Roadtrip Italien

Roadtrip durch Italien: 3 beliebte Routen bis nach Rom

Italien besticht durch eine einzigartige Vielfalt: antike Kultur, imposante Berglandschaften, bedeutende Städte, aber auch romantische Dörfer. Entdeckt das Land, in dem die Zitronen blühen und genießt die Freiheit, die euch nur eine Reise mit dem Wohnmobil ermöglicht. „Viele Wege führen nach Rom“ heißt es, denn je nachdem von wo ihr startet,  gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Alpen zu überqueren. Wir stellen euch drei verschiedene Routen und ihre jeweiligen Highlights vor.



Drei beliebte Routen: Mit dem Wohnmobil nach Bologna

Wir haben euch nachfolgend drei Routen mit ein paar Tipps zusammengestellt, die eure Fahrt in Italiens Hauptstadt erlebnisreich und unvergesslich machen. In Bologna treffen diese dann zusammen und führen gemeinsam in die Hauptstadt. Eine erste Übersicht bekommt ihr auf unserer Karte – los geht’s !

 

Route 1: Über das Tessin und die oberitalienischen Seen 

Ihr liebt spektakuläre Berglandschaften? Die bekommt ihr auf dieser Route im Überfluss zu sehen. Dazu kommen noch zahlreiche Seen mit palmengesäumten Ufern, die zum Baden einladen. Der Luganer See liegt zum größten Teil noch in der Schweiz, bietet aber die erste Möglichkeit, das italienische „Dolce Vita“ zu genießen. Von hier aus könnt ihr einen Abstecher zum Lago Maggiore oder Lago di Orta machen. Unser Tipp an euch: Verbringt ein paar Tage am Comer See! Entlang der insgesamt 170 km langen Küstenlinie des Sees liegen mondäne Urlaubsorte wie Cadenabbia, in denen schon Konrad Adenauer seinen Urlaub verbrachte. Rund um den See warten romantische Fischerdörfer darauf entdeckt zu werden.

Comer See in Italien

Am Südende des Sees liegt Como – eine Stadt, die mit ihren Straßencafés und der begrünten Uferpromenade sehr viel italienischen Charme versprüht.  Bei einer Schifffahrt über den See solltet ihr einen Stopp in Bellagio einlegen. Ihr habt eure Fahrräder dabei? Perfekt! Denn rund um den See gibt es zahlreiche Radwege mit unterschiedlichem Anforderungsniveau. So könnt ihr mit dem Rad eine Erkundungstour starten. Von Como kommt ihr in ca. 40 Minuten mit dem Zug nach Mailand. Ein idealer Tagesausflug zum Shoppen ohne nervige Parkplatzsuche! Liebhaber der italienischen Küche können auf der Weiterfahrt von Como nach Bologna in Parma leckeren Schinken und den berühmten Parmesan-Käse verkosten, oder in Modena hochwertigen Balsamico Essig einkaufen.

Parkvorschriften ItalienKennt ihr alle Besonderheiten im italienischen Straßenverkehr? Wie schnell darf man fahren? Wie erkennt man kostenpflichtige Parkplätze? Und wie ging das mit der Maut gleich nochmal? Wir haben alle wichtigen Infos über die Verkehrsregeln und die Mautregelung zusammengefasst.

Route 2: Südtirol und Gardasee

Wer den Brenner passiert hat, befindet sich zwar offiziell in Italien, aber dann auch wieder nicht. In Südtirol wird Deutsch gesprochen. Die Städte Brixen, Meran und Bozen bieten eine charmante Kombination aus italienischem Flair und typischer Alpenromantik. In den Seitentälern, wie z.B. dem schönen Pustertal, gibt es spektakuläre Berglandschaften und faszinierende Natur zu entdecken. Nehmt euch ein paar Tage Zeit, die Region zu erkunden und unternehmt die ein oder andere Wanderung. Unser Tipp: Der „Keschtnweg“ führt auf einer Gesamtlänge von 63 km entlang der Höhenzüge des Eisacktals von Kloster Neustift bis nach Bozen. Auf diesem Weg, der in mehrere Etappen aufgeteilt ist, genießt ihr wunderschöne Aussichten auf die Dolomiten. Ein Stellplatz mit Ausblick für euer Wohnmobil findet sich hier auch. Das nächste Highlight auf dieser Strecke ist der Gardasee.

