Ahornblatt Indian Summer

Hier ist der Indian Summer am schönsten anzusehen!

Stellt euch unseren Altweibersommer vor – nur in viel größer und prächtiger. Das ist dann der Indian Summer. Er findet hauptsächlich in Teilen von Kanada und den Neuenglandstaaten der USA statt.

Damit es zu dieser intensiven Blätterverfärbung kommt, braucht es ganz bestimmte Bedingungen: Frostnächte in Kombination mit sehr warmen, trockenen Tagen. Wenn das eintritt, dann sind blauer Himmel, Sonnenschein und eine unglaublich intensive Färbung der Laubbäume die Folge. Wir stellen euch Orte vor, in denen der Indian Summer besonders beeindruckend ist. 

Das Farbphänomen beginnt Mitte September im Süden Kanadas und zieht sich dann langsam hinunter bis in die USA. In Maine, New Hampshire und Vermont ist der Höhepunkt der Laubfärbung meist zwischen der letzten Woche im September und den ersten zwei Wochen im Oktober zu sehen. Massachusetts, New York, Connecticut und Rhode Island haben den Höhepunkt der Blätterverfärbung häufig rund um den Columbus Day, der am zweiten Montag im Oktober stattfindet.

Ungefähr bis Ende Oktober hält der Indian Summer die Wälder in einem Farbrausch, ehe die Blätter schließlich fallen und alles wieder für ein Jahr vorbei ist.

Laubverfärubng Bäume am See

Hättet ihr es gewusst? In den USA verwendet man den Begriff Indian Summer kaum. Die Menschen dort nennen das Phänomen Fall Foliage Laubverfärbung im Herbst. Woher der Name Indian Summer stammt, ist ohnehin ungeklärt. Zeitlich kann man zumindest schon mal sagen, dass er wahrscheinlich im 18. Jahrhundert entstand, denn 1778 wurde er erstmals in einem Brief erwähnt.

Eine Theorie zur Entstehung lautet, dass der Name auf die Haupt-Jagdsaison der nordamerikanischen Indianer zurückzuführen ist. Man kann aber auch einer Legende Glauben schenken, die besagt, dass das Blut erlegter Bären ins Erdreich sickert, dann von den Bäumen aufgenommen wird und die Blätter rot färbt.  Wie auch immer der Name entstand, beeindruckend schön ist der Indian Summer auf jeden Fall. 

1. Kanada: New Brunswick und Nova Scotia

New Brunswick liegt im Osten Kanadas am Atlantik und ist sozusagen der Startschuss für den Indian Summer. Die Laubverfärbung in den Bergen der Appalachen beginnt bereits in der zweiten Septemberwoche. Danach geht es mit der Knallrot- und Goldgelbfärbung im Tal des St. John River weiter und zieht sich bis zur Fundy Bay hinunter, wo man meist ein herrliches Indian-Summer-Thanksgiving feiern kann.

Indian Summer in New Brunswick

Ab der zweiten Septemberwoche folgt Nova Scotia, wo sich die Farbe der Blätter von Ahorn, Eiche und Co. von sattem Grün über knalliges Rot bis zu tiefstem Violett verwandelt. Dazu gibt es Temperaturen von über 20 Grad und strahlend blauen Himmel. Einer der schönsten Orte im kanadischen Nova Scotia um dieses Phänomen zu bestaunen ist der Cape-Breton-Highlands-Nationalpark, einer der zwei Nationalparks in dieser Region. Aber auch auf dem Cabot Trail, in der Hauptstadt Halifax oder im Tal Annapolis Valley gibt es jede Menge Möglichkeiten, um die Blätterfärbung zu sehen.   

2. Maine: Bundesstaat der Kiefern

Maine trägt auch den Beinamen Pine Tree State, da es hier besonders viele Kiefern gibt. Und obwohl sich deren Nadeln natürlich nicht verfärben, ist der Indian Summer spektakulär. In der letzten Septemberwoche beginnt er gleich in 32 State Parks, die mit traumhafter Landschaft und ganz viel Wald zum Wandern oder Mountainbiken locken.

Wer es abgeschieden mag, ist im Baxter State Park richtig. Hier warten 160 Kilometer Wanderwege auf euch. Außerdem herrschen perfekte Bedingungen zum Kajakfahren und Angeln. Möglicherweise trefft ihr sogar einen Elch oder Biber unterwegs?  

 

 
 
 
 
 
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 Touristisch bestens erschlossen ist die Hauptattraktion von Maine: Der Arcadia Nationalpark, der für seine Berge, Seen und die felsig-raue Landschaft berühmt ist.  Am besten könnt ihr die faszinierende Natur hier bei einer ausgiebigen Wanderung oder einer Autofahrt auf der Panoramaroute entlang der Küste erkunden. Diese, auch als Staatsstraße 11 bekannte Strecke, führt von Portage bis Fort Kent. Traumhaft schön ist es auch auf der Staatsstraße 15, die etwas weiter südlich verläuft. Beste Aussichtspunkte hier: Der Little und der Big Squaw Mountain.

