Skyline Berlin

Berlin an einem Wochenende: Immer (wieder) eine Reise wert

Wenn man „Berlin“ hört, schießen sofort die verschiedensten Gedanken durch den Kopf: Die Stellung als deutsche Hauptstadt, die bewegte und schicksalhafte Historie der Stadt, imposante Sehenswürdigkeiten, ein crazy Lifestyle gepaart mit Gaga-Anekdoten, wie dem Bau des Flughafens BER.

Kurzum: Die 3,6-Millionen Einwohner Metropole ist seit jeher eine faszinierende Projektionsfläche – ein Umstand, der auch mich für einen zweitägigen Kurztrip „an die Spree“ zog. Von dieser tollen Reise möchte ich euch berichten, damit vielleicht auch ihr „auf den (Berliner) Bären“ kommt. Zwei Tage sind nicht sonderlich lang, für eine Stadt wie Berlin. Ich habe daher eine Route erstellt, wie man alle Highlights ohne Stress unter einen Hut bekommt. 

Meine Berlin Reise startete an einem milden, samstäglichen Herbstmorgen zu einer recht unchristlichen Uhrzeit. Nachdem ich mir zuvor in einer Bäckerei noch ausreichend Reiseproviant und einen schnellen Kaffee gekauft hatte, fuhr mein ICE vom Münchner Hauptbahnhof pünktlich um 6:30 Uhr gen Berlin-Gesundbrunnen ab. Obwohl die Reise sehr komfortabel war, kam auch sie nicht ohne ein fast schon liebgewonnenes „DB-Problem“ aus, das zu einer Verspätung von ca. 40 Minuten führte.

Meine Vorfreude war derart groß, dass ich dem Zugbegleiter, das über Durchsagen erbetene Verständnis zeigte und als ich am riesigen Berliner Hauptbahnhof ausstieg, dachte ich schon gar nicht mehr an meine verlorene Zeit. Kurz nach dem Aussteigen begegnet ich noch im Bahnhofsgebäude kurioserweise einer Männergruppe in Lederhosen… Kurz fragte ich mich, ob ich hier richtig bin, doch als ich den weitläufigen Bahnhofsvorplatz betrat und die erste Spreebrücke, die modernen Gebäude des Regierungsviertels und die Kuppel des Reichstags erblickte, wusste ich: Dit is Berlin!

 

Reichstag: Politisches Zentrum des Landes (Tag 1)

Der Reichstag war dann auch das erste Ziel meines Wochenendes in Berlin. Ich überquerte die Gustav-Heinemann-Fußgängerbrücke und passierte den Spreebogenpark, die Botschaft der Schweiz und das Bundeskanzleramt, ehe ich auf einer etwas unspektakulären Grünfläche stand, die den etwas hochtrabenden Namen „Platz der Republik“ trägt.

Reichstag

Von hier aus hatte ich einen unvergleichlichen Blick auf den historischen Reichstag im Baustil der Neorenaissance mit seiner ebenso modernen wie markanten Glaskuppel – so sieht es also aus, das politische Machtzentrum des Landes. Nachhaltig beeindruckt haben mich die riesige Fahne der Einheit und die „Dem Deutschen Volke“ Inschrift, die über dem Eingangsportal prangt – zwei Elemente mit historischer Dimension, die die Vergangenheit anmahnen und den Weg in die Zukunft weisen sollen.

Ich trete näher an das imposante Bauwerk heran und schieße noch ein paar Erinnerungsfotos. Auch wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, das Innere des Bundestages zu besichtigen und auch die Kuppel zu betreten, ließ ich es sein. Erstens hatte ich später noch einen „Termin“ der nicht verschoben werden konnte, zweitens erinnerte ich mich noch lebhaft an unsere Klassenfahrt vor 10 Jahren, während welcher wir das Gebäude besichtigt hatten. Ich ging entlang der Scheidemannstraße am Bundestag vorbei und bog auf die Ebertstraße ab, wo gleich die nächsten Sehenswürdigkeiten warteten…

Wichtige Infos im Überblick:

  • zu Fuß vom Hauptbahnhof in ca. 10 Minuten erreichbar
  • Zutritt zum Platz der Republik mit Blick auf Reichstag frei
  • toller Foto-Spot!
  • Führungen und Besuche des Inneren sowie der Kuppel des Bundestages möglich, ggf. lange Wartezeiten

Brandenburger Tor: Ein deutsches Nationalsymbol (Tag 2)

Schon kurze Zeit später sah ich das wohl berühmteste Bauwerk des Landes von hinten – das Brandenburger Tor! Ich war wirklich beeindruckt, wie groß und massiv das Brandenburger Tor ist – ein Umstand, der auf Fotos und im TV nicht wirklich deutlich wird!

