Comer See in der Lombardei

Die schönsten Seen weltweit – magische „Seen-Sucht“

Seen und Binnengewässer werden immer beliebter und das ist wenig überraschend, schließlich kann die natürliche Umgebung eines Sees durchaus spannend und facettenreich sein. Für Badespaß, abwechslungsreiche Urlaubsmomente und erholsame Stunden müssen gar nicht immer die „sieben Weltmeere“ herhalten – ganz im Gegenteil. Es gibt traumhaft schöne Reiseziele an nennenswerten Seen.

Um diesem Reise-Trend Rechnung zu tragen, haben wir uns auf die Suche nach den schönsten Seen weltweit gemacht und sind dabei mehr als fündig geworden. Freut euch auf spektakuläre Panoramen, idyllische Landschaften sowie faszinierende Naturphänomene und entdeckt auf unserer Reise, dass es nicht immer das Meer braucht, um tolle Urlaubsmomente zu genießen. Bereit? Der See ruft!

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste im Überblick

  • Viele Seen sind pittoresk in die umliegende Natur eingebettet, sodass man Badespaß mit Wanderungen oder Radtouren oftmals zu einem aktiven Outdoor-Erlebnis verbinden kann
  • Traumziele vor der Haustür: Deutschland hat eine Vielzahl an schönen Seen, wie beispielsweise die bayerischen Voralpenseen oder die Mecklenburgische Seenplatte beweisen
  • Große Badeseen haben oftmals kristallklares, sauberes Wasser und verfügen über eine vielseitige touristische Infrastruktur, wie man sie von einem Strandurlaub am Meer kennt

Ab an den See: Wasser-Zauber fernab der Meeresküste

Gerade Europa ist ein Kontinent der Seen, doch auch in anderen Teilen der Welt brauchen sich die Binnengewässer nicht zu verstecken. Ob nah oder fern, ob Badesee, Bergsee oder Baggersee – tolle Seen gibt es zuhauf! Wir haben die schönsten für euch aufgelistet, wobei die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit hat (Schönheit liegt bekanntermaßen im Auge des Betrachters).

1. Lago di Como: Bergsee mit mediterraner Aura

Wenn ihr an einen See in Italien denkt, kommt euch bestimmt als Erstes der Gardasee in den Sinn. Und obwohl das Reise-Evergreen bei den Deutschen aufgrund seines kulturellen und touristischen Angebots nicht ohne Grund sehr beliebt ist, liegt rund 120 Kilometer weiter westlich ein weiteres Gewässer, das fast noch attraktiver und mediterraner ist: Der zwischen den italienischen Alpen eingebettete Lago di Como ist der drittgrößte See des südeuropäischen Staates und weist eine 170 Kilometer lange Küstenlinie auf, deren markante Form an ein umgedrehtes Y erinnert.

Comer See in der Lombardei
Umgeben von charmanten, kleinen Dörfern versprüht der Comer See eine mediterrane Aura

Entlang des grünlichen Wassers des Comer Sees, das gerade bei Sonnenschein mystisch schimmert und funkelt, findet ihr alles, was „Bella Italia“ zu einem immerwährenden Sehnsuchtsort macht: Urige Dörfchen mit bunten Hausfassaden und Fensterläden, romantische Buchten, idyllische Pinienwälder und lebhafte Ortschaften wie Lecco oder Bellagio warten nur darauf, von euch entdeckt zu werden. Wer braucht schon das azurblaue „Mare“, wenn er am Comer See Dolce Vita, Italien aus dem Bilderbuch und ein prachtvolles Bergpanorama kombinieren kann?

2. Bleder See: Sloweniens alpines Juwel

Auch Italiens Nachbarland Slowenien kann ein wahres Highlight in Form eines Bergsees sein Eigen nennen. Der Bleder See ist nicht nur eines der bekanntesten Fotomotive des Landes, sondern auch einer der schönsten Seen Europas. Ihr könnt den See wandernd umrunden, was angesichts der unberührten Natur der Umgebung ein besonders beruhigendes Erlebnis ist.

Bleder See in Slowenien
Die kleine Insel im Zentrum ist das unverkennbare Wahrzeichen des Bleder Sees

Neben dem idyllischen Ambiente, kann der Bleder See noch mit zwei kulturellen Sehenswürdigkeiten begeistern, die ihr entdecken könnt: Am nördlichen Ufer erhebt sich auf einem Felsvorsprung die Bleder Burg in die Szenerie, während die berühmte Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt sich auf einer kleinen Insel inmitten des Sees befindet und die unwiderstehliche Aura dieses Naturschatzes komplett macht! Entlang des Sees findet ihr einige beschauliche Strände mit guter Infrastruktur, die es euch ermöglicht, euch auf einem Steg zu sonnen, mit Seeblick Essen zu gehen oder ein Ruderboot zu mieten.

