Elefanten baden im schlamm

Elephant Hills in Thailand – Einfach elefantastisch!

Auch wenn ich bereits mehrfach in Thailand Urlaub gemacht habe, ist ein Traum immer offen geblieben. Ich wollte einmal Elefanten ganz nah sehen und möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen. Im Juni 2017 war es dann endlich so weit. Ich habe zwei Tage im Elephant Hills Camp im Khao Sok Nationalpark verbracht und muss sagen – es war einfach elefantastisch! 

Am Morgen wurde ich gegen 8 Uhr in meinem Hotel in Khao Lak abgeholt und wir fuhren etwa zwei Stunden zum Camp. Nach einem herzlichen Empfang von unserem Guide Ms. Kong durfte ich auch schon mein Zelt für die kommende Nacht beziehen.

Ich habe es mir deutlich kleiner vorgestellt und war dementsprechend positiv überrascht: es war geräumig, es gab ein großes Bett und einen Holzboden. Das Bad war sogar gemauert. Und das Beste – komplett insektenfrei!

zelt im elepfant hills camp in thailand

Mein gemütliches Zelt im Elephant Hills Camp

Tag 1 im Camp: Elefanten baden, paddeln auf dem Sok River und den Abend genießen 

Aber Zeit zum Ausruhen blieb erst einmal nicht, denn es ging gleich mit dem ersten Programmpunkt los – und zwar mit den Elefanten!

Ein typischer Safari-Truck brachte uns zum 15 Minuten entfernten Gehege. Die grauen Riesen waren schon von weitem zu sehen und ich war sehr aufgeregt, da ich noch nie zuvor Elefanten so nah erlebt hatte. Etwas mulmig war mir schon, als sie plötzlich vor uns standen. Aber jeder Elefant hat seinen eigenen Mahout (Elefantenführer), der dafür sorgt, dass sowohl die Elefanten als auch die Besucher keinen „Unfug“ treiben.

elefanten im elephant hills camps

erster Blick auf die Elefanten

Zunächst durften wir die gewaltigen Kolosse beim Baden in einem Tümpel beobachten. Man konnte ihnen richtig ansehen, wie sehr sie das genießen! Manchmal sind sie komplett abgetaucht und es war nur noch der Rüssel zu sehen.

Nach einer Weile haben wir uns alle am Fütterungsort eingefunden und wir durften uns mit Streicheleinheiten an die Dickhäuter „gewöhnen“. Unser Guide gab uns sehr viele Informationen, zum Beispiel was die genauen Unterschiede zwischen den asiatischen und den afrikanischen Elefanten ausmachen. Hättet ihr gewusst,  dass ein ausgewachsenes Tier täglich ca. 250 Kilo Futter zu sich nimmt? Gigantisch!

Nun kam der aktive Teil. Wir gingen mit den zehn Riesen zur Wasch-Station und durften selbst Hand anlegen. Mit Hilfe eines Wasserschlauches und einem Klumpen aus Wurzel-/Baumrinde hieß es schrubben, bis der Schlamm weg ist. Auch dies schienen die Dickhäuter sehr zu genießen.

Elefantendusche im Elephant Hills Camp

Elefantendusche

Mit „Öhrchen halten“ und patschnassen Klamotten durften wir die Elefanten schließlich wieder zurückbegleiten. Sie wurden nun ganz hibbelig, da sie genau wussten, was nun folgt – Futter!

elefant wird im Elephant hills camp geführt

Öhrchen-Halten im Elephant Hills Camp

Auf der Speisekarte standen Ananas, Bananen und Blattgemüse, auf das die Elefanten schon sehnsüchtig gewartet haben. Da die Rüssel flink und gierig sind, muss man darauf acht, dass man  rechtzeitig loslässt. Aber aufgefressen wurde am Ende niemand… Jetzt hieß es leider auch schon wieder Abschied nehmen von den Dickhäutern.

Im anliegenden Café wurde uns noch ein kleiner Film über die grauen Riesen gezeigt, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Zurück im Camp gab es ein leckeres Mittagsbuffet und ich genoss die kleine Auszeit für ein Bad im Swimming-Pool (wenn auch bei Regen) und einer Fuß- und Nackenmassage.

Am Nachmittag stand noch eine Kanu-Fahrt auf dem Sok-River auf dem Programm. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, aber damit muss man im Dschungel eben rechnen. Dafür entschädigt der atemberaubende Anblick der Natur in einem der ältesten Regenwälder der Welt!

Kanutour auf dem Sok River

Kanutour auf dem Sok River

Nach einer warmen Dusche im Zelt gab es am Abend eine kleine Tanzaufführung von einheimischen Kindern, deren Schule vom Elephant Hills Camp unterstützt wird.

Danach wurden wir bei einer Live-Demonstration in die Künste der Thai-Curry-Küche eingeführt und uns lief allen schon das Wasser im Mund zusammen. Zum Glück wurde auch gleich das Dinner-Buffet aufgetischt und wir ließen den Abend schlemmend und plaudernd in traumhafter Dschungel-Kulisse ausklingen.

Tag 2 im Camp: Ab in den Dschungel! 

Am nächsten Morgen konnten wir uns um 8 Uhr mit einem leckeren Frühstück stärken, bevor der anstrengendste Teil der zweitägigen Tour anstand – eine Dschungel-Wanderung.

Zunächst schien das Wetter an diesem Tag sehr freundlich. Das änderte sich allerdings zu unserem Leid sehr schnell wieder. Kaum unterwegs, goss es auch schon aus Eimern. Aber wir ließen uns davon nicht abhalten und marschierten über Stock und Stein.

Dschungel in Thailand

Dschungel-Wanderung

Mit dem Kanu überquerten wir den Fluss, stapften aufwärts einen Bach entlang, lernten viel über die verschiedenen Bambusarten und die „Ernte“ von Kautschuk und kämpften uns an einigen riesigen Spinnen vorbei, die zwischen den Bäumen in ihren Netzen hingen.

In einem kleinen Unterschlupf angekommen, gab es selbst gekochtes Curry mit frisch gepresster Kokosmilch und dazu Gegrilltes. Der Rückweg führte uns felsabwärts bei immer noch strömendem Regen und wir waren alle froh, als wir wieder heil im Camp ankamen.

Duschen und Packen stand nun an – Meine Elephant Hills Jungle Safari neigte sich dem Ende.

Mein Fazit zum Elephant Hills Camp: Die Zeit verging viel zu schnell und ich denke heute sehr gerne mit einem Lächeln daran zurück. Die mächtigen Elefanten, die einzigartige Dschungel-Kulisse, die Naturerlebnisse, die großartigen Guides und das leckere Essen. Es wird sicher nicht das letzte Mal für mich dort gewesen sein! Wenn ihr den Elefanten ebenfalls einen Besuch abstattten wollt, findet ihr bei FTI Angebote für das Elephant Hills Camp. 

Die Tour gibt es übrigens auch mit mehreren Übernachtungen. Vielleicht hänge ich nächstes Mal noch eine Nacht in einem schwimmenden Zelt auf dem Cheow-Larn See dran 🙂 

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