Brandenburger Tor in Berlin

Brandenburger Tor

Nachdem ich das Bauwerk durchquert hatte, ging ich noch einige Meter über den Pariser Platz in Richtung Berlins Prachtstraße Unter den Linden, ehe ich mich zum wieder zum Brandenburger Tor umdrehte. War es von hinten schon ein imposanter Anblick gewesen, offenbarte sich mir nun seine ganze majestätische Pracht: Die Säulen harmonierten perfekt mit den Verzierungen des frühklassizistischen Stils, die gerade am „Tordach“ vorzufinden sind. Hier thront auch das Hauptschmuckwerk des Triumphtors: Die Quadriga, wie die riesige Statue der römischen Siegesgöttin Victoria und ihrem vierspännigen Streitwagen offiziell genannt wird.

Auch dieses künstlerische Meisterwerk wirkt in Natura wesentlich mächtiger als auf allen Fotos… Angesichts dieses erhabenen Anblicks konnte ich erstmals richtig verstehen, warum das Brandenburger Tor DAS Nationalsymbol Deutschlands ist.

Wichtige Infos im Überblick: 

  •  zu Fuß vom Reichstag ca. 5 Minuten
  • toller Foto-Spot
  • Eintritt frei

Holocaust Denkmal: Mahnmal für alle Zeiten (Tag 1)

Obwohl ich fast in Ehrfurcht erstarrt war (nicht einmal die skurrilen Foto-Posen anderer Touristen oder die Blödeleien verkleideter Berliner Bären, ließen mich meinen Blick abwenden), wusste ich, dass noch einiges auf meiner Agenda stand. Ich ging also durch das Brandenburger Tor zurück zur Ebertstraße und spazierte entlang der US-Botschaft zur nächsten Sehenswürdigkeit.

Schon von Weitem sah ich die dunklen Beton-Stelen, die sich in verschiedenster Größe empor erheben – das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ während des 2. Weltkriegs! Ich betrat das riesige Areal, das insgesamt 2711 dieser quaderförmigen Blöcke umfasst zu. Mit jedem Schritt mehr, merkte ich, dass sich ein unweigerliches Frösteln einstellte.

Dies war auch kaum verwunderlich, schließlich steht dieses Mahnmal für das größte Verbrechen in der Geschichte der Menschheit, ein Zivilisationsbruch, der von deutschem Boden ausging. Auch wenn ich natürlich wusste, dass es sich bei den Stelen nicht um Grabsteine handelte, ärgerten mich andere Besucher des Mahnmals reichlich: Für Fotos wurde auf die Blöcke geklettert und in den Gängen Fangen gespielt – den Umgang mit dieser traurigen Sehenswürdigkeit Berlins, muss offensichtlich wohl jeder für sich selbst entscheiden… Ich ging einmal durch die unzähligen Gänge, die die Blöcke durchziehen (wobei die Stelen zur Mitte hin immer größer werden) und dachte an die unzähligen Schicksale, Menschenleben und Verbrechen, für die diese dunklen Blöcke stehen.

Mein letzter Gedanke war, dass es genau richtig ist, dass dieses Mahnmal im Herzen der deutschen Hauptstadt steht, denn nicht signalisiert mehr ein „Nie wieder!“, als dieser Umstand. So ging ich zurück zur Ebertstraße, die mich in südlicher Richtung zur nächsten Sehenswürdigkeit führen sollte…

wichtige Infos im Überblick:

  •  zu Fuß vom Brandenburger Tor ca. 5 Minuten
  • Eintritt frei

Potsdamer Platz: Zwischen Verkehrsknoten und Hochhäusern (Tag 1)

Dachte ich nach einem kurzen Check auf der Karte, dass mein nächstes Ziel vom Holocaust-Mahnmal nur den berühmten Katzensprung entfernt ist, wurde es doch ein 10 Minuten-Marsch bis zum Potsdamer Platz.