Lesetipp:

Gardasee in Italien

Der größte See Italiens ist umgeben von Bergen und bietet eine schier unbegrenzte Auswahl an Sportmöglichkeiten. Aber auch Weinliebhaber kommen voll auf ihre Kosten!  Hier könnt ihr eine Vielzahl an Weingütern besuchen und die ein oder andere Flasche für ein gemütliches und romantisches Abendessen vor dem Camper kaufen. Der See ist in der Hochsaison gerne überlaufen, aber auch dann gibt es vor allem an der Westküste noch etwas ruhigere Orte wie Gargnano. Auf der Weiterfahrt nach Bologna solltet ihr unbedingt noch einen Zwischenstopp in Verona einlegen und auf den Spuren von Romeo und Julia ein bisschen durch die historische Altstadt bummeln.

Route 3: Von Kärnten nach Venedig

Auch bei dieser Variante passiert ihr zunächst traumhafte Berglandschaften. In diesem Fall die Julischen Alpen und die Karawanken im Dreiländereck Österreich, Slowenien und Italien. In Udine lohnt sich ein Stadtbummel und vielleicht sogar ein Museumsbesuch. Im „Museo Diocesano e Gallerie del Tiepolo“ sind Fresken des bedeutenden Malers zu sehen. Hinter Udine wird die Landschaft flach und ihr fahrt an vielen kleinen Dörfern vorbei. Das absolute Highlight auf dieser Route ist aber ein Besuch der Lagunenstadt Venedig.

Venedig

Auch wenn die Stadt ein absoluter Touristenmagnet ist, sollte man sie einmal im Leben besucht haben. Entlang der Kanäle reihen sich die prunkvollen Paläste aneinander. Statt auf dem Markusplatz einen überteuerten Cappuccino zu trinken, empfehlen wir einen Bummel durch den Stadtteil Cannaregio, in dem sich unter anderem das ehemalige Ghetto befindet. Hier findet man kleine Restaurants und Cafés, die etwas günstiger sind, als im Zentrum. Die Insel Murano ist berühmt für ihr Glas. Ein „Geheimtipp“ ist ein Ausflug zur Insel Burano mit kleinen, bunten Häusern an einem Kanal. Sehr malerisch gestaltet und vor allem ein tolles Fotomotiv. Wir empfehlen euch, einen Campingplatz in der Nähe von Jesolo aufzusuchen. Ab Punta Sabbioni fährt eine Fähre direkt zum Markusplatz. Euer Roadtrip führt euch weiter durch die Weiten der Po-Ebene nach Bologna.

Das prächtige Renaissance-Juwel Florenz

In Bologna treffen die drei oben beschriebenen Touren nun zusammen. Von hieraus fahrt ihr weiter in die Hauptstadt der Toskana, Florenz. Die Stadt am Arno ist eines der bedeutendsten Kulturzentren Italiens. Bei einem Stadtrundgang solltet ihr die romanisch-gotische Kathedrale „Santa Maria del Fiore“ mit Michelangelo’s berühmter „Pieta“ und natürlich die „Ponte Vecchio“ mit ihren über den Fluss gebauten Häusern besuchen. Ausgehend von der zentralen „Piazza Poggi“ mit ihrem historischen Turm gelangt ihr hinauf auf die „Piazzale Michelangelo“, auf der ihr die berühmte Davidstatue bewundern und einen tollen Blick über Florenz genießen könnt.

Unser Lesetipp: Tipps für Kulturliebhaber und Gourmets

Florenz

Das Häusermeer, überragt von der majestätischen Kuppel des Doms, breitet sich bis zum Hügelland aus. Liebhaber der klassischen Kunst kommen in den Uffizien, einem der bedeutendsten Museen der Welt, auf ihre Kosten. Empfehlenswert für eine Besichtigung der Stadt Florenz sind zwei bis drei Tage. Auf diese Weise ist es euch möglich, die zauberhafte Stadt ganz entspannt und individuell zu erkunden. Nahe der Stadtgrenze befinden sich einige kleine und größere Campingplätze verschiedener Komfortstufen und Preisklassen, die allen Ansprüchen gerecht werden.

