Golfkurs, Palm Golf, Palmeraie, Marrakesch

Golf in Marrakesch: Schnupperstunde unter Palmen

In Marrakesch könnt ihr wunderbar an eurem Handicap feilen. Dabei bieten euch die Golfplätze dort eine malerische Kulisse: Sattes Grün, soweit das Auge reicht, Palmen und der silbern schimmernde Atlas säumen den Horizont. Simone und ich wollten bei dieser Gelegenheit auch mal Green-Luft schnuppern – und wie das bei uns abgelaufen ist, verrate ich euch hier.

Golfen – was von den einen nett belächelt wird, sehen andere als sportliche Herausforderung und verbringen mit Leidenschaft einen ganzen Tag auf dem Platz. Auch ich kenne viele aus meinem Bekanntenkreis, die passioniert den Schläger schwingen. Ich selbst habe meine zugegebenermaßen wenig ambitionierte Golfkarriere nach einem erfolglosen Versuch, den Ball irgendwie zu treffen, an den Nagel gehängt. Habe ich einfach nur nicht den richtigen Zugang gefunden? Was ist dran am Golfen, dass so viele auf diesen Sport schwören? Ist der Spaziergang übers Green überbewertet oder wird Golf an sich unterschätzt? Das wollten meine Kollegin Simone und ich herausfinden – und haben kurzerhand eine Schnupperstunde gebucht.

Wo ginge der Einstieg zur Platzreife besser als in Marokko, wo – man glaubt es kaum – Golfen eine lange Tradition hat. Bereits in den 1920er-Jahren förderte König Hassan II. den Sport. Er und seine ganze Familie waren leidenschaftliche Spieler. Entsprechend sprossen seit dieser Zeit auch viele Golfplätze in Marokko aus dem Boden. Für einen davon haben wir uns während unserer Marokko-Reise entschieden: das Palm Golf in den Palmeraie Resorts etwas außerhalb von Marrakesch. Der 27-Loch-Golfplatz bietet alles für Anfänger bis hin zum Profi und ist idyllisch im wohlhabenden Stadtteil Palmeraie gelegen. Von hier genießt ihr auch einen freien Blick auf das imposante Atlasgebirge.

Clubhaus, Palm Golf, Palmeraie, Marrakesch
Simone und ich im Golbcab
Golfplatz, Palm Golf, Palmeraie, Marrakesch
Golfplatz, Palm Golf, Palmeraie, Marrakesch

 

Lektion Putting: Und der Ball rollt

Golfbag, Golfkurs, Palm Golf, Marrakesch

Angekommen im Clubhaus empfing uns auch schon unser Trainer mit einem Golfbag in der Hand. Was würde uns in der kommenden Stunde erwarten? Würde ich meine frustrierende Erfahrung von einst wiederholen? Nicht ganz, denn nachdem wir aufs Putting Green geführt wurden, zeigte uns der Trainer erst einmal, worauf es ankommt: den Griff, den Stand und schließlich den Schwung. So viele Dinge, die man beachten muss! Deshalb noch einmal von vorne: Die Finger der linken Hand umschließen den Griff, der Daumen zeigt senkrecht nach unten. Jetzt erst umschließt die rechte Hand die linke, der Daumenballen verdeckt dabei den linken Daumen, der kleine Finger liegt zwischen Zeige- und Mittelfinger der linken Hand. Zugegeben am Anfang sehr unbequem und damit auch eine beliebte Fehlerquelle. Doch wir sind motiviert und halten durch. Der Krampf im Arm würde schon irgendwann wieder verschwinden.

Nun musste ich erst einmal den richtigen Stand zum Ball finden. Der Schläger ist dabei die Verlängerung zu den durchgestreckten Armen. Ich stelle mich mit etwas Abstand zum Ball auf, eine Markierung hilft mir dabei, auch den richtigen Winkel zu finden. Die Füße stehen gerade und senkrecht zur Schwungbahn, die Knie sind gebeugt, der Oberkörper neigt mit geradem Rücken nach vorne, die Schultern sind locker und auf jeden Fall bleiben die Arme gestreckt – eine koordinative Meisterleistung, wie ich finde. Dann der erste Schlag. Er trifft immerhin den Ball, der aber weit entfernt vom Loch landet. 