Hier erlebte ich zum ersten Mal auf meiner Reise Berlin so, wie man es sich gemeinhin vorstellt: Urban, laut und etwas hektisch. Kein Wunder, gilt der Potsdamer Platz doch als einer der wichtigsten Verkehrsknoten der Bundeshauptstadt – Autos hupten, Radfahrer schimpften und Menschen hetzten aus einem der zahlreichen Aufgänge der U- und S-Bahn.

potsdamer-platz

Leider kein eigenes Foto aber dennoch der Potsdamer Platz

Ich ließ das weltstädtische Treiben etwas auf mich wirken, ehe ich mich dem prägenden Highlight des Potsdamer Platzes widmete. Der Forum-Tower, der Kollhoff-Tower und der Bahntower ergeben gemeinsam eine imposante, von Straßen durchzogene Hochhausformation, die einem in Kombination mit den (auch nicht gerade kleinen) Nachbargebäuden, das Gefühl geben, in NYC oder London gelandet zu sein.

Anschließend überquerte ich den von Hochhäusern flankierten Leipziger Platz und stieg hinab zur U-Bahnlinie 2. Das nächste Berlin-Erlebnis wartete.

Wichtige Infos im Überblick:

  • zu Fuß vom Holocaust-Mahnmal ca. 10 Minuten
  • toller Foto-Spot

Olympiastadion Berlin: Fußballerlebnis mit historischem Flair (Tag 1)

Eines vorweg: Wenn ihr in Berlin unterwegs seid, empfehle ich euch, immer ein Tagesticket der BVG zu kaufen, denn Berlin ist sehr weitläufig und viele Sehenswürdigkeiten sind weit verstreut. Mich führte meine nächste Station beispielsweise in den äußersten Westen der Stadt – gemeinsam mit zigtausend andern, die vornehmlich blau-weiß trugen.

Die Kenner unter euch werden es ahnen: Der nächste Stopp war das Berliner Olympiastadion bei einem Heimspiel der Hertha. Da ich es mit einem anderen Verein halte, ging ich fußballtechnisch neutral an die Sache heran und wollte einfach das Olympiastadion mit einem Fußballerlebnis verbinden.

Stadion in Berlin

Stadion in Berlin

Nach gut 20 Minuten stieg ich an der Haltestelle Neu-Westend aus. Von hier aus führt eine promenadenartige Straße direkt auf das Stadion zu und offenbart einen prachtvollen Anblick. Schon aus weiter Ferne erblickte ich die zwei riesigen steinernen Uhrentürme, die in ihrer Mitte die Olympischen Ring tragen und den Eingangsbereich des Stadions prägen. Nicht nur hier weht der Geist der Spiele von 1936, auch die Außenfassade mit ihren Säulen und groben Steinblöcken erzeugen das Gefühl einer Zeitreise.

Trotz des tragischen Umstandes, dass sowohl das Stadion selbst, als auch die Olympiade 1936 von den Nazis zur Propaganda missbraucht wurden, schloss ich diesen Ort als bekennender Fußballfan sofort ins Herz. Im Inneren genoss ich einen tollen Blick auf das berühmte und historische Marathontor, ehe das Spiel begann.

 

Obwohl die Berliner verloren, erzielten sie zwei Treffer, wobei das (gut gefüllte) Stadion jeweils förmlich explodierte. Ich kann jedem neutralen Fußballfan nur empfehlen, ein Spiel im Olympiastadion anzuschauen, wobei es nie allzu schwer ist, an günstige Tickets zu kommen. Nach der Partie schlenderte ich gemütlich zum U-Bahnhof Olympiastadion in dem Dank Stein-Architektur und Frakturschrift auch etwas die Zeit stehen geblieben scheint.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr ich zu meiner Unterkunft nahe der Warschauer Straße im Osten der Stadt.

