Freunde beim französischen Brunch

Französische Küche erleben – hier esst ihr wie Gott in Frankreich

Oh, là, là: Die französische Küche hat sich längst über die Landesgrenzen hinweg einen Namen gemacht und auch hierzulande lieben wir unser Croissant zum Sonntagsfrühstück, das Baguette darf zum Grillen nicht fehlen, der Camembert ist fester Bestandteil der Käseplatte und Macarons sind DAS Gebäck der Stunde. Der Einfluss auf die internationale Küche zeigt sich schon durch all die wunderschön klingenden französischen Begriffe, mit denen Profiköche jonglieren. Doch in vollendeter Kunst lässt sich die Haute Cuisine natürlich nur in Frankreich erleben.

Dass das französische Essen etwas ganz Besonderes ist, hat auch die UNESCO erkannt und die kulinarischen Traditionen Frankreichs im Jahr 2010 zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt. Wenn das mal kein Grund ist, sich die französische Küche genauer anzuschauen und sich im Praxistest ein Bild davon zu machen. Wir nehmen euch mit auf eine Genussreise und stellen euch die besten Orte vor, an denen ihr Frankreich mit allen Sinnen erleben könnt. Freut euch auf typische Gerichte, traditionelle Spezialitäten und kulinarische Geheimtipps. Achtung: Magenknurren nicht ausgeschlossen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste im Überblick

  • Essen nimmt im Alltag der Franzosen einen hohen Stellenwert ein. Sowohl die Zubereitung als auch der Genuss werden zelebriert.
  • Jede Region Frankreichs lockt mit Spezialitäten, die für die jeweilige Gegend charakteristisch sind.
  • Insbesondere französischer Käse und Wein sind über die Landesgrenzen hinweg berühmt und schmecken vor Ort noch einmal ganz anders als hierzulande.

Französische Essgewohnheiten: Achtsamer Genuss

Essen ist in Frankreich viel mehr als nur die reine Nahrungsaufnahme. Stattdessen wird gemeinsam mit allen Sinnen genossen. Das beginnt schon bei der Zubereitung. Frisch und hausgemacht statt schnell und ausgepackt lautet die Devise. Morgens darf der berühmte Café au Lait nicht fehlen, klassischerweise gibt es dazu Baguette mit Marmelade oder – meist am Wochenende – ein Croissant.

Lunch besteht meist aus drei Gängen – entrée, plat und dessert –  genauso wie das Abendessen, das jedoch etwas leichter ausfällt, dafür aber gerne ausgedehnt wird. Anschließend tauschen sich alle bei einem petit café gemütlich über den Tag aus. Nehmt euch doch im Urlaub auch mal so richtig Zeit zum Genießen und lasst diese Entspanntheit mit in euren Alltag einfließen.

Croissants
Mit einem französischen Croissant kann der Tag gut starten

Was und wann essen die Franzosen?

  • Frühstück: Kleinigkeit nach dem Aufstehen
  • Mittagessen: Wichtigste Mahlzeit, Drei-Gänge-Menü, gerne im Restaurant zwischen 12 und 14 Uhr
  • Abendessen: Ausgedehntes Drei-Gänge-Menü, in Restaurants ab 19 Uhr erhältlich
Achtung: Viele Restaurants schließen nach der Mittagszeit bis zum Abend. Möchtet ihr nicht mit knurrendem Magen vor verschlossenen Türen stehen, solltet ihr euch vor 14 Uhr stärken.

Cuisine française par excellence: Die besten Reiseziele

Kaum ein Land verbinden wir so sehr mit hochkarätigem Genuss wie Frankreich und das aus gutem Grund. Der Blick in die Vergangenheit zeigt: Schon lange wird dort das Essen als Kunstform zelebriert und die cuisine française ist es, die für die klassische Speisenfolge aus Suppe, Vorspeise, Hauptspeise, Käse und Dessert verantwortlich ist. Dabei hat jede Region ihre eigenen Spezialitäten, die ihr bei einer Gourmetreise durch das Land entdecken könnt. Wir stellen euch unsere liebsten Reiseziele vor, bei denen der Genuss im Mittelpunkt steht.