Hoteltipp: Zwischen See, Park und der stolzen Bleder Burg liegt das komfortable Hotel Rikli Balance Hotel mit seiner entspannten Atmosphäre.

3. Plitvicer Seen: Der Stolz Kroatiens

Wir bleiben auf dem Balkan, wo Kroatien nahe der Grenze zu Bosnien und Herzegowina den Nationalpark Plitvicer Seen beheimatet. Im ältesten Nationalpark Südosteuropas werdet ihr von 16 Seen verzaubert, die durch ein beeindruckendes Netz aus kleinen Flüssen und Wasserfällen miteinander verbunden sind. Durch Mineralien im Wasser leuchten die Seen in surrealem türkisblau, die Karst- und Waldlandschaft rundet das herrliche natürliche Gesamtbild ab. Auch wenn die Gewässer noch so verführerisch und erfrischend wirken, ist es wichtig zu wissen, dass es sich um keine Badeseen handelt, da das ganze Areal unter besonderem Schutz steht.

Nationalpark Plitvicer Seen in Kroatien
Der Nationalpark Plitvicer Seen beheimatet eine vielfältige Flora und Fauna

Ihr könnt den Nationalpark, der bereits 1979 von der UNESCO auf die Liste der Weltnaturerbe gesetzt wurde, auf mehreren befestigten Pfaden entdecken und dabei das eine oder andere Erinnerungsfoto schießen. Da dieses Naturjuwel jährlich unzählige Touristen aus aller Welt anlockt, empfehlen wir euch, die Plitvicer Seen in der Nebensaison im Frühling oder Herbst zu besuchen. Interessanter Fact: Die Schönheit der Plitvicer Seen überzeugte auch zahlreiche Filmemacher, unter anderem wurde hier „Winnetou: Der Schatz im Silbersee“ gedreht. 

Lesetipp: Möchtet ihr mehr über den Nationalpark Plitvicer Seen erfahren, schaut gerne in unserem Beitrag vorbei!

4. Balaton: Das ungarische Meer

Dass die nächste Meeresküste gute 300 Kilometer entfernt ist, stört in Ungarn niemanden, schließlich hat man mit dem Balaton den größten See Mitteleuropas – und einen der schönsten Badeseen! In den Sommermonaten mutiert das türkisblaue Gewässer zum absoluten Urlaubsparadies: Dann steigen die Wassertemperaturen auf bis zu 27 Grad und zahlreiche Strände und Buchten garantieren euch entspannte Stunden und Wasserspaß für die gesamte Familie.

Balaton / Plattensee in Ungarn
Strände, Heilbäder und Thermalquellen am Balaton sind Anziehpunkt für zahlreiche Badetouristen

Während die Südküste mit 70 Stränden, flachen Ufern und größeren Ferienzentren und Seebädern das touristische Eldorado des Plattensees darstellt, zeichnet sich das natürliche Ambiente der nördlichen Ufer durch eine anmutige Ursprünglichkeit aus: Romantische Hügellandschaften locken für Wanderungen und Erkundungstouren ebenso wie der Balaton-Oberland Nationalpark, Genießer unter euch kommen in den idyllischen Weinbaugebieten dank der Weinverkostungen und interessanten Führungen voll auf ihre Kosten. Ihr seht schon: Der Balaton ist genauso aufregend und vielfältig wie Ungarn selbst!

Hoteltipp: Ein Hotel direkt am See und vieles mehr bietet das Club Tihany, das inmitten der Natur auf der Halbinsel Tihany liegt.

5. Eibsee: Bayerns „Karibik“

Wir machen einen Sprung über die Alpen, wo das deutsche Bundesland Bayern voll stolz auf eine Vielzahl schöner Seen blicken kann. Der wohl prachtvollste davon ist der Eibsee westlich von Garmisch-Partenkirchen – ein Gebirgsgewässer, wie es schöner nicht sein kann! Das Wasser ist kristallklar und an einigen Stellen so türkis, dass es schon fast eine karibische Aura verströmt. Wenn ihr euch an die Umrundung des Sees macht (die circa 2 Stunden dauert und für jedermann zu schaffen ist), durchstreift ihr eine wunderschöne Landschaft aus tiefen Wäldern, grünen Auen und unberührten Hängen. Wobei ihr stets im Schatten der benachbarten Zugspitze wandert – Deutschlands höchster Berggipfel lässt das gesamte Ambiente fast schon surreal anmuten.