Wichtige Infos im Überblick:

  • mit der U2 vom Potsdamer Platz aus ca. 30 Minuten
  • bis zum Eingangsbereich: Eintritt frei
  • toller Foto-Spot
  • Führungen oder Besuche eines Fußballspiels möglich

Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht, stand nach einer erfrischenden Dusche erst mal ein ausgiebiges Frühstück auf dem Programm – schließlich hatte ich auch am zweiten Tag so einiges vor mir! Wie gut, dass ich mir schon eine zeitsparende Route erdacht hatte. Noch besser war es indes, dass mein erstes Ziel quasi um die Ecke lag…

East Side Gallery: Deutschlands bekannteste Kunstgalerie (Tag 2)

Als ich nach rund drei Minuten Fußweg auf die Mühlenstraße einbog, sah ich schon Menschentrauben und Touristengruppen, die sich auf dem Gehweg der Straße drängelten – ich war also richtig! Hier befindet sich entlang der Spree seit 1990 auf dem längsten noch erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer eine Open-Air-Galerie, die darüber hinaus als Denkmal fungiert.

Auf der Mauer haben sich auf 1316 Metern insgesamt 118 Künstler mit verschiedensten Werken verewigt. Die Malereien der East Side Gallery zeigen allesamt politische, zeitgedankliche und historische Motive, die meist einen direkten Bezug zur deutschen Teilung, zum Ost-West Konflikt oder zum Thema Flucht haben.

East Side Gallery in Berlin

East Side Gallery

Das wohl bekannteste (und am meisten fotografierte) Werk ist „Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben“. Dieses, von Dmitri Wrubel erschaffene, Graffiti zeigt den sozialistischen Bruderkuss zwischen Breschnew und Honecker. Ich nahm mir viel Zeit, alle Gemälde eingehend zu studieren und zu betrachten, ehe ich das ganze Mauerstück abgelaufen hatte und weiter zum Ostbahnhof ging.

Mein Tipp für euch: Es ist gar nicht so leicht, die East Side Gallery bewusst „zu erfahren“ – überall schieben sich Menschenmassen über den kleinen Gehweg oder verlangsamen beim Posen für Fotos das Weiterkommen. Ich empfehle euch deshalb, die East Side Gallery bei Dunkelheit anzusehen. Dann verirren sich nur einige Wenige hierher und die Straßenbeleuchtung ist zum Betrachten und Genießen der Galerie absolut ausreichend.

Wichtige Infos im Überblick:

  • Von den S-Bahn Stationen „Ostbahnhof“ und „Warschauer Straße“ ca. 10 Gehminuten
  • Eintritt frei
  • toller Foto-Spot

Alexanderplatz und Fernsehturm: Am bekanntesten Platz der Republik (Tag 2)

Am Ostbahnhof kaufte ich mir ein BVG-Ticket und stieg in eine der S-Bahnen Richtung Westen. Nach zwei Stationen erreichte ich mein Ziel: Ich verließ die historische Bahnhofshalle, kämpfe mich durch das Bauwerk und überquerte die Dircksenstraße, ehe ich auf dem wohl bekanntesten Platz des Landes stand: den Alexanderplatz!

Es herrschte eine hektische Betriebsamkeit, die mich fast magisch anzog und ich beobachtete die Menschen, die fast allen Kategorien von Berlin-Klischees entsprachen. Ein Bimmeln riss mich aus meinen Gedanken – mir war das Straßenbahngleis nicht aufgefallen, in dessen Nähe ich stand. Wer kann auch ahnen, dass eine Straßenbahn diesen lebhaften Platz in seiner Mitte durchquert?

Alexanderplatz-Berlin

Alexanderplatz

Ich ließ den Blick über die benachbarten Hochhausbauten wandern und war gerade dabei, den Alexanderplatz als „nicht allzu spektakulär“ abzustempeln, als mein Blick am südlichen Ende des Platzes an der Weltzeituhr hängen blieb, die ich aus der Nähe betrachtete.

Dies charmante Spielerei, die an ihrer antennenartigen Spitze mit den Umlaufbahnen der Planeten geschmückt ist und die Uhrzeiten aus allen Metropolen der Welt anzeigt, versöhnte mich etwas mit dem „Alex“. Und da ist ja auch noch der riesige Nachbar …

Natürlich hatte ich den Berliner Fernsehturm während meines Berlin-Trips schon von Weitem gesehen (man sieht ihn eigentlich fast von überall), doch diesen Koloss nun so nahe zu sein, war schon ein beeindruckender Anblick. Der Fernsehturm ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands und galt zu Zeiten der innerdeutschen Teilung als Machtsymbol des kommunistischen Ostens.