1. Paris: Vielfältiger Mix

Die französische Hauptstadt gilt als Eldorado für Feinschmecker und geizt nicht mit kulinarischen Hotspots. Wenn ihr nur einen Ort besuchen könnt und dennoch die französische Küche in ihrer Vielfalt erleben möchtet, seid ihr in Paris genau richtig. Denn hier taucht ihr in einen Mix aus allen regionalen Küchen des Landes ein – mit dem gewissen Pariser Chic.

Macarons
Herrlich bunt und lecker: Macarons

Lesetipp: Was ihr euch zwischen euren Genuss-Stops noch anschauen solltet, verraten wir euch in unseren Paris-Tipps.

Pariser Spezialitäten:

  • Soupe à l’oignon: Zwiebelsuppe mit geröstetem und mit Käse gratiniertem Baguett. Sie wird zwar meist als Vorspeise angeboten, ist jedoch ziemlich reichhaltig. Wenn ihr noch Platz für ein Dessert haben möchtet, könnt ihr das Hauptgericht getrost überspringen.
  • Croque-Monsieur: Sandwich aus zwei Scheiben Toastbrot mit gekochtem Schinken, Bechamelsoße, gratiniert mit einer Käseschicht. In Paris ist sogar ein belegtes Brot ein kulinarisches Highlight. Liegt auf dem Sandwich noch ein Spiegelei, wird aus dem monsieur übrigens eine Croque-Madame.
  • Macarons: Gebäck aus Mandelmehl mit einer Creme in der Mitte. Das kleine bunte Gebäck gelangte zwar wahrscheinlich ursprünglich aus den arabischen Ländern über Italien nach Frankreich, gilt jedoch als Inbegriff der französischen Pattiserie-Kunst. Besonders begehrt sind sie beim Pâtissier Pierre Hermé und in der Konditorei Ladurée.
Tipp: Schlendert über einen Pariser Markt, deckt euch mit frischem Baguette, Käse und Oliven ein und lasst es euch am Ufer der Seine schmecken.
  • Foodspot-Empfehlung: Marché St. Quentin in der Nähe des Gare de l‘Est

Hoteltipp: Paris mon amour – Lasst euch von unseren Paris-Angeboten inspirieren und erkundet die Stadt der Liebe und des Genusses.

2. Provence & Côte d’Azur: Nicht ohne meine Kräuter

Im Süden Frankreichs ist die Küche von spanischen und italienischen Einflüssen geprägt. An der Côte d’Azur dürfen frische Meeresspezialitäten nicht fehlen. Zutaten, wie Tomaten und Knoblauch, verfeinert mit Kräutern der Provence, versprühen mediterranes Flair. Natürlich solltet ihr euch den kulinarischen Klassiker aus der Provence, ein Ratatouille, nicht entgehen lassen, doch auch die folgenden Spezialitäten müsst ihr probiert haben.

Tapenade
Tapenade, eine südfranzösische Olivenpaste
Lesetipp: Was ihr gut gestärkt unternehmen könnt, verraten wir euch in unseren Reisetipps für die Côte d’Azur.

Spezialitäten der Provence:

  • Tapenade: Brotaufstrich aus Oliven, Sardellenfilets, Knoblauch und Kapern. Eine einfache und doch unglaublich köstliche Delikatesse, besonders zum Aperitif auf frischem Baguette.
  • Salade niçoise: Salat aus Prinzessbohnen, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, hart gekochten Eiern, Thunfisch, Oliven und Sardellenfilets, verfeinert mit Olivenöl. Perfekt als leichte Stärkung an der Strandpromenade von Nizza mit einem Glas Rosé.
  • Fleur de courgettes: In Öl ausgebackene Zucchiniblüten im Teigmantel. Auf vielen Märkten in der Provence findet ihr nicht nur das Gemüse an sich, sondern auch die Blüten der Zucchini. Die sensiblen Blüten müssen bei der Zubereitung vorsichtig behandelt werden. Heraus kommt ein knuspriger Snack, der auch befüllt werden kann.
  • Foodspot-Empfehlung: Freiluftmarkt Les Halles in Avignon

Hoteltipp: Lavendel aus der Provence soll ja beim Einschlafen helfen, in unseren Unterkünften in der Provence schlaft ihr auf jeden Fall ausgezeichnet.