Eibsee in Bayern
Inmitten des Wettersteingebirges erstreckt sich idyllisch der Eibsee

Gerade am nördlichen Ufer reiht sich ein Foto-Spot an den nächsten, was vor allem daran liegt, dass dieser Teil des Gewässers von rustikalen Felsbuchten und beschaulichen Eilanden geprägt ist und ihr hier das volle Panorama auf die umliegenden Bergzüge habt. Wenn ihr nicht nur wandern wollt, werdet ihr rund um den See immer wieder auf Strände stoßen, deren Beschaffenheit von feinem Kies bis zu größerem Gestein variiert. Zum Baden solltet ihr aber nur im Sommer kommen, der See ist das ganze Jahr über recht frisch und friert im Winter zu. Am südöstlichen Ufer des Eibsees gibt es einige Verpflegungsmöglichkeiten und einen Bootsverleih, sodass ihr die bayerische Naturpracht auch vom Wasser aus erleben könnt.

Lesetipp: Ein Urlaub in Bayern klingt gar nicht so schlecht? Finden wir auch – im nächsten Beitrag lest ihr unsere schönsten Urlaubsideen für die Wohlfühlwelt Bayern!

6. Peyto Lake: Naturwunder in Türkis  

Für unseren nächsten schönen See verlassen wir erstmalig Europa und begeben uns ins zweitgrößte Land der Welt. Kanada ist bekannt für seine weiten, ungezähmten und spektakulären Landschaften, wobei der Banff-Nationalpark in der Provinz Alberta besonders heraussticht. Neben den gigantischen Bergzügen, zerklüfteten Felshängen und den tiefen, unberührten Nadelbaumwäldern liegt das vor allem am Peyto Lake, der auf seiner Fläche von ca. 5 Quadratkilometern in sattem Türkis erstrahlt. Und mit Türkis meinen wir nicht das typisch bläuliche Swimming-Pool-Schimmern von klarem Wasser, vielmehr wirkt es tatsächlich so, als wäre hier ein gigantischer Farbeimer geleert worden – gerade in Kombination mit dem tiefen Grün der Abermillionen umliegenden Bäume und dem grauen Gestein der Bergmassive ergibt sich so ein wundersames Farbspiel!

Peyto Lake im Banff-Nationalpark in Kanada
Die türkise Farbpracht ist charakteristisch für den Peyto Lake in den kanadischen Rocky Mountains

Die Umgebung des Peyto Lakes, der nach einem Trapper benannt ist, eignet sich bestens zum Wandern, außerdem kommen Landschaftsfotografen und Hobby-Knipser voll auf ihre Kosten. Obgleich der See sehr abgelegen zu verorten ist, könnt ihr ihn gut über den bekannten Icefields Parkway erreichen, eine Strecke, die auf 233 Kilometer einige der schönsten Naturwunder Kanadas verbindet.

7. Titicacasee: Südamerikanische Faszination

Wasser und Südamerika? Ganz klar: Die karibischen Küsten Kolumbiens und Venezuelas sowie das Meer vor der Copacabana im brasilianischen Rio. Gerne übersehen wird dabei ein weiteres „Wasser-Highlight“ im peruanisch-bolivianischen Grenzgebiet. Das Gewässer mit dem klangvollen Namen Titicacasee ist einer der idyllischsten Naturräume in ganz Lateinamerika und zählt nicht ohne Grund zu den schönsten Seen der Welt. Auf einer Höhe von 3812 Metern über dem Meeresspiegel ist der Titicacasee einer der höchsten Bergseen der Welt. Da damit eine jahreszeitenübergreifende Kälte einhergeht, ist der Titicacasee eher nicht zum Baden geeignet.

Isla del Sol im Titicacasee in Bolivien
Nicht nur aufgrund des kalten Wassers atemberaubend: der Titicacasee

Langweilig wird es euch aber bestimmt nicht: Das Gewässer selbst, sowie die endlosen zerklüfteten Berg- und Hügellandschaften sind der Lebensraum unzähliger exotischer Tiere wie zum Beispiel den Jamesflamingos, den Titicaca-Tauchern oder den Vizcachas (Hasenmäuse). Wenn ihr Glück habt, könnt ihr während einer Bootstour oder einer Wanderung Bekanntschaft mit den faszinierenden heimischen Arten machen. Das größte kulturelle „Must-See“ sind die schwimmenden Inseln der indigenen Urus, die sich mit ihren Unterkünften auf dem Wasser einst vor den Angriffen der Inkas schützen wollten. Generell ist das Leben am Titicacasee sehr traditionell und ursprünglich geprägt, sodass ihr viel über die spannende Kultur und naturverbundene Lebensweise der Andenregion erfahren werdet.

8. Lake Pukaki: Erbe des Gletschers

Die letzte Station unserer Reise zu den schönsten Seen weltweit führt uns auf die andere Seite des Pazifiks. Hier liegt ziemlich genau im Zentrum der Südinsel Neuseelands der Lake Pukaki am Nordrand des sogenannten Mackenzie-Beckens, einer weitläufigen, von Gebirgszügen eingeschlossenen Steppenlandschaft. Das 82 Quadratkilometer große Binnengewässer entstand einst aus einem Gletscher, der sich zwar zurückzog, aber noch heute als Zufluss fungiert. So ist es eben jenes eiskalte Gletscherwasser, das dem Lake Pukaki seine satte hellbläuliche Färbung verleiht.

Lake Pukaki in Neuseeland
Lake Pukaki, der größte von drei nahezu parallel verlaufenden Seen am Nordrand des Mackenzie-Beckens

Bis auf einige wenige Übernachtungsmöglichkeiten am Südufer des Sees ist die gesamte Region „Natur pur“. Auf Wanderungen oder Biketouren (am Westufer gibt es zudem eine Landstraße) um den Lake Pukaki habt ihr an mehreren Stellen die Möglichkeit, die rau-charmanten Strände und Ufer zu betreten, wo sich euch ein beispielloser Ausblick offenbart: Über dem endlos wirkenden Wasser erheben sich grüne Bergketten und schneebedeckte Bergmassive in den Himmel Neuseelands. Wenn ihr dieses märchenhafte Ambiente auf euch wirken lasst, wird euch unweigerlich das Gefühl grenzenloser Freiheit erfüllen, wobei ihr wieder einmal merken werdet, was unser Planet doch für ein einzigartiges Wunder ist. Übrigens: Mit dem Lake Ohau und dem Lake Tekapo liegen zwei weitere sehenswerte Seen westlich bzw. östlich des Lake Pukaki – ebenfalls zwei beachtliche Naturjuwele!

Häufig gestellte Fragen zu den schönsten Seen

Ihr seid auf den Geschmack gekommen und überlegt, euren nächsten Urlaub an einem See zu verbringen? Das ist im ersten Moment vielleicht gar nicht so einfach, schließlich seid ihr es womöglich nicht unbedingt gewohnt, dass Binnengewässer in der Urlaubsplanung eine Rolle spielen. Ihr habt Fragen? Wir haben Antworten!

Welches Land hat die schönsten Seen?

Das kann man pauschal nicht so einfach sagen, da jeder „Schönheit“ anders empfindet. Zudem kommt die Frage, ob ihr Baden wollt, aktiv unterwegs seid oder am liebsten außergewöhnliche Panoramen genießt. Fest steht, dass Deutschland bei schönen Seen dank der bayerischen Voralpen- und Bergseen sowie der Mecklenburgischen Seenplatte vorne mit dabei ist und auch unser Nachbarland Österreich hat in dieser Hinsicht eine ganze Menge zu bieten. In Skandinavien können besonders die Seen in Schweden und Finnland (nicht umsonst „Land der tausend Seen“ genannt) hervorstechen. Außerhalb Europas sind es vor allem Kanada und die USA, die für imposante Seenlandschaften bekannt sind.

Was ist der größte See der Welt?

Der größte See der Welt, mit einer Fläche von 386.400 km², ist das Kaspische Meer und liegt im Bereich der eurasischen Grenze. Anrainerstaaten sind Aserbaidschan, Russland, Kasachstan, Turkmenistan und der Iran. Gerade wegen seiner beachtlichen Größe wird es nicht als See, sondern als Meer betitelt. Das Kaspische Meer ist fast fünfmal größer als der Oberer See, der weltweit zweitgrößte See und größter Süßwassersee der Erde.

Was ist der größte See Europas?

Der größte See Europas ist der Ladogasee und befindet im europäischen Teil Russlands nahe Finnland. Der größte See der Europäischen Union ist der Vänern im Südwesten Schwedens.

Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte
Die Müritz innerhalb der Mecklenburgischen Seenplatte ist der größte See, der vollständig in Deutschland liegt

Fazit

Ihr seht also, dass es weltweit schöne Seen gibt, die allesamt ein lohnenswertes Reiseziel darstellen. Der größte Vorteil ist die Vielseitigkeit der Optionen: Ob Badeurlaub, Kulturreise oder Aktiv-Trip – bei einem Urlaub am See ist alles möglich, zumal ihr sogar oftmals die Möglichkeit habt, mehrere Elemente zu kombinieren. Worauf wartet ihr noch? Gebt euch eurer „Seen-Sucht“ hin!

Ihr habt jetzt das Verlangen, eure Seen-Sucht zu stillen? Dann sucht euch schnell euer passendes Hotel aus unseren tollen Urlaubs-Angeboten aus.

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