Neben seinen Maßen ist der Berliner Fernsehturm vor allem für seine etwas futuristische Kugel, die einen Durchmesser von 32 Meter und ein Gewicht von 4800 Tonnen hat bekannt. Im Inneren der Kugel befindet sich ein Restaurant, Informationen über den Turm seine Geschichte und eine Aussichtsplattform.

Marienkirche in Berlin

Marienkirche in Berlin

Wichtige Infos im Überblick

  •  Von den S-Bahn Stationen „Ostbahnhof“ und „Warschauer Straße“ mit der S-Bahn ca. 10 Minuten mit der S-Bahn
  • Eintritt frei (Alexanderplatz)
  • Besuch des Fernsehturms möglich (kostet Eintritt)
  • ggf. lange Wartezeiten
  • toller Foto-Spot

Museumsinsel: Kunst-Idyll im Schatten des Doms (Tag 2)

Auch wenn es mich gereizt hätte, den Turm hinaufzufahren und die einmalige Aussicht auf Berlin zu genießen, fürchtete ich die langen Wartezeiten – mein Aufenthalt war schließlich begrenzt. So passierte ich den Bahnhof im Schatten des Fernsehturms gen Süden und konnte dabei noch das Rote Rathaus bewundern (wobei mir leider ein Bauzaun die Sicht verdeckte).

Nach gut 15 Minuten erreichte ich die Spree, in deren Mitte mein Ziel lag – die Museumsinsel! Auf der Insel, auf der zu Gründungszeiten Berlins die Stadt „Cölln“ lag, liegen insgesamt 5 bedeutende Museen, was sie zu einem der bedeutendsten Museumskomplexen Europas macht.

Besonders angetan hatte es mir der idyllische Garten der Alten Nationalgalerie mit seinen antiken Säulen-Arkaden. Hier legte ich eine kleine, aber feine Pause ein, ehe es weiterging.

Berliner Dom

Berliner Dom

Im Zentrum der Insel liegt neben der parkartigen Grünfläche Lustgarten mit dem Berliner Dom wohl die bekannteste Kirche Berlins. Das riesige Bauwerk wurde von 1894-1905 erbaut und bereichert seitdem das Berliner Stadtbild mit seiner riesigen Kuppel den zierenden Türmchen und seiner verzierten Außefassade im Stil der Neorenaissance und des Neobarocks.

Außerdem ist der Dom die flächenmäßig größte evangelische Kirche in Deutschland. Aus Zeitgründen verzichtete ich auch hier darauf, den Berliner Dom von Innen anzusehen – zumal er von Außen schon beeindruckend genug ist! Da ich für mein letztes Ziel des Tages wieder auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen musste, ging ich zum Alexanderplatz zurück, um in eine S-Bahn zur Friedrichstraße zu steigen…

Wichtige Infos im Überblick:

  • zu Fuß vom Alexanderplatz ca. 15 Gehminuten
  • Besichtigung der Kirche und der Museen möglich (Eintritt)
  • ggf. lange Wartezeiten
  • toller Foto-Spot

Gedenkstätte Berliner Mauer am Nordbahnhof: Erinnerung an eine geteilte Stadt (Tag 2)

Am Bahnhof Friedrichstraße stieg ich in eine S1 Richtung Oranienburg um, wobei ich nur zwei Stationen bis zum Nordbahnhof fuhr. Noch im U-Bahnhof merkte ich, dass ich an einem historischen Ort gelangt bin, war der Nordbahnhof doch eine jene Stationen, die zu Zeiten der Teilung zu einem „Geisterbahnhof“ wurden.

Fotos von in den Schächten postierten Grenzsoldaten und verbarrikadierten Fußgängerzugängen, erinnern an diese Zeiten ebenso wie viele interessante Infotafeln. Damit hatte ich schon die richtige „Grundstimmung“ für meine nächste Station.

Gedenkstätte in Berlin

Gedenkstätte in Berlin

Direkt an die S-Bahnstation grenzt in einer parkartigen Anlage die Gedenkstätte Berliner Mauer. Diese verfügt nicht nur über zahlreiche Informationstafeln sowie Statuen und Skulpturen, sondern auch über Originalteile der Berliner Mauer. Ich wunderte mich schon wie bei der East Side Gallery, dass die Mauer verhältnismäßig klein war – und doch unüberwindbar … Davon zeugt auch der Gedenkschrein, der die Fotos all jener zeigt, die auf der Flucht in die Freiheit an der Mauer ihr Leben lassen mussten.