New Hampshire: Indian Summer im See gespiegelt

Von oben sieht man den Indian Summer am besten. Daher bietet sich ein Besuch des 1.917 Meter hohen Mount Washington im White Mountain National Forest besonders an. Wer nicht so hoch hinaus will: Keine Sorge, es gibt unten im Park ebenfalls tolle Wasserfälle und Täler.

Auch eine Wanderung durch die Lakes Region mit ihren knapp 300 Seen ist reizvoll. Hier sieht man die Farbenpracht gleich doppelt, da sich die Bäume im Wasser spiegeln.  Zudem ist die Gegend ideal für Kanufahrten. Also schnappt euch ein Boot, paddelt los und genießt das Naturphänomen vom Wasser aus!

Indian Summer in New Hampshire

Man sagt, dass der Indian Summer in Vermont am farbenprächtigsten ist. Das liegt an der hohen Anzahl an Ahornbäumen die es hier gibt – beste Chancen also für einen perfekten Indian Summer. Vor allem die Blätter des Zuckerahorns verfärben sich intensiv scharlachrot.

Wer nicht mit dem Mietauto unterwegs ist, kann auch mit dem Zug durch den Green Mountain National Forest fahren und sich die Nase an der Fensterscheibe plattdrücken. Den besten Überblick hat man allerdings vom knapp 1.340 Meter hohen Mount Mansfield aus. Aber auch rund um den berühmten Lake Champlain kann man das Farbspektakel ausgiebig bestaunen.

Massachusetts: Auf den Spuren der Mohawk Indianer

So richtig traurig ist hier niemand, wenn der Sommer vorbei ist, denn dann kommt der Indian Summer nach Massachusetts. Mit der Hauptstadt Boston befindet sich in diesem Bundesstaat auch gleich das „Tor zum Indian Summer“, denn von hier aus lassen sich viele Hot-Spots besonders gut erreichen. Einer von ihnen: die Berkshire Mountains im Westen des Bundesstaates. Vom höchsten Berg, dem Mount Greylock, hat man einen fantastischen Blick über die Landschaft. Bei gutem Wetter blickt man sogar über ganze fünf Bundesstaaten!

Berkshire Mountains Indian Summer

Wer sich auf die Spuren der Mohawk Indianer begeben möchte, kann auf dem Mohawk Trail, einer ehemalige Handelsroute, den Indian Summer von seiner schönsten Seite erleben. Die schmale Straße führt von Greenfield nach Williamstown und ist ein Muss, falls ihr in der Gegend seid.

Rhode Island: Herbstblätter an der Küste

Indian Summer am Strand? Das gibt es in dem winzigen Bundesstaat Rhode Island, der sich zwischen Massachusetts und Conneticut befindet. Vor allem die Umgebung rund um die Kleinstadt Kingston eignet sich perfekt als herbstliches Reiseziel, um rotgefärbte Blätter die Küstenfelsen hinuntersegeln zu sehen.  

Conneticut: Indian Summer in der Idylle

In Conneticut merkt man, dass man sich bereits auf dem halben Weg nach New York befindet. Die Besiedlung wird hier schon merklich dichter – und die Shoppingmöglichkeiten zahlreicher. Dennoch hat man die Möglichkeit einen wundervollen Indian Summer zu genießen. Zum Beispiel in den Litchfield Hills. Dort findet ihr Bilderbuchdörfer, staatliche Herrenhäuser und jede Menge Ruhe. Oder ihr gönnt euch etwas Besonderes, und macht eine Fahrt mit der Dampfeisenbahn Valley Railroad von Essex nach Chester.  

Litchfield Hills Indian Summer

New York: Herbstlaub im Central Park

Den Indian Summer erlebt man in der Natur zwar deutlich schöner als zwischen Wolkenkratzern aber New York ist und bleibt eine faszinierende Stadt –  und natürlich gibt es das Naturphänomen auch hier. Schlendert einfach ausgiebig durch den Central Park und  raschelt mit den Füßen im verfärbten Laub, dann bekommt ihr auch so eine kleine Portion Indian Summer ab. Und das Gute: Sollte er mal nicht so stattfinden, gibt es in New York noch jede Menge andere Dinge zu tun.

Indian summer in new york

Indian Summer XXL

Wer den Indian Summer besonders ausgiebig erleben möchte, der sollte seine Wanderstiefel schnüren und sich auf den Appalachian Trail begeben. Er ist insgesamt 3.500 Kilometer lang und verläuft von Georgia bis zum Bexter State Park in Maine. Ein Teilstück führt auch durch die Neuenglandstaaten und ist wie gemacht für einen ausführlichen Indian Summer Herbstwanderurlaub.

 

 
 
 
 
 
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Na, Lust bekommen? Wenn ihr den Indian Summer mit eigenen Augen erleben wollt, findet ihr bei uns Angebote für die USA und Kanada.

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