Bräuche zu Silvester

Silvesterbräuche und Traditionen: Wer feiert wie?

Bleigießen, Feuerwerk und ein schöner Abend mit Freunden. So sieht Silvester in Deutschland häufig aus. Doch wie ist es in anderen Ländern? Was tun die Menschen um gut ins neue Jahr zu rutschen? Wir haben für euch interessante Silvesterbräuche weltweit  gesammelt.

Ecuador: Hier tanzen an Silvester die Puppen

In Ecuador spielt sich Silvester auf der Straße ab. Schon am Morgen kommen die Menschen nach draußen um zu feiern. Auffallend sind die sogenannten Viejos. Puppen aus Stroh oder Pappmaché, die man am 31.12. an jeder Ecke kaufen kann. Oder man bastelt sich seine Puppe selber. Lange überleben sie ohnehin nicht. Sie werden nämlich verbrannt. So befreit man sich in Ecuador von seinen Sorgen und von allem, was im letzten Jahr schlecht gelaufen ist. Und kann ganz befreit in die Zukunft starten.

Italien: Feiern in roter Unterwäsche

In Italien ist es ganz normal, dass an Weihnachten rote Unterwäsche unter dem Christbaum liegt. Denn die braucht man eine Woche später, an Silvester. Wenn man das neue Jahr in roter Unterwäsche begrüßt, bringt das Glück. Ein Brauch, dem vor allem die Damen äußerst gewissenhaft nachgehen. Buon Capodanno!

Spanien: Eine Traube pro Gongschlag

Falls ihr Silvester in Barcelona oder in einer anderen spanischen Stadt seid, bitte nicht wundern. Hier geht am Silvesterabend niemand ohne Weintrauben aus dem Haus. Und wenn die Kirchenglocken zwölf Mal läuten, wird beim jedem Schlag eine Weintraube verzehrt. Jede Traube steht als Symbol für einen Monat des folgenden Jahres. Also verzählt euch nicht, wenn ihr die Uvas de la suerte, die Glückstrauben, esst.

Tschechien: Die Stunde des Apfelorakels

Wie wäre es mit einer rauschenden Silvesternacht in Tschechien? In Prag zum Beispiel kann man sehr gut feiern. Hier gibt es einen Silvesterbrauch, der ganz einfach durchzuführen ist: Man halbiert einen Apfel und liest das Schicksal aus dem Kerngehäuse. Bilden die Kerne einen Stern, bedeutet das Glück im neuen Jahr. Bilden sie ein Kreuz, heißt das Unglück. Spaß macht das Apfelorakel in jedem Fall. Man muss ja nicht allzu streng daran glauben.

Silvester in Prag

Silvester in Prag

Griechenland: Spielend ins neue Jahr

Wer Glücksspiele mag, ist Silvester in Griechenland richtig. Denn hier wird am Silvesterabend kräftig gespielt. Vor allem Kartenspiele. Wer gewinnt, hat Glück im nächsten Jahr. Und wer Pech im Spiel hat bekommt eine weitere Chance. Denn traditionell wird am Silvesterabend das Basiliusbrot gebacken. Brot, in dem eine Münze versteckt ist. Wer die Scheibe mit dem Geldstück abbekommt, hat ebenfalls Glück im nächsten Jahr. Und alle anderen? Trösten sich mit dem Sprichwort Pech im Spiel, Glück in der Liebe.

USA: Glücksbringer Linsensuppe

Wer am letzten Tag des Jahres Linsensuppe isst, der hat im nächsten Jahr besonders viel Glück. Und bekommt Geld. So sagt es ein Brauch in den USA, der vor allem im Süden hoch gehalten wird. Warum die Amerikaner daran glauben? Ganz einfach: Die Linsen haben Ähnlichkeit mit kleinen Münzen. Ansonsten wird hier, nach dem Verzehren der Linsensuppe, so gefeiert, wie wir es auch aus Europa kennen. Mit Party, Konfetti und Feuerwerk.

Schottland: Ausgiebig feiern beim Hogmanay

Lust auf kulinarische Experimente? Dann ist Schottland für euch das richtige Silvesterreiseziel. Die Schotten feiern Hogmanay. Und essen das Nationalgericht Haggis. Ein mit Innereien gefüllter Schafsmagen. Muss man mögen. Heruntergespült wird er mit viel Whiskey. Dazu gibt es Black Bun, Früchtebrot. Nach zwölf Uhr zieht man los und besucht Freunde und Familie, um mit ihnen auf das neue Jahr anzustoßen und Glück zu wünschen. Das kann sich auch mal mehrere Tage lang hinziehen.

China: Jahreswechsel im Februar

Ein klassisches Silvester mit Party und Feuerwerk findet in China nicht statt. Die Chinesen feiern ihr Neujahrsfest nämlich erst im Februar. Mit aufwändigen Vorbereitungen und einer drei Tage langen Feier. Wer also dem Trubel am 31.12. entfliehen möchte, der sollte in dieser Zeit nach China reisen. Und wer im Februar Lust auf einen Jahreswechsel hat, ebenso.

Neuer Trend: Silvesterhopping

Wer Silvesterfeiern liebt, kann über die Zeitzonen hüpfen und zweimal feiern. Immerhin dauert es insgesamt 26 Stunden, bis alle Länder ins neue Jahr gerutscht sind. Ihr könntet zum Beispiel in Neuseeland feiern, in den Flieger steigen und in Tahiti oder auf den Cook Inseln nochmal das neue Jahr begehen. Oder ihr hüpft von Australien nach Hawaii. Feiert eine tolle Party in Sydney und dann ein zweites relaxtes Silvester am Strand von Honolulu. Ganz nach dem Motto. Doppelt genäht hält besser.

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