3. Elsass: Französische Finesse trifft auf deutsche Deftigkeit

Die Küche im Elsass unterscheidet sich etwas von dem, was man vielleicht sonst als typisch französisch bezeichnen würde. Denn hier gesellt sich zu der Finesse Frankreichs eine gewisse Deftigkeit. Vielleicht fallen euch auch die deutschen Noten auf, die die Rezepte beeinflussen. Dank der fruchtbaren Böden können die Köche im Elsass auf eine ganze Reihe von frischen Zutaten zurückgreifen und daraus köstliche Gerichte zaubern. Als Begleitung darf selbstverständlich ein exzellenter Wein aus der beliebten Weinbauregion nicht fehlen.

Elsässer Flammkuchen
In allen Variationen ein Gedicht: Flammkuchen

Spezialitäten aus dem Elsass:

  • Elsässer Flammkuchen: Dünner, knuspriger Teigfladen mit Crème fraîche, Speck und Zwiebelringen. Kein Wunder, dass sich diese Köstlichkeit mittlerweile auch in Deutschland verbreitet hat. Doch so gut, wie die Version der Elsässer schmeckt er hierzulande einfach nicht. Neben dem Klassiker können Süßschnäbel die Variante mit Äpfeln oder Birnen genießen.
  • Fromage de Munster d`Alsace: Intensiver Weichkäse aus Kuhmilch. Der Münsterkäse schmeckt genauso kräftig wie er riecht und ist der perfekte Abschluss nach einem deftigen Fleischgericht.
  • Kougelhof: Süßer Gugelhupf aus Briocheteig mit Kirschwasser oder Rum sowie Rosinen, verziert mit ganzen Mandeln. Im Elsass kursieren verschiedene Abwandlungen dieses Kuchens, der besonders gerne zu Ostern und Weihnachten auf den Tisch kommt. Wer es lieber herzhaft mag, wird mit der pikanten Version mit Nüssen oder mit Speck glücklich.
  • Foodspot-Empfehlung: Marché Couvert in Colmar
Hoteltipp: Damit ihr es euch mit vollem Magen bequem machen könnt, sucht euch unter unseren Angeboten im Elsass euer Lieblingshotel aus.

4. Normandie: Meeresspezialitäten für alle, die Meer wollen

Außergewöhnliche Gourmetgerichte aus der feinen französischen Küche, cremiger Käse und süße Leckereien: Solch ein reichhaltiges Schlemmerparadies erwartet euch in der Normandie. In der größten Muschelregion Frankreichs steht diese Meeresspezialität natürlich ganz weit oben auf jeder Speisekarte. Im Landesinneren beherrscht der handgeschöpfte Camembert das Küchen-Geschehen und die zahlreichen Apfelbäume, die ihr im Frühjahr in ihrer zart-rosa Blüte bewundern könnt, versorgen die Region mit köstlichem Cidre. Insgesamt ist die Küche der Normandie recht herb und von den Produkten, die die Landwirtschaft zu bieten hat, geprägt.

Pont-l’Évêque Käse aus der Normandie
Pont-l’Évêque, eine der ältesten aus der Normandie stammenden Käsesorten

Spezialitäten der Normandie:

