strand in sizilien von oben

2 Wochen mit dem Auto durch Sardinien – meine Highlights

Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und wird gerne als die Karibik Europas bezeichnet. Das klang für mich immer nach einem entspannten Badeurlaub in der Sonne.

Diese Jahr ging es für mich im August auf die italienische Insel und mein Bild hat sich komplett geändert. Ich war von der Vielfältigkeit komplett überrascht!

Damit ihr nicht auch einen falschen Eindruck von der Insel habt, stelle ich euch in meinem Reisebericht Sardinien vor und nehme euch zu meinen Highlights mit.

  1. Mietwagen ja oder nein?
  2. Strandtag an der Costa Smeralda
  3. Tagesausflug zur Tropsteinhöhle Grotta di Ispinigoli / Grotta di Nettuno
  4. Oblia am Abend ein Muss
  5. Ausflug an die Costa Verde (Sanddünen, Cagliari und Grotta del Bue Marino)
  6. Tagesausflug zur Nachbarinsel La Maddalena

Anreise und die Frage nach dem Mietwagen

Von München aus braucht ihr mit dem Flugzeug ca. zwei Stunden – je nach Angebot könnt ihr auch direkt fliegen. Freunde von uns sind lieber mit dem Auto bis nach Sardinien gefahren, die waren ein wenig länger unterwegs aber haben es schließlich auch geschafft.

Die ersten Tage wollten wir zusammen am Strand verbringen und dann die Insel mit dem Auto erkunden. Zum Glück ist Sardinien nicht allzu groß, so dass man locker die ganze Insel schafft. Von Norden in den Süden der Insel benötigt ihr etwa 4,5 Stunden. 

Es gibt zwar auch Busse aber das öffenliche Verkehrsnetz ist nicht allzu gut ausgebaut. Wenn ihr wie wir viel unterwegs sein wollt, solltet ihr euch unbedingt einen Mietwagen buchen.

Das geht zwar auch vor Ort aber es ist doch deutlich entspannter, wenn ihr es bereits von Deutchland aus bucht. Dann heißt es nur noch, einsteigen und der Urlaub kann beginnnen! 

Strandtag an der Costa Smeralda

Unser Hotel lag in einem kleinen Ort namens Pittulongu an der Costa Smeralda. So wird die Nordwestküste der Insel genannt , die vor allem für die smaragdähnliche Farbe des Wassers bekannt ist. Ihr habt bestimmt schon mal Bilder davon gesehen.

strand an der costa smeralda auf sardinien

Generell ist die Region etwas teurer als der Rest von Sardinien, hier tummelt sich auch gerne der ein oder andere Promi. Dementsprend sind viele Restaurants und Cafés etwas gehobener, wer allerdings die Augen offen hält, findet auch einige Lokale mit angemessenen Preisen. 

Die ersten Tage verbrachten wir also auf Sardinien mit Beach-Hopping an der Costa Smeralda. Hier ist ein Strand schöner als der andere und das Meer so klar, dass man selbst in hüfthohem Wasser seine Füße noch sehen kann.

küste in sardinien

Nun war auch mir klar, wieso Sardinien als die Karibik Europas bezeichnet wird. Wer weiße Sandstrände und kristallklares Wasser liebt, ist hier genau richtig!

Tropfsteinhöhle Grotta di Ispinigoli und Grotta di Nettuno

Nur am Strand liegen, reichte uns dann aber doch nicht. 

Die Grotta di Ispinigoli ist eine fossile Tropfsteinhöhle und liegt an einem Hang des Monte Irveri im Osten von Sardinien.

Von Olbia aus haben wir ca. 2,5 Stunden dorthin gebraucht. Der Eingang zur Grotte befindet sich nicht am Fuß des Berges, sondern am Gipfel. Man beginnt also die 40 Meter hohe Säulenhalle der Grotte von oben zu erkunden und wandert langsam die vielen Treppenstufen nach unten.

Eine perfekte Abkühlung bei Temperaturen von über 35 Grad, denn in der Grotte hat es konstante 17 Grad. Nehmt euch am besten eine dünne Jacke mit, ihr werdet sie brauchen. 

Das Highlight der Grotte ist eine 38 Meter hohe Kalksäule, die sich bis zur Decke der Säulenhalle erstreckt und somit zu den höchsten Vereinigungen von Stalagmiten und Stalaktiten zählt. 

Wenn ihr ein bisschen mehr Zeit habt, kann ich euch auch die Neptungrotte sehr ans Herz legen. Die Grotta di Nettuno gehört zu den schönsten des Mittelmeeres. Mit dem Auto braucht ihr gute zwei Stunden bis nach Alghero. Vor Ort wartet eigentlich auch ein zweites Highlight auf euch – nämlich der Hinweg.

neptungrotte in sardinien

Ihr könnt entweder mit einem Ausflugsboot direkt in die Grotte fahren oder ihr wählt den Landweg über die Escala del Cabirol – hinter dem Namen verstecken sich 654 Stufen. Sie führen vom Parkplatz ganz dich am Felsen entlang, bis zum Eingang in die Grotte. Wirklich ein tolles Erlebenis. Die Neptungrotte ist allerdings deutlich beliebter als die Grotta di Ispinigoli und dementsprechend ist hier mehr los.

