Wegweiser Machu Picchu Trail

Machu Picchu: Tipps von der Anreise bis zum Inka-Trail

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Peru ist ein sehr vielfältiges Land, das schon allein wegen seiner ganz unterschiedlichen Landschaften eine Reise wert ist. Es vereint eine lange Küstenwüste, mit den mehr als 6000 Meter hohen Gipfeln der Anden und den tropischen Regenwäldern im Amazonasgebiet. Peru verfügt außerdem über zahlreiche kulturelle Schätze, von denen die Inkastadt Machu Picchu wohl die berühmteste ist. Wenn ihr euch die ehemalige Stadt ansehen wollt, gibt es einiges zu beachten und zu organisieren. Wir geben euch einen Überblick und nützliche Tipps.
 

Machu Picchu: Geschichte und Bedeutung

Machu Picchu ist eine alte Zitadelle, die noch sehr gut erhalten ist. Sie wurde im 15. Jahrhundert von den Inkas erbaut und liegt oberhalb des Urubambatals, das etwa 75 Kilometer von der Stadt Cusco entfernt ist. Beeindruckend ist vor allem die Lage auf einem 2.430 Meter hohen Bergrücken zwischen zwei Gipfeln. Beim Anblick der Stadt werdet ihr euch daher sicherlich fragen, wie es den Inkas gelungen ist, die großen Steine für die Gebäude auf den Bergrücken zu transportieren. Diese Frage ist allerdings bis heute ungeklärt. Ebenso wenig wissen die Archäologen, ob die Stadt einen bestimmten Zweck erfüllte. Diese vielen Rätsel machen sie jedoch nur noch interessanter.
Machu Picchu

Machu Picchu wurde nach einem der beiden Gipfel benannt, die für eine tolle Kulisse sorgen und die Stadt zu einem echten Postkartenmotiv machen. Sie ist außerdem sehr schön, weil sie terrassenförmig angelegt wurde. Die ursprünglich mehr als 200 Gebäude, in denen vermutlich bis zu 1.000 Menschen lebten und arbeiteten, liegen daher auf unterschiedlichen Höhen und sind durch Treppen miteinander verbunden. Einige waren sogar mehrgeschossig und Kanäle und zahlreiche Brunnen sorgten für eine gute Wasserversorgung. Diese Meisterleistung in solch einer entlegenen Gegend und mit den Werkzeugen des 15. Jahrhunderts führte dazu, dass die UNESCO Machu Picchu 1983 zum Weltkulturerbe erklärte. Dass die Stadt so gut erhalten blieb, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass sie von den spanischen Eroberern unentdeckt blieb oder zur Zeit der Invasion bereits verlassen war. 

Anreise Machu Picchu: Diese Möglichkeiten habt ihr

Machu Picchu könnt ihr auf ganz bequeme oder sportliche Weise erkunden. Wenn ihr es lieber bequem habt, nehmt ihr in Cusco oder Ollantaytambo den Zug nach Aguas Calientes. Das Dorf liegt direkt am Fuß des Berges, auf dem die Inkastadt erbaut wurde. Die Fahrt dauert drei bis vier Stunden und bietet euch eine tolle Aussicht auf die Anden und den Canyon, durch den der Urubamba fließt.

Ab Aguas Calientes fahren regelmäßig Busse nach Machu Picchu. Sie nehmen die etwa acht Kilometer lange Serpentinenstraße und bringen euch innerhalb von etwa 25 Minuten zur Zitadelle.


PeruRail: So luxuriös kommt ihr nach Aguas Calientes


Gut zu wissen: Zugverkehr nach Aguas Calientes


Plant ihr eine Bahnfahrt nach Aguas Calientes, solltet ihr wissen, dass dort mittlerweile verschiedene Züge verkehren. Ihr habt daher die Wahl zwischen eher einfachen und besonders komfortablen Zügen zu recht unterschiedlichen Preisen. Die günstigsten sind die Backpacker-Züge, darauf folgen die Inka-Züge und die teuersten sind die Vistadome-Züge. Eine Übernachtung in Aguas Calientes ist möglich, sollte jedoch vorab gebucht werden. Dort befinden sich neben einfacheren Hotels auch sehr luxuriös ausgestattete Häuser. Eine mögliche Alternative zur Anreise ab Cusco ist eine Bahnfahrt ab Ollantaytambo, die etwa eineinhalb Stunden dauert. Genauere Infos findet ihr auf den Seiten von Perurail und Inkarail.

Ihr habt aber auch die Möglichkeit, zu Fuß zu gehen. In Aguas Calientes beginnt ein Wanderweg, auf dem ihr hin und wieder einige Stufen hinaufsteigt. Ebenso könnt ihr die Serpentinenstraße hinaufgehen. Auf dieser Wanderung sind rund 600 Höhenmeter zu überwinden. Wenn ihr einigermaßen gemütlich geht und auch den Blick auf die Bergwelt genießen wollt, benötigt ihr etwa zweieinhalb Stunden bis auf den Gipfel. 