  • Blanquette de Saint-Jacques: In Butter gebratene und mit Calvados flambierte Jakobsmuscheln in Weißweinsauce mit Champignons. Die Zubereitung dieses Muschelgerichts ist eine Kunst, doch wird sie richtig ausgeführt, ist das Gericht ein Traum.
  • Pont l’Évêque: Weichkäse aus Kuhmilch in eckiger Form. Von der Melkung bis zur Reifung darf die Herstellung ausschließlich in einem begrenzten Gebiet stattfinden. Der mild-würzige und leicht salzige Geschmack kommt mit einem trockenen Apfelschaumwein bestens zur Geltung.
  • Crêpe Normande: Pfannkuchen mit Zucker, Sahne und Apfelringen, am Tisch mit Calvados flambiert. Die hauchdünnen süßen Köstlichkeiten erhalten durch die fettreiche Milch und die gold-cremige Butter ihren unvergleichlichen Geschmack. Die Zubereitung in der traditionellen Gusseisenpfanne ist nicht ganz einfach, der Genuss dafür umso größer.
  • Foodspot-Empfehlung: Jakobsmuschelfest in Port-en-Bessin im Herbst

Hoteltipp: Muscheln, Fisch und Crêpes klingen unwiderstehlich? Dann fühlt ihr euch im Residenz Le Beach in Trouville-Sur-Mer sicherlich wohl.

5. Burgund: Wein, Senf und Traditionen

Ihr habt Lust auf die „typisch französische“ Küche? Dann ist das Burgund das Reiseziel eurer Wahl. Denn neben bekannten Weinen liegen in der geschichtsträchtigen Region auch die Wurzeln vieler traditioneller Gerichte Frankreichs. Simpel, würzig und äußerst schmackhaft geht es in den Küchen des Burgunds zu. An Sahne, Butter und Wein wird hier nicht gespart. Die unterschiedlichen Regionen mit ihren charakteristischen Gegebenheiten sorgen für eine unglaubliche Vielfalt an frischen Zutaten. Schenkt euch ein Glas Burgunder ein, genehmigt euch eine mit Kräuterbutter gefüllte Weinbergschnecke und schlemmt euch durch die Leckereien.

Bœuf bourguignon
Bœuf bourguignon, deftiger Eintopf mit Rindfleisch

Spezialitäten aus dem Burgund:

  • Bœuf bourguignon: Eintopf mit in reichlich Wein geschmortem Rindfleisch. Bodenständig, aber mit viel Hingabe und vor allem Zeit zubereitet, ist diese Spezialität zu Recht auch über die Landesgrenzen heiß begehrt.
  • Fondue bourgignonne: Kleine Rindfleischwürfel, die in heißem Öl geschmort werden. Der Klassiker wird noch besser, wenn ihr Dijon Senf dazu esst. Für den scharfen Senf werden ausschließlich schwarze oder braune Körner nach einem besonderen Verfahren fein gemahlen.
  • Nonettes: Kleine lebkuchenartige Küchlein aus Dijoner Weizenmehl und Honig, gefüllt mit Konfitüre. Herrlich saftig und im Burgund nicht nur zu Weihnachten der Renner.
  • Foodspot-Empfehlung: Trüffelmarkt in Noyers-sur-Serein Anfang November
Hoteltipp: Die perfekte Einstimmung auf eure Genussreise: Mit einem Glas Wein in der Hand das Hotel Oceania Le Jura im Herzen Dijons entdecken.

6. Bretagne: Muscheln und salzige Butter

Fischliebhaber fühlen sich in der Bretagne wie im Genusshimmel. Auf der größten Halbinsel Frankreichs werden nur zu gerne exzellente Meeresfrüchtespezialitäten nach bäuerlichen Rezepten aufgetischt. Ihr könnt auch ruhig Hunger mitbringen, denn die Portionen sind groß. Die mit Meersalz verfeinerte Butter Beurre salé gibt den Gerichten das gewisse Etwas. Wer Lust auf kulinarische Abenteuer hat, wagt sich im Süden der Region an Froschschenkel heran. Im Gegensatz zum Rest Frankreichs wird in der Bretagne übrigens weniger Wein getrunken, dafür darf das bretonische Nationalgetränk, der Cidre, nicht fehlen.