Olbia am Abend ein Muss

Wenn ihr in der Nähe von Olbia seid, solltet ihr der Stadt unbedingt in den Abendstunden einen Besuch abstatten.

Olbia ist die viertgrößte Stadt und liegt im Norden Sardiniens. Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, steuert ihr am besten den Hafen an, hier befinden sich zahlreiche kostenlose Parkplätze.

Ganz in der Nähe ist die Fußgängerzone, in der ihr euch einfach mal treiben lassen könnt. Sie ist zwar recht klein aber versprüht gerade am Abend eine sehr schöne Atmoshäre.

kleine gasse in olbia auf sardinien

Die Geschäfte haben bis 23 Uhr geöffnet, so dass ihr auch abends noch shoppen könnt.

Mein Tipp: Es gibt auch kleine Geschäfte, die handgefertigte Sandalen anbieten. Ihr sucht euch ein Design aus, geht eine Stunde durch die Altstadt und schon könnt ihr eure neuen Sandalen abholen, die perfekt sitzen. Kann ich wirklich nur empfehlen! 

Wenn ihr eine kleine Pause braucht, gibt es einige Bars, Restaurants und Eisdielen – hier bekommt ihr meiner Meinung nach die beste Eiscreme! 

Generell macht es großen Spaß in der Fußgängerzone zu flanieren. Es gibt überall etwas zu entdecken und häufig spielen auch Live Bands auf der Straße oder in Bars.  

Costa Verde: 60 Meter hohe Sanddünen

Für die nächsten zwei Tage stand bei uns ein kleiner Roadtrip auf dem Plan. Unser erstes Ziel war die Costa Verde, sie ist unter anderem für ihre bis zu 60 Meter hohen Sanddünen bekannt.

Die meiste Zeit konnten wir von Olbia aus die Autobahn Richtung Oristano fahren.

Dennoch gibt es noch immer viele unbefestigte und kaputte Straßen, welchen man bei einigen Zielen nicht ganz entkommen kann. Da Sardinien sehr bergig ist, muss man ab und zu auch über einige Pässe fahren. An einigen Stellen war das Fahren daher recht anstrengend aber die Aussicht gleicht das wieder aus! Wirklich traumhaft!

Bereits von oben konnten wir die Dünen von Ingutorsu sehen, welche goldgelb aus ihrer Umgebung herausstechen.

duenen in sardinien

Am Spiaggia Piscinas angekommen, waren wir überrascht, wie wenig besucht der Strand trotz Hauptsaison ist. Man findet also auf jeden Fall ein ruhiges Plätzchen, um die Landschaft auf sich wirken zu lassen – vor sich das türkisblaue Meer und hinter sich die beeindruckenden Sanddünen, welche teilweise bis ans Meer heranreichen.

Doch Vorsicht, Sonnencreme und feste Schuhe nicht vergessen! Wir hatten zur Mittagszeit Temperaturen von 45 Grad, der Sand war dementsprechend heiß. Es gibt zwar ein paar Stege auf denen man zum Meer laufen kann, dennoch kommt man nicht drum herum, auch mal im Sand zu laufen. Am späten Nachmittag sind wir dann aufgebrochen nach Cagliari.

Cagliari: Willkommen in der Hauptstadt Sardiniens

Cagliari ist die Hauptstadt Sardiniens und hat ca. 154.000 Einwohner. Die Stadt ist vor allem für das auf einem Hügel gelegene Castello-Viertal bekannt. Aber auch der Hafen, die verschiedenen Kirchen und zahlreichen bunten Häuser sind sehenswert. Abends is hier ebenfalls einiges los. 

stadt cagliari auf sardinien

Damit wir nicht nur im Auto sitzen, hatten wir uns entschieden, eine Nacht in Cagliari zu bleiben. Schöne Hotels gibt es einige.

Grotta del Blue Marino: für Grotten-Liebhaber ein Muss

Die Grotta del Bue Marino ist am besten von Cala Gonone aus zu erreichen, da man mit dem Boot bis zum Höhleneingang fahren muss.

Grotta del Bue Marino auf Sardinien

Mein Tipp: Mit dem Auto kommt ihr mehr oder weniger beim Lago di Cedrino vorbei, einem wunderschönen See zwischen den Bergen! Definitiv einen Abstecher wert, auch wenn er nicht direkt auf der Route liegt.

Wenn ihr eine Tour zur Grotte machen wollt, könnt ihr sie entweder vor Ort buchen oder ihr fragt in eurem Hotel nach. Häufig werden auch ganz- oder Halbtagestouren angeboten. 