Inka Trail: Wie die Inkas nach Machu Picchu wanderten

Habt ihr richtig Lust zu wandern, ist der Inka-Pfad, auf Spanisch „camino inca“, zu empfehlen. Die meisten geführten Touren werden ab Cusco angeboten. Sie beginnen mit einer Busfahrt, durch die ihr den Kilometer 88 der Bahnlinie von Cusco nach Aguas Calientes erreicht, und dauern in der Regel vier Tage. Drei Tage und einige Stunden des vierten Tages wird gewandert, der Rest des vierten Tages ist für den Besuch der Stätte und die Rückreise vorgesehen. In den ersten drei Tagen werdet ihr neben einer beeindruckenden Bergwelt aber auch schon einige interessante Inka-Ruinen sehen. 

Wanderweg Inka Trail

Die beste Reisezeit für Peru

Von April bis Oktober ist das Wetter in Peru am schönsten. Im Januar und Februar hingegen kann es zu starkem Regen kommen. Zudem solltet ihr auch darauf achten, dass in Peru gerade keine Feiertage oder Schulferien sind. Dann erhöht sich nämlich noch einmal das Besucheraufkommen.

Bei einer geführten Wanderung auf dem Inka Trail werdet ihr in der Regel von einem Fremdenführer und mehreren Trägern begleitet. Letztere tragen die Zelte, in denen ihr übernachtet, das Essen und das Geschirr. Die Träger übernehmen außerdem die Zubereitung der Mahlzeiten. Ihr müsst daher nur noch Kleidung, Waschutensilien, andere persönliche Gegenstände und einen Schlafsack mitnehmen. Beschränkt euch auf ein Minimum, nehmt aber auch warme Kleidung mit, denn auf einer Höhe von 3.000 bis 4.000 Metern wird es nachts kalt. Denkt außerdem an eure Reisepässe. Die müsst ihr am Eingang von Machu Picchu vorzeigen. Dort werden sie gestempelt, sofern ihr dies wünscht. Wenn ihr noch weiter wandern möchtet, könnt ihr nach der Ankunft in Maccu Picchu zusätzlich einen der beiden Gipfel besteigen und von oben den Blick auf die Inkastadt genießen. Für den Auf- und Abstieg auf den Huayna Picchu und eine Pause auf dem Gipfel benötigt ihr insgesamt etwa zwei Stunden, beim Berg Machu Picchu sind es etwa drei Stunden. Wenn ihr eine dieser Touren machen möchtet, solltet ihr allerdings unbedingt schwindelfrei sein. 

Huayna Picchu

Ablauf einer geführten Tour


FTI nimmt euch mit in die Zeit der Inka: Wie genau unserer 7-tägige Rundreise „Inka-Trail und Cusco“ abläuft und was euch erwartet, erfahrt ihr unter „Hotelinfos“.

Bei einer Wanderung auf dem Inka-Pfad müsst ihr einige Höhenunterschiede überwinden. Der höchste Pass, den ihr überquert, liegt auf einer Höhe von rund 4.200 Metern. Besonders sportlich müsst ihr für solch eine Tour jedoch nicht sein. Dass die Luft dort oben recht dünn ist, werdet ihr allerdings deutlich spüren. Geht daher vor allem bergauf etwas langsamer als gewohnt. Wir empfehlen euch außerdem, den Besuch von Machu Picchu nicht gleich für die ersten Tage in Peru zu planen. Schaut euch lieber zunächst Cusco an, damit ihr euch akklimatisieren könnt und von der Höhenkrankheit verschont bleibt. Auch diese Stadt, die auf einer Höhe von 3.416 Metern inmitten der Anden liegt, verfügt über einige Sehenswürdigkeiten und wurde von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. 

Alternative Trekkings nach Machu Picchu:
Der Inka Trail gehört definitiv zu den bekanntesten Wanderrouten nach Machu Picchu, dementsprechend ist dieser meist schon recht früh ausgebucht. Zum Glück gibt es aber auch einige Alternativen. Zu den schönsten gehören der Salkantay und der Lares Trek.

  • Salkantay Trek: Wenn euch der Inka Trail zu überlaufen ist, stellt der Salkantay Trek eine gute Alternative dar. Da ihn nur wenige kennen, ist hier auch keine Genehmigung nötig. Die Route startet in Mollepata bei Cusco und führt bis nach Aguas Caliente. Von hier aus könnt ihr entweder mit dem Bus oder zu Fuß nach Machu Picchu.  Für die Tour benötigt ihr in der Regel drei bis fünf Tage, in denen ihr 2.000 Höhenmeter überwindet. Ihr kommt vorbei an schneebedeckten Bergen und tropischen Regenwäldern. Als kleine Belohnung und Ruhepol warten hin und wieder heiße Quellen auf euch.
  • Lares Trek: Auch diese Wanderroute ist deutlich ursprünglicher, als der Inka-Trail. Ihr braucht für ihn drei Tage und startet im Heiligen Tal, bei Pumahuanca. Die Wanderung endet in dem Dorf Lares. Von hier aus könnt ihr mit Bus und Zug weiter Richtung Machu Picchu aufbrechen. Unterwegs bekommt ihr nicht nur atemberaubende Ausblicke zu sehen, sondern besucht auch alte Inkastätte und indigene Bergdörfer. Auch bei dieser Wanderung könnt ihr euch auf eine heiße Quelle gegen Ende der Tour freuen!
Die Schwester Machu Picchus: Choquequirao

