Maltesische Rezepte

Maltesisch kochen: Diese Rezepte bringen euch den Urlaub nach Hause

Was ich während meines Aufenthalts auf Malta feststellen musste: Man kann dort nicht nur vortrefflich baden und wunderschöne Städtchen kennenlernen, sondern auch ganz vorzüglich (und viel) essen. Vor allem dann, wenn es sich um typisch maltesische Gerichte handelt. Da Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht und ich den Geschmack der herrlichen Insel auch zurück in Deutschland aufleben lassen wollte, habe ich ein paar Rezepte mitgebracht. Lasst es euch schmecken!

Maltesisches Kaninchen

Schon einmal Kaninchen probiert? Falls nicht, solltet ihr die Chance auf Malta nutzen. Denn dort zählt Kaninchen zu den Nationalgerichten und nicht etwa Fisch, wie man es auf einer Insel im Mittelmeer eigentlich erwarten würde. Kaninchen wird auf viele verschiedene Arten zubereitet, es kann gebraten, geschmort oder überbacken werden. Auch meine Kollegen und ich haben eine Kostprobe gewagt und gebratenes Kaninchen bestellt. Dabei haben wir gleich mal einen Blick hinter die Kulissen geworfen und für euch gefilmt, wie die Zubereitung so abläuft:

Und so geht’s:

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Die Kaninchenkeulen werden wie im Video gezeigt in einer Pfanne mit Olivenöl und in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehen scharf von allen Seiten angebraten. Anschließend gibt der Koch Weißwein dazu und flambiert das Kaninchen kurz und lässt es weiter angebraten. Das gibt dem Gericht ein tolles Aroma. Anschließend wird mit dem Sud abgelöscht und eine Kelle Wasser hinzugegeben. Die Flüssigkeit nun auf höchster Flamme einkochen lassen. Das Ganze darf etwa 30 Minuten in der Pfanne schmoren. Mit gebratenen Kartoffeln und etwas Grillgemüse servieren – köstlich!

Maltesische Nationalgerichte Ravioli mit Schafskäse und Maltesischer gebratener Hase

Maltesische Nationalgerichte Ravioli mit Schafskäse und Maltesischer gebratener Hase.

Maltesische Ravioli mit Schafskäse

Die Malteser haben viele italienische Gerichte übernommen – und ihrem eigenen Geschmack angepasst. Dazu zählen auch Ravioli. Maltesische Ravioli sind etwas größer als italienische – enthalten dafür aber auch etwas mehr Füllung, weshalb der Teig nur eine untergeordnete Geschmackskomponente darstellt. Sie zählen übrigens auch zu den Nationalgerichten. Das macht sie zu einer tollen vegetarischen Variante zum Kaninchen.

Und so geht’s:

Zuerst wird der Teig vorbereitet. Hierfür 400 Gramm Mehl sieben, mit einer Prise Salz, etwas Olivenöl, warmem Wasser und zwei Eigelben vermischen und zu einem glatten Teig kneten. Der muss jetzt eine Stunde abgedeckt ruhen, sodass genug Zeit für die Füllung bleibt.

Hierfür 400 Gramm Ricotta aus Schafskäse mit zwei Eiern, drei Teelöffeln Parmesan und etwas Petersilie verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun müssen die Ravioli vorbereitet und gefüllt werden: Den Teig in zwei Hälften teilen und beide auf gemehlten Oberflächen ausrollen, bis der Teig jeweils nur noch etwa drei Millimeter dick ist. Anschließend mit zwei Teelöffeln die Füllung auf einer der Teighälften in kleinen Häufchen in gleichmäßigen Reihen verteilen. Immer einige Zentimeter Platz lassen. Nun die andere Teighälfte vorsichtig darauf legen und rund um die Füllung gut andrücken. Nun könnt ihr die Ravioli einzeln ausschneiden oder mit einem Raviolistecher ausstechen. Die rohen Ravioli einige Minuten ruhen lassen und derweil eine Sauce ansetzen.

Am besten schmeckt zu den Schafskäse-Ravioli eine leichte Tomatensauce, die ihr einfach mit Knoblauch und Basilikum einkocht. Anschließend gebt ihr die Ravioli vorsichtig in kochendes und gesalzenes Wasser, bis sie an die Oberfläche treiben. Auf Tellern verteilen, mit Sauce übergießen, mit etwas frischer Petersilie garnieren und anschließend Parmesan darüberstreuen – fertig!

Maltesischer Kaffee

Eines haben wir auf Malta festgestellt: Wer gut und viel isst, braucht anschließend einen starken Kaffee. Doch maltesischer Kaffee ist nicht nur ein einfacher Americano. Tatsächlich handelt es sich um frisch gemahlenen Kaffee, der mit Gewürzen wie gerösteter Zichorienwurzel, gemahlenen Nelken, Orangenschalen und Anis aromatisiert wird. Das gibt dem Ganzen einen sehr starken, aber weniger weihnachtlich anmutenden Geschmack, als gedacht. Die Mischung gibt es übrigens bereits fertig zu kaufen. Also haltet auf Malta unbedingt die Augen offen nach Päckchen mit der Aufschrift „Kafe Borg“!

Auch die Zubereitung ist etwas anders, wie mir erzählt wird: Hierfür bringt man etwa 200 ml Wasser in einem Kaffeekessel zum Kochen, reduziert die Hitze und gibt fünf Esslöffel des Kaffees hinzu. Erst einmal muss der Kaffee wenige Minuten ziehen, bevor die Flamme wieder höher gestellt wird. Allerdings darf er nicht kochen und muss anschließend weitere fünf Minuten ziehen. Im nächsten Schritt werden wieder 200 ml Wasser hinzugefügt und der Kaffee für zehn Minuten erhitzt. Dabei ab und zu umrühren. Um den Kaffee zu genießen, müsst ihr ihn durch ein sehr feines Sieb filtern. Dann wird er einfach schwarz getrunken.

Maltesischer Kaffee

Kaffee wie er sein muss: dunkel und kräftig.

Ich garantiere: Das bringt eure Verdauung wieder auf Touren – und ihr seid wieder fit für die vielen tollen Sehenswürdigkeiten der Insel.

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