Die Fart zur Grotte dauert ca. 30 Minuten und ist bereits wunderschön. Faszinierende Felsformationen und azurblaues Wasser! Bei der Grotte selbst kann man nochmal über einen Holzsteg laufen und ungefähr 900 Meter der Grotte sowie die zahlreichen Stalaktiten und Stalagmiten besichtigen.

Die Höhle hat ihren Namen durch ein Lebewesen erhalten, das dort gelebt hat: der Mönchsrobbe. Auf italienisch heißt Mönchsrobbe Bue Marino, daher der Name Grotta del Bue Marino.

eingang zur Grotta del Bue Marino

Für Grottenliebhaber ein absolutes Muss, definitiv die beeindruckendste und schönste Grotte in der ich je war. Am Abend haben wir noch die letzten Sonnenstrahlen am Strand in Cala Gonone genossen, bevor es für uns zurück nach Pittulongu ging.

Die Nachbarinsel La Maddalena: klein aber fein

Nach ein paar Tagen Faulenzen am Strand, war es mal wieder Zeit für einen Ausflug. Dieses Mal haben wir uns für La Maddalena entschieden.

Die Insel liegt im Norden von Sardinien und lohnt sich auch für einen Tagesausflug. Von Olbia aus braucht man etwas mehr als eine Stunde bis nach Palau, von wo eine kostenpflichtige Fähre nach La Maddalena fährt. Auf dem Schiff bekommt man eine Karte, auf der die besten Strände markiert sind.

Felsen im Meer auf Sardinien

Wir sind einmal um die Insel gefahren und haben uns dann für einen Strand auf der nordwestlichen Seite der Insel entschieden, von hier aus kann man sogar Korsika in der Ferne sehen. 

Die Strände der Insel sind aber alle wunderschöne! Das Wasser ist unendlich blau und glasklar, so wie ich es noch nie gesehen habe. Aus dem Wasser ragen Granitfelsen und poröse Klippen aus Glimmerschiefer hervor – ein tolles Landschaftsbild.

Danach sind wir noch auf die Nachbarinsel Caprera gefahren – La Maddalena und Caprera sind mit einer Straße übers Meer verbunden.

Küste auf der Insel Caprera auf Sardinien

Caprera ist eine kleine naturbelassene Insel mit vielen Wanderwegen. Leider muss ich davon abraten einen Abstecher nach Caprera zu machen, wenn man ein etwas größeres Auto hat. Der Großteil der Straßen ist recht schmal und nicht befestigt. 


Mein Fazit zu Sardinien: Immer wieder gerne!

Meine knappen zwei Wochen auf Sardinien gingen ziemlich schnell vorbei. Ich kann nun behaupten, dass Sardinien wirklich eine wunderschöne und interessante Insel mit sehr vielen Sehenswürdigkeiten ist.

Sardinien hat für jeden Urlauber etwas zu bieten. Man kann an den zahlreichen Stränden entspannen, Städte besichtigen, Tagesausflüge zu Grotten und verschiedenen Inseln machen oder einfach mal nichts tun. 

Wenn ihr noch auf der Suche nach einem passenden Hotel seid, findet ihr bei uns tolle Sardinien-Angebote


Wenn ihr noch mehr Tipps zu Sardinien habt, teilt sie gerne in den Kommentaren mit uns! 

4 Kommentare

  1. Avatar
    Miriam Janiak

    Wir haben dieses Jahr Anfang Juni eine Kombi-Reise nach Sardinien und Korsika gemacht. Beide Inseln haben ihre eigene Faszination und sind doch wiederum sehr verschieden. Sardinien hatte ich lange nicht mehr gesehen, auf Korsika war ich zum ersten Mal.
    Zuerst mal Napoleons Bonaparte Heimatinsel. Die 1.000 Kilometer korsische Küste zeigt sich von unüberbietbarem Abwechslungsreichtum. Kristallklares Wasser umspült immense Sandstrände, verschwiegene Buchten und mächtige Klippen, bevölkert von zahlreichen Seevogel-Arten. Keine andere Mittelmeer-Insel bietet ein vergleichbares Szenario wie Korsika. Korsika gilt als wahres „Gebirge im Meer“, etwa 86 % der Insel sind Bergland und nur 14 % Küstentiefland. Mehr als 120 Gipfel überragen die 2.000-Meter-Marke Wir sind den Col de Bavella (Bavella Pas) und eine atemberaubende Schönheit bot sich uns an.
    Die Überfaht von Bonifacio nach Santa Teresa di Gallura dauerte gerade mal 30 Minuten und wir waren mal wieder in Sardinien. Von Santa Teresa di Gallura ging unsere Reise entlang der Küste nach Olbia. Vorbei an der schönsten Seite Sadiniens, der Costa Smeralda. Wir machten überall halt: Palau, Capo d´orso, Baja Sardinia, Porto Cervo, Porto Rotondo. Zurück sind wir von Olbia quer durch die Insel nach Alghero, eine wunderschöne mittelaltrige Stadt die früher den Spaniern gehört hat.

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