspunkt. Hier werden Touren aller Schwierigkeiten angeboten. Eine der beliebtesten beginnt an der Arenal Observatory Lodge. Hier könnt ihr auch euer Auto abstellen, müsst allerdings ein Eintrittsgeld in Höhe von zehn US-Dollar bezahlen. Dafür bekommt ihr eine Wanderkarte und Wanderstöcke gestellt. Etwas Grundkondition solltet ihr schon mitbringen, denn eine Strecke zum Vulkan ist immerhin acht Kilometer lang. Während der Wanderung werdet ihr nicht nur auf zahlreiche heiße Quellen stoßen, sondern auch auf den Arenalsee, den größten Binnensee von Costa Rica. Seid ihr nicht so gut zu Fuß, könnt ihr euch natürlich auch einen Mietwagen nehmen oder euch einer der angebotenen Bustouren anschließen.

Der Vulkan Arenal.

Wenn ihr noch ein wenig Zeit habt, plant einen Besuch der Venado Caves ein. Mit Gummistiefeln und Helm ausgestattet geht es mit einem Guide durch die unterirdische Höhlenlandschaft. Hier werdet ihr neben Stalaktiten und Stalakmiten auch Fledermäuse und diverse Spinnenarten entdecken. Besonders positiv hervorzuheben sind die Guides, die mit Spaß bei der Sache sind und die Touristen immer bei Laune halten.

6. Wasserfall Río Celeste

Der türkisblaue Wasserfall des Río Celeste ist ein weiteres Naturhighlight in Costa Rica, das ihr in eure Reiseplanung aufnehmen müsst. Dieser Fluss ist für seine tiefblaue Farbe bekannt. Plant ihr eine solche Wanderung, dann begebt euch zum Tenorio Volcano National Park. Zieht keinesfalls eure besten Sachen an, denn der Weg ist teilweise so matschig, dass ihr bis zu den Knien versinkt. Dennoch ist die Wanderung ein Erlebnis für echte Abenteurer. Wie überall in Costa Rica müsst ihr auch in diesem Nationalpark Eintritt bezahlen; etwa zwölf Euro solltet ihr einplanen. Gleich zu Beginn der Wanderung gelangt ihr in dichten Regenwald, wo nicht nur Tukane und einige giftige Schlangen, sondern sogar einige Jaguare leben sollen. Nach etwa einer Stunde erreicht man den Wasserfall. Dieser stürzt etwa 30 Meter in die Tiefe und gilt als einer der schönsten weltweit.

Der Wasserfall Río Celeste.

Möchtet ihr weiter zur Quelle des Rio Celeste wandern, folgt einfach dem Lauf des Flusses. Wundert euch nicht, wenn ihr ab und zu den Geruch von faulen Eiern wahrnehmt. Hierbei handelt es sich um vulkanische Gase, die aus der Erde aufsteigen. Auch im Wasser bilden sich durch die Gase Blasen. Baden ist im Fluss übrigens nicht gestattet. Ziel der Wanderung ist schließlich die Quelle, an welcher der Río Ácido und der Río Buenavista zusammenfließen. Da beide Flüsse unterschiedliche ph-Werte haben, findet hier eine chemische Reaktion statt und das Wasser färbt sich blau.

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