Choquequirao  ist eine weitere Inkastätte in Peru, die auch „Wiege des Goldes“ genannt wird. Erbaut wurde sie im 15. Jahrhundert auf 3.085 Höhenmetern. Wenn ihr nicht genug von den Geschichten der Inka bekommen könnt oder eine Alternative zu Machu Picchu sucht, solltet ihr euch Choquequirao auf keinen Fall entgehen lassen. Ihr erreicht die Stätte über eine 4-tägige Wanderung. Eine Anreise mit dem Bus ist leider nicht möglich.

Tipps zur Vorbereitung: Daran solltet ihr im Vorfeld unbedingt denken

Machu Picchu ist ein echter Besuchermagnet, der Menschen aus aller Welt anlockt. Um die Ausgrabungsstätte zu schützen, beschloss man, die Anzahl der Besucher pro Tag zu limitieren. Kauft eure Eintrittskarten deshalb am besten schon vor dem Urlaub, um sicherzustellen, dass ihr euch die imposante Stadt anschauen dürft. Auch die Besteigung einer der Gipfel solltet ihr im Voraus buchen. Eure Tickets könnt ihr auf der Internetseite des peruanischen Kulturministeriums bestellen. Vor Ort bekommt ihr sie in der Touristeninformation in Cusco sowie in einer Zweigstelle des Kulturministeriums in Aguas Calientes. Denkt außerdem an eine rechtzeitige Reservierung eurer Zugfahrkarten bei Peru Rail oder Inca Rail und die Buchung der Tour bei einem der Veranstalter, falls ihr den Inka-Pfad wandern möchtet. Dies ist vor allem bei Reisen in den Monaten von Mai bis Oktober wichtig, denn dann kommen aufgrund des idealen Wetters die meisten Urlauber. Ein weiteres Problem, das durch die großen Besucherströme entsteht, ist die Umweltverschmutzung. Helft deshalb mit, die schönen Anden und die Weltkulturerbestätte sauber zu halten und verlasst jeden Platz genauso, wie ihr ihn vorgefunden habt.


 Zusammenfassung Reisevorbereitung

  1. Besorgt euch rechtzeitig ein Ticket für Machu Picchu
  2. Wenn ihr auf einen weiteren Gipfel wollt, meldet euch frühzeitig an
  3. Kümmert euch schon im Vorfeld um ein Zugticket
  4. Beachtet die Reisezeit und das Wetter

Urlaub in Peru

Reisebericht: Mein Tagesauflug nach Machu Picchu

 Mich hat es 2012 nach Peru und auch nach Machu Picchu verschlagen – beides kann ich jedem nur ans Herz legen! Wir haben uns damals dafür entschieden, mit dem Zug nach Aquas Caliente zu fahren und dann früh am Morgen zu Fuß nach Machu Picchu zu laufen. Übernachtet haben wir in einem Hostel, das wir bereits vorab gebucht haben. Gleichzeitig haben wir uns für den Gipfel Huayna Picchu vorab ein Ticket gesichert. Hier müsst ihr aufpassen: Um den Besucherstrom zu lenken, müsst ihr euch für einen bestimmten Timeslot entscheiden, der im Nachhinein auch nicht mehr getauscht werden kann. 

Die Wanderung nach Machu Picchu ist zwar anstrengend, aber für jeden machbar. Stellt euch allerdings auf viele Stufen ein! Ihr solltet auch unbedingt feste Schuhe anziehen, wobei normale Turnschuhe meiner Einschätzung nach reichen. Nach unserer Ankunft erwartete uns ein ganz besonderes Schauspiel: Zuerst lag Machu Picchu noch im Nebel, aber von Minute zu Minute wurde die Sicht klarer und die Weite der Anlage wurde uns erst langsam bewusst. Wir haben uns für eine Führung mit Guide entschieden, um etwas über die Geschichte zu erfahren.

Der Anstieg auf den Huayna Picchu war nochmal anstrengend, aber sehr empfehlenswert. Hoch oben habt ihr die perfekte Sicht auf Machu Picchu. Ihr sollte unbedingt schwindelfrei sein! Ihr bewegt euch oben nur noch auf einem kleinen Felsplateau. Auch der Weg nach unten ist teilweise sehr schmal und eng. Allerdings kann ich sagen: Ticket und Aufstieg lohnen sich allemal.

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