Bezaubernde Landschaften in der Toskana

Kurz hinter Florenz führt eure Tour nun in die hügelige Landschaft der Toskana. Mittelalterliche Bauten und jahrhundertealte Weinberge, dunkelgrüne Zypressen im Kontrast zu purpurroten Klatschmohnfeldern sowie einsame Landsitze – die liebliche Landschaft ist ideal für eine gemütliche Spazierfahrt.

Toskana

Die mittelalterliche Stadt Siena liegt perfekt eingebettet in eine Hügellandschaft. Das Herzstück der Toskana birgt viele Kunstschätze und Sehenswürdigkeiten wie die „Cattedrale Santa Maria Assunta“  (der Dom Sienas) oder den „Palazzo Pubblico“, dem Rathaus der Stadt aus dem Jahr 1.297, mit dem Torre del Mangia, einem ca. 102 m hohen Turm, auf der Piazza del Campo heraus. Der muschelförmige Platz inmitten des Stadtzentrums wird als schönster Platz der Welt bezeichnet. Alljährlich im Juli und August findet hier der Palio, das berühmte historische Pferderennen statt.

 Assisi: Auf den Spuren des heiligen Franziskus

Ihr verlasst das wunderschöne Siena und nehmt die Route über den Parco Regionale del Lago Transimeno in Richtung Assisi. Die Strecke führt euch an etruskischen Ausgrabungen vorbei. Lange vor den Römern hat das Volk der Etrusker hier seine Blütezeit erlebt. Nach etwa 2 h Fahrzeit erreicht ihr bereits euer Ziel. Assisi zählt heute zu den bedeutendsten Pilgerstädten der Welt. Wer sich aber die Zeit nimmt, auch ein wenig abseits des Trubels zu spazieren, wird eine schöne mittelalterliche Stadt entdecken, die sich auf einem Ausläufer des Monte Subasio in leuchtenden Weiß- und Rosaschattierungen über dem grünen Valle Umbra erhebt. Die zahlreichen verzweigten Gassen Assisis bilden die Seele der Stadt. Mächtig thront die Burg Rocca Maggiore über der Stadt. Doch die eigentliche Berühmtheit verdankt Assisi jemand ganz anderem – dem heiligen Franziskus. Franziskus empfand sein Dasein vollkommen als ein Leben in der Nachfolge Christi.

Statue Franz von Assisi

Wenn ihr auf den Spuren dieses Heiligen wandelt, ist die Basilika San Francesco ein absoluter Höhepunkt. In dieser fand der Heilige seine letzte Ruhestätte. Am 17. Juli 1228, zwei Jahre nach dem Tod von Franziskus und einen Tag nach dessen Heiligsprechung, legte Papst Gregor IX. den Grundstein für die Unterkirche, die Teil eines mächtigen Gebäudekomplexes werden sollte. Auf der Grabes- und Pilgerkirche erbaute man die Ordenskirche der Franziskaner, fügte später den mächtigen romanischen Glockenturm hinzu und errichtete dahinter das Kloster. Das Innere der Kirche ist ganz mit Fresken bemalt. Bemerkenswert ist besonders die Decke über dem Hauptaltar. Hier versinnbildlichte Maestro delle Vele die franziskanischen Werte: die Armut, den Gehorsam und die Keuschheit. Weitere Sehenswürdigkeiten in Assisi bilden beispielsweise die Piazza del Comune oder die Kirche Santa Maria sopra Minerva. Bei einem Bummel durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt könnte man meinen, dass die Zeit stehen geblieben ist.