Nun die dritte Lektion: der Schwung. Ich lerne, dass meine Arme als Pendel arbeiten müssen und ich keine Kraft in den Schlag stecken darf. Je weiter ich aushole, desto weiter rollt der Ball – wie weit, muss man erst mit einigen Versuchen herausfinden. Die Entfernung hängt auch von der Länge des Schlägers ab. Unser Trainer erklärt, dass ein Unterschied von nur 1,5 cm bereits bis zu 15 Meter an Distanz (bei einem guten Schlag) ausmacht. Wir staunen – und bekommen derweil die kürzeren Versionen in die Hand gedrückt. Ich denke also „Pendel“ und versuche es noch einmal – klappt gleich schon viel besser! Das ist wohl eines dieser Glücksgefühle, von dem Golfer immer berichten.

Golfstunde im Palm Golf, Palmeraie, Marrakesch

Wir lernen: Zum Golfen braucht es Konzentration.

Lektion Chipping: Absprung geschafft!

Schnupperstunde Golfen

Der Abschlag will gelernt sein!

Wir üben noch ein paar Runden Putting, bevor uns der Trainer eine Stufe mehr zutraut und uns in die Kunst des Chippings einführt. Hierfür wechseln wir sogar zur Driving Range, wo sich die Spieler üblicherweise „aufwärmen“ und wieder ein Gefühl für den Schläger bekommen. Glücklicherweise sind wir an diesem Morgen aber die einzigen auf der Driving Range, sodass wir ganz entspannt weiterüben können – zumindest so entspannt es die Grifftechnik zulässt.

Bei der Gelegenheit bekommen wir neue Schläger speziell fürs Chipping. Die Schlagfläche ist hier mehr geneigt, deshalb springt der Ball – wenn man ihn richtig trifft. Und dazu lernen wir gleich noch eine neue Schlagtechnik. Der Stand wird etwas enger als schulterbreit, das Gewicht verlagere ich auf links. Der Griff befindet auf Höhe des linken Oberschenkels. Mit den Armen wird der Schläger jetzt um 90 Grad nach rechts gehoben, der Blick bleibt auf den Ball gerichtet – und dann wird einfach mit den Schultern wie im Pendel geschwungen, die Arme gestreckt und nach links hochgeworfen, bis wir mit dem Schläger die 180 Grad vollmachen. Dabei sehe ich meinem Ball hinterher und glaube es kaum: er springt! Und landet irgendwo auf dem Grün 20 Meter entfernt. Ich bin angefixt und will es gleich erneut versuchen, bevor mein Griff wieder verrutscht und der nächste Ball im 90-Grad-Winkel Richtung Blumenbeet davonschießt. 

Allerdings bleiben einige missratene Versuche auch jetzt nicht aus. Manchmal schießt der Ball irgendwo davon, manchmal traktieren wir auch nur die Fläche rund um den Ball. Aber die ist ohnehin schon abgewetzt, also sind wir wohl nicht die ersten, die hier erst einmal an der richtigen Technik feilen mussten. So oder so: Unser Trainer scheint zufrieden und Simone und ich wechseln uns ab mit Jubeln und Fluchen.

Nach ein paar weiteren Versuchen war aber auch schon Schluss – kaum zu glauben, wie schnell eine Golfstunde vergangen ist! Höchste Zeit für eine erfrischende Belohnung um Clubhaus. In einem sind wir uns jetzt sicher: Das Green wird uns schon bald wiedersehen.

Wie unsere Golf-Schnupperstunde ablief, könnt ihr euch hier im Video ansehen:

Und wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, im Palm Golf eine Runde übers Green zu fegen, dann klickt jetzt hier für unsere aktuellen Angebote.

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