Moules-frites
Muscheln mit Pommes? Das geht! Wie das Gericht Moules Frites beweist

Spezialitäten der Bretagne:

  • Moules Frites: In Weinsud mit Kräutern zubereitete und mit Sahne verfeinerte Miesmuscheln mit Pommes. Ja, das Gericht stammt zwar ursprünglich aus Belgien, ist von den bretonischen Speisekarten jedoch nicht wegzudenken und dank der fangfrischen Muscheln ein Gedicht.
  • Crêpes Suzette: Hauchdünne Pfannkuchen, flambiert mit einer Sauce aus Orangenlikör und Orangensaft, garniert mit Orangenscheiben. Die herzhafte Version aus Buchweizenmehl wird als Gallettes bezeichnet. Beide Varianten schmecken vorzüglich mit einem Glas Cidre.
  • Caramel au Beurre Salé : Karamell, das mit der französischen Salzbutter zubereitet wird. Gegensätze ziehen sich an! Spätestens, wenn ihr die süß-salzige Leckerei zu Crêpes esst, werdet ihr ihr vollends verfallen.
  • Foodspot-Empfehlung: Marché des Lices in Rennes (samstags)
Tipp: Eine besondere Form der Crêpes sind die Gavottes. Dazu werden Crêpes getrocknet und zusammengerollt. Entweder pur oder herrlich dekadent mit Schokolade übergossen genießen.

7. Champagne: Deftig und prickelnd

Es ist wohl kaum eine Überraschung, dass die Küche der Champagne vor allem von einer Zutat dominiert wird: dem Champagner. Das perlige Getränk wird in der Region zwischen Lothringen und Picardie nicht nur geschlürft, sondern kommt auch in zahlreichen Gerichten zum Einsatz. Das bedeutet aber nicht, dass hier nur vom Luxus verwöhnte feine Mägen gefüllt werden. Im Gegenteil: Das Essen in der Champagne ist vor allem herzhaft und deftig. Sucht ihr den süßen Kick, schafft eine mit Marc de Champagne verfeinerte Trüffelpraline Abhilfe.

Bisquits rose de Reims
Bisquits rose de Reims, ein feines Süßgebäck aus der Champagne

Spezialitäten aus der Champagne:

  • Pieds de Porc à la Sainte Menehould : in Bouillon gegarte und mit Paniermehl in Butter, Knoblauch und Petersilie gratinierte Schweinefüße. Klingt abenteuerlich, doch wer geschmacklich etwas Neues ausprobieren möchte, kommt vor allem in Sainte-Menehould nicht darum herum.
  • Andouillette de Troyes: Fünf Stunden lang gegarte Kuttelwurst vom Schwein mit Zwiebeln und Gewürzen. Da diese Spezialität bereits seit dem 16. Jahrhundert in der Champagne serviert wird, solltet ihr ihr definitiv eine Chance geben.
  • Bisquits rose de Reims: Rosa Biskuits aus Zucker, Eiern, Mehl, Puderzucker, Vanille und Karmin. Das feine Gebäck ähnelt den uns bekannten Löffelbiskuits. Stilecht taucht ihr sie zunächst in Champagner ein und lasst sie euch anschließend auf der Zunge zergehen. Schmeckt aber auch in den Kaffee getaucht während einer Sightseeingpause einfach köstlich.
  • Foodspot-Empfehlung: Champagnerverkostung in Epernay, z.B. bei Mercier, wo ihr mit einer Bahn durch die größten Kellergewölbe der Champagne fahrt.

Häufig gestellte Fragen zur französischen Küche

Bei den einen gilt Frankreich als Land der Gourmets, die anderen betrachten die teilweise speziellen Gerichte eher skeptisch. Kein Wunder, dass ihr euch vor einer Frankreichreise also die ein oder andere Frage stellt. Wir beantworten die wichtigsten.

Wohin sollte man für eine Gourmetreise in Frankreich?

In ganz Frankreich wird Genuss großgeschrieben und Essen nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Gut essen könnt ihr also überall. Doch jede Region hat ihre eigenen traditionellen Gerichte. In Paris ist vor allem die gehobene, feine Küche zu Hause, in der Champagne bekommt ihr für unseren Gaumen ungewohnte Speisen, in der Bretagne und der Normandie stehen Meeresfrüchte-Spezialitäten auf dem Speiseplan, im Burgund ist der Wein die wichtigste Zutat, in der Provence dürfen die Kräuter nicht fehlen und im Elsass genießt ihr deftige und doch feine Speisen.