Wichtige Infos im Überblick:

  • Vom Alexanderplatz mit der S-Bahn ca. 15 Minuten (via: Alexanderplatz-Friedrichstraße-Nordbahnhof)
  • Ausstellung „Grenz-Geisterbahnhöfe“ kann während der Öffnungszeiten des Bahnhofs Nordbahnhof besichtigt werden
  • Informationstafeln und Ausstellung auf dem Gedenkareal vorhanden
  • Eintritt frei

Mit dieser Station endete mein zweitägiger Berlin Trip und auf dem Weg zu meinem Zug gen bayerische Landeshauptstadt, war ich doch selbst überrascht, was ich in der kurzen Zeit alles geschafft hatte. Nur der Magen meldete sich knurrend, sodass ich mir am Hauptbahnhof noch Reiseproviant kaufen musste… Apropos Hunger!

Essen in Berlin – meine Tipps und Empfehlungen

Ihr werdet es euch gedacht haben: Trotz meines straffen Zeitprogramms, habe ich natürlich nicht auf Nahrungsaufnahme verzichten können. Wie gut, dass Berlin DIE Streetfood- und Imbisshauptstadt ist! Wenn ihr in Berlin seid, solltet ihr euch natürlich eine Currywurst nicht entgehen lassen, die es quasi an jeder Ecke zu kaufen gibt. Kurioserweise habe ich die beste Currywurst nahe des Brandenburger Tors gegessen.

Der kleine Kiosk „Wurst “ liegt am Rand des Tiergartens an der Rückseite des Bauwerks. Hier kommt ihr in den Genuss einer leckeren Wurst, super Pommes, fairen Preisen und einem netten Service mit „Berliner-Schnauze“.

Auch in Sachen Döner eilt Berlin ja ein gewisser Ruf voraus, den ich auch bestätigen kann: An der S-Bahnstation Hackescher Markt (zwischen Alexanderplatz und Friedrichstraße) brachte mich „Demirs Gemüs Kebap“ direkt am südlichen Ende des Markts in den „siebten Döner“ Himmel.

Und auch für Freunde, der deutschen Hausmannskost habe ich einen Tipp, den ich mir selbst am zweiten Tag meines Aufenthalts gegönnt habe: Auf halbem Weg zwischen Fernsehturm und Museumsinsel kehrte ich an der Karl-Liebknecht Straße in „Schlögels – Altberliner Gaststätte“ ein. In einem kleinen Gastraum, der durch entsprechendes Dekor und musikalische Untermalung das Flair der „Goldenen Zwanziger verströmte, genoss ich die Berliner Küche – hier stehen Bouletten, Eisbein, Spiegeleier, Bratkartoffeln und Schnitzel auf der Karte!

Und wenn es schneller, als schnell gehen muss? Dann gibt es in der Bundeshauptstadt quasi überall einen „Späti“ (von Spätkauf, kleine Einkaufsläden, die euch rund um die Uhr für Snacks und das ein oder andere (meist das andere) „Wegbier“ offenstehen)… Dit is Berlin!

Ihr seht also, dass man binnen zwei Tagen so Einiges in Berlin schaffen kann und dabei einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen kann.


Natürlich kann man bei einer riesigen Metropole wie Berlin nicht alles Wichtige binnen eines Wochenendes „ansteuern“ – für meinen nächsten Berlin-Trip stehen dann zum Beispiel Schloss Charlottenburg, der Gendarmenmarkt, Checkpoint Charlie, die Siegessäule und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf meiner Agenda. Auch wenn ihr die zahlreichen Museen besichtigen, auf den Fernsehturm oder in den Reichstag wollt, solltet ihr wegen der Wartezeiten mehr Zeit einplanen. Für einen kurzen Einblick in die Stadt und ihre Historie ist ein Kurztrip aber mehr als ausreichend!


Damit ihr im Vorfeld keine Zeit mit der Hotelsucheverliert, haben wir euch bereits tolle Angebote für Berlin herausgesucht.

 

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