Rom: das Herzstück Italiens

Auf dem Weg von Assisi nach Rom kommt Ihr an Spoleto vorbei. Die kleine Stadt thront auf einem Hügel hoch über dem Tal und bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das 80 m  hohe Aquädukt Ponte delle Torri. Durch die hügelige Landschaft fahrt ihr mit eurem Wohnmobil zum Endpunkt dieser Reise in die ewige Stadt Rom. Am besten sucht ihr euch einen Campingplatz am Rande der Stadt und nutzt öffentliche Verkehrsmittel um ins Zentrum Roms‘ zu fahren. Zum Beispiel in Ostia. Die Zugfahrt dauert etwas über eine Stunde, aber dafür habt ihr dann einen Stellplatz direkt am Meer.

Rom

Schon seit der Gründung im Jahr 753 v.Chr. durch die Brüder Romulus und Remus ranken sich viele Sagen und Legenden um die Stadt. Um wirklich einen kompletten Überblick über all die Sehenswürdigkeiten zu bekommen, solltet ihr vier bis fünf Tage einplanen. Das Kolosseum, das Forum Romanum und der Circus Maximus sind nur einige der Stätten, die aus der Zeit stammen, als Rom die Hauptstadt eines Weltreiches war. Rom wurde auf sieben Hügeln erbaut und so gibt es mehrere Orte, von denen ihr einen tollen Blick über die Stadt habt. Einen der Schönsten erreicht ihr über die Spanische Treppe. Von dort aus lauft ihr zum Park der Villa Borghese. Ein anderer Aussichtspunkt befindet sich auf dem Kapitol. Vom Tarpejischen Felsen blickt ihr über das Forum Romanum. Doch das ist aber noch lange nicht Alles, was es hier zu sehen gibt! Ein Muss für jeden Rombesucher ist jedoch die Besichtigung der größten Kirche der Welt, des Petersdoms. Wer den Papst sehen möchte, sollte mittwochs um 10.30 Uhr zur Generalaudienz auf dem Petersplatz sein. Ansonsten gilt: Lasst euch einfach treiben. Hinter jeder Straßenecke wartet eine andere Sehenswürdigkeit. Besonders beliebt für einen abendlichen Bummel mit einem typisch italienischen Abendessen ist das Viertel Trastevere. Hier trifft man auch auf Einheimische.

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Für den Rückweg nach Hause empfehlen wir euch entlang einer der Küsten zu fahren, wobei die Westküste entlang des Tyrrhenischen Meeres mit den vielen kleinen Buchten und Klippen abwechslungsreicher ist. An der Adria sind die Strände dafür größer und flacher und vor allem bei Familien sehr beliebt.


Wie viel Reiseplanung ist wirklich notwendig?

Ein Roadtrip ist gekennzeichnet von Freiheit und Flexibilität. Bei all der Spontanität solltet ihr dennoch ein paar Dinge vorab planen, damit dem reibungslosen Ablauf eures Abenteuers nichts mehr im Wege steht. Nicht nur Stellplätze, sondern auch gut ausgestattete Campingplätze sind in Italien reichlich vorhanden. Da besonders die kleinen, idyllischen Plätze in der Hauptsaison schnell ausgebucht sind, empfiehlt es sich, kurz zuvor telefonisch anzufragen und zu reservieren. Ansonsten ist ein solcher Roadtrip völlig unproblematisch, da das Land neben all seinen einzigartigen Schätzen durch eine sehr gute Infrastruktur besticht. Die Dauer eurer Reise lässt sich gut auf die euch zur Verfügung stehende Zeitspanne anpassen. Es empfiehlt sich jedoch, immer wieder kleine Zeitpuffer einzuplanen. Denn ihr solltet euch nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hangeln, sondern alles mit Ruhe angehen. Es passiert häufig, dass man ganz unverhofft die Lust verspürt, an dem einen oder anderen Ort länger als zuvor geplant zu verweilen. Mit ausreichend Zeit im Gepäck wird dies für euch problemlos möglich sein. Besonders schön sind die Reisemonate der Vorsaison, wenn die Tage schon lang, aber noch nicht brütend heiß sind und vergleichbar wenige Reisende euren Weg kreuzen. Empfehlenswert ist auch der Herbst mit der Weintrauben- und Olivenernte.


 

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