Als Gourmethauptstadt Frankreichs hat sich Lyon einen Namen gemacht. Daher solltet ihr auch in der geschichtsträchtigen Stadt unbedingt die Foodszene unter die Lupe nehmen. Wohin euch eure Gourmetreise führt, hängt also ganz von eurem Geschmack ab. Am besten klappert ihr direkt mehrere Orte ab, um die französische Küche in all ihren Facetten kennenzulernen.

Knuspriges Baguette in einer französischen Bäckerei
Lasst euch frisches Baguette aus einer typisch französischen Boulangerie nicht entgehen

Was ist typisch für die französische Küche?

Frankreich ist vor allem für feinste Käsespezialitäten, Spitzen-Weine und exquisite Delikatessen, wie Muscheln oder Trüffel bekannt. Doch damit ist die Landesküche noch nicht erschöpft. So verschieden die Regionen Frankreichs in Bezug auf ihre Landschaften sind, so unterschiedlich sind sie auch im Hinblick auf ihre Gerichte. Während im Landesinneren und in den nördlichen Teilen deftige Gerichte mit Sahnesaucen serviert werden, stehen im Süden mediterrane Köstlichkeiten im Vordergrund.

Was Frankreich kulinarisch vereint, ist die Liebe zum Handwerk und dass niemals Kompromisse bei der Produktqualität eingegangen werden. Das Essen und dessen Zubereitung wird hier als wahre Kunstform zelebriert. Auch abseits der „Haute Cuisine“ in den Großstädten hat Frankreich allerlei Köstlichkeiten zu bieten. Denn die Franzosen möchten selbst im Alltag nicht auf selbstgekochtes Essen verzichten und bringen bodenständige Gerichte auf den Tisch. Die sind zwar einfacher zuzubereiten als die preisgekrönten Rezepte, doch nicht minder lecker.

Coq au Vin
Coq au Vin ist eines der französischen Nationalgerichte

Was ist das französische Nationalgericht?

Da jede Region Frankreichs ihre eigenen Vorlieben hat, findet ihr über das Land verteilt die unterschiedlichsten Gerichte, auf die die Franzosen stolz sind. Doch wenn ein Gericht als Nationalgericht bezeichnet werden kann, ist es wohl Coq au Vin. Der wortwörtliche „Hahn im Wein“ wird für mindestens 24 Stunden in Suppengemüse, Wein und Kräutern mariniert bevor er zusammen mit Champignons, Karotten, Speck, Zwiebeln und Knoblauch zweimal geschmort wird. Daneben kommt die Gänseleberpastete Foie Gras besonders zu den Weihnachtsfeiertagen in vielen französischen Familien auf den Tisch. In süßer Hinsicht sind es wohl die Crêpes, die bei den Franzosen in aller Munde sind.

Lesetipp: Was sich außer kulinarischen Entdeckungen sonst noch erleben lässt, stellen wir euch in unserem Überblick zu den schönsten Urlaubsregionen Frankreichs vor.

Fazit zur französischen Küche

Dass Frankreich mit all den bezaubernden Städten und tollen Landschaften immer eine Reise wert ist, ist kein Geheimnis. Doch auch wegen der Leckerbissen lohnt es sich, durch das Land zu reisen und die unterschiedlichen Regionen mit ihren Spezialitäten zu erkunden. Egal, ob ihr während eines Städtetrips neben all der Sehenswürdigkeiten auch die kulinarische Seite eures Reiseziels entdecken möchtet oder bei einer Genussreise durch das Land die Hotspots der französischen Küche abklappert: Hungrig werdet ihr auf keinen Fall nach Hause fahren. Wir wünschen Bon appétit!

Das klingt alles ganz nach eurem Geschmack? Dann stöbert in unseren Frankreich-Angeboten und schlemmt schon bald wie Gott